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Stetiger 3mWn|afl an bet Djtgrenie

Vorn polnischen Grenzbeamten erschossen.

Guttentag (Oberschlesien), 1. November. An der deutsch-polnischen Grenze ist am Sonntag der Arbeiter Popanda, der in der Nähe von Sorowski mit einem Mädchen zehn Me er von der polnischen Grenze spazieren ging, von einem polnischen Grenzbeamten ergossen wor­den, obwohl er auf Anruf angeblich stehe" lieben sein und die Hände hochgehoben haben soll. Deu sye und pol­nische Beamte arbeiten fieberhaft an der Aufklärung des noch unaufgeklärten Zwischenfalls.

Neue Wohlkahrtrbriermarken

Berlin, 1. November. Die fün" neuen Wohlfahrts­briefmarken der Reichspost, d.e mit einem Wohlfahrtsauf­schlag für die deutsche Nothilfe verkauft werden, sind jetzt zur Ausgabe gelangt. Die nach Stahlstichen hergestellten Marken zeigen Bilder deutscher Burgen. Die Ertrage die­nen zur Linderung der Winternot. Von den vorjährigen Wohlfahrtsbriefmärken sind 12 Millionen Stück verkauft worden.

Drei Tod^sopser einer Ehetragödie

(Sachsen). 1. November. Der 46jährige Ma- teriaiwareuhändler Hugo Herold in Nußdorf erschoß in der Nacht zum Montag seinen siebenjährigen Sohn, ver­letzte seine Ehefrau durch einen zweiten Schuh tödlich und entleibte sich dann selbst. Der Grund zur Tat wird in ehelichen Zerwürfnissen gesucht.

Raudiiberlali in Erfurt

Ein Bankinspektor erschossen.

Erfurt, 1. November. Vor dem Gebäude der Deutscher Bank und Diskonto-Gesellschaft wurde ein schwerer Raub Überfall verübt. Mehrere Personen, die in einem Kraft wagen vorgefahren waren, überfielen einen Lohngeldkrans- port. Dabei wurde ein Inspektor der Bank erschossen. Die sofort alarmierte Polizei nahm die Verfolgung der Täter mit Motorrädern auf und schoß nach ihnen; einer der Täter soll verwundet worden sein.

Ueber den Hergang der Tat wird folgendes besannt Zwei Boten der genannten Bank hatten von der Reichs- dank fünfzigtausend Mark abgeholt und befanden sich ach dem Wege zur Deutschen Bank. Dicht vor deren Einganc i sprangen plötzlich aus einem vor dem Bankgebäude haltem I den Auto mehrere Männer heraus und gaben ohne irgend- einen Anruf auf die Bankboten zahlreiche Schüsse ab. Einer der Boten sank sofort tot zu Boden, der andere erhielt einer schweren Bauchschuß. Die fünfzigtausend Mark waren ir einer Kiste verpackt, die zur Erde fiel. Die Räuber wollten sich der Kiste bemächtigen, doch wurde ihr Vorhaben durch das sofortige Dazwischenspringen eines dienfttuenden Ver­kehrspolizisten vereitelt. Die Räuber bestiegen darauf ihr Auto und fuhren in schnellstem Tempo davon. Der Po­lizeibeamte feuerte aus seiner Pistole sieben Schüsse hinter dem Auto her und verletzte dabei den Beifahrer des Wa­gens. Die nn-d^e-n-^^n^e >b«b«7 v«s Anw ebenfES "7fe'^ ' troffen. Der Polizeibeamte hatte die Geistesgegenwart, ein auf der Straße stehendes Motorrad sofort anzutreten und dem Auto nachzusetzen. Da aber das Motorrad einen Bei­wagen hatte, verlor der Beamte das schnellfahrende Auto bald aus den Augen. Das Nummernschild des Autos konnte festgestellt werden Es handelt sich um einen Hamburger Wagen. Die weitere Verfolgung ist durch das Ueberfall- kommando ausgenommen worden. Es hat festgestellt, daß nch das Räuberauto in nördlicher Richtung aus Erfurt ent­fernt hat.

