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Internationale Schuldenkonferenz?

Die Bedingungen der französischen Kammerausschüsse.

Paris, 12. Dezember.

Eine endgültige Stellungnahme der französischen Kammer zur Frage des Schuldeuproblems und der Zah­lung am 15. Dezember ist noch nicht erfolgt. Die Kammer wird sich erst heute, Montag, mit der Frage befassen.

Inzwischen ist vom Auswärtigen Ausschutz und vom Finanzausschutz der Kammer eine Entschließung angenom­men worden, in der betont wird, Frankreich könne den Zinsendienst nur dann wieder aufnehmen, wenn man den wichtigsten Teil der im Poung-Plan vorgesehenen Zahlungsfristen wieder in Kraft setze. Hierdurch würde aber ein allgemeiner Bankerott herbeigeführt und die Welt in wirtschaftliche und soziale Unruhen gestürzt werden. Der Kammer wird deshalb empfohlen, den möglichst bal­digen Zusammentritt einer internationalen Konferenz an- zuregen, die allen internationalen Transferierungen ein Ende bereiten müsse, die nicht durch Wert- oder Waren- übergabe gerechtfertigt seien. Die Arbeiten dieser Kon­ferenz müßten mit denen der Weltkonferenz verbunden werden.

Nur wenn Amerika dem Zusammentritt dieser Kon­ferenz vor der nächsten Verfallsfrist zustimme, könne am 15. Dezember Zahlung erfolgen.

Ob diese Formel von der Kammer angenommen wird, kann im gegenwärtigen Augenblick noch nicht gesagt werden, zumal man noch nicht einmal weiß, ob die Regierung die für die Zahlung am 15. Dezember notwendigen Kredite überhaupt beantragt.

Moskaus Diktatur

Die Unterdrückung der Oppositionellen.

Moskau, 12. Dezember. Das Zentralkomitee der Kom­munistischen Partei der Sowjetunion hat für das ganze kommende Jahr die Durchführung einer Säuberung und Revision des Mitgliederbestandes der Kommunistischen Partei sowie der Anwärter für die Parteimitgliedschaft angeordnet und weiterhin eine Aufnahmesperre sowohl für die Mitglieder als auch die Parteianwärterschaft für das Gesamtgebiet der Sowjetunion in Stadt und Land verhängt.

Derartige Parteisäuberungen haben wiederholt statt- gefunden. So sind in den Jahren 1922 bis 1928 rund 260 000 Personen aus der Partei ausgeschieden. Die letzte Säuberungsaktion, die von 1928 bis 1930 dauerte, rich­tete sich gegen die Rechtsopposition, die inzwischen zu einer neuen Gefahr angewachsen war. Die neu ange­kündigte Generalsäuberung soll wiederum oppositionelle Einflüsse zurückdämmen und durch hartes disziplinarisches Durchgreifen den Gehorsam der Parteimassen gegenüber der obersten Führung - sichern.

BelgM-hMöndische Zollunion?

Eine interessante Abstimmung.

Brüssel, 11. Dezember.

Eine Umfrage der holländischen Handelskammern in Belgien, in der zur Erörterung gestellt wurde, ob eine Zoll­union der beiden Länder anzustreben sei, hat zu dem Ergeb­nis geführt, daß 87 Prozent der Antworten in bejahendem Sinne ausgefallen sind. Die Enthaltungen betragen sechs Prozent. Die Gegner stammen hauptsächlich aus Kreisen der belgischen Landwirtschaft, wenngleich auch hier die Mehr­zahl sich zugunsten einer Zollunion entschieden hat.

Libre Belgique" äußert in diesem Zusammenhang, daß eine Zollunion nur durch schrittweisen Abbau der Zollgrenzen und unter Wahrung der berechtigten Interessen einzelner Wirtschaftszweige zu erreichen ist.

Der pommersche Bezirkstag der Kommunisten in Stettin ist aufgelöst worden. Die Polizei hatte das Vor- tragsthema untersagt.

