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Geliebte vom Stuhl am Ofen bis mitten ins Zimmer taumelte und dort zu Boden fiel, worauf er noch mit einem Pantoffel von ver eifersüchtigen Frau auf's Unbarmherzigste bearbeitet wurde. Was dann weiter geschehen, weiß Niemand, nur wurde die Leiche des Kaiser später an der Erde liegend ausgesunden. Eine StrangulationS- marke am Halse und eine neben der Leiche liegende Schnur deutete aus eine gewaltsame Todesart hin. Frau Kohl- Hase wurde am Sonntag verhaftet. Die Leiche ist bereits obducirt.
Frankfurt, 22. Jan. Gestern Abend um halb acht Uhr ereignete sich beim Einfahren des Frankfurter Zuges im Heidelberger Bahnhof ein bedauernswerthes Unglück. AlS der Zng nämlich becankam, wollte ein Maschinenführer über das Geleise zu seiner in der Nähe haltenden Locomolive; er stürzte und wurde ebe er aufstehen konnte, von dem daher kommenden Zuge ersaßt und ihm beide Beine und ein Arm abgefahren.
Kor neu bürg. Vor dem hiesigen Kreisgericht war eine Schlußverhandlung anberaumh zu welcher zwei der wichtigsten Zeugen nicht erschienen waren, weßhalb die Verhandlung vertagt werden mußte. Auf eine Zuschrift des Kreisgerichts antwortete die Heimathsbehörde dieser beiden Zeugen, daß in dem Ausbleiben derselben von der Schlußverhandlung keine Renitenz zu finden sei, vielmehr müsse deren Wegbleiben als vollkommen gerechtfertigt angesehen werden. Der Eine, so heißt es wörtlich in der Zuschrsst, ist todt, und der Andere ist eingesperrt, weil er eben den Einen erschlagen hat.
Laib ach. Der im Bau begriffene Eisenhahntunnel Globoko nächst Radmaunsdors iil am Dienstag in der Länge von sechs Klaftern eingestürzt; drei Arbeiter blieben sogleich todt, mehrere kamen mit Verwundungen davon. Man erzählt, daß ein unbekannter Dieb kurz zuvor die eisernen Klammern aus der Wölbung gestohlen habe, waS den Einsturz des Gewölbes zur Folge hatte.
§. Hersfeld. Nach den früheren Hess. Gesetzen mußte eine Partei^wenn sie im Processe das Armenrecht erlangen wollte ein Zeugniß von hm Bürgermeister, dem Ge- meinderath., und dem betreffenden Pfarrer unterschrieben s vorlegen. Es werden diese Zeugnisse noch immer so ausgestellt von den Gerichten jedoch nicht mehr angenommen. Den Ausstellern scheint daS Gesetz vom 10. Mai 1851 nicht bekannt zu sein, denn im §. 5 desselben heißt eS:
„Wenn eine Partei durch ein Attest der OrtS-Poli- „zeibehörde, welches die Angabe des Gewerbes, der „VermögenS-Umstände, der Familien-Verhältnisse und „der von der Partei zu entrichtenden Steuern enthält, „bescheinigt, daß sie nicht im Stande ist, neben ihrem „und ihrer Familie Unterhalt, Kosten zu bejahten und »ein Verzeichniß ihrer ausstehenden Forderungen, Grund- „stücke und Gerechtigkeiten unter Angabe des Werthes „einreicht, so soll dieses in der Regel hinreichen, um „derselben eine völlige, oder nach Umständen eine theil» »weise Kostenfreiheit oder eine Stundung zu bewil- „ngen. rc."
Bekanntmachung.
Gefundene Gegenstände:
1 Bohle, 2 Schlüssel, 1 Shawltuch, 1 Taschenmesser, 1 Deichselvorschlag. — Die Eigenthümer können solche dahier in Empfang nehmen.
Verlorene Gegenstände:
1 Taschenuhr, 2 Pelzkragen, 1 goldener Ring mit, rothem Steine, 1 Brieftasche mit 15 Thlr. 4 Sgr Papiergeld, 1 Breche mit weißem Stein in Goldeinfaffung. — Die Finder werden zur alsbaldigen Ablieferung ausgefordert. Hersseld, am 28. Januar 1S70.
Der Bürgermeister Kempf.
vt. KrauS.
Bekanntmachung. -
Die dahier gelegene Herrnmtihle, bestehend au» zwei Mahl- und einer Oelmühle nebst 19^ Acker Land, Wiese und Gärten, worunter ein (Sitten bei der Mühle, woraus im Sommer allein 3 Stück Rindvicd gehalten werden können, soll in den aus
Montag den 7. Februar d. J. - „ „ 21. „ „ eventuell
„ „ 7. März „
Vormittags 10 Uhr in der Gastwirthschaft des Herrn I. Roß dahier an» beräumten Terminen auf 6, 9 oder 12 Jahre zur Verpachtung eventuell zum Verkauf öffentlich ausgebotew werden, wozu Pacht- und Kauflustige eingeladen werden. Auf mündliche oder schriftliche Anfragen ertheilt Herr Stadtschreiber I. Hirschfeld dahier Auskunft Neukirchen b. Z., am 10. Januar 1870.
J. Heixubecher’s Wittwe.
Unterzeichneter beabsichtigt fein aus ca. 50 Acker Land und Wiesen, sowie Haus und Hofrailhe bestehende» Uckergut auf die Dauer von 3 Jahren zu verpachten oder auch zu verkaufen. Termine hierzu sind aus
Mittwoch den 2. Februar d. I., sowie
Mittwoch den 9. Februar d. J.
jedesmal Morgens um 10 Uhr in die Wohnung des Unterzeichneten anberaumt worden wozu Pacht- bezwse. Kauflustige eingeladen werden.
Motzfeld, am 25. Januar 1870.
Johannes Klee.
8S* Stralsuuder Spielkarten, ^2M bekanntlich die feinsten und zugleich dauerhaftesten, empsehleu . , , ,
Böttrich & Hoehl
in Hersfeld und Koten barg.
Beachtenswert!)!
Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwachezunande der Harnblase und Geschlechtsorgane. BrieseFrancs. y ' Specialarzt Dr. Krrchhoffer
Kappel bei St. Gallen (Schweiz).