Winter-Hilssattion
Stellungnahme des Sozialpolitischen Ausschusses.
Berlin, 11. Dezember.
Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstags behandelte die ihm überwiesenen Anträge zur Winterhilfe. Die Kommunisten verlangen die Gewährung von Winterhilfen an alle, auch die nicht unterstützten Arbeitslosen sowie an die Sozialrentner, Von den Sozialdemokraten liegt ein Gesetzentwurf vor, wonach für alle Empfänger öffentlicher Unterstützungen und Renten eine zusätzliche Winterhilfe geschaffen werden soll, die in unentgeltlicher Belieferung mit Brot und Kohle und in verbilligter Abgabe von Fleisch besteht. Der Antrag der Nationalsozialisten fordert die Regierung auf, eine angemessene Weihnachts- und Winterbeihilfe für die großen Massen der notleidenden Bevölkerung zu gewähren. Die Bauern und der gewerbliche Mittelstand sollen Gegenstände des täglichen Bedarfs liefern; der Gegenwert dafür soll ihnen auf ihre Steuern angerechnet werden.
Ministerialdirektor Krohn vom Reichsarbeitsministe- rium erklärte, daß die Reichsregierung unter Benutzung der Erfahrungen des Vorjahres auch in diesem Winter dafür gesorgt habe, daß eine Hilfsaktion für die Erwerbslosen durchgeführt werde. Die wirtschaftlichen Spitzenverbände aller Art haben sich auf Anregung der Reichsregierung bereit erklärt, auf ihre angeschlossenen Unterverbände hinzuwirken, daß sie sich möglichst mindestens im Umfang des vorigen Jahres durch Verbilligung von Lebens- und Bedarfsmittel an dieser Hilfsaktion beteiligen. Die Reichsbahn hat eine Frachtoerbilligung für Kohle zugesagt, die Kohlen- syndikate und der Kohlenhandel werden die Kohlenpreise zugunsten der Hilfsaktion herabsetzen. In welchem Ausmaß die Reichsregierung selbst sich an der Hilfsaktion beteiligen wird, wird noch mit dem Haushalts-Ausschuß festzusetzen sein. Schon jetzt hat das Reich den Ländern und Fürsorgeoer- bänden Mittel zur Verfügung gestellt zur Verbilligung von Fleisch, dessen Preis pro Pfund 20 Pfennig unter dem normalen Preis liegt. Der Personenkreis ist derselbe wie im Vorjahr Die Hauptunterstützungsempfänger mit 4 und mehr Zuschlagsempfängern werden wie im Vorjahr besonders bedacht. Der sozialdemokratische Antrag auf Gewährung einer Winterhilfe würde eine Ausgabe von 400 bis 500 Millionen Mark verursachen, der kommunistische Antrag auf Gewährung einer Bar-Unterstützung 700 Millionen Mark, der .kommunistische Antrag auf Gewährung von Natural-Unterstützungen 170 Millionen Mark. Die Kosten, die der na-tionalsozialistische Antrag verursachen würde, lassen sich noch nicht übersehen. da er keine Einzelheiten enthält. Die Reichsregierung wird an.Hand der im Ausschuß vorgebrachten Wünsche prüfen, welche weiteren Lerbilligungsmaßnahmen möglich sind Schließlich unterstützt die Reichsregierung auch in diesem Jahr die Winter- Hilfs-Sammlung der Verbände der freien Wohlfahrtspflege.
