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Jugend in Ast

Dr. Syrup über den Freiwilligen Arbeitsdienst.

Berlin, 8. Dezember.

Auf der Sitzung des Hauptausschuffes des Deutschen Industrie- und Handelstages machte Reichsarbeitsminister Dr. Syrup Ausführungen über Wesen, Zweck und Erfolge des Freiwilligen Arbeitsdienstes. Er führte u. a. folgendes aus: Heute wachsen nahezu eine Million jugendliche Arbeits­lose unter 25 Jahren in den entscheidenden Jahren ohne Be- rufserziehung und Arbeitsdisziplin heran. Naturgemäß kann dies nicht ohne tiefgreifende nachteilige Auswirkung auf ihre menschliche Reife bleiben So wird die Massenarbeitslosig­keit zu einer Gefahr für das Schicksal ganzer Jahrgänge zu einer Gefahr für unsere Jugend überhaupt. Hier im Wege des Freiwilligen Arbeitsdienstes mitzuhelfen, ist das Grund- motiv der Verordnungen über den Freiwilligen Arbeits­dienst.

Die Entwicklung des Freiwilligen Arbeitsdienstes ist zu­nächst zögernd und tastend vor sich gegangen. 3m Oktober vorigen Wahres zählten wir rund 300 Arbeitsdienstwillige. Am 1. November dieses Jahres war die Zahl von K Millio­nen bereits überschritten. Diese Zahl ist im November noch etwas gestiegen. Sie beträgt nunmehr 270 000.

Der Arbeitsdienst umfaßt zwei große Jdeenkreise, einen wirtschaftlichen und einen volkserzieherischen. Es ist selbst­verständlich, daß beim Arbeitsdienst die Arbeit im Mittel­punkt stehen muß Alle Erfahrungen zeigen, daß die Jugend nach einem Einsatz ihrer aufgespeicherten Körperkräfte ver­langt Die Arbeiten sollen möglichst auf dem Lande ausge­führt werden, um die Jugend wieder stärker mit der Natur zu verbinden. Weiterhin müssen die Arbeiten zweckvoll sein. Nutzlose Arbeiten ohne Aufbauziele würden den Arbeits­willen und den Arbeitsernst der Jugend schwer schädigen. Notwendig ist es, Leistungsergebnisse zu erzielen, jedoch we­niger ausgesprochene Spitzenleistungen — etwa durch Ge­währung von Prämien. Weiter müssen die Arbeiten ge­meinnützig sein. Endlich müssen die Arbeiten zusätzlich sein.

Sodann wandte sich der Reichsarbeitsminister der Fi­nanzierung des Arbeitsdienstes zu. Die starke Entwicklung des Freiwilligen Arbeitsdienstes habe dazu geführt, daß die dem Reichskommissar zur Verfügung gestellten Mittel von 45 Millionen RM in den nächsten Wochen erschöpft seien. Mit Zustimmung der Reichsregierung hat die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung jedoch weitere 25 Millionen RM zur Verfügung gestellt.

Ein Beschluß darüber, in welchem Ausmaße der Ar­beitsdienst im nächsten Haushaltsjahr weitergeführt werden soll, konnte von der Reichsregierung bisher noch nicht getrof­fen werden. Räch den bisherigen Erfahrungen ist damit zu rechnen, daß in dem nächsten Haushaltsjahre mit einem durchschnittlichen Einsatz von 200 000 Arbeitsdienstwilligen gerechnet wird. Dies bedeutet, daß dem Reichskommissar ein Betrag 120 Millionen RM zur Verfügung gestellt werden muß. Ferner werden die Träger der Arbeiten aus ihren Mitteln weitere 80 Millionen RM aufzubringen haben. Insgesamt bedeutet dies also eine Aufwendung von 200 Millionen RM.

Würde man die Einberufung eines ganzen Jahrganges unserer männlichen Jugend in Betracht ziehen, so bedeutet )as nach einem Abzug der. körperlich Untauglichen einen Ein- atz von mehr als 500 000 junger Leute und mithin eine Ge- amtaufwendung von rund 500 Millionen RM. Diese Zah- W ItifelljdÄ M: liiww^ietten neue yor erkennen, daß die Forderungen auf Einführung der Arbeitsdienst- pflicht nicht leicht zu erfüllen sind, ohne daß der privaten Wirtschaft erneut große Geldmittel entzogen werden.

