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4500 ihrer BramteU, Unterbeamten u. s. w. abgegeben. Der Ausdauer und Hingebung des zurückgebliebenen Personals ist eS zu verdanken, wenn gleichwohl der hei­mathliche Postverkehr im Großen und Ganzen in dem seitherigen Umfange, ohne nennenswerthe Einschränkungen, bisher hat aufrecht erhalten werden können. Ebenso geschieht auch Seitens der im Feldpostdienst beschäftigten Beamten Alles, was Thatkraft und Umsicht an die Hand geben, um die schwierigen Verhältnisse des Postbetriebes bei der Armee in Feindesland zu überwinden. Keiner, daheim wie im Felde, steht zurück, um mit äußerster Kraft­anstrengung im Bewußtsein der großen Zeit, welche zu erleben die Vorsehung uns gewürdigt bat, im vollsten Maße die an ihn herantretenden erhöhten Anforderungen zu erfüllen.

Daß übrigens bei der oft in größter Eile zu bewir­kenden Bewältigung der enormen Versendungsmassen in den Postbüreaus, oder während der Fahrt in den Eisen­bahn-Postwagen, oder im engen Marschguartier und selbst Bivouac der Feldpost, besonders unter den erklärlichen Verwirrungen nach einer größeren Action, mitunter auch einzelne Irrthümer und Versehen vorkommen, soll durch die vorstehende Darstellung keineswegs beschönigt werden, gleichwie dieselbe auch in keiner Weise etwa auf eine Rechtfertigung der Postverwaltung ausgeht. Ihr alleiniger Zweck besteht vielmehr darin, das beteiligte Publikum über die eigentlichen Ursachen seiner Besorgnisse mit voller Offenheit aufzukläreu und namentlich darzuthun, daß, wenn die brieflichen Nachrichten auch längere Zeit aus- bleiben, deshalb allein ein Grund zur Beunruhigung über das, Geschick .der betreffenden Angehörigen und Freunde noch nicht vorliegt. Die Briefverspätungen sind unabwendbar. Die verloren gehenden Corresvondenzen aber bilden einen verschwindenden kleinen Bruchtbeil der vielen Millionen von Sendungen, welche der in unabläs­siger Thätigkeit begriffene Organismus der Feldpost trotz der entgegenstehenden außergewöhnlichen Schwierigkeiten mit vollster Sicherheit an ihre Bestimmung führt.

Berlin den 22. August 1870.

General«Postamt. Stephan.

Bekanntmachung.

Zur öffentlichen anderweiten Verpachtung des in der Gemarkung Mackenjell gelegenen Domainen- grundstücks:

Ch. Lit. C. Nr. 171, 68| Acker 4 Rt. Land, das kleine und große Stück, nach den neu abgemessenen 26 Parzellen, vom 1. Ja- nuat k. I. an, auf 3 Jahre, wird einmaliger Termin aus

Freitag den 14. Oktober d. J.

. des Vormittags 11 Uhr das Schlemm'sche Wirthshaus zu Mackenzell anberaumt, was Pachtliebhabern zur Nachricht dient. iäulda, am 4. Oktober 1870.

Der Königl. Domaineu-Reutmeister. Fuhr in a n n.

®n ""ch wenig gebrauchter, mittelgroßer eiserner ist zu verkaufen, Wo, sagt die Exped, d. Bl,

Bekanntmach ««g.

Vom 6. d. Mts. ab wird die Personenpost nach Friedewald und Mannsbach um 4" Uhr Nachmittag» von hier abgefertigt.

Hersseld, am 3. October 1870.

Post-Amt. Brehm.

Bebra - Hanauer Eisenbahn.

Die Ausführung der Arbeiten und Lieferungen behufs Erweiterung der Wohnungen in den Güter­schuppen zu Fulda und Hersseld soll im Wege der Submission vergeben werden, und ist hierzu Termin auf

Freitag den S Detober d. I.,

Vormittags 9 Uhr, im Geschäftslokale des unterzeichneten Eisenbahn - Bau­meisters anberaumt.

Etwaige Offerten sind bis zu dem genannten Ter­mine franco, versiegelt und mit der Aufschrift:

Submission auf Ausführung von Arbeiten unv Lieferungen zur Erweiterung der Woh- nungen in den Güterschuppen zu Fulda, bezw. Hersseld" versehen, bei dem Unterzeichneten einzureichen, und kön­nen solche sowohl auf jedes einzelne Object als auch auf beide zugleich abgegeben werden.

Die Bedingungen zur Uebernahme der Arbeiten und Lieferungen sowie "die der Ausführung zu Grunde zu legende Zeichnung können aus meinem Bureau eingesehen und erstere gegen Erstattung der Copialien bezogen werden.

Fulda, den 1. October 1870.

Der Eisenbahn - Baumeister

Tasch.

Wckanntmaehung.

Zur öffentlich Meistbietenden Verpachtung des Auf­kommens an städtischer Verbrauchsabgabe von dem in hiesiger Stadt conjumirt werdenden Fletsche, für das Jahr 1871, ist Termin auf

Montag den 1 0. d. Mts.

Vormittags 10 Uhr im Stadtfecretariat dabier anberaumt. Pachtbedingungen können daselbst eingesehen werden. HerSfeld, am 1. Oktober 1870.

Der Bürgermeister

Keinpf.

vdt. Demm e.

Ein tüchtiger Küfergeselle ~ findet gegen guten Lohn dauernde Arbeit. Wo? sagt die Expedition d. Bl.