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VersonalverSuderungen in . en

Berlin, 1. Dezember.

Die Kommissare des Reichs in Preußen haben folgende weiteren Personalveränderungen beschlossen:

Der Ministerialrat im Ministerium des Innern Schön- ner wird zum Regierungspräsidenten in Frankfurt a. O. er­nannt; der Landrat Wallroth in Flensburg wird zum Re­gierungspräsidenten in Schleswig ernannt; der Regierungs­präsident Dr. Abegg in Schleswig wird auf Grund des § 2 der Verordnung vom 26. 2. 1919 unter Gewährung des gesetzlichen Wartegeldes sofort einstweilen in den Ruhestant versetzt; der Vizepräsident des Oberpräsidiums in Berlin- Charlottenburg von Hanke wird zum Regierungspräsidenten in Liegnitz ernannt; Der Landrat Menge! aus Freienwald« a. O. wird zum Vizepräsidenten des Oberpräsidiums in Ber- lin-Charlottenburg ernannt.

Zu Landräten werden ernannt: die Landratsamtsver- walter Funk im Kreis Sensburg, Reg.-Bez. Allenstein, unk Regierungsrat Dr. Doerksen im Kreise Franzburg-Barts (Sitz Barth, Reg.-Bez. Stettin). Als Landräte werden wiederverwendet und ihnen das Landratsamt endgültio übertragen: die Landratsamtsverwalter Landrat i. e. R Freiherr von Löhneysen im Kreise Burgdorf, Reg.-Bez Lüneburg, und Landrat i. e. R. Pieschel im Kreise Neu- Haldensleben, Reg.-Bez. Magdeburg. Dem mit der Wahr­nehmung der Landratsgeschäfte im Kreise Flensburg ver­tretungsweise beauftragten Regierungsrat Reeder wird an Stelle des ausscheidenden Landrats Wallroth die kommissa­rische Verwaltung des Landratsamts in Flensburg über­tragen.

Die kommissarische Verwaltung des Landratsamts wirk übertragen im Kreise Mohrungen, Reg.-Bez. Königsberg dem mit der Wahrnehmung der Landratsgeschäfte vertre­tungsweise beauftragten Regierungsassessor Dr. Freiherr von Wrangel, im Kreise Einbeck, Reg.-Bez. Hildesheim, dem mit der Wahrnehmung der Landratsgsschäfte vertretungs­weise beauftragten. Regierungsrat Lindig, im Kreise Falken­berg, Reg.-Bez. Oppeln, dem mit der Wahrnehmung der Landratsgeschäfte vertretungsweise beauftragten Regierungs­rat Dr. Laux, im Kreise Glogau, Reg.-Bez. Liegnitz, den Landrat i. e. R. Gail aus Einbeck; der Oberregierungsrai bei der Regierung in Düsseldorf Ulrici wird zunächst mit der vertretungsweisen Wahrnehmung der Landratsgeschäfte in Unterlahnkreis (Sitz Diez), Reg.-Bez. Wiesbaden, beauftrag! und ihm nach dem endgültigen Ausscheiden des Landrats Scheuern am 1. April 1933 die kommissarische Verwaltum des Landratsamts in Diez übertragen.

Im Preußischen Justizministerium werden ernannt: der Ministerialdirigent Dr. Wirth zum Ministerialdirektor, bei Hilfsarbeiter Oberlandesgerichtsrat Krieger und der Ober­justizrat Wunram zu Ministerialräten.

! Die Erwerbslosen demonstrieren

Berlin, 1. Dezember.

In den Wohlfahrtsämtern in Berlin Steglitzer Straße in der Fennstraße und am Prenzlauer Berg kam es zu Un­ruhen, da Erwerbslose in die Aemter eindrangen und Kar­toffeln und Kohlen forderten.