Die Heimkehr der „Karlsruhe" Begrüßungstelegramm Hindenburgs.

Kiel, 8. Dezember.

Der von feiner Weltreise heimgekehrte Kreuzer „Karls­ruhe" wird heule in den Hafen einlaufen, wo die offizielle Begrüßung siattfindet.

Von Vigo, dem zuletzt angelaufenen Auslandshafen, führte der Kurs des Kreuzers, der als Schulkreuzer im Dienste der Bildungs-Jnspektion der Marine 58 Kadetten an Bord hat, um Skagen herum durch die Ostsee nach dem Hei­mathafen. Dort hatte am 30. November 1931 die große Reise ihren Anfang genommen. Kommandant war Fregatten­kapitän Wassner, der mit dem Pour le merite ausgezeichnete U-Bootführer aus dem Weltkriege. Die Fahrt ging vor- nehmlich in die amerikanischen Gewässer. Der Kreuzer hat erfolgreich für Deutschlands Ansehen in der Welt geworben.

Der Reichspräsident sandte an den in die Heimat zurück­gekehrten Kreuzer „Karlsruhe" folgendes Begrüßungstele­gramm: „Den Kreuzer „Karlsruhe" heiße ich bei feiner Rückkehr in die Heimat herzlich willkommen und verbinde meine Anerkennung für die Leistungen des Schiffes und das mustergültige Verhalten der Besatzung damit."

Aus der Heimat.

SituergAtscheine für das Handwerk

Die Reichsführung des Christlich-Sozialen Volksdienstes hat an den Reichskanzler von Schleicher eine Eingabe ge­richtet, in der sie fordert, daß in das Programm der Ar­beitsbeschaffung im Interesse der Wirtschaftsbelebung ins­besondere für das Handwerk und den gewerblichen Mittel­stand die zur Verfügung stehenden Geldmittel eingesetzt werden. In der Eingabe werden stärkste Bedenken dagegen geäußert, die durch Außerkraftsetzung der September-Ver­ordnung ersparten Neueinstellungs-Prämien von 700 Mil­lionen Mark den Gemeinden zur Finanzierung von Ar- beitsbeschaffung zur Verfügung zu stellen, weil solche zusätz­liche Arbeit unter Berücksichtigung der Zeitlage unwirtschaft­lich sei. Es wird dringend gebeten, durch Beschaffung pro­duktiver Arbeit für das Handwerk, insbesondere das Bau­handwerk, den gewerblichen Mittelstand und für die von diesem beschäftigten Fach- und Hilfsarbeiter die 700 Millio­nen Mark Steuergutscheine zu verwenden. Den Gebäude­besitzern soll gestattet werden, die für Reparaturen, Woh- nungsteilungen und Erneuerungen von Wohnungen und Läden gezahlten Beträge auf die Hauszinssteuer ganz in Anrechnung zu bringen Die an Stelle von Barzahlung der Hauszinssteuer eingehenden Rechnungen sollen vom Reich, durch Steuergutscheine eingelöst werden Im gesamten Mit­telstand werde der Steuergutschein mit Bitternis angesehen weil er ihm in seiner Not keine Hilfe bringe. Nach der vor­geschlagenen Methode würde der Steuergutschein auf dem Wege über die Hauszinssteuer der Arbeitsbeschaffung für Mittelstand und Arbeitnehmer nutzbar gemacht werden.

