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Aus der Heimat.

VerKausssonnlage vor Weihnachten

Die Industrie- und Handelskammer Kassel/Mühl- Hausen schreibt uns: Das Reichsarbeitsministerium hatte bekanntlich versucht, durch eine Vereinbarung der Landesregierungen eine einheitliche Regelung der Ver­kaufssonntage vor Weihnachten für das gesamte Reich herbeizuführen. Sein Vorschlag ging dahin, die Be­schäftigung von Arbeitnehmern im Einzelhandel (Offen« Haltung der offenen Verkaufsstellen) nur an den zwischen den 8. und 24. Dezember einschl. dieser Tage liegenden Sonntagen zuzulassen. Da eine Einigung innerhalb der Länder nicht zustande gekommen ist, hat der Preußische Minister für Handel und Gewerbe eine einheitliche 9tege(ung für Preußen dahingehend getroffen, daß in diesem Jahr von den Sonntagen im Dezember nur der 11. und 18. Dezember zum Verkauf freigegeben werden, obwohl der Einzelhandel weit überwiegend die Freigabe auch des dritten Sonntags für unbedingt erforderlich hielt. Es dürfen somit auch in den Orten des Handels­kammerbezirks Kassel/Mühlhausen, in denen bisher drei Sonntage sreigegeben waren, die offenes Verkaufsstellen nur am 11. und 18. Dezember offengehalten werden.

Hersfeld. (Der Meisterkursus in Hers­feld eröffnet). Am Freitag wurde in den Räumen der Städt. gewerbl. Berufsschule durch den Vorsitzenden des Jnnungsausschuffes, Schmiedeobermeister Köhler, in Gegenwart der Vertreter des Jnnungsausschuffes sowie der Vertreter der Schule der diesjährige Meisterkursus eröffnet. Obermeister Köhler wies in einer kurzen trefflichen Ansprache auf die ^Notwendigkeit erhöhter Berufsbildung im Handwerk hin. Die vergeistigte Arbeit des Handwerkers werde in hohem Maße zur Gesundung des deutschen Wirtschaftslebens mitbeitragen. Je inniger man das praktisch handwerkliche Können mit geistigem Bildungsgut paare, desto stärker werde das Handwerk sein und sich gegenüber all n Widerwärtigkeiten der Gegenwart behaupten. Den Unterricht erteilen Berufs- schuldirektor Christiansen, dem auch die schultechnische Leitung von der Handwerkskammer übertragen wurde, sowie die Gewerbeoberlehrer Gebhardt, Depenbrock und Kunhenn.

HerSfeld. Heute vollendet Reichsbahnobersekretär Hofmann hier seine 40jährige Dien st zeit bei der Reichsbahn. Der Herr Reichspräsident von Hindenburg und der Herr Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft Dorpmüller haben dem Jubilar die besten Wünsche und den Dank und die Anerkennung des Deutschen Reiches und der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft für die geleisteten treuen Dienste ausge­sprochen. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch lange Jahre im Kreise seiner Familie im wohlverdienten Ruhestand, in den er im nächsten Jahre zu treten ge­denkt, zu verbringen.

Hersfeld. (B l i n d e n k o n z e r t). Die Blinden- Vereinigung Hanau und Umgegench veranstaltet am Samstag den 12. November im Bolenders Saal einen volkstümlichen Konzertabend, dessen Erlös der Blinden Unterstützungskasse zufließt. Die solistischen Darbietungen werden umrahmt von Konzertstücken des Soloquartett der Kapelle Hett aus Hauan. Ein Besuch dieses Konzertes kann warm empfohlen werden. Näheres siehe Anzeige.