Die Deutsche Bank- und Disconto-Gesellschaft hat für die Ermittlung der Täter eine Belohnung von 3000 RM. aus- gesetzt. Bei der Schießerei erhielt auch eine Zeitungsfrau einen Schuß ins Bein. Der schwerverletzte zweite Bankbote mußte im Krankenhaus einer Operation unterzogen werden. ,

AmtMi LeksnnlmseWngen

Verordnung über das Verbot des fiusfchanks von Sranvtwein und des Kleinhandels mit Trinkbranntwein für Sonnabend, den 6. und Sonntag, den 6. H* 1^32. Vom 15. 10. 1932.

Auf Grund des § 15 des Gaststättenges, vom 28. 4, 1930 (RGBl. I S. 146) wird anläßlich der Reichs- tagswahl folgendes bestimmt:

§ 1.

Der Ausschank von Branntwein und der Klein­handel mit Tcinkbranntwein ist am Sonnabend, dem 5. und Sonntag, dem 6. 11. 1932 bis zur Polizeistunde verboten.

§ 2.

Zuwiderhandlungen werden gemäß § 29 Ziff. 8 des Gaststättenges. mit Haft und mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit einer dieser Strafen bestraft.

§ 3.

Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Ver­öffentlichung in Kraft

Berlin, den 15. 10 1932.

Der Preuß. Minister des Innern.

Mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt.

Bracht.

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*

Veröffentlicht. Die Ortspolizeibehörden des Kreises ersuche ich, vorstehende Verordnung alsbald zur Kenntnis der beteiligten Gewerbetreibenden zu bringen und ihre Durchführung in Gemeinschaft mit den Herren Land­jägereibeamten zu überwachen.

Hersseld, den 29. Oktober 1932. Der Landrat

Krmenatteste

Ludwig Funks Wuchöruckerei.

Grudenbrand in Bochum

21 Bergleute erlitten Vergiftungen.

Bochum, 1. November.

Auf der Schachtanlage I/II der Gewerkschaft Konstantin der Große entstand ein Grubenbrand. Die Brandschwaden sind bis zum Schacht Vi/VII vorgedrungen. 21 Bergleute mußten mit Vergiftungserscheinungen in das Krankenhaus geschafft werden.

Die Schachtanlage I/II ist seit längerer Zeit stillgelegt und wird nur für die Einfahrt benutzt. ' Dagegen ist auf der Schachtanlage VI/VII die Förderung im Betrieb. Die Be­legschaften der betroffenen Schachtanlagen mußten feiern. Der Brandherd wird abgemauert.

Keine Spur VonD 2017

London, 1. November, lieber das Schicksal des auf der Strecke LondonKöln über dem Kanal verunglückten deut­schen PostflugzeugsD 2017 liegen immer noch keine Nach- richten vor. Die Suche ist vollkommen ergebnislos geblieben. Die Nachricht, daß die Besatzung, Flugkapitän Euno und Funkingenieur Drebes, gerettet worden sei, hat sich leider nicht bestätigt. Es ist kaum noch daran zu zweifeln, daß beide den Tod gefunden haben.

Deutscher Fliegertod in Bolivien

La Paz, 31. Oktober. Der Lloyd Aereo Boliviano wurde von einem schweren Unglücksfall betroffen. Die erst vor kurzem von der bolivianischen Regierung an die Gesell­schaft abgegebene breimotorige Ford-Maschine stürzte un­mittelbar nach dem Start auf dem Flugplatz Villa Montes aus ungeklärter Ursache ab und verbrante. An Bord befand sich neben dem amerikanischen Piloten der aus Roßlau (An­walt) stammende, in 180 000 Flugkilometer auf den ungemein schwierigen Strecken seiner Gesellschaft bestbewährte, zuver- lässige Bordwart Willy Kettmann. Sein Fliegertod wird im Kreise der bolivianischen Luftfahrt und der deutschen Kolonie besonders schmerzlich empfunden. Die Verwen­dung der Ford-Maschine in dem sonst nur aus 3unf 5= Slugjeugen bestehenden Flugzeugpark des Lloyd Ae'" 0- liviano geschah deshalb, weil der Einsatz der beim ( ;s= Flugzeugwerk bestellten Serie von Graßfrachtern erst ab nächsten Monat erfolgen kann.

