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Allerlei Neuigkeiten

Durch niedergehendes Gestein verschütlet. Auf dem Hartmannsbruck, einem Zweigbetrieb der Schieferbruch- GesellschaftGlückauf" in Reichenbach bei Saalfeld, wurden zwei Bergleute unter niedergehendem Gestein verschüttet. Ein Schieferarbeiter konnte nur als Leiche geborgen werden, der zweite Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

Schweres Kraftwagenunglück. Zwei Tote. Auf der Strecke MeißenRöderau kam ein Kraftwagen beim Ueber« holen von Radfahrern auf vereister Straße ins Schleudern, stürzte um und geriet in Brand. Dabei fanden Direktor Pokorny und Oberinspektor Leuke von der Reichsbahn­direktion Dresden in den Flammen den Tod. Ein dritter Insasse des Autos konnte gerettet werden.

Gehöft niedergebrannt. Das Gehöft des Hufners E(- tang in Koenholz bei Kappeln wurde vollständig eilige« äschert. Mit dem aus Wohnhaus und Scheune bestehenden Anwesen verbrannten der gesamte Viehbestand und die noch vorhandenen Kornvorräte. Die Bewohner retteten nur das nackte Leben. Als Ursache des Feuers wird Brandstiftung vermutet.

Verkehrsunglück. Ein nach Hindenburg fahrender Last­kraftwagen stieß mit einem von dort kommenden Straßen­bahnzug zusammen. Von den 18 Insassen des Lastkraft­wagens wurden zwei schwer und sechs leicht verletzt.

Aufhebung eines SA.-Heimes. Das Contibüro meldet: Wie erst jetzt bekannt wird, ist in der Nacht zum Sonnabend eine polizeiliche Durchsuchung des SA.-Heiines in Volmar- ftein vorgenommen worden, da man in Erfahrung gebracht hatte, daß die Insassen des Heims zahlreiche Diebesfahrten ausgeführt haben. Bei der Durchsuchung wurden 4 SA.- Leute verhaftet; bei einem von ihnen wurde unter dem Kopfkissen eine mit 8 Patronen geladene Mauserpistole vor­gefunden. Die Verhafteten legten bereits ein umfassendes Geständnis ab: Sie gaben 2 Einbruchsdiebstähle zu, die sie in der vergangenen Woche verübt haben, ferner gestanden sie, einen vorgetäuschten Raubüberfall auf die Kassiererin eines Volmarsteiner Geschäfts geplant zu haben, der durch ihre Festnahme vereitelt wurde. Die Kassiererin war mit den SA.-Leuten im Bunde, der Plan sollte noch in der Woche zur Ausführung kommen. Auf das Konto der Ver­hafteten kommt auch ein Einbruchsdiebstahl in die Kontor­räume einer Brennstoffveredelungsgesellschaft und 2 Koh- lendiebstahle. Das SA.-Heim wurde sofort aufgelöst; weiter Festnahmen stehen noch bevor.

I

Lebensmittelplünderungen in Duisburg. Kurz vor Ge- jchäftsschluß drangen in Duisburg etwa 20 Personen in ein Lebensmittelgeschäft in der Koloniestraße ein. Nach Abgabe eines Schreckschusses wurden der Inhalt der Ladenkasse und eine große Menge Lebensmittel geraubt. Die Polizei nahm vier an dem Raub beteiligte Personen fest. Fast zur gleichen Zeit drangen etwa 12 bis 15 Personen in ein Lebensmit­telgeschäft in der Geibelstraße. Auch hier wurden größere Mengen Lebensmittel im Gesamtwert von etwa 700 RM geraubt.

Die Boxkünste des Opernsängers. Im Hause eines Fa­brikanten in Neumünster wurden nachts zwei Einbrecher überrascht. Ein Verwandter des Fabrikanten, ein Opern­sänger Sch. trat dem einen Spitzbuben gegenüber und ver­setzte ihm einen wuchtigen Kinnhaken. Der Komplice, dem die Boxkünste des Sängers offenbar imponierten, nahm reißaus und entkam. Der zu Boden Geschlagene wurde festgenommen. Es handelt sich um einenschweren Jungen" aus Hamburg.

Wenn der Rendant sich verspekuliert. Wegen der um­fangreichen Unterschlagungen bei der Kreiskommunalkasse Düren, die der Rendant Mathias Wesang nach eigener An­zeige begangen hat, hielt der Kreisausschuß eine Sonder- itzung ab. Wesang hatte durch den Sturz des englischen Pfunds den größten Teil der von ihm unterschlagenen Gel­ler, mit denen er zu spekulieren pflegte, verloren. Als auch Lotterielose, die er für mehrere tausend Mark erstanden laste, ihm kein Glück brachten, gestand er, seine Veruntreu- ingen der Aufsichtsbehörde ein. Es ist noch nicht erklär- ich, wie Wesang in der Lage war, 10 Jahre lang diese Veruntreuungen zu begehen, ohne jemals Aufsehen zu er» egen.