Nachdem eine längere Aussprache stattgefunden hatte, faßte der Ausschuß — in der GejanNabstimmung einstimmig — folgende sich aus dem nationalsozialistischen und dem sozialdemokratischen Antrag ergebende Beschlüsse:
Die Reichsregierung wird aufgefordert, alsbald durchgreifende Maßnahmen zu treffen, durch die den großen Massen der notleidenden Bevölkerung eine angemessene Weihnachts- und Winterbeihilfe gewährt wird. Der Per- fonenkreis erstreckt sich auf alle Arten von Empfängern öffentlicher AylerMkungea und Rens-n, wie Arbeitslose. Sozialrentner. Empfänger vom Kurzarbeiter-Unterstützung. Kleinrentner, Kriegsbeschädigte usw. von einer Substanki- ierung der Unterstützungsmittel wurde in dem Beschluß abgesehen. Es wurde gesagt, daß die Winterhilfe in unentgeltlicher Belieferung von Naturalien, Kleidungsstücken lffw. je nach den örtlichen Verhältnissen bestehen soll. Sie dars aber nicht zu einer Verminderung der Geldunterstützung führen. Die Mittel für die Durchführung der Winterhilfe stellt das Reich den Gemeinden und Gemeindeverbänden zur Verfügung. Annahme fand auch ein Antrag, wonach diese Reichsmittel nicht für andere Zwecke der Wohlfahrtspflege weder vom Reich verrechnet noch von den Gemeinden verwendet werden dürfen. Von dieser Winterhilfe sollen Alleinstehende nicht ausgenommen werden.
। fieser Beschluß wird mit Bezug auf seine finanziellen Auswirkungen im Haushaltsausschuß behandelt werden, der zu diesem Zwecke bereits am Montag Zusammentritt.
Berstigung Hitlers
Uebernahme der Leitung der politischen Organis^-on.
München, 11. Dezember.
Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgende Verfügung Adolf Hitlers:
1. Ich übernehme bis auf weiteres vom heutigen Tage an die Leitung der politischen Organisation selbst. 2. Ich ernenne zu meinem Stabsleiter für die politische Organisation den bisherigen Reichsinspekteur II Ley.
3. Am Mittwoch, den 14. Dezember 1932, gebe ich die neuen Richtlinien und Anordnungen betr. den Aufruf vom 6. November 1932 zur Herstellung einer erhöhten Schlagkraft der Bewegung bekannt. _
Treuegelöbnis der Gauleiter und Landesinspekteure.
Von sämtlichen Gauleitern und Landesinspekteuren der NSDAP. wurde folgende Erklärung unterzeichnet: „Die Beurlaubung des Reichsorganisationsleiters Gregor Straffer wird von allen Feinden Deutschlands dazu benutzt, die Hoffnung zu nähren, daß das Bollwerk der NSDAP., das keine Angriffe von außen erschüttern konnte, durch Spaltung sich selbst vernichten könnte. Die Feinde Deutschlands hoffen vergebens. Die Landesinspekteure und Gauleiter der NSDAP., die als die ältesten und treuesten Mitarbeiter des Führers die Organisation aufbauten und heute verantwortlich leiten, stehen in nie zu erschütternder Treue zu dem Schöpfer und Führer der Bewegung. Die politische Organisation der NSDAP. steht fester denn je in Liebe und Ver- ebruna zu Adolf Hitler/
Personenzug gegen AuteNs Fünf Personen getötet.
Preßburg, 12. Dezember. Bei einem Gleisübergang in der Nähe von Preßburg stieß ein Personenzug mit einem Autobus zusammen, der mit Marktfahrern besetzt war. Zwei Personen waren auf der Steile tot, vier wurden schwer verletzt. Drei von diesen sollen ihren Verletzungen schon erlegen sein.
Aus der Heimat.