In den königlichen Gärten in Kairo explodierte am Sonnabendabend eine Bombe. Die Explosion forderte aber keine Opfer.

Sie englisch-persische Spannung kronral in Teheran.

London, 11. Dezember.

Einer Meldung aus Teheran zufolge hat der Schah von Persien einen Kronrat einberufen, an dem der Premier­minister, der Chef des Generalstabes sowie der Leiter der Abteilung England im persischen Ministerium des Aeußern teilnahmen. Es fei beschlossen worden, die Satrapen, d. h. die Gouverneure der Provinzen, unverzüglich zu einer Konferenz einzuberufen.

Der Schah fürchte nämlich, daß die englisch-persische Spannung die Tätigkeit von Briganten in den Drovinzen anregen könnte, in denen die Interessen der Anglo-Persian Dil Company liegen.

Die Behörde für öffentliche Sicherheit habe Auftrag er­halten, dafür Sorge zu tragen, daß britische Interessen be­sonderen Schutz erhalten. Ansammlungen in der Nähe der britischen^Gesandtschaft sowie der verschiedenen britischen Konsulate sind untersagt.

Der Führer der Arbeiter-Opposition Lansbury er­klärte in einer Rede, daß die Arbeiterpartei für die Beile­gung des persischen Petroleumkonfliktes auf dem Schlich- tungswege eintrete. Er deutete auf die Gefahr sogenannter unglücklicher Zwischenfälle" hin und betonte, daß alles Petroleum in Persien nicht ein einziges britisches Leben wert sei.

Eiulvruch des Reichsrats? Das Schicksal der Amnestie.

Berlin, 11. Dezember.

Der Reichsrat hält seine nächste Vollsitzung am Donners­tag ab. Der Reichsrat will in dieser Sitzung auch schon zu den letzten Reichstagsbeschlüssen über Amnestie, Stellvertre­tergesetz für den Reichspräsidenten und Aufhebung des sozial­politischen Teils der Wirtschaftsnotverordnung Stellung nehmen. Wie die Entscheidung des Reichsrats namentlich zur Amnestie ausfallen wird, ist noch nicht zu übersetzen, da die Kabinette der Länder zu den Reichstagsbeschlüssen noch nicht Stellung genommen haben. Das preußische Kabinett wird am Dienstag über seine Stellungnahme beraten.

Wenn der Reichsrat Einspruch beschließen sollte, mühte das Amnestiegesetz dem Reichstag nochmals zur Beschluß­fassung vorgelegt werden. Der Reichstag müßte also das Gesetz erneut mit Zweidrittelmehrheit bestätigen. Auch damit erlangt es aber auch noch nicht endgültige Gesetzeskraft. Art. 76 der Verfassung bestimmt, daß der Reichspräsident, wenn der Reichstag entgegen dem Einspruch des Reichsrats eine Verfassungsänderung beschlossen hat, dieses Gesetz nicht ver­künden darf, wenn der Reichsrat binnen zwei Wochen den Volksentscheid verlangt.

Volizeiattioil gegen Rotkraut In Erfurt ausgehoben.

Erfurt, 11. Dezember.

Wie die Polizei bekanntgibt, war festgestellt worden, daß der verbotene Rotfrontkämpferbund besonders in letzter Zeit eine starke Aktivität entwickelte. So wurde ermittelt, daß die Ortsgruppe Erfurt, die sich in ihrem Bestände stark vermehrt hatte, regelmäßige Wehrsport- und Schießabende. nächtliche Uebungen und so weiter veranstaltete.

Auch für die Nacht vorn 9. zum 10. Dezember war vom RAB. ein derartiger Abend auf dem Gelände des Arbeiter- schühenbundes Gispersleben bei Erfurt angesetzt. Ein größe­res Aufgebot von Schutz- und Kriminalpolizei besetzte das Gelände. Beim Eindringen in die Baulichkeiten wurde der Polizei heftiger Widerstand entgegengesetzt, der sich zu tät­lichen Angriffen steigerte. Die Polizei war daher gezwungen, zur Brechung des Widerstandes von der Schußwaffe Ge­brauch zu machen, wobei ein Mitglied des RFB. verletzt wurde. 29 Personen wurden festgenommen. Erhebliches Material sowie eine Anzahl Waffen wurden beschlagnahmt.