Beim Fußballspielen tödlich verunglückt. Bei einem Fußballspiel in Manderscheid in der Eifel stieß ein 22jäh- iger junger Mann namens Klas mit einem anderen Spie- er so unglücklich zusammen, daß Klas beim Sturz das Ge- M brach und auf der Stelle starb. Das Fußballspiel wurde sofort abgebrochen. Der Unfall ist für die Familie um so tragischer, als der Bruder des Verunglückten im November 1923 bei einem Bauernzug nach Wittlich von Separatisten rrschossen wurde.

3^jähriges Kind erschießt sich. Der ^jährige Sohn nner Familie in Sieburg (Hessen) hatte in Abwesenheit der Eltern im Nachttisch einen Revolver gefunden und mit dem­selben gespielt. Plötzlich krachte ein Schuß und die Kugel drang dem Kind in den Kopf. Es starb nach wenigen Stunden.

Berliner Effektenbörse.

An der Berliner Effektenbörse vom Montag waren o/e Kurse mehrfachen Schwankungen ausgefetzt Am Montanmarkt fand das herauskommende Material glatte Aufnahme. Bon anderen isebieten wurde eine erkennbare Unsicherheit in die Börse qetra- .^amtliche Werte mit internationalem Markt lagen ausfällig m größeres Angebot vorlag. Das anfangs sehr lebhafte Geschäft wurde in der zweiten Börsenstunde ruhiger

Farben gingen um 1 Proz auf 94% Proz. zurück. Siemens verloren 2 Proz. und AEG. 1% Prozent Kunstseidenwerte fielen 2 J^3- Am Montanmarkt zogen Rhein. Braunkohlen vorübergehend um 5 auf 204 Proz. an, mußten aber später einen xetl dieses Gewinnes wieder hergeben. Kaliwerte etwas gebessen. Bon Elektrowerten lagen RWE. bis zu 2 Proz. fester, Schuckert 019 1 Proz. Reichsbank zogen um über 2 Proz. auf 132%

an. Am Rentenmarkt war die Grundtendenz weiterhin freundlich.

Der Geldmarkt war sehr leicht. Der Satz wurde mit 4,25 Prozent und sogar bis zu 4 Prozent herunter genannt.

Am Devisenmarkt hielt die Aufwärtsbewegung des englischen Pfundes an. Es wurde gegen Kabel bis 3,3162 gehandelt

Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engl. Pfund 13,93 13,97 holl Gulden 169,18, 169,52, Belga (Belgien) 58,22 5^34, ital. Lira 21,54 21,58, dän Krone 72,13 72,27, norw. Krone '1'73 71,87, franz. Franken 16,425 16,465. tschech. Krone 12,465 12,485, schweig. Franken 80,95 81,11 span. Peseta 34,35 34,41, shwed. Krone 75,87 76,03, österr. Schilling 51,95 52,05, nichtamt­lich Polen 47,15 47,35.

Berliner Produktenbörse.

.Fn ^ Berliner Produktenbörse vom Montag machte sich stärkste Zurückhaltung geltend. Das Geschäft war fcf L^penb. Prompter Weizen war um etwa 1 M. abgeschwächt, - mre-tb Roggen besser gehalten blieb. Am Markt der Zeitqescl lor Weizen ebenfalls 1 M., während die Roggenpreise halten blieben. Mehl schleppend. Hafer und Gerste ,

Notierungen vom

Für 1000 Weizen, märkisch Roggen, märkisch Braugerste Futter- und Industrie-Gerste Hafer, märkisch neue Ernte

Für 100 Weizenmehl Erdnußkuchen Erdnußkuchenmehl

Kg.: 186188 152154 166175

158165

114119

Kg.:

23,5026,40 10,40 10,60

19. Dezember 1932. Viktoria-Erbsen Kl. Speiseerbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupinen, blau Lupinen, gelb Seradella Leinkuchen Trockenschnitzel Sojabohnenschrot

2126

2022

1316

1314,50

13,5015,50 1416

8,5010,75

11,7513

1824

10

8,80

Sttenntma^uKgea Der

Meine Bekanntmachung über Verlängerung ber Verkaufszeit in den offenen Verkaufsstellen bis 20 Ubt für die Zeit vom 19. bis einschl. 23. Dezember 1932 ziehe ich zurück.

Es gilt ab heute wieder die normale Verkaufszeit bis 19 Uhr.

Staatl. Kreisjugendpflegeausschutz.

Morgen, Mittwoch, den 21. Dezmbr.

abends 8 Uhr

in der Aula des Gymnasiums

Dortrag

Gtreifzüge durch die Rhön" mit farb.

Lichtbildern nach eigenen Aufnahmen.

Redner: Herr Rektor Zinnall.

Der Chor der Nordschule wirkt mit.

Freier Eintritt f.Erwachsene u. Jugendliche.

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Der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde.

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Das Jagdrecht an dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk der Gemeinde Friebewalb soll anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden.

i Termin hierzu ist auf

6onnoitnl),7.3iiii.l933

nachmittags 3 Ahr

' im Geschäftszimmer des Unterzeichneten anberaumt worden.;

Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben und liegen 14 Tage lang i zu Jedermanns Einsicht im Bürgermeisteramt offen.

Friebewalb,

den 5. Dezember 1932.

Der Iagdvorsteher

B r e h m ,

Bürgermeister.

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