Aus der Heimat.
* Sechste Baugeldzuteilung der Oeffentlich n Bausparkasse. Die sechste Baugeldzuteilung der Oeffent- lichen Bausparkaffe (Abteilung der Landeskreditkasse) in Kassel findet am Freitag, den 18 November 1932r vormittags 10 Uhr, in Kassel, im Sitzungssaal der Landeskreditkasse Kassel, statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. August (für Tarif 18 spätestens am 1. Juli) 1932 begonnen hat und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. Alle Oeffentlichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende August 1932 insgesamt 48 390 Verträge über 252.8 Millionen Reichsmark abgeschlossen. Davon wurden bisher 5 972 Verträge mit einer Gesamtvertragisumme von 37,8 Millionen Reichsmark zugeteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bausparkassen in dieser kapitalarmen Zeit damit bisher dem Bau- und Hypotheken- markt zugeführt haben.
Hersfeld. Die Kunstausstellung im Kursaal wird morgen Sonntag abend geschloffen. Allen Kunstliebhabern, welche die Ausstellung noch nicht besuchten, kann ein Besuch derselben nochmals empfohlen werden.
Hersfeld. In der vergangenen Nacht wurde in der hiesigen Molkerei einen Einbruch verübt. Der Täter gelangte durch Einschlägen einer Fensterscheibe in die Räume und entwendete dort für etwa 10 Mark Käse und Quark. Geld wurde nicht vorgefunden.
Kassel. Infolge des gestrigen starken SturmeS stürzte am Nachmittag auf dem Fasanenhofgelände ein einstöckiger Neubau ein. Von den zehn Maurern und Arbeitern, die auf dem Neubau beschäftigt waren, wurden zwei mit leichteren inneren Verletzungen dem Landeskrankenhaus zugeführt, während die übrigen mit bem Schrecken davonkamen. — Beim Zusammenstoß zweier Radfahrer erlitt der eine eine schwere Gehirnerschütterung.
Kassel. Der Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau hat die in Kassel erscheinende Tageszeitung „Kasseler Volksblatt" wegen Vergehens gegen die Verordnung des Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juni 1932 für die Zeit vom 15. d. M. bis einschl. 18. d. M. verboten.
Wölferbütt (Rhön). Nach einem Scheunenbrand in Wölferbütt auf dem Anwesen des Gemeindekassierers Erbe erlitt die Bachaer Feuerwehr mit ihrer Motorspritze einen schweren Unfall. Die Motorspritze fuhr infolge eines Achsenfederbruchs gegen einen Baum, wobei zwei Feuerwehrleute schwer verletzt wurden. Sie wurden ms Vachaer Krankenhaus gebracht.
Geisa (Rhön). Als der 24jährige Sohn des MühlenbesitzerS Alexander Kircher den unbeleuchteten Pferdestall betrat, wurde er durch den Hufschlag eines karambolierenden Pferdes im Gesicht und an der Brust schwer verletzt.
Hanau. Mit einem schw ren Motorradunfall hatte sich daS Schöffengericht in Hanau zu befassen. Der
Gemüsehändler Lorenz Bolz aus Frankfurt a. Nt. befand
sich am 1. Juli d. J8. auf dem Heimweg von einem
Ausflug mit einem Motorrad. Bet Dörnigheim suchte er in der bekannten und gefährlichen fünften Kurve einen anderen Motorradfahrer zu überholen, streifte diesen und kam dadurch mit seinem Motorrad ins Schleudern. Seine auf dem Soziussitz mitfahrende Ehefrau wurde zu Boden geschleudert und erlitt dabei einen doppelten Schädelbruch, an dessen Folgen sie starb. Das Schöffengericht verurteilte den Ehemann wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 100 Mark.
Hauau. In die Wohnung des Besitzers einer hiesigen Gastwirtschaft drangen in den Abendstunden, als die Wirtsleute noch beruflich tätig waren, unter Anwendung von Nachschlüsseln Diebe ein, erbrachen Behälter und entwendeten eine schwergoldene Herremchr mit Panzerkette, ein Blillanlkollier mit drei großen Brillanten, eine Damenbrillantnadel mit einem großen Brillant, ein mit Perlen eingefaßtes Kollier und weitere Schmucksachen und Gebrauchsgegenstände. In der gleichen Nacht sind durch Einbruch aus der Wohnung eines Kaufmanns ebenfalls Schmuckwaren entwendet worden.
Zur Kunstausstellung im Kursaal.
Die z Z. stattfindende Ausstellung der drei Hersfelder Künstler ist hier bereits besprochen worden. Indessen nähert sie sich ihrem Ende, und wenn kurz vor Toresschluß eine Bilanz gezogen werden soll, so ist eS einmal die, daß der Besuch ein überraschend guter war und dann, daß Bilder gekauft wurden.