Das koloniale Unrecht

Dr. Schnee über Deutsch-Oskafrika.

London, 11. Dezember.

Der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Dr. Heinrich Schnee, wendet sich in einer Zuschrift an den S p e c t a t o r" gegen Vorwürfe der Sklaverei und angeb­licher Duldung körperlicher Züchtigungen während der deut­schen Verwaltung. Die Sklaverei habe in Deutsch-Ostafrika j ein schweres Problem bedeutet, da von der arabischen Herr­schaft her 185 000 Sklaven im Vergleich zu nur 10 000 in Britisch-Ostafrika vorhanden seien. Der Reichstag habe im Jahre 1912 beschlossen, daß die allmählich verschwindende Sklaverei bis zum 1. Januar 1920 endgültig abgeschafft sein müsse. Wenn vor dem Kriege nur einige tausend Deutsche in Ostafrika gewohnt hätten, so sei das aus der Entwicklung der Industrie und des Handels vor dem Kriege heraus zu er­klären.

Jedenfalls biete das Hochland von Ostafrika Raum für viel mehr Siedler als gegenwärtig dort wohnten, und unter den gegenwärtigen Umständen wäre die Auswanderung von Deutschland dorthin weit größer als vor 1914, wenn das Mandat an Deutschland übertragen würde. Die Siedlerfrage fei nicht die einzige. Die Notwendigkeit, Rohmaterialien und Lebensmittel in den deutschen Kolonien zu produzieren, sei für Deutschland von gleicher Bedeutung, und schließlich nicht zuletzt brenne der Gedanke an die Ungerechtigkeit in der Brust des deutschen Volkes, daß es von seinem Anteil an der Kolonisierung Afrikas ausgeschlossen sei.

Die Frage der Auslandstredite

Anlagen in Deutschland ohne Risiko.

London, 11. Dezember.

Das angesehene englische WirtschaftsorganE c o n o - in i st" beschäftigt sich mit den Verhandlungen über die pri­vaten Auslandsschulden Deutschlands. Das Blatt setzt sich für energische Maßnahmen zur Wiederherstellung normaler Finanzbeziehungen zwischen Deutschland und den übrigen Ländern ein. Die Lösung des Problems der kurzfristigen Verschuldung sei die notwendige Vorbedingung für eine Aufhebung der Devisenbeschränkungen. Eine Regelung die­ser Frage sei für die Gläubigerländer ebenso wesentlich wie für Deutschland; denn ihre Banken würden durch die großen in Deutschland festgelegten Kredite in ihrer finanziellen Be­wegungsfreiheit gehemmt. Zwar erschienen diese unter das Stillhalteabkommen fallenden Beträge in Höhe von vier Milliarden Reichsmark als sehr groß. In Wahrheit er= schienen sie aber nur dann zu groß und gewissermaßen un­handlich wenn man eine einmalige Rückzahlung ins Auge fasse. Das sei aber weder durchführbar noch vom Stand­punkt des Gläubigers wünschenswert.

Könnte ein Zauberer die Welt davon überzeugen, daß eine Investition in Deutschland ein geringes Kreditrisiko darstelle, so gäbe es für Deutschland kein Problem der kurz­fristigen Verschuldung. So betrachtet, sei die wichtige Frage, wie man die Haltung der Welt gegenüber den deutschen Krediten ändern könnte.

