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Meldung, per Telegraph abgegeben, unter Umständen 2 bis 3 Tage gebraucht (in entgegengesetzter Richtung hat die Uebermittelung eines Telegramms des General-Post« amts an eine Feldpostaustalt einmal sogar 7 Tage in Anspruch genommen, weil die M-rschquarliere fortwäh­rend wechselten, mithin ohne daß die Telegraphie hierbei irgend eine Verschuldung trifft), so kann daraus wohl abgenommen werden, welche unvermeidliche Verzögerung für die inzwischen zu Tausenden ausgehäuften Sendungen entstehen muß.

Daß solche Veränderungen nicht selten vorkommen, dürfte der Umstand darthun, daß zu der t2 euggedcuckte Bogen umfassenden Feldpost-Uebersicht täglich eine Ver« änderungs-Nachweisung von | bis | Logen Umfang beim General-Postamt angefertigt und an die beteiligten Post­stellen nbersandt wird, nachdem bereits voraufgrhend d-n Saiirmelstellen durch Telegramme von den wichtigsten Veränderungen Mittheilung gemacht ist.

Die vorstehenden, aufs Gerathewohl herausgegriffe­nen, aber auf Thatsachen gestützten, einzelnen Beispiele erschöpfen .den Gegenstand keineswegs. Es kommen vielmehr auch die Verhältnisse während der eigentlichen Mobilmachung, wo die einzelnen Trupvenkörper sich erst sormiren, in Betracht; ferner die Uebergangs-Periode bis zur Aufstellung der Armee an der feindlichen Grenze; die für Feldpostanstalien oft unerreichbaren detaWirten Trup« pentheile und Branchen: Feld-Eisenbahn-Abtheilungcn, Feld-Brückentrains, Keld-Lazarethe rc.; endlich die Ver­hältnisse der hinsichtlich des Postverkehrs ganz abweichend zu behandelnden Sendungen für Ersatz^ und DesatzungS» Truppen.

Die Verhältnisse während früherer Kriege lassen sich mit den jetzigen nicht ohne Weiteres tu Vergleich stellen. Damals waren unter Anderem di^ Eisenbahn - Verbind­ungen keineswegs in dem Umfange gehemmt, die Tele­graphen Leitungen nicht in dem Maße unterbrochen; die Entfernungen der operirenden Armeen von der Heimath waren im Durchschnitt viel geringer, die Dislokationen der Truppen nicht so ausgedehnt, ihre Massen nicht so gewaltig, wie sie eS heute sind. (Schi, f)

Gemeinde Niedergrenzebach.

Zweiter und letzter Termin zum Verkauf des hie« figen'alte« Schnlhouse» steht

Freitag den 30. d. Mts.

Nachmittags von 1 2 Uhr in der Behausung des Orts Vorstands zu Niedergrenzebach.

Zwischen dem Handelsmann Kalomon Katz von Erdmannrode als Käufer und den Gebrüdern Friedrich und Jakob JllieS zu Conrode als Verkäufer wurde heute folgender Kauf verabredet und festabgeschlossen:

Die Gebrüder JllieS von Eonrode verkaufen dem Handelsmann Kalomon Katz von Erdmannrode folgende näher bezeichnete Gegenstände unter folgenden Beding­ungen: die sämmtlichen Gegenstände werden alsbald dem Käufer überliefert, und Verkäufer behalten sämmtliche

Gegenstände zu ihrem Benutz und Aufbewahrung, ohne Anrechnung auf Futtergeld oder Lagergeld zu mache« bis den 1. März 1871. Die verkauften Gegenstände sind folgende: 1) Eine Häckselmaschine, 2) eine Dresch­maschine mit dem dazu gehörigen Göpel, Riemen und alles waS dazu gehört, 3) zwei Kalbenrinder, 4) zwei starke eiserne Axenwagen mit Leitern und Hinterwagen und was dazu gehört, 5) 2 Ackeöpflüge, 6) 4 Eggen, und 7) eine Fegmühle.

Ich warne da der vor Ankauf oder Pfändung dieser Gegenstände bei Meidung der Wiederberausgabe an mich, ohne Entschädigung von meiner Seite.

Erdmannrode, den 12. September 1870.

Kalomon Katz.

Bekanntmachung.

Der Herr Bauunternehmer Bewerung in Stadtberge, welcher im Jahre 1864 bei Meckla r eine Section übernommen hatte und gegenwärtig etwa 8 Stunden unter Cassel einen Eisenbahnbau ausführt, sucht 50 bis 60 tüchtige Arbeiter gegen guten Lohn, welche alsbald in Beschäftigung tre­ten können. Hierauf Refleklireude wollen sich bei mir melden, indem ich auch nähere Auskunft ertheilen werde.

W. Kochbuch

Bürgermeister in Meckla r.

Todes-Auzeige»

Gestern Abend *11 Uhr entschlief nach langen schweren Leiden meine liebe Frau

Sophie Marie Zirkel, geb. Huth im 36. Lebensjahre, wovon ich Verwandten und Bekannten mit Bitte um stille Theilnahme Anzeige mache.

Beerdigung (Folgeleiche): Donnerstag den 22. d. M. Nachmittag» 3 Ubr.

Hersseld, am 20. September 1870.

A. Zirkel.

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Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an mei­nen, in der Schlackt von Wörth gefallenen Sobn, Hauptmann v. Grävenetz baden, werden ausge­fordert sich bis zum 1. October d. J bei dem Zimmer­meister Conrad Vockroth in HerSfeld zu- melden.

Berlin. jFrau V. tirävenitz,

AuS Vertrag vom 12. September d. I. verkauften die Gebrüder I a c o b und Friedrich JllieS zu C o n» rode an den Unterzeichneten 2 gelbe Kühe und 38 Stück Hammel, welche der Käufer den Verkäufern zu deren ferneren Benutzung ebne Anrechnung von Futter« gelb noch überließ. Es wird daher vor Ankauf oder Pfändung besagter Kühe und Hammel gewarnt, bei Mei- dung der Wiederberausgabe an mich ohne Entschädig­ung von meiner Seite.

Erdmannrode, den 20. September 1870,

MoseS Weinberg lr.