Vor b-em Rathaus und vor dem Oberamtsg-ebäude in Hanau versuchten Erwerbslose zu demonstrieren. Sie hatten verhinderte jedoch die Demonstrationen. Auf die Wohnung des Oberbürgermeisters wurde dann ein Anschlag verübt, indem auf dem Flur der Wohnung eine Schachtel mit Schwargpulver niedergelegt wurde, die unter großem Knall explodierte. Schaden wurde nicht angerichtet. Die Täter sind unerkannt entkommen.

Aus der Heimat.

Was wird nach der Lehrzeit?

Die Aussichten für das Berufsschicksal der Handwerks- iehrlinge haben sich mit der Verschärfung der Wirtschafts­krise in den letzten Jahren außerordentlich verschlechtert. Ts hat sich gezeigt, daß die jungen Leute sich jahrelang auf ein bestimmtes Handwerk vorbereiteten, nach Beendigung )er Ausbildungszeit die erworbenen Kenntnisse aber doch richt oerwerten konnten, weil sie vom Lehrherrn entlassen tnurben und keine Arbeit fanden. Der Deutsche Verein für ’jffentlidje und private Fürsorge in Frankfurt a. M. hat es unternommen durch eine statistische Untersuchung die Frage zu klären, wo die vom Handwerk ausgebildeten Lehrlinge verbleiben. Wenn auch das Beobachtungsmaterial, das 314 Fragebogen umfaßt, zu klein ist, um weitgehende Schlüsse daraus ziehen zu können, so kommt der Erhebung doch eine gewisse Bedeutung zu weil sie die erste dieser Art ist.

Die Tatsache, daß bei der Gruppe der im Zeitpunkt der Erhebung arbeitslos Gewesenen die langfristig Arbeits- osen stark überwiegen, berechtigt in Verbindung mit den übrigen Ergebnissen' daß ein Stamm von Handwerkern vor­handen ist der die wenigen noch vorhandenen Arbeitsplätze nit einer gewissen Beständigkeit und Ausschließlichkeit be- etzt, während eine zweite Gruppe bei zeitweisem Anwachsen des Arbeitsvolumens für vorübergehende Zeit einspringt, und daß eine dritte Gruppe überhaupt nicht mehr an die Arbeit herankommt Aus der Untersuchung ergibt sich, daß ein volles Drittel aller Lehrlinge innerhalb eines Monates nach Beendigung der Lehre aus der Arbeit bei dem Lehr­herrn ausgeschieden war; 18 v. H. hatten 6 bis 12 Monate und jeder vierte Lehrling länger als ein Jahr über diesen Termin heraus bei dem Meister gearbeitet. Von den 314 ausgelernten Handwerkslehrlingen haben im Laufe ihres Berufslebens 60 durchschnittlich 8 Monate in einem fremden Beruf gearbeitet. Immer handelte es sich um einen beruf­lichen Abstieg Eine Aufteilung nach Entlassungsjahrgängen zeigt, daß im Jahre 1931 jeder zweite Lehrling mit Beendi­gung der Lehre die Lehrstelle verlassen hat.

Die Lebenshaltungskosten im November. Die Reichs­indexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Woh­nung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Be­darf") ist im Durchschnitt des Monats November 1932 um 0,2 v. H. auf 118,8 (gegenüber 119,0 im Vormonat) zurück- gegangen. Es haben nachgegeben die Indexziffer für Ernäh­rung um 0,1 v. H. auf 109,5, Wohnung um 0,2 v. H. auf 121,4; Bekleidung um 0,6 o. H. auf 113,2, sonstigen Bedarf um 0,1 v. H. auf 164,0. Die Indexziffer für Heizung und Beleuchtung hat sich um 0,3 v. H. auf 136,4 erhöht.