In der Stadt kursiert das Gerücht, diese Ausstellung sei »ine impressionistische. Kein Gerücht ist falscher. Es ist unmöglich, alle 3 Künstler in die Kalhegorie „Impressionismus" einzureihen. Impressionist ist eigentlich nur Falk. Nicht allerdings im Sinne Paul Signars und seines Pointillismus, d ffen Wirkung nur in einem Bild angestrebt wird, weniger auch im Sinne MonetS, wohl aber ist Falk stark von Liebermann beeinflußt. Auch er malt grundsätzlich flächenhaft. Indem alle seine Bilder einen bestimmten Ton ausatmen, ein Blau, das einmal greller, dann wieder matter erscheint, treten die Konturen und mit ihnen die Plastik stark zurück. Die Grenzen, die als Konturen die Bilder durchfurchen, werden übersprungen und es beginnt ein VerbrüderungS- fest all der Flächen, die nicht mehr aneinanderstoßen, sondern ineinanderflließen, ein Verbrüderungsfest, über dem als Symbol und Fahne das Falksche Blau weht. Interessant, wie ein so in die Tief gemaltes Bild, wie der „Alte Schwälmer" sich bem nicht entziehen kann.
Während Falls Bilder von einer bestimmten Eigenart des Künstlers sprechen, läßt sich das von denen Kunhenn- nicht sagen. Er gehört keiner Schule an, bedeutet hier, daß er sich zu dem ihm gemäßen Stil noch nicht durch-
Krankfurt a. M. Im Laufe der Ermittlungen über den Raubmord an dem Brotkutscher hat sich eine Zeugin gemeldet, die die Mordtat auf der Uferstraße beobachtet und den Täter genau gesehen hat. Die Zeugin wurde Förster gegenübergestellt und hat ihn einwandfrei als Täter erkannt. Die Polizei hat noch zwei weitere Leute in Haft genommen. Diese beiden wollten als Alibizeugen für Förster auftreten, die Polizei hat sie aber vorsichtshalber festgehalten. Die Zeugin hat in Adam Jäger den zweiten Täter erkannt. Weiterhin sind der Hau-bursche Adolf Beller auS Offenbach und die Ehefrau Margarete Möllinger in Haft genommen worden. Die Möllinger hat die mit Blut bespritzte Mütze des Försters verbrannt.
Mord auf der LanWratze
Braunschweig, 15. Oktober. Auf der Landstraße zwischen den beiden Ortschaften Cremmlingen und Ober-Sickte ist abends der 25jährige Handlungsgehilfe Wilhelm Kamps aus Salzwedel erschossen aufgefunden worden. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, daß Kämpe in einem Kleinauto, das das polizeiliche Kennzeichen B 8280 führte, von mehreren Personen durch fünf Pistolenschüsse getötet und dann aus dem Auto gestoßen worden ist. Der furchtbaren Bluktat muß ein erbitterter Kampf vorangegangen sein.
Die Autonummer war zweifellos gefälscht. Wie weiter verlautet, war Kämpe früher SS.-Mann, hat sich aber dann aus Salzwedel entfernt und kam nicht mehr zurück. Kämpe soll an den braunschweigischen Bombenanschlägen beteiligt gewesen sein, und es soll auch Haftbefehl gegen ihn Vorgelegen haben.
Seeräuber kapern englischen Dampfer
Hongkong, 15. Oktober. Chinesische Seeräuber über, wältigten nachts die Offiziere des britischen Dampfers „Helikon" (2232 Tonnen) aus Hongkong und führten das Schiff nach der Hongkong-Bucht, die unweit des bekannten Seeräuberstützpunktes Biasbuchk liegt. Dort plünderten sie das Fahrzeug aus. Weitere Einzelheiten fehlen, doch wird angenommen, daß sich die Seeräuber, wie in solchen Fällen üblich, als Passagiere an Bord begeben und im geeigneten Augenblick das Schiff in ihre Gewalt gebracht haben. Dies ist der erste Fall von Seeräuberei in diesem Jahre.
Die Piraten haben das Schiff „Helikon" nach 45 Stunden freigegeben. Sie übermalten die Schornsteine, um die Nationalität des Dampfers zu verbergen und bedrohten die Offiziere mit dem Tode, als sich ein Schiff näherte, das sie für ein Kriegsschiff hielten. Zwei chinesische Passagiere ver- tibten aus Furcht vor grausamer Behandlung Selbstmord, indem sie ins Meer sprangen. Fünf Passagiere wurden von den Piraten als Geiseln mitgenommen. Als zwei englische Zerstörer erschienen, hatten sich die Piraten bereits in Sicherheit gebracht.