Der SreisauslAnB für Jugendpflege eröffnete die diesjährige Vortragsreihe gestern abend in der Aula des Gymnasiums. Der Kreisjugendpfleger, Herr Rechnungsrat Fernau, konnte einefftattliche Anzahl Hörer begrüßen und hieß ganz besonders den Herrn Landrat Graf von Wedel und Herrn Bürgermeister Schafft willkommen. Der Landrat sprach in kurzen Worten über den Wert und die Art der Vorträge, die im großen und ganzen nach dem Muster der vorjährigen gehalten werden. Der Kreisausschuß für Jugendpflege danke das Zustandekommen der Vortragsreihe vor allem Herrn Rechnungsrat Fernau und den anderen Herren, die sich uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Ein Rondo von Mozart, gespielt von dem Orchester-Verein leitete über zum ersten Referat „Vom deutschen Volk und Staat". Herr Jugendführer Bernhard Andree zeigte des deutschen Volkes Weg durch die Geschichte, soweit er sich verfolgen läßt unter be­sonderer Betonung der Ereignisse, die von besonderem Einfluß auf unser Volk waren. Die große Staatsidee, für deren Verwirklichung von jeher Deutschlands große Männer gekämpft haben, sei verwirklicht worden durch Bismark. Die Jetztzeit erfordere, so schloß der Redner, tätige Mitarbeit am Wiederaufbau der Nation. Bevor der zweite Redner des Abends, Herr Regierungsrat Körber, Kassel sprach, erfreute der Orchesterverein durch eine Mozartsche Sonate. „Wesen und Gestaltung des freiwilligen Arbeitsdienstes" lautete das Thema, das Herr Körber erschöpfend behandelte. Der Redner wies einleitend darauf hin, was auf diesem Gebiete schon unternommen sei, und bedauerte die Zerrissenheit, die auch auf diesem Gebiete eingerissen sei. Je nach der Art der Verbände, die sich dem Problem des Arbeit?» dienstes widmen, sei die Auffassung verschieden. Als Hauptaufgabe des Arbeitsdienstes bezeichnete Herr Körber die Ausschließung von Gelände für die Siedlung, die größte Notwendigkeit sei. Die Frage der Arbeits- dienstpflicht bejahte der Redner. Voraussetzung für sie sei, daß es gelänge, in einer Uebergaugszeit die deutsche Jugend in dem Sinne zu erziehen, daß sie diese Pflicht — wie früher die Militärdienstpflicht — als einen freudig übernommenen Dienst am Vater lande und als eine Ehre ansehe. Ein Andanle von Mozart und Dankes­worte Herrn Fernau» an alle Mitwirkenden des Abends bildeten den Schluß der Veranstaltung.

* Schon ab 12 Dezember Weihnachtsrück- fahrkartcn. Die Pressestelle der Reichsbahndireklion Kassel teilt mit: Die Reichsbahn hat die Ausgabe der Festkagsrückfahrkarten zu Weihnachten durch eine längere Vorverkaufsfrist erleichtert. Bereits vom 9. Tage vor­dem ersten Geltungstage, also von Montag, den 12. Dezember ab, sind die Festkagsrückfahrkarten in den Fahrkartenausgaben und den MER-Büros zu haben. Auch Platzkarten sind von diesem Tage ab in den MER.-Stellen zu erhalten. Bekanntlich ist in diesem zu

Weihnachten und Neujahr aus drei Wochen feste,efetjt, und zwar gelten diese Karten zur Hinfahrt uom 21. Dezember 0 Uhr an allen Tagen bis zum 1. Januar 24 Uhr (die Hinfahrt muß am 1. Januar um 24 Uhr beendet sein; zur Rückfahrt vorn 23. Dezember 12 Uhr an allen Tagen bis zum 10. Januar 24 Uhr (die Rückfahrt niuß am 10. Januar um 24 Uhr beendet sein). Die Karten sind um 33 Va Prozent gegenüber i den normalen Fahrpreisen ermäßigt und meiben für alle Verkehrsverbindungen der Reichsbahn ausgegeben, für die die Ausgabe von Fahrkarten des gewöhnlichen Verkehrs möglich ist. Bei Benutzung von Eil- und Schnellzügen ist der volle tarifmäßige Eil- oder Schnell- zugszuschlag zu zahlen.

* Verhütung von Frostschäden. In der jetzigen Jahreszeit, wo jeden Tag starker Frost eintreten kann, ist es angebracht, alle Räume, durch die Wafferleilungs- und Abflußrohre hindurchführen,' daraufhin zu prüfen, ob Türen und Fenster gut schließen, keine Fensterscheiben zerbrochen und sonst (keine Gelegenheiten zum Einlaß der Kälte vorhanden sind. Besonders dem Frost aus- gesetzle Teile der Rohrleitungen sollten mit Stroh, alten Lappen oder Säcken umwickelt und so gegen das Auffrreren geschützt werden. Im Klosettraum werden Spülkästen und Klosett am Besten nachts mit Säcken zugehangen. Abgesehen von Unannehmlichkeiten, die das Auffrieren von Wasserrohren mit sich bringt, kann dies bekanntlich auch zu ganz erheblichen Beschädigungen an Decken und Wänden führen.