* Sammlungen zur Winterhilfe. Die Presse­stelle der Regierung in Kassel teilt mit: Für die Auf­bringung der Mittel für die Winterhilfe sind Sammlungs- genehmigungen nur solchen Vereinen und Verbänden erteilt worden, die die Sammlung im Rahmen der all­gemeinen Winterhilfe, also unter der Aussicht der aus Behörden und Verbänden zusammengesetzten Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüsse für Winterhilfe durchführen. Gegenüber verschiedenen Anfragen, ob die von partei­politischer Seite eingeleiteten Sammlungen genehmigt sind, und, falls sie nicht genehmigt sind, ob sie trotzdem durchgeführt werden dürfen, teilt der Regierungspräsident mit, daß parteipolitische Sammlungen nicht genehmigt worden sind und auch künftig keine Genehmigung er­halten werden. Trotzdem kann nicht gegen sie einge­schritten werden, weil nach den maßgebenden Be­stimmungen Sammlungen zu politischen Zwecken keiner Genehmigung bedürfen. Wer zur Linderung der bitteren Not in der ärmeren Bevölkerung au8 christlicher Nächsten­liebe oder allgemeiner vaterländischer Sorge ohne parteipolitische Einseitigkeit beitragen will, muß deshalb gebeten werden, sich von allen nicht genehmigten Sammlungen fernzuhalten und seinen Teil zur Stützung des allgemeinen Hilfswerks beizusteuern. In den Be­zirks-, Kreis- und Ortsausschüssen haben sich alle großen caritativen Verbände also die Innere Mission, der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz, der Caritasverband, die Zentralwohlfahrtsstelle der israeli­tischen Gemeinden und der fünfte Wohlfahrtsverband mit den Behörden zusammengefunden. Spender, die für Sammlungen dieser Organisationen geben, haben die Gewißheit, daß ihre Gabe im Rahmen der allge­meinen Winterhilfe den wirklich Bedürftigen zukommen.

HerSfeld. (Unsere 1000-jährlgeLullus- glocke im Rundfunk). Der Südwestdeutsche Rundfunk weilte gestern hier, um das Glockengeläute unserer Glocken im StiftSturm auf Schallplatten aufzu- nehmen. Es ist beabsichtigt, am Weihnachtsheiligenabend sowie Sylfester eine Feierstunde vom Rundfunk zu ver- anstalten, welche die Lullusglockt als die nachweislich älteste Glocke von Deutschland eröffnet. In dieser Stunde werden auch unsere anderen Glocken aus dem Stiststurm läuten. Der Deutschlandsender wird diese Feierstunde auch übertragen.

Her-feld. In letzter Zeit haben die Kaninchen- d i e b st ä h l e erheblich zugenommen. Immer werden Leute, die selbst unter der wirtschaftlichen Not zu leiden haben, betroffen. So wurden in der Nacht vom Sonntag zum Montag einem Anwohner bei der Bätzaschen Ziegelei wertvolle Ausstellungstiere gestohlen. Einem Anwohner in der Meisebacherstraße wurde ein Muttertier gestohlen, die drei Wochen alten Jungtiere ließ man zurück.

Kassel. Die Große Strafkammer in Kassel verurteilte den 25jährigen Kaufmann Franz Pielsticker aus Köln wegen Münzvergehens, Betrugs und Widerstands zu .zwei ^ Jahren sechs Monaten.ZuMyuch-,

Ehrverlust und Zulässigkeit von Polizeiaufsicht. Pielsticker, der erst im Frühjahr nach zweijähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen worden war, hatte sich mit einer Falschmünzerwerkstat im Handkoffer auf Reisen begeben und das Siegerland, Hessen, Westfalen und Thüringen unsicher gemacht, wo er auf den Dörfern mit Vorliebe in der Dämmerung bei Gastwirten seine Falschgeldstücke in Zahlung gab. Als er dabei ertappt wurde, flüchtete er, konnte aber nach aufregender Jagd und nach Ueber­windung heftigen Widerstands durch einen Polizeibe­amten abgeführt werden.

Kassel. In der Nacht auf Dienstag ist die Vogel- züchttrei Lohrmann Hafenstraße 38 von Einbrechern heimgesucht worden. Die Täter haben sich Zutritt ver­schafft, indem sie einen Maschendraht, der vor einem Lüftungssenster befestigt war, entfernten. Die wert­vollsten Zuchtpaare wurden Mitgenommen. Nahezu 100 der bekannten Wellensittiche haben die Spitzbuben mit- genommen. Eine Menge Vögel, die ihnen als Kenner nicht das Mitnehmen wert erschien, haben sie getötet. Die sofort in Kenntnis gesetzte Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Polizeihunde verfolgten die Spur bis zur Hafenbrücke, wo sie sich verlor.

