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Sybilles Spaadom an Aarenn 18707584 Hwori ForudsigeS DaiimarkS Vanlde, Englands Unbergang og Preußen» fornedvelse o. f. w." out Grund der §§. 75 und 100 des Strafgesetzbuches aufrecht erhalten worden, was hierdurch veröffentlicht wird. Hersfeld, am 2. Dezember 1870.

Der Königliche Landrath Auffartb.

Berlin, den 19. November 1870.

Bekanntmachung.

WeihnachtSversendungen an die Truppen in Frankreich.

Um die Zuführung von WeinachtSpacketen an die Truppen in Frankreich zu ermöglichen, soll der Feldpost« Päckereidienst in seinem jetzigen Umfange, wenn irgend möglich, noch bis zum Abend des 8. December aufrecht erhalten werden. Bis zu diesem Zeitpunkte kann daher die Annahme von Feldpostpacketen der vorgeschriebenen Art und an diejenige» Truppentheile, für welche die Packet« Versendung überhaupt zulässig ist, noch staltfinden, Von da ab muß die Annahme bis auf Weiteres eingestellt werden, so weit nickt etwa Ereignisse eintreten sollten, welche eine noch frühere Einstellung bedingen würden. Das General.Postamt macht im Interesse des Publicums, * sowie um dem übermäßigen Andrange in den letzten Ta­gen vor dem 8. December vorzubeugen, schon jetzt hieraus aufmerksam. Da bei den in Frankreich obwaltenden Tran«, portverbältnissen mitunter 14 Tage und unter Umständen selbst 3 bis 4 Wochen vergehen können, ehe die Abreffa« ten in den Besitz der Sendungen gelangen, so wird eS sich empfehlen, baldigst mit den betreffenbeu WeihnachtS« Versendungen zu beginnen.

General'Postamt. Stephan.

Landrathsamt Hünfeld.

Hünfeld, am 2. Dezember 1870.

Die Herrn Bürgermeister deS Kreise» haben den Requisitionen der Mililärbehörden wie insbesondere der Kommandos der Ersatz-Bataillone stets willig zu ent­sprechen.

Der Königliche Landrath Götz.

Landrathsamt Ziegenhain.

Ziegenhain, am 28. November 1870.

In Folge einer Requisition deS Königlichen Bezirks« Kommandos zu Marburg werden die Herrn Stadt- und OrtSvorstände des Kreises ausgefordert, alle die Mili» tairpersonen, welche von ihren Truppentbeilen ohne Ber- witlelung der Lazarethe direct in die Heimath und in Privatpflege entlassen worden sind, anzuweisen, daß sie sofort bei dem BezirkSfeldwebel dahier melden.

Der Königliche Landrath Günther.

An

die Herrn Stadt- und OrtSvorstände des Kreises Ziegenhain.

Eröffnung des Reichstags des Norddeutschen Bundes

am 24. November 1870.

Rede des Präsidenten deS Bundeskanzleramtes, Staats­ministers Delbrück.

Geehrte Herren vom Reichsrag des Norddeutschen Bundes!

Se. Majestät der König von Preußen hat mir den Auftrag zu ertheilen geruhet, den Reichstag des Nord- dcutscken Bundes im Namen der verbündeten Regierungen zu eröffnen.

Es würde Sr. Majestät zu hoher .Befriedigung ge­reicht haben, heute in Ihrer Miste zu sein, um an dieser Stelle Gott für die Erfolge zu danken, mit welchen die Waffen der deutschen Heere gesegnet worden sind und um Ihnen auszusprechen, welchen Antheil die nationale Hal­tung und die Einmüthigkeft des Reichstages bei Bereit­stellung der, zur Führung des Krieges erforderlichen Mittel an diesen Erfolgen gehabt haben. Durch die in der Kriegs­geschichte beispiellosen Siege, welche nach Gottes Wille» die Heldeumüthige Tapferkeit und die einsichtige Frihrung der deutschen Heere erfochten haben, ist der Angriff, den Frankreich im Juli auf Deutschland unternahm, zurück­geworfen worden. DaS französische Volk muß die Ueber­zeugung gewonnen haben, daß seine jetzige Kriegsmacht, nach der Vernichtung der gegen uns aufgestellten Heere, der geeinten Wehrkraft Deutschlands nicht gewachsen ist.

Wir könnten daher den Abschluß des Friedens als gesichert betrachten, wenn unser unglückliches Nachbarland eine Regierung hatte, beten Träger ihre eigene Zukunft als untrennbar von der ihres Landes betrachteten. Eine solche Regierung würde zeoe Gelegenheit ergriffen haben, die Naliou, an deren Spitze sie sich aus eigener Macht­vollkommenheit gestellt hat, zur Wahl einer Volksverlre- tung und durch diese zur Aussprache über die Gegenwart und die Zukunft des Landes in den Stand zu setzen. Aber die Aktenstücke, welche Ihnen, meine Herren, von dem Präsidium des Bundes vorgelegt werden sollen, wer­den Ihnen den Beweis liefern, daß die jetzigen Macht­haber in Frankreich es vorziehen, die Kräfte einer edlen Nation einem aussichtslosen Kampfe zu opfern.

Die unverhältnißmäßige Erschöpfung und Zerrüttung, welche für Frankreich die Folgen der Fortsetzung dieses Kampfes unter den gegenwärtigen Umständen sind, müssen zwar die Kraft des Landes in dem Maaße schwächen, daß dasselbe zu seiner Erholung längere Zeit bedürfen wird, als bei einem regelmäßigen Verlaufe deS Krieges der Fall gewesen wäre. Die verbündeten Regierungen haben aber mit Bedauern der Ueberzeugung Ausdruck zu geben, daß der Friede zwischen den beiden großen Nachbarvöl, kern, auf dessen ungetrübte Dauer sie noch vor weniger als einem halben Jahre zählten, durch die Erinnerungen, welche die Eindrücke dieses Krieges in Frankreich hinter­lassen werden, nur um so sicherer gefährdet sein wirb von dem Augenblicke an, wo Frankreich durch die Erneuerung der eigenen Kraft ober durch Bündnisse mit anderen Mäch­ten sich stark genug fühlen wird, den Kampf wieder aus- zunehmen.

Die Bedingungen, unter welchen die verbündeten Re­gierungen zum Frieden bereit sein würden, sind in der Öffentlichkeit besprochen worden. Sie müssen zu der Größe der Opfer welche dieser ohne jeglichen Grund, aber mit