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Die Brotprobe

Die Prüfungskommission auf der Londoner Bäckerausstellung bei der Feststellung des besten Brotes (Sennecke,)

Die Besonnenste war Iillas Mutter.

„Zilla und Anna, richtet gleich Peters Kammer. Fritz, du weckst die beiden Gesellen, dann holt den Hans!" So klangen ihre energischen Befehle, denen alles Folge leistete. Zilla frei­lich mit schlotternden Knien und halb im Traume.

Der alte Müller zündete eine Laterne an, dann begaben sich die Männer zur Straßenkreuzung hinüber, wo sie den Hans noch bewußtlos in seinem Blute förmlich schwimmend fanden. Behutsam trugen sie ihn dann ins Haus und betteten ihn in die Kammer des ältesten Sohnes, der nicht zu Hause war.

Gasmasken beim Hutmacher

Ein Mahnstein für den Anschluß

In Linz an der Donau wurde ein alter Wachtturm, der von der Deutschen Burschen- schaft umgebaut worden ist, zu einem Denkmal für den Anschlußgedanken umgewandelt.

Er trägt die Inschrift „Ein Bolk, ein Reich/' (Scherl,)

In einem Schaufenster eines Leipziger Hutgefchäftes gibt es neben den Hüten auch Gasmasken zu kaufen. (A.P.)

Während Frau Müller und ihre Töchter — Zilla freilich mit Aufbietung ihrer letz­ten Kraft — den Bewußtlosen auszogen und dabei die schwere Wunde in der Rück­seite fanden, rannte Fritz zum Vorsteher, um die Sache zu melden und ihn zu bitten, daß er nach Oberweiler um den Doktor schicke.

Kaspar Streitwieser ließ auch sofort ein­spannen, und wenig später fuhr der Wagen zum Dorfe hinaus. Der Vorsteher selber aber ging mit Fritz zu Müllers. Als der erfahrene Mann die Wunde sah, da sprach er gleich: „Hans ist gestochen worden, ganz sicher liegt ein Racheakt vor."

Nach ungefähr dreiviertel Stunden kam der Wagen zurück und brächte nicht nur den Arzt, sondern auch den Gendarmeriewacht­meister mit, da Burgneuhofen keinen ei­genen Posten hatte.

Nach kurzer Untersuchung bestätigte der Arzt des Vorstehers Urteil. Hans Glöckner hatte einen Messerstich erhalten, der die Lunge verletzt hatte.

„Der Mann", meinte der Arzt, „hat be­reits sehr viel Blut verloren, hat aber, wie ich sehe, eine Riesennatur. Ich werde ihn schon durchbringen, aber an eine Über­führung ist vorderhand nicht zu denken."

„Dös ist das wenigst', Herr Doktor",

sprach Frau Müller, „wir brauchen die Kammer nit, da kann der Hans gut bleiben, wir werden ihn schon wieder gesund pflegen."

„Um so besser, Frau Müller, dann ist er in bester Hut."

Nachdem der Arzt dem Schwerverletzten einen sorgfältigen Verband angelegt und Zilla und ihrer Mutter noch einige Weisungen gegeben hatte, erklärte er, daß er morgen wieder­kommen werde, und fuhr dann wieder davon.

Der Vorsteher aber hatte inzwischen mit dem Wachtmeister eine längere Besprechung gehabt, in deren Verlaufe er dem Beamten von seinem Verdachte Mitteilung machte, worauf sich dieser sofort an die Arbeit machte.

Diesesmal traf es Zilla, Mutter Glöckner die furchtbare Botschaft zu überbringen. Gleich nachdem der Doktor, ge­gangen war, eilte sie mit ihrem Bruder vors Dorf hinaus.

(Schluß folgt.)

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