Aus dem Gerichtssaal
368 000 Mark mterschlasrn
.MiiaaMiaiVV'^ ^r™-. ""» Prsduktio-Genossen- schaft Rheydt wurden vor einiger Zeit größere Unterschlagungen festgestellt, die der frühere Buchhalter Gerhard Fleischer begangen hatte. Die Ermittlungen ergaben, daß er im Verlaufe von sieben Jahren insgesamt 368 000 Mark veruntreut hatte. Von diesen Geldern hatte er etwa 120 000 Mark zur Einrichtung und zum Betriebe einer Kleiderfabrik verwendet, weitere 50 000 Mark zum Kauf eines Hauses und 25 000 Mark für die Einrichtung des Hauses. Mit dem Rest hatte er ein gutes Leben geführt. Die Unterschlagungen vertuschte er, indem er bei der Zusammenzählung der Gelder, die von den Außenstellen einkamen, absichtlich Rechenfehler machte, die während der ganzen Zeit nicht entdeckt wurden. Erst als bei Leiter der Genossenschaft erfuhr, daß Fleischer von der Steuerbehörde in eine Geldstrafe und eine Nachsteuer genommen worden war, erfolgte eine genaue Nachprüfung der Buchführung, bei der dann die Verfehlungen aufgedeckt wurden. Ein Teil der Gelder konnte noch in Sicherheit gebracht werden, indem man Arreste auf das Haus erwirkte und eine Sicherheit bei der Kleiderfabrik ein
tragen ließ, die daraufhin freiwillig in Konkurs geriet. Fleischer hatte sich nunmehr vor dem Gericht zu verantworten, das ihm wegen Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilte.
gerungen hat. Es gibt Ansätze, wie sie sich im „Wiesen- bach", zweifellos seinem besten Gemälde, finden. Aber dann steht man zwei so grundverschiedene Bilder wie „Karwendelgebirge" und „Atelierecke" zusammenhängen. Während letzteres geradezu als PräzisionSmalerei an- mutet, sind im ersteren alle Konturen verwischt und man sieht nichts weiter als ein beständiges Wogen und Jneinanderfließen. Da zweifelt man, daß es derselbe Maler sei, dem die Bilder entstammen.
Auch Vollmer ist nicht einer bestimmten Richtung zuzuzählen. Nur, daß dies nicht von seiner Schwäche, vielmehr von seiner Stärke zeugte, denn Vollmer ist eine viel zu eigenwillige künstlerische Persönlichkeit, alt daß er sich ohne weiteres einreihen ließ. Er malt, wie er ist: temperamentvoll. Im Gegensatz zu Falk betont er die Linie und damit die Plastik. Während Falks Zeichnungen ss zart anmuten, meißelt Vollmer geradezu die Züge seiner Köpfe heraus. DaS findet sich in den Gemälden wieder. Dazu tritt ein sicherer Instinkt
für Lichtwirkung Blendend in dem Sinne „Kleins- höhe". Zu vermerken seine französischen Studien Und zu loben als das schönste Bild der ganzen Ausstellung sein „Blick auf Goßmannsrode". Vorn goldgelbe Stoppelfelder, auf denen sich vereinzelt noch Garben aufschichten. AuS dem Hintergrund leuchtet das Grün der Wälder und Abhänge. Während sich dazwischen daS Rot und Weiß der Dorfhäuser drängt. Das Bild ist von einer Anmut und zugleich Leuchtkraft, daß eS uns immer wieder fesselt. Danken wir Vollmer für die- Bild und den Künstlern für diesen mutigen Ver
such einer Kunstaurstellung in Hersfeld.
Allerlei Neuigkeiten
Flugzeugabsturz. Ein Ausbildungsflugzeug der Deut schen Verkehrsfliegerschule Warnemünde stürzte nachmittag! nach dem Start auf dem Landflughafen Kiel-Holtenau am einer Kurve ab und wurde völlig zertrümmert. Der Führe! wurde mit schweren Verletzungen in die Klinik eingeliefert
Großfeuer im Dorf. Durch ein Großfeuer wurden in bei Nacht in der mecklenburgischen Ortschaft Picher insgesam acht Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit großen Erntevorrä ten sowie zahlreichen landwirtschaftlichen Maschinen ein Raub der Flammen. Die Entstehungsursache ist noch un bekannt.
Fünf Arbeiter durch Kohlenoxydgas vergiftet. Bei bei Armaturenfabrik Polte in Magdeburg ereignete sich ei» schwerer Betriebsunfall. In einem über dem Gießereiofe» gelegenen Baderaum hatten sich Kohlenoxydgase entwickelt durch die fünf Arbeiter Vergiftungen erlitten. Die Serum glückten wurden dem Krankenhaus zugeführt.