Hersfeld. (Berichtigung). Auf Grund einer Information, die sich als falsch herausgestellt hat, be­richteten wir gestern über den Verkauf des Gasthauses „Zum goldenen Löwen". Wir teilen berichtigend mkt, daß diese Meldung nicht zutrifft.

Kassel. Ein bisher noch unbekannt gebliebener Einsteigedieb drang nachts in die StaatSapotheke am Landeskrankenhaus ein und entwendete aus dem Kassen- schrank 400 bis 500 RM.

Kassel Glück im Unglück hatte ein Kasseler Händler, welcher mit seinem Personenwagen, in welchem sich insgesamt 3 Personen befanden, die steil abfallende Landstraße in der Richtung nach Burguffeln passierte. Infolge des Schneefalles war die Landstraße sehr glatt. Unweit des Gutes Frankenhausen geriet der Wagen int Schleudern, überschlug sich und stürzte die etwa 3 Meter hohe Böschung hinab. Der Wogen wurde teil­weise beschädigt, während die Insassen mit dem Schrecken davonkamen.

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Kassel. Der zum Nachfolger bei verstorbenen RegierungSvizepräsidenten Gehrke berufene bisherige Landrat des Kreises Glogau, Geh Regierungsrat Dr Jerschke, hat Montag seine Dienstgeschäfte' alt Re- gierungsvizepräsident in Kassel ausgenommen. Zu seiner Einführung ins Amt war eine große Plenarsitzung des gesamten Regierungskollegiums anberaumt worden, an derauchdie Mitgliederdes Beamtenausschusses teilnahmen.

Eschenstruth bei Kassel. Die dem Landwirt Wilhelm Müller gehörende Scheune wurde durch Feuer vernichtet. Die Flammen fanden in den Erntevorräten reiche Nahrung und breiteten sich blitzschnell aus. Das Vieh konnte gerettet werden. Der Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein. Die Entstehungsursache ist unbekannt.

Marburg a. L. In einer der letzten Nächte sprang ein hiesiges junges Mädchen, nachdem eS sich von einem jungen Mann, mit dem es eine Feier besucht hatte, verabschiedet halte, in selbstmörderischer Absicht in die Lahn. Ein Passant konnte die Lebensmüde glücklicherweise wieder an Land bringen. Sie wurde der Medizinischen Klinik zugeführt.

Kassel. Die letzte diesjährige Schwurgerichtttagung in Kassel beginnt am 14. Dezember. Zur Verhandlung kommen voraussichtlich nur zwei Fälle: Meineid und Brandstiftung.

Arolsen. Der Bildhauer Anton H. auS Arolsen wurde vom Strafrichter wegen Betrugs zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. H. hatte sich Aufträge auf Grab­steine bei Bestellern in Mengeringhausen bevorschussen lassen, die Steine aber niemals geliefert Ferner hatte er Bauern, deren Hab und Gut zwangSverkauft werden sollte, unter der Vorspiegelung, Geld verschaffen zu können, um Spesen, die natürlich im voraus zu zahlen waren, geprellt. DaS Gericht bezeichnete den Angeklagten als einen dreisten Schwindler.

Marburg. Auf der abschüssigen Langenstraße wurde eine Frau von einem Radfahrer angefahren und auf das Straßenpflaster geschleudert. Die Frau mußte mit bedenklichen Verletzungen dem Krankenhaus zugeführt werden.

Turnen und Sport

Englaud-Merreich 4:3

Der Fußballkampf des Jahrzehnts.

Der Fuhball-Länderkampf England—Oesterreich in ßonboe endete mit dem knappen Siege der englischen Nalionalmannfchaf mit vier zu drei Toren.