Drei Kinder verbrannt

Alkenstelg (Württemberg), 1. November. In einem bewohnten Eisenbahnwagen eines Arbeitslosen brach Feuer aus. Drei Kinder im Alter von sechs, zwei und einem Jahr waren in Abwesenheit der Eltern im Wagen eingeschlossen. In wenigen Minuten verbrannte der ganze Wagen. Die drei Kinder wurden auf einem Sofa zusammengekauert tot aufgefunden.

Todesurteile im Moskauer Eisenbabu-Brozeb

Moskau, 1. November. In dem Prozeß gegen mehrere Angestellte der Kursker Eisenbahnlinie wegen des Eisen­bahnunglücks bei Lublino am 16. Oktober wurde vom Ober« ste-n Gerichtshof das Urteil gefällt. Der Stationsvorsteher Hn LuvImo, Bufakoff,' wurde zum Tode verurteilt. Der Fahrdienstleiter Wantejeff erhielt eine achtjährige Freiheits­strafe, ein dritter Angeklagter eine sechsjährige Freiheits­strafe. Der Signalist Kusminoff wurde zu Zwangsarbeit mit 15prozentiger Lohnkürzung verurteilt, während der fünfte Angeklagte freigesprolyen wurde. Das Urteil ist end­gültig und unterliegt keiner Kassation. Bei dem Eisenbahn­unglück waren, wie jetzt bekannt wird, 36 Personen getötet und 51 verletzt worden.

von Gronau beim König des Irak. Nach einem bei der Hapag eingegangenen Funkspruch wird der deutsch« ^.Flieger Wolfgany von Gronau vom König des Irak emp­fangen. Der Flieger wird am heutigen Donnerstag vor Bagdad feinen Weiterflug nach Cypern antreten.

Mittwoch, 2. Novbr.

abds 8V2 Uhr monats- lersammio. bei Kamerad Sander (Lullusquelle)

Der Vorstand

ursprunosschelne

für Wild

l. Funks, BuchdrocHerei.

Spezialgeschäft für Schirme Stöcke Hellen

H. Reinhard Nächtig. Emil Körting, Drechelermeister

H e r s f e 1 d , Breitenstraße 27.

Eigene Reparaturwerkstatt Neubeziehen von Schirmen schnell Holzdrechslerei.

Fußmatten

Börsienmacherel Harlmann illegaler

Uffhäuserstraße 11.

Turnen und Sport

Die CharlottenburgerNixen" zeigten sich auf ihrer Gastspiel­reise durch Westdeutschland auch in Düsseldorf von der besten Seite. Den Klubkampf gegen den dortigen SB. 98 gewannen sie mit 29 :21 Punkten und stellten im Verlauf der Kämpfe nicht weniger als drei deutsche Staffelrekorde auf. In der 3-mal-100-Meter- Kraulstafsel mit 8 :54 über die gleiche Distanz im Bruststil mit 4 :33,8 und in der 3-maI-100-Meter-Lagenftaffel mit 4 :21,3. Sämtliche Rekorde befanden sich schon vorher im Besitz des erfolg­reichsten deutschen Damenschwimmvereins.

Einen neuen Diskusrekord stellte der Hamburger Olympia- kämpfer Sievert bei einem internen Sportfest in Eimsbüttel auf. Rechtsarmig erreichte Sievert 48,23 Meter, linksarmig 33,10 Meter und überbot mit einer Gesamtleistung von 81,33 den seit 1928 be­stehenden deutschen Rekord von Hänchen um fast einen Meter.

Die irischen Reileroffiziere gewannen beim Turnier in Boston die große Military, die bisher stets die Domäne der deutschen Mannschaft war. Aus pekuniären Gründen mußte in diesem Jahre jedoch auf die Teilnahme unserer Vertreter verzichtet werden.