Die unter dem gegenwärtigen Stillhalteabkommen er­folgenden langsamen Rückzahlungen hätten wenig zu dieser wünschenswerten Aenderung der allgemeinen Haltung ge­genüber den deutschen Krediten beigetragen

:^^?&$^ F«rlM-un^-^l»sti,zitai.-ln - den- Bezie»- . hungen zwischen Deutschland und seinen ausländischen Bankgläubigern erreicht werden könne, wenn den Gläubi­gern die Möglichkeit gegeben werde, die Situation selbst wirksamer zu prüfen, dann bestehe kein Grund, weshalb nicht in einem oder zwei Jahren Deutschlands Kreditlage eine große Veränderung erfahren sollte.

Durch das Fegefeuer derReinigung".

Im Jahre 1933 soll vom Zentralkomitee der Kommu­nistischen Partei in Moskau eine Reinigung der Kommu­nistischen Partei der Sowjetunion durchgeführt werden.

Kein Eisenbahnerstreik in Irland.

In Irland drohte für Sonntag ein Eisenbahnerstreik wegen der beabsichtigten Lohnkürzungen von 10 Prozent. Die Gefahr ist abgewendet worden. Die Kürzungen wur­den bis 30. April 1933 zurückgestellt-

Zwei Schwestern Werden glücklich

Roman von Helma von Hellermann

Copyright by Martin Feuohtwanger, Halle (Saale)

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Der kleine Herr, der mit den Handen auf dem Rücken im Zimmer auf und ab spazierte, fuhr herum.

Nanu?!"

Exzellenz interessiert sich für meine Schwester", sagte Barbara und mühte sich, recht froh auszusehen.Sie gleicht im Wesen und Aussehen seiner verstorbenen Gattin. Ich kann das ja nicht so genau beurteilen, sah Ihre Exzellenz ja nur im letzten Stadium ihres Leidens, aber auf einem Jugendbildnis von ihr fiel sogar mir die Ähnlichkeit auf. Exzellenz war tiefbewegt, als er Brigitte zum ersten Male sah Sie erwidert seine Neigung von ganzem Herzen. Ich bin sehr glücklich Darüber.*

Da lügst Du, dachte Der kleine Doktor, Der mii schief­geneigtem Kopf wie ein aufmerksamer Foxterrier hinüber- äugte zu dem Mädchen, in dessen schmal gewordenen Wangen jetzt wie Feuer zwei dunkelrote Flecke brannten Aber wer dich nicht sehr gut kennt, wirds glauben Hast ihn am Ende selber liebgewonnen, den feinen Kerl und er merkt's nicht, sondern rennt Dem glatten Lärvchen eines jungen Gänschens nach, weil es zufällig dieselbe Nase hat wie seine Selige der Esel, dachte er. Er mußte schlucken, um den Kosenamen nicht laut werden zu lassen. Ging dann wieder ruhelos im Zimmer umher, ganz erfüllt von der neuen und wahrscheinlich richtigen Entdeckung. Umsonst sah das Mädel nicht so seltsam aus!

So, so das sind ja rechte Neuigkeiten! Na, meinen Segen haben sie, hoffentlich hilft er ihnen. Verlobung schon proklamiert?"

Die soll der Trauer wegen gar nicht erst veröffentlich, werden", erwiderte Barbara. Ihr war, als leiere sie eine gut eingeübte Lektion herunter.Exzellenz hat deswegen das entscheidende Wort noch nicht gesprochen, aber mein

Schwesterlein ahnt schon sein Werben. Er möchte dann bald nach Weihnachten heiraten."

Natürlich, können's mal wieder nicht erwarten, ins Unglück zu rennen", knurrte Doktor Unruh vor sich hin.Da sind Sie wohl oft mit dem zukünftigen Familienanhängsel zusammen", fragte er über die Schulter.

Fast täglich", bestätigte Barbara und senkte die Lider, daß der Ausdruck ihrer Augen verborgen blieb. Ein heim­lich sie beobachtender Blick sah es. Das Lächeln um ihre Lippen schien festgefroren.