Rund 50 000 Zuschauer hatten sich zu dem in der ganzen West mit Riesenspannung erwarteten Kampf auf der historischen Kampf stätte Stamford Bridge in London eingefunden. Die Polizei hatt« außerordentliche Maßnahmen getroffen und so vollzog sich bei Anmarsch der Massen völlig reibungslos. Auf den Plätzen machst sich das kontinentale Element stark bemerkbar, hatten doch Son- oerzüge aus allen Staaten Europas mehr als 5000 Schlachten- bumniler herangebracht. Aus der Tribüne bemerkte man Presse­vertreter aus der ganzen Welt, bekannte Fußboll-Führer unl Spieler. Die BegemerunL der »Me.iorbeuUuh groß und die Stimmung geradezu festlich. Beide Mannschafter wurden stürmisch gefeiert. Nach den üblichen Zeremonien aab end­lich der belgische Schiedsrichter John Langenus den Ball frei.

Schon in der vierten Minute ging England durch seinen Mit­telstürmer Hampson in Führung und in der 27 Minute erhöht« der gleiche Spieler den Vorsprung seiner Mannschaft auf 2:0 Dabei blieb es bis zur Pause, da die Oesterreicher in dieser Spiel­hälfte leer ausgingen. Weit interessanter verlief die zweite Spiel- yälfte. Schon in der sechsten Minute konnte Oesterreichs Rechts­außen Zifchek den ersten Treffer für seine Mannschaft aufholen. Nach wechselvollen Angriffen beider Mannschaften konnte England durch seinen Linksaußen den alten Abstand wiederherstellen. Dann kam Oesterreich wieder aus 2 :3 heran, bald aber hieß es 2 :4. In der letzten Viertelstunde lieferten die Oesterreicher einen herrlichen Endspurt und die Engländer verteidigten stark, so daß nur noch ein Tor für Oesterreich fiel.

Ein neues Strafgericht hat der Westdeutsche Spiel-Verband über drei feinet Ligavereine abgehalten. Fünf Vorstandsmitglie­der von Schalke 04, darunter der Vorsitzende Münstermann, wur­den für dauernd aus dem Verband ausgeschlossen. Weiterhin hat Schalke wegen erneuten Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen eine Geldstrafe von 1000 Mark zu zahlen. VfL. Benrath erhielt efne Geldstrafe von 500 Mark, außerdem wurden vier im Vor­jahre tätig gewesene Vorstandsmitglieder ebenfalls für dauernd ausgeschlossen. Eine Geldbuße in gleicher Höhe hat der VsR. Oh- ligs zu entrichten Wegen verschleierter Buchführung wurde dem Vorstand die Verbandsmitgliedschaft für ein bis zwei Jahre ent­zogen. Das Verfahren gegen die einzelnen Spieler dieser drei Ver­eine geht weiter, doch werden die Aktiven erst nach Beendigung der großen Säuberungsaktion bestraft.

„Labe" Didrickson, die zweifache Olympiasiegerin, wurde von der amerikanischen Amateur-Athletik-Union wegen Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen disqualifiziert, bis die eingeleitete Un- iersuchung abgeschlossen ist.

Ueber Polen liegt ein Tiefdruckgebiet, das sich bis nach Deutschland herein noch durch starke Bewölkung und gelegentliche Niederschläge auswirkt. Durch den starken Druckanstieg über Dänemarkt und Südschweden, sowie den Druckfall über dem Mittelmeergebiet wird eine ziemlich starke Nordostströmung verursacht, die kältere Lust aus den nordischen Ländern heranführen wird. Es ist dabei zu erwarten, daß es zu einer Frost­periode kommt.

Aussichten für Freitag: Bei frischen östlichen Winden im wesentlichen trockenes und kaltes Wetter.

Vom Büchermarkt.

Greif zu Kamerad! Jugend will nicht müßig gehen, sondern fühlen, daß man ihrer bedarf. Hier hat der freiwillige Arbeitsdienst eingegriffen. 260 000 junge Menschen sind nun schon durch diese Einrichtung erfaßt Ein Höhepunkt in der Entwicklung dieses Dienstes, der die „Woche" veranlaßt hat, seinen Sinn und Umfang zu überprüfen. Im neuen Heft dieser großen illustrierten Zeitschrift finden Sie darüber einen großen Bericht mit vielen Bildern, in dem auch die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. „Die Woche" überall für 40 Psg.