Oberzwehreu. Auf einem Lagerplatz wollte ein 15jähriger Zimmerlehrling von einem Stapel Fichten- stämme den zu unterst liegenden Stamm wegnehmen. Dadurch kam der ganze Haufen ins Rutschen, wobei der Lehrling unter die ganzen Stämme zu liegen kam. Er erlitt schwere äußere und innere Verletzungen und einen doppelten Bruch des rechten Unterschenkels. Ar­beitskollegen, die sofort herzusprangen, befreiten ihn aus seiner Lage. Der Schwerverletzte wurde dann von der Kasseler Holzmarktwache, die in kurzer Zeit zur Stelle war, in daS Rote Kreuz eingeliefert.

Kirchhai». Weil er das Verhältnis nicht billigen wollte, geriet ein Kirchhainer Einwohner mit dem Lieb­haber seiner Tochter in Streitigkeiten, wobei er von seinem zukünftigen Schwiegersöhne einen Messerstich in den Rücken erhielt. Die Verletzung war so schwer, daß der Mann in die Marburgs Klinik übergeführt werden mußte.

Gladenbach In dem Dorfe Niederweidbach be­merkte man in der Nacht zum Sonntag, daß die Scheune des Landwirts Wilhelm Wallbrecht in Flammen stand. Noch ehe es möglich war, wirkungsvoll gegen den Brand vorzugehen, breiteten sich die Flammen auch auf die Scheune und die Stallungen des Landwirts Karl Neu- hauS aus. Beide Scheunen und die Stallungen samt dem ganzen Inhalt wurden trotz eifriger Arbeit mehrerer Feuerwehren Opfer deS Brandes. Zum Glück war es aber möglich, die Viehbestände zu retten und die an­grenzenden Gebäude zu schützen. Die Ursache bei Brandes ist uoch unbekannt. l

Steuer und Recht.

Eteuerkalender für Monat Dezember 1932.

5. Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 30. 11. 32; wenn im UeberweisungSverfahren die bis 15. 11. 1932 einbehaltenen Beträge RM. 200 nicht überstiegen haben, für die Zeit vom 1. bis 30. 11 32. mit Ledigensteuer.

5. Abgabe zur Arbeitslosenhilfe, soweit sie an die Finanzkasse abzuführen ist.

5. Abführung der Bürgersteuer für Arbeitnehmer der Lohnzahlungen 1. bis 15. 11. 32.

5. Anmeldung der Salzmengen, für die im Monat November die Salzsteuerschuld enstanden ist.

6. Einreichung der Aufstellung über die Devisenge­schäfte im November für alle Unternehmen, die durch­gängig die Genehmigung zum Devisenerwerb haben.

10. Einkommen- und Körperschaftssteuervoraus­zahlungen, zweite Hälfte deS Einkommensteuerzuschlages bei Einkommen über RM. 8 000, der Ledigensteuer für die veranlagten Einkommensteuerpflichtigen und der Zu­schläge für AufsichtSratSmitglieder.

10. Börsenumsatzsteuer für Oktober 1932.

10. Umsatzsteuervoranmeldung und Vorauszahlung für Monatszahler — Schonfrist 17. 12. 32.

10. Anmeldung der Beträge eingegangener Export­valuten durch Exporteure an die zuständige ReichSbank- anstalt.

12. Letzter Tag für rückständige Hypothenzinsen zur Erlangung des erweiterten Kündigungsschutzes.

15. Letzter Tag für zuschlagSfreie Zahlung der Ein­kommen-, Körperschafts- und Vermögensteuerzahlung für Landwirte.

15. Ende der Umtauschfrist für die am 30. 11. 32 ungülitig gewordenen Luftpostmarken Zeppelin mit Ausdruck Polarfahrt 1931,

15. Staatliche Grundvermögensteuer für Monats­zahler mit Zuschlag, Hauszinssteuer, Gemeindezuschläge zur Grundvermögensteuer.