Hersfeld. Ueber die am Donnerstag vom Tannen- bergbund im Sternsaal veranstaltete W a h l v e r. sammlung, in der der ehemalige Gauredner der NSDAP. Noback über daS Thema „Ludendorff und die Kriegs-und Weltmachtpolitik des römischen Pabstes. Was sagt der Katholik Adolf Hitler?" sprach wird uns geschrieben: In einem zweieinhalbstündigen Vortrag — man hatte den Eindruck, daß die Sache künstlich in die Länge gezogen werden sollte, um von vornherein eine Aussprache unmöglich zu machen — gab der Redner die Hauptgedanken aus Frau Mathilde Ludendorffs Werken wieder. Erschüttert war man über den geistigen Tiefstand. So etwas an geistigem Niveau trifft man kaum in den schlimmsten kommunistischen Versammlungen an. Die heiligsten Güter des Christentums wurden in einer Art behandelt, die an Schamlosigkeit nicht über« troffen werden kann, und so kam es, daß der weitaus

Worüber man in Kassel spricht.

Kassel steht im Zeichen des Wahlkampfs! Unsere Prognose ist pünktlich eingetroffen: Aller hat sich auf die letzten Tage vor der Wahl konzentriert mit dem Erfolg, daß überall die Zeichen der Wahl im Vordergrund stehen. Litfaßsäulen und Häuserwände Reklametafeln und — Straßenpflaster zeigen das alt­gewohnte Bild. Und dazu kommt der Zettelsegen, der nachgerade unangenehm zu werden beginnt. Selbst­verständlich demonstrieren auch die verschiedenen Fahnen der Parteien für die Wahl. Rot herrscht vor: In der Geschäftsgegend der Altstadt das Rot Moskaus und der „Eifernen Front", in den Arbeitervorstädten die Fahne Adolf Hitlers. Im Zentrum und im vornehmen Westen sieht man nur hier und da eine Fahne. Das Bürgertum hängt nicht gern, feine politische Ueberzeugung zum Fenster hinaus. — „Der Reden haben wir genug gehört" (hoffentlich folgen auch bald die Taten!) Die Parteien hatten allerhand „Kanonen" hierhergeschickt: H u g e n b e r g, Grimme, Marschier, Nölting, S t r a t h m a n n, Hitler, das sind die bekanntesten Namen. Den gewaltigsten Eindruck machte natürlich — schon infolge der Massenbeteiligung — die Hitlerkund­gebung ; 4 5 000 Menschen lauschten dem Führer der NSDAP. Das war schon eine Aufgabe, den An- und Abmarsch dieser Massen zu ordnen. Erfreulich gut arbeitete die Polizei; es ist hier vieles anders und besser geworden seit einiger Zeit. — Den Hütern der

größte Teil der Versammlungsteilnehmer die Worte des Referenten mit Ablehnung, teilweise sogar mit größter Entrüstung und Pfuirufen aufnahm. Die ganze Rede war von Widersprüchen durchsetzt?(Als nun im zweiten Teil des Abends einige der Widersprüche aus der Ver­sammlung heraus aufgedeckt und eine klare Beant­wortung verlangt wurde, kam es zu scharfen Ausein­andersetzungen, da der Redner nur mit oberflächlichen Bemerkungen zu antworten in der Lage war. Der an­wesende Polizeibeamte sah sich veranlaßt die Versamm­lung zu schließen