Zum Besten der Dolksspende „Niobe"
sollte der Unterhaltungsabend, der am Sonnabend abend in der Turnhalle stattfand, dienen. Gern wurde von den Herren deS Ortsausschusses die nötige Vorarbeit geleistet, gern werden auch alle, die mitwirkten, ihre Unterstützung zngesagt haben in der Erwartung, daß der Veranstaltung ein volles Haus beschieden sein würde. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht. Der Blasorchester des Staatlichen Gymnasiums leitete mit zwei Märschen den Abend ein. Einen Prolog „Niobe" und den Gesangsvorträgen des Chors des Lyzeums folgte die Begrüßung durch den Vorsitzenden der Marine- Kameradschaft, Herrn Bürkle, der zum Ausdruck brächte, daß er im Jntereffe der guten Sache gern ein volleres Haus gesehen hätte. Wieder wechselten sich das Blasorchester des Gymnasiums und der Chor des Lyzeums ab und eine Klasse der Bürgerschule zeigte Bodengymnastik. Nach einer Pause stand die Musterriege des Turnvereins auf der Bühne und stellte ihr Können unter Beweis. Besonderes Interesse wurde dem Lichtbilder- vortrag von Herrn BerufSschuldirektor Christiansen entgegengebracht : „Unsere Auslandskreuzer Ruhm und Ende". Eingang» sprach der Redner von der Niobe, die, ehe sie dazu auSersehen wurde, Deutschlands Nach- zur See Erziehungsstätte zu werden, als Handelssegelschiff fuhr. Herr Christiansen streifte die Frage: „Warum noch Segelschiffahrt" schilderte den Untergang der „Niobe" und erinnerte daran, daß man über daS traurige Ende des Schulschiffes, mit dem 35 junge Menschen in die Tiefe gingen, nicht den Heldentod der Deutschen Seeleute vergessen dürfe, die während deS Weltkrieges auf fernen Meeren wagemutig ihr Leben für ihr Vaterland in die Schanze schlugen. Die Ruhmestaten unserer Auslandskreuzer und ihr Ende erstanden in Wort und Bild und riefen die Erinnerung wach an die schwere Kriegszeit. Schlußworte Herrn Bürkles und zwei Strophen des Deutschlandliedes, die gemeinsam stehend gesungen wurden, beendeten die Veranstaltung.
*- Aorficht mit Weihnachtsbäumen. Die Weihnachts- Zett rückt heran. Die Hessische Bran 5 versieheruugsan- stalt empfiehlt, bei der Aufstellung von Weihnachts- bamnen Vorsicht walten zu lassen, da sonst leicht Brande entstehen können, und gibt für die Behandlung der Weihnachtsbäume einige wichtige Richtlinien: 1. Der Weihnachtsbaum soll einen schweren, festen Fuß haben, in dem der Stamm des Baumes ordnungsgemäß und sicher befestigt sein muß, damit ein Umfallen verhütet wird. 3. Man stelle den Weihnachtsbaum frei im Zimmer auf, von Gardinen und Türvorhärtgen soweit entfernt daß Zugluft sie den Kerzen nicht nahe- bringen kann. 4. Die Kerzen müssen haltbar befestigt sein. 5. Man vermeide möglichst jeden Papier, und Zelluloidschmuck. Auf keinen Fall darf solcher Schmuck in der Nähe einer ZerzL üder gar darüber angebracht werden. 7. Auf die Verwendung der sogenannten Wunderkerzen, b- durchaus nicht so ungefährlich sind, wie gesagt wird verzichte man lieber ganz. 7 Die Kerzen des Baumes zünde man in der Reihenfolge von oben nach unten an, da man umgekehrt feine Kleider und sich selbst '•> Feuersgefahr bringt. 8. Die Kerzen eines trockene und daher besonders feuergefährlichen Tannenba-- an-
* Der „silberne" Sonntag, der zweite in der Reihe der verkaussoffenen Sonntage vor Weihnachten ist dahin und mit ihm die Hoffnungen, die wenn auch in bescheidenen Grenzen die Geschäftsleute auf ihn gesetzt hatten. Füllte am „Kupfernen" wenigstens das Publikum die Straße und unterzog die Auklagen einer kritischen oder wohlwollenden Betrachtung, ließ der Straßenverkehr gestern zu wünschen übrig, doch wird man diesen Umstand vor allem der empfindlichen Kälte, die herrschte, zuzuschreiben haben. Der Geschäftsbetrieb und der Umsatz wird im großen und ganzen dem des Vorsonntags gleichgekommen sein, und hat sogar in einigen Geschäften. wie verlautet, erfreulicherweise etwas zugenommen. Zwei Wochen trennen uns noch vom Feste und lassen die Hoffnung zu, daß in ihremlVerlaufe die Zurückhaltung die sich das Publikum in der Tätigung ihrer Weihnachtseinkäufe bisher auferlegte, schwindet.