15. Gewerbeertrag, und Gewerbekapitalsteuer im Vierteljahrsbetrage.

17. Letzter Tag der Umsatzsteuervoranmeldung und Zahlung.

20. Lohnabzug für 1 bis 15. 12 1932 für das Markenverfahren, für das UeberweisungSverfahren nur, wenn die vom 1. bis 15 12. 32 einbehaltenen Lohnbe­träge RM. 200 überstiegen haben, hierzu Ledigensteuer.

20. Abgabe der Arbeitslosenhilfe, soweit si; an die Finanzkasse abzuführen ist.

20 Abführung der Bürgersteuer für Arbeitnehmer (Lohnsteuer).

20. Anmeldung der Beträge eingegangener Export­valuten durch Exporteure an die zuständigen Reichs­bankstellen.

27. Zahlung der Sqlzsteuer für Oktober.

31. Anmeldung der Beträge eingegangener Export­valuten durch Exporteure an die zuständigen ReichS- bonkstellen. ungültig gewordenen Postkarten mit eingedruckter Frei­marke zu 8 Rps.

81. Ablauf der Verjährungsfristen, auch für Auf­wertungsforderungen in Polen.

Hanau. Von kommunistischer Seite war durch Verbreitung illegaler Flugblätter und durch Bekanntgabe von Mund zu Mund in der Stadt Hanau und in den Landgemeinden des Landkreises Hanau zu einem gestern vormittag vorzunehmenden Hungermarsch auf dasRathaus in Hanau und daS Landratsamtgebäude in Hanau auf­gefordert worden. Diese Parole wurde von einigen hundert Personen befolgt, die sich im Laufe des Vor­mittags einzeln und in kleineren Gruppen teils von auswärts teils aus Hanau selbst auf der Straße zeigten. Nach Vorsprach; der von den Behördenvertretern zuge­lassenen Kommission ze. streuten sich die im Landratsamt Erschienenen ohne besondere Zwischenfälle, während es vor und in dem RathanS zu Hanau zu nennenswerten Ansammlungen überhaupt nicht gekommen ist. Dagegen wurde kurz vor zwölf Uhr von einem Unbekannten in dem Vorraum zur Wohnung deS Oberbürgermeisters Dr. Blaum, die sich im Stadtschloß befindet, ein Ex- plosionSkörper zur Entladung gebracht, der keinen Personenschaden verursachte ES ist anzunehmen, daß diese Tat mit den geplanten Hungerdemostrationen in Verbindung steht. Die Behörden haben eine hohe Belohnung für die Ermittlung des Täters in AuSsicht gestellt.

Wetzlar. Zum drittenmal in diesem Jahr ereignete sich in der vergangenen Nacht auf der Straße Herborn— Wetzlar in einer berüchtigen Kurve bei dem Kreisort Werdorf ein schweres VerkehrSunglück. Ein Motorrad­fahrer hörte Röcheln, dem er nachging. Er fand im Graben zwei Reichswehrsoldatrn bewußtlos in ihrem Blute liegend auf. Daneben lag daS zertrümmerte Motorrad. Beide hatten, wie sich später herausstellte, schwere Verletzungen an Kopf und Beinen. Ihr Zustand ist lebensgefährlich. Auf welche Weise sich der Unfall zugetragen hat, konnte, da die Soldaten noch nicht ver­nehmungsfähig sind, noch nicht ermittelt werden.

Die Wetteraussichten.

Ueber England entwickeln sich mit Luftdruckfall schwache Störungen. Dieselben wandern mit der in der Höhe vorhandenen Westströmung gegen bat Festland und werden die Witterung der nächsten Tage wieder unbeständiger gestalten.

Witterungsaussichten für Freitag: Vorwiegend bewölkter Wetter mit Niederschlägen weiter anhaltend,