Heringen. Die Sitzung der Kasseler Großen Strafkammer inHeringen wareinekleineSensation, hat man doch hier so etwas nicht alle Tage. ES handelt sich um die Brandstiftungssache gegen die beiden Laun von hier, die befchuldigt wurden, am 22. Mai 32 Scheune nebst Werkstatt in Ärand gesteckt zu haben. — Nach Vernehmung der 31 Zeugen erstattete der Branddirektor Bliesener-Kassel sein Gutachten, daß nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme und dem Befunde der Augen­scheinseinnahme vorsätzliche Brandstiftung vorliege, da zwei vollkommen getrennte Brandherde vorhanden seinen, und die Brandstelle die Verwendung irgendeiner fettigen ober öligen Flüssigkeit oder Masse aufweise. Der Vertreter der Anklage, StaatsanwaltschaftSrat Dr. Huhn, hielt beide Angeklagten der gemeinschaftlichen vorsätzlichen Brandstiftung und den Angeklagten Valentin Laun des versuchten Betrugs für schuldig. Er bean­tragte gegen beide Angeklagten wegen Brandstiftung je 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren und gegen Valentin Laun wegen versuchten Betrugs 2 Monate Gefängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Platner-Kassel beantragte Freisprechung der beiden Angeklagten wegen vorsätzlicher Brandstiftung und milde Bestrafung des Angeklagten Vol. L. wegen versuchten Betrugs. _ Gegen 20 Uhr verkündete Landgerichtsdirektor Uhlendorff das Urteil: Der Angeklagte Val. L. wird unter Freisprechung wegen Brandstiftung, wegen ver­suchten Betrugs zu 3 Monaten Gefängnis, verbüßt durch die Untersuchungshaft, und der Angeklagte Friedrich L wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung der Unter« uchungshaft, verurteilt. Der Haftbefehl gegen Fr. L. wird aufrechterhalten. Der Angeklagte V. L. nahm das Urteil an.

Hünhau. Am Mittwoch mittag geriet der 16 Jahre alte Lorenz Riffe beim Bedienen der Schrotmühle unglücklicherweise in die Transmission und wnrde schwer verletzt. Nach Anlegung eine§ Notverbandes wurde der Verunglückte in das St. Elisabeth-Krankenhaus nach Hünfeld überführt.

Kassel. Ein junger Mechaniker geriet mit der linken Hand in eine Schleifmaschine. Es wurde ihm der Unterarm völlig zerfleischt.

Kassel. Die 13. Minenwerferkompagnie des 15" ; Infanterie-Regiments, - die bisher in Niederzwehren in der früheren Fußartillerie-Kaserne untergeb'acht war, hat den Standort mit der bisher in der Schönfelder Kaserne zu Kassel untergebrachten 3. Kompagnie der 5. Kraftfahrabteilung gewechselt.

Dietlas. Donnerstag abend gegen 9 Uhr ereig­nete sich in der großen Kurve, zwischen Menzengraben und Dietlas, ein schweres Unglück. Der Fuhrunternehmer G. aus Dorndorf hatte am Nachmittag einen schwer beladenen und mit 4 Pferden bespannten Möbelwagen nach Stadtlengsfeld transportiert. Abends wurde die Rückfahrt nach Dorndorf angetreten. Im Wagen selbst hatten zwei Mann Platz genommen, wahrend der Knecht bei den Pferden ging. Der Wagen fuhr links, also an den Schienen der Feldabahn entlang. Durch daS Wagengerassel und die Dunkelheit überhörten die Führer des Wagens das Harankommen des um 9 Uhr in Dorndorf eintreffenden Personenzuges, der plötzlich den Möbelwagen von hinten erfaßte und etwa 25 Meter weit vor sich herschob. Wagen, Pferde und Menschen bildeten im Augenblick ein scheinbar unentwirrbares Knäuel. Ein Pferd lag tot auf der Straße, während die anderen in den Graben geschleudert wurden. Der vorn gehende Knecht wurde erheblich verletzt. Die anderen Fahrtteilnehmer kamen mit dem Schrecken davon.

Ordnung ist es auch mitzuverdanken, daß Kassel in diesem Jahr von größeren Krawallen verschont blieb. Kleine Reibereien kommen natürlich immer vor; freuen wir unS, daß Ausschreitungen bis jetzt vermieden werden konnten.