Herbert Eulenberg schwer verunglückt. Der in Kaisers werth lebende rheinische Dichter Herbert Eulenberg würd« abends auf der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf vor einem Kraftwagen angefahren-und zu Boden geschleudert Er erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde zur Golz- heimer Klinik geschafft. Sein Zustand soll ernst sein, Lebens- gefahr soll aber nicht bestehen.
Das Großfeuer in Ulm gelöscht. Das Großfeuer in bei Pflugfabrik Eberhardt konnte von der Feuerwehr bis 11.3t Uhr nachts niedergekämpft werden. Sämtliche Lagerschupper sind ein Opfer der Flammen geworden, während die Bürogebäude und die Wagnerei, die hart an die Schuppen gren zen, unversehrt blieben. Als Ursache des Feuers wird Brand stiftung angenommen. Die vernichteten Werte sind außerordentlich groß, doch läßt sich im Augenblick noch keine genaue Schätzung abgeben.
Malaria auf Jstrien. An der Westküste der Halbinse Istrien ist eine Malariaepidemie ausgebrochen. Die Zah der bisher Erkrankten wird mit über 1000 angegeben. Dar plötzliche Auftreten der Malaria in diesem Gebiet, das sei Jahrzehnten seuchenfrei gewesen sein soll, wird darauf zurückgeführt, daß man die im Jahre 1929 begonnenen Meliorationsarbeiten am Unterlauf des Quieto aus Mangel ar Mitteln hat einstellen müssen. Diese Unterbrechung hat zm Folge gehabt, daß sich das Flußgebiet des Quieto in einer einzigen großen Sumpf verwandelte, der naturgemäß füi die Ausbreitung der Malaria günstige Vorbedingung«» abgibt.
Bericht von Gronaus. In einem längeren Telegramn aus Rangoon teilt Wolfgang von Gronau jetzt Näherer über seine Zwischenlandung mit. Das Schleppmanöver habt trotz des hohen Seeganges ausgezeichnet geklappt, da bei Grönlandwal ganz vorzüglich im Kielwasser der „Karagola" folgte. Die Besatzung des Flugzeuges war bis auf einen Mann von dem Dampfer aufgenommen worden, um der Wal zu entlasten. Kurz vor Mitternacht wurde Rangoon erreicht, wo von Gronau vor der Hafeneinfahrt Anker warf um sich am anderen Tage von einem Schlepper einholen zu lasten.
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An der Berliner Effektenbörse vom Freitag hielten die Anlagekäufe des Publikums am Rentenmarkt und am Aktienmarkt weiter an. Das Kursniveau war im großen und ganzen gut gehalten. Die Banken melden übereinstimmend einen gegenüber den stillen Tagen der Vorwoche verdoppelten Ordereingang. Oberkoks stiegen um 1A Prozent, Harpener um 1 Prozent. Auch die übrigen Montanwerke gewannen durchschnittlich A Prozent. Von Elektro- werten wurden Berliner Kraft und Licht bei kaum veränderten Kursen wieder reger umgesetzt. Kaliwerte waren uneinheitlich. I. G. Farben lagen bis zu % Prozent niedriger. Reichsbank gaben bis zu 1 Prozent nach. Schiffahrtsaktien waren etwas freundlicher.
Am Geldmarkt machte sich die Nähe des Medio etwas bemerkbar. Die Sätze für Tagesgeld wurden mit 4,25 und 4,37 Prozent und darüber genannt.
Am Privatdiskontmarkt blieben die Notierungen unverändert 3,87 Prozent.
Am Devisenmarkt lag der Dollar weiter recht fest, Kabel gegen Amsterdam wurde mit 2,4895 gegen Paris mit 22,5125 und gegen Amsterdam mit 5,1838 gehandelt. London gegen Kabel notierte 3,4425
Devisenkurse. Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engl. Pfund 14,485 14,525, Holl. Gulden 169,33 169,67, Belga (Belgien) 58,44 58,56, ital. Lira 21,55 21.59, dän. Krone 75,12 75,27, norm. Krone 72,88’ 73,02, franz. Franken 16,505 16,545, tschech. Krone 12,465 12,485, schweiz. Franken 81,19 81,35, span. Peseta 34,47 34,53, schwed. Krone 74,43 74,57, österr. Schilling 51,95 52,05.
Berliner Produktenbörse.
Das Angebot an Weizen ist an der Berliner Produktenbörse vom Freitag wieder etwas größer geworden. Die Mühlen waren jedoch bestrebt, zu etwas niedrigeren Preisen zu kaufen. Prompter Weizen sank um % Mark. Am Markt der Zeitgeschäfte wurden die Notierungen ebenfalls um den gleichen Betrag herabgesetzt. Prompter Roggen blieb unverändert. Am Markt der Zeitgeschäfte • ■ —" " ' --------unverändert.
waren die Abschwächungen
Hafer stetig.