Ein großes Mitleid wallte auf in dem vertrockneten Herzen des Gelehrten, den tiefe Liebesenttäuschung früh zum Spötter und Zyniker gemacht. Armes Ding mußte täglich, stündlich Die Rolle der glücklichen Schwester und Schwägerin spielen ziemlich viel verlangt von einem Menschen von Fleisch und Blut! Kein Wunder, daß das Mädel so elend aussah. Der kleine Doktor war Hellseher geworden!

Mißmutig über den widerwärtigen Lauf der Dinge und Die Dummheit der Menschen im allgemeinen und be­sonderen trat er auf seinen Schreibtisch zu und raffte eine Handvoll Papiere zusammen

Während Sie sich das Vergnügen des Absturzes mit allen Folgen gönnten, habe ich mich mit einem Wesen hier abquälen müssen, gegen das Ihre letzte Vertreterin eine Leuchte der Weisheit war", brümmelte er.Sie wußte nicht nur nichts, sondern alles besser Daraus müßte Todesstrafe stehen! Ich bin ganz kaputt von dem Werger Wollen mal sehen, ob meine Notizen über die letzten Salizylversuche alle beisammen sind."

Barbara ritz sich zusammen, griff nach Buch und Feder wie stets Doktor Unruh schickte einige erklärende Be­merkungen voraus, dann begann er zu diktieren.

Aber sei es, daß in ihm Beunruhigung und Teilnahme die Klarheit seines Diktats beeinträchtigte, sei es, daß Barbaras Gedanken, sonst mit gespannter Aufmerksamkeit auf seine Worte konzentriert, abirrten, das Gesagte nicht faßten: es kam zu keiner gedeihlichen Zusammenarbeit, der Kontakt zwischen ihnen wollte sich nicht einstellen.

Immer wieder stockte seine Rede, immer wieder mußte Barbara fragen sie kam nicht nach, hetzte, verschrieb sich. Die Gewitterwolke auf des Doktors Antlitz wuchs be­drohlich bis er plötzlich die Papiere mit einem heftigen Schlag auf den Tisch klatschte und wütend wie ein ge­reizter Stier Barbara über seine Brillengläser anfunkelte.

Was ist denn das heute für eine Schweinerei? Haben Sie mit den Nerven auch den Verstand verloren? Da freut man sich auf seine intelligente Mitarbeiterin und kriegt sie null minus zurück Der Bericht über die Arbeit in meiner Abteilung kann ja schön werden. Ich gratuliere zur Gehirnerweichung... I"

Und stockte mit offenem Mund. Denn Barbara Pohl, die bei dem harten Anfahren zusammengezuckt war, hatte plötzlich Die Arme auf den Tisch vor sich gelegt, den Kopf Darein vergraben und weinte herzzerreißend

Da schwand im Nu aller Zorn aus dem roten Gesicht. Der kleine Doktor nickte still vor sich hin. Das hatte er wider Willen gut gemacht! Mochte sie sich mal alles Be- drückende von Der Seele weinen! Ganz fremd und un- Heimlich war sie ihm gewesen mit diesem starren, ver- krampften Lächeln um Den schmerzgezeichneten Mund. Leise, aus Den Fußspitzen ging er an Die Tür und drehte Den Schlüssel herum So, jetzt konnte keiner unversehens hereinpoltern Setzte sich Dann vorsichtig auf seinen Leder­sessel, daß er nichi knarrte und ließ geduldig das wilde Schluchzen sich austoben. Immerzu, du armer Kerl, der Du so tapfer deine Sorgen getragen, immerzu das tut wohl und erleichtert!

Minuten vergingen. Das hemmungslose Weinen ver­ebbte, ruhiger flossen die Tränen, nur ab und zu ein Schluchzen, das den still dasttzenden Mann irgendwie im Innern traf und bewegte. Er nahm seine Brille ab, putzte sie umständlich, räusperte sich dann unbewußt, um den Druck im Halse loszuwerden.

Da zuckte Barbaras tränenüberftröm Antlitz hoch, starrte ihn aus entsetzten Augen an. Sie hatte ganz w* gar vergessen, wo sie war.

(Fortsetzung fol»N J