Genug von der Politik. Sie verdirbt doch nur den Charakter — stehe Faust — und ist eine zu wankel­mütige Schöne. DaS erfuhren auch die Nazis mit ihrem großen Flugtag, der — ja, kann man das hier sagen? — ins Wasser fiel. Die Hintergründe sind noch nicht ganz geklärt; es scheint aber so, daß man etwas geschickter hätte vorgehen müssen, beiderseits. So sind die Geprellten die Kasselaner, die sich auf ein Schauspiel gefreut hatten und eine Tragödie erlebten, und — die Geschäftsleute und Wirte. Ja ja, die großen Herren. — Ein kleines Pflaster hat der Niederhessische Flugverband auf diese „Wunde" gelegt: Im nächsten Frühjahr soll der „DO X" auf dem Edersee wassern: eine An­kündigung, die in weitesten Kreisen ganz KurhessenS Freude und Befriedigung auslöste. Nun, eS ist ja noch eine kleine Weile bis dahin, aber immerhin : wir würden uns über die Erfüllung dieses Versprechens freuen.

Mittlerweile ist eine rege Debatte um den Bau des Prinzenquellen-Bades entstanden, der tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Neue Möglichkeiten entstehe?» hier für den erholung- suchenden Kasseler Bürger: am Strand sich tummeln zu Füßen des Herkules (wie dieser alte Grieche wohl mit dem Bratschen Zwickelerlaß fertig wird?). Wie

Marburg. Für das Wintersemester 1932-33 haben sich bis jetzt an der hiesigen Universität 3525 Studierende eintragen lassen. Im vorigen Wintersemester betrug die Zahl der Studierenden bis zu dem gleichen Zeit­punkt 3479, sodaß diese Zahl bereits jetzt überschritten ist. An der Gesamtzahl des Vorjahres von 3657 Immatrikulierten fehlen nur noch 132.

Silberhausen bei Dingelstädt. Bei einem hiesigen Landwirt brach ein drei Zentner schweres Schwein aus und stürzte auf dem Hofe in eine Jauchegrube, wo es erstickte.

FMchirmersinder sturst vom Funtturm

Ein wahnsinniges Experiment.

Berlin, 5. November. Am Freitagmittag gegen 12.15 Uhr sprang ein Erfinder namens Wahrburg aus Hannover von der höchsten Plattform des Aunkiurms. aus 138 Meter hohe, mit einem selbstgebauten Fallschirm eigener Konstruk­tion ab. Der Fallschirm riß schon kurz nach dem Absprung. Wahrburg landete auf der Rasenfläche des Funkturmes und wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus ge­bracht.

Wahrburg ist der Erfinder eines neuartigen Fallschir­mes, den er zum Patent angemeldet hat. Nach Angabe feines ihn begleitenden Freundes Gromann aus Berlin soll Wahr­burg seine Erfindung der Versuchsanstalt für Luftfahrt zur Prüfung eingereicht haben. Diese soll den Bescheid gegeben haben, daß sie diese Erfindung erproben will, aber hierzu ein Betrag von 1200 Mark erforderlich sei. Da Wahrburg diese Mittel nicht hatte, fertigte er selbst aus leichtem un­geeignetem Stoff einen Fallschirm seiner Idee an und be- gab sich mit seinem Freund auf die oberste Plattform des Funkturms, auf der gleichzeitig eine Anzahl Besucher.an­wesend waren. Als diese den Rücken kehrten, schwang er sich über das Geländer, kletterte blitzschnell an einem Eisen­kabel herunter und sprang in die Tiefe. Der Vorgang spielte sich in wenigen Sekunden ab Als die bestürzten Besucher der Plattform ans Geländer eilten, sahen sie, daß der Fall­schirm bereits sofort nach dem Absprung gerissen war, so daß Wahrburg mit großer Wucht aus die Rasenfläche aufschlug. Nach Angabe seines Freundes Gromann wollte Wahrburg mit seinem wahnsinnigen Experiment einen „Tiefenrekord" im Fallschirmabsprung aufstellen. Es sind schon wiederholt Anträge von Erfindern und Artisten eingelaufen, einen Fall­schirmabsprung oder artistische Darbietungen am Funkturm zu machen. Diese wurden aus verständlichen Gründen stets abgelehnt. Wahrburg hat sich nicht an die zuständige Siede gewandt, sondern den Absprung unerlaubt und eigenmächtig ausgeführt.

Allerlei Neuigkeiten

Wegen einer Taube zum Mörder geworden. Auf der ferner Straße in Bochum kam es zu einem blutigen Rauf- Handel. Die Brüder Karl und Johann Schimanski gerieten wegen einer Taube mit dem Arbeiter Walzak aus Bochum in Streit. Plötzlich zog Walzak ein feststehendes Messer und stach auf die Brüder ein. Johann Schimanski erhielt einen Stich in die Halsschlagader. Er stürzte auf der Stelle tot nieder; sein Bruder wurde so schwer verletzt, daß er in hoff­nungslosem Zustande darniederl-iegt. Walzak stellte sich selbst der Polizei.

Das Unglück bei den Hamburger Elbbrücken. Wegen des schweren Unfalls, der sich nachmittags unweit der Elbbrücken in Hamburg ereignete und drei Rottenarbeitern das Leben kostete, ist der Rottenführer Stanislaus Krupa festgenom­men worden. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hat Krupa, dem vorschriftsmäßig ein Mann als Aufsichtsposten zur Verfügung stand, diesen Mann in der Rotte mitarbeiten lassen, statt ihn seiner Bestimmung entsprechend zu verwen­den. Nur diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß der Zug in die Arbeitergruppe hineinfuhr.

DKWetterausslchten.

Während über dem europäischen Kontinent der Ein­fluß des südeuropäischen Hochdruckgebiets sich noch ver­stärkt hat, ist im Raume England-Norwegen ein Tief­druckwirbel zur Entwicklung gekommen. Einen nach­haltigen Einfluß dürfte letzterer auf unser Wetter vor­aussichtlich nicht gewinnen, doch wird die von seiner Rückseite vordringende kühlere Luft bei uns vorübergehend Bewölkungszunahme bis zu Niederschlagstätigkeit bringen.

Aussichten fürSonntag: Bei westlichen bis nord­westlichen Winden anfänglich leicht unbeständig und ausgeglichenere Temperaturen, im ganzen jedoch wieder neue Beruhigung und Besserung.

gesagt: es sind vorläufig nur Möglichkeiten. Die ent­scheidende Frage ist immer die finanzielle und da muß man wohl doch noch ein bischen skeptisch sein. Freilich gab's auch wieder Arbeit und damit Belebung. Aber, der Aber sind's doch noch einige; hoffen wir auf eine baldige angenehme Enttäuschung.

Diese bringt uns immer wieder unser Theater, für daS man nicht genug werben kann. Durch das neue Abonnements-System ist ein fester Kreis von Helfern entstanden, der für die Zukunft außerordentlich wertvoll ist. — Kürzlich wurde wieder ein altes Zugstück — „Pension Schöller" — in neuem Rahmen mit ganz besonderem Erfolg aufgeführt; man hatte sinnvoller Weise — der Verfasser lebte in Kassel — die Handlung in ein Kasseler Lokal verlegt; das mußte „man" natürlich sehen. — Karl Ebhardt, ein« der belichesten Mitglieder des Schauspiels, feiert demnächst sein 25-jähriges Bühnen­jubiläum. Er wird den „Tell" spielen, der ihm seinerzeit bei den Marburger Festspielen den großen Erfolg brächte. Wir hoffen den sympathischen Künstler und Menschen noch lange bei uns zu sehen.

Was uns der Oktober nicht gönnte, das schöne H e r b st w e t t e r, das holt der November — ganz über­raschend — wenigstens in etwas nach. Zu dem schönen blauen Himmel wünscht man sich nur — ein poetisches Ge­müt mag uns verzeihen — das notwendigste Requisit einer gesunden Wirtschaft; rauchende Schornsteine. Wo­mit wir wieder einmal bei aller Wünsche und aller Hoffnung wären. - Dr. ... e.