Volkswirtschaft

Die AnMrmg der Steuergutscheine

Die Verhandlungen zwischen den maßgebenden Stellen über die Kurspflege der Steuergutscheine, ihre Lombardierung und die Aufnahme an der Börse stehen, wie wir erfahren, unmittelbar vor dem Abschluß.

Es soll unter Führung der Reichsbank ein Auffangkonsortium, bestehend aus den maßgebenden Kreditinstituten, gebildet werden, um diejenigen Beträge von Steuergutscheinen, die gegebenenfalls an den Markt gelangen, aufzunehmen. Man rechnet allerdings zunächst nicht mit nennenswerten Beträgen. Bei der Finanzierung der Steuergutscheine soll auf die im Besitz des Reiches befindliche Reichsanleihe A.G zurückgegriffen werden, indem die Banken des Konsortiums ermächtigt werden Wechsel auf diese Gesellscha't zu ziehen, die dann bei der Reichtzbank rediskontiert werden können Ueber die Höhe der Rediskontzusage der Reichsbank läßt fidi nichts genaues sagen: sie dürste aber 100 Millionen RM überschreiten.

Berliner Effektenbörse.

An der Berliner Effektenbörse vom Montag waren die Umsätze wieder sehr gering. Die Publitumsaufträge fehlten völlig. Die Surfe brö- u meist leicht ab Nur einige Spezialwerte bildeten eine Aue Von Kaliaktien stiegen Salzdetfurth um 3 Pro; auf 165% v Aschersleben und Westeregeln gewannen zwischen ; % und 1 Pro,; Chade erhöhten sich um 5 M. auf 165 M. Die übrigen Elektrizitätswerte waren uneinheitlich. Siemens gaben um l % Proz. auf 118 Pro,; nach AEG. Waren zunächst fester, später wieder nachgebend. Gesfürel stiegen um 114 Proz. und Elektr. Licht und Kraft um % Proz. Berliner Kraft und. Licht blieben -gut gehalten. I G Farben sanken um *4 Proz Von Montanwerken lagen Gelsenkirchen, Phönix und Vereinigte Stahl­werke unverändert Stolberger Fink erhöhten sich um 2 Proz. und Mansfeld um 1 Proz. Reichsbank wurden gleichfalls fester ge­handelt. Das Hauptinteresse wandle sich dem Rentenmarkt zu wo besonders in Reichsschuldbuchforderungen größere Anlagekäufe er­folgten.

Am Geldmarkt erreichte der Satz für Tagesgeld 56 Prozent.

Der Privatdiskont wurde unverändert mit 3% Prozent fest­gesetzt. f

Am Devisenmarkt hält die Ruhepause für das englische Pfund an Man nannte London gegen Kabel mit 3,-28,65. Der Dollar war weiter recht fest.

Devisenki'rik. Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engl. Pfund 13,83 13,87, hoü. Gulden 169,43 169.77, Betga (Belgien) 58,52 58,64, itla. Lira 21,56 21)60, dän. Krone 71,93 72,07, norm. Krone 70.48 70,62. franz. Fragten 16,525 16,565, tftWi. Krone 12,465 12,485, schweiz. Franken 81,15 81,31, JpM. Peseta 34,53 34,59, schweb Krone 72,23 72,37, »sterr. Schilling 51,95 52,05.

Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Pryduktenbörse vom Montag war die Stim­mung wesentlich ruhiger als am Sonnabend Weizen wurde am Promptmarkt um 1 M höher notiert. Promoter Roggen stieg ums M. Am Markt der Zeitgeschäfte lauen die Schlußnotierun­gen, beide Brotgetreidearten um je K M. niedriger. Der Mehl- marfi war wieder sehr ruhig.

Nstternngen vom 31. Oktober 1932.

Für 1000 Kg.: Weizen, mirs 192194

Roggen, mH 156168 Braugerste 17H186 Futter- ent ^rtb«dtrtt-<B**1>' 162169

Roggenmehl Weizenklei» Roggrnklei» Viktoria-Erbsen Kl. Speiseerbsen Flittererbsen

19,8023.10 9,009,40 8,258 60 222 P 2023 14- 16

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