Hersfeld. Der Christliche Verein junger Männer beging gestern sein 4 9. I a h r e s f e st in Gestalt eines Gemeinde- und Familienabends im Saale der Gesellschaft „Verein". Vor vollbesetztem Hause wurde ein Programm abgewickelt, in dessen Mittelpunkt neben Posaunenvorträgen, Liedern und einer Begrüßungsansprache vom Vereinzelter Herrn Gewerbelehrer Grebe der Film von der Jahrestagung des BundeS „Eichen- kreuz über Koblenz" stand, zu dem der BundeSgauwart Herr Jourdan-Kassel die Erklärungen gab. Herr Psr. Freudenstein, der KreiSjugendwart, sprach das Schlußwort und ein gemeinsamer Gesang beendete die Feier.
Hersfeld. Die Handarbeitsausstellung des Vaterländischen Franenvereins gestern im Auguste-ViktoriahauS erfreute sich eines regen Besuches. Neben den ausgestellten Musterarbeiten weiblicher Handfertigkeit, Fleißes und Geschmackes, die selbst strengster Kritik standhielten, fand die in einem besonderen Biedermeierzimmer untergebrachte Ausstellung von Handarbeiten, Porzellanen und anderen Kunst- und GebrauchSgegenständen, alten Handschriften und Büchern ganz besondere Beachtung. Alle zu der Ausstellung zusammengetragenen Kostbarkeiten sind Familien- besitz und erzählen von einem seit Generationen treu gepflegten Familiensinn. Die HandarbeitSauSstellung, die allen Besucherinnen viel Anregung geboten haben wird, war verbunden mit einer Verlosung, die wie in den verflossenen Jahren lebhaften Zuspruch fand. Auch die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu plaudern, wurde tüchtig ausgenutzt. Die Veranstaltung hatte neben dem ideellen den praktischen Zweck, die
Kaffe deS VereinS, die zum WeihnachtSfest besonderen Anforderungen genügen muß, aufzufüllen. Hoffentlich war ihr auch dieser Erfolg beschieden.
Kassel. Nachts wurde ein Fernlastkraftwagen mit Anhänger, der mit Sammelgut von Hamburg nach Kaffel fuhr, während der Fahrt vermutlich auf dem Wege zwischen Göttingen und Hann.-Münden durch Ausschlitzen der Wagenplane bestohlen. Die Täter ( erbeuteten fünf Zentner ungebrannten Kaffee. Dem I Führer deS Fernlastzuges fielen zwischen Göttingen und Münden zwei ihn überholende Opellimousinen mit dem Kennzeichen 1S dadurch auf, daß die Insassen — es saßen in jedem Wagen zwei männliche Personen — sich öfters umsahen, ohne die Geschwindigkeit zu vergrößern. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Personen um die Diebe.
Hann. Münden. Wird die Werra durch den freiwilligen Arbeitsdienst kanalisiert? Wie verlautet, hat der Landrat des Kreises Eisenach in seinem Jahresbericht mitgeteilt, daß die Werrakanalisierung in daS Arbeitsprogramm deS freiwilligen Arbeitsdienstes ausgenommen werden soll. Bekanntlich wird seit langem eine Kanalisierung des Flusses angestrebt. Besonders wertvoll würde die Ausführung des Planes für das an der Werra gelegene Kaligebiet sein, da die Verfrachtung des Kalis dann auf dem Wasserwege geschehen könnte.
Sport vom Sonntag.
Hessen Heffen — Hessen 09 Kassel 3:1 (3:0).
Die Sportgemeinde „Hessen" gewann gestern auf eigenem Platze zwei Spiele und zwar das der 1. Elf gegen „Hessen 09" Kassel und das der 1. Jgd. gegen 1. Jgd. Oberaula Beide Spiele erlitten durch den hartgefroreren Boden in technischer Beziehung Einbuße. Das Treffen der ersten Mannschaften zeigte in der 1. Halbzeit die Platzbesitzer tempo- und tonangebend mit dem Resultat, daß mit einem 3:0 Resultat für sie die Seiten gewechselt wurden. Nach Wiederanpfiff kamen die Gäste, nachdem die Hersfelder, allerdings ohne das Heft aus der Hand zu geben, etwas nachließen, zum Ehrentor. „Heffen" Hersfeld blieb in der zweiten Hälfte ohne Erfolg. Ihr 3:1 Sieg war verdient, und entspricht dem Spielverlauf. — Das Spiel der Jugendmannfchasten, das ebenfalls den Stempel der Überlegenheit der Platzbesitzer trug, endete ebenfalls 3:1 für „Heffen" Hersfeld.
Fußballspiele der Sonderklasse im Bezirk Hessen Hannover.
Hermannia Kassel — Borussia Fulda 2:2 (1:2). Germania Marburg — Kurheffen Kassel 2:2 (1:2). 05 Göttingen — Spielverein Kassel 4: 3 (3 :1).
Der Hallentenniskampf Deutschland—Dänemark in Kopenhagen endete am Sc: .rg mit dem unerwartet hohen deutschen Siege von 8 . Punkten. Einen der besten Kämpfe lieferten sich die Meifterfpieler beider Länder, von Cramm und Ulrich, die sich nach hartem Kampf 4:6, 6:3. 6:4 trennten.
Rheinland—Holland 5:5. In einem weiteren Länder- tampf standen sich die repräsentativen Mannschaften des Rheinlandes und Hollands in Apeldorn gegenüber, der im Gesamtergebnis unentschieden 5:5 ausging.
Kunstturnkampfe wurden in Dortmund und Kiel aus- getragen. Im 9. Kunstturnwe. impf zwischen den Auswahlmannschaften von Westfalen-Lippe und Rheinland waren die Westfalen erneut mit 1717:1647,3 Punkten siegreich. In Kiel trugen Hamburgs Kunstturner im Städte- kampf mit 1866:1732 Punkten den Sieg davon.
Witt schlägt Trollmann. Die Hamburger Berufsboxkämpfe brachten als Hauptbegegnung den Revanchekampf zwischen den beiden Halbschwergewichtlern Witt und Trollmann. die sich vor 14 Tagen unentschieden getrennt hatten. Witt konnte diesmal einen durchaus verdienten Punktsieg landen, nachdem er Trollmann zweimal bis „9" zu Boden gebracht hatte. Der Berliner hat sich damit für den Titelkampf gegen Hartkopp qualifiziert.
Schlittschuh-Elub—Wiener EB 5:0. Die Eishockeykämpfe im Berliner Sportpalast konnten erst am Sonntag vollauf befriedigen. In einem sehr interessanten Kampfe schlug der Berliner SE die keinesfalls schlechte Mannschaft des Wiener EV hoch mit 5:0 (3:0, 1:0, 1:0). Das erste Treffen am Sonnabend kam bei gänzlich ungenügenden Eisverhältnissen zum Austrag und endete torlos. Großen Beifall ernteten an beiden Tagen die Darbietungen der Wiener Eisläuferinnen und Läufer.
Oesterreich—Belgien 6:1. Oesterreichs Nationalmann- chaft trat auf der Rückreise von England in Brüssel gegen >ie belgische Länderelf an und trug mit 6:1 (3:0) einen überlegenen Sieg davon.
Wiralien — England-Flug Bertrams
Port Darwin (Nordwest-Australien), 12. Dezember. Der deutsche Flieger Bertram ist in Port Darwin Sonntag 5.45 Uhr Ortszeit zu einem Flug nach England gestartet, wo er in sieben Tagen einzntreffen beabsichtigt.
Postslugzeug verbrannt
Paris, 12. Dezember. Ein Postflugzeug der Strecke Marseille -Barcelona, das seit Sonnabend vermißt wurde, ist am Freitag früh bei St. Maries-de°la-mer bei einer im Nebel vorgenommenen Notlandung in Trümmer gegangen und verbrannt. Der Pilot und ein Flugzeug- ingenieur sind ums Leben gekommen.
Die Wetterausfichte«.
Ueber Südengland hat schwacher Luftdruckfall, das im Raume zwischen England und Island liegende Hoch etwas abgebaut. Da aber über Osteuropa der Luftdruck anfteigt, ist eine wesentliche Aenderung der trockenkalten Witterung zunächst nicht zu erwarten. Bei mehr aufgeheitertem Himmel verschärfen sich die Fröste, besonders nachts.
Wikterungsaussichten für Dienstag: Weiterhin trocken und kalt, Winde vorwiegend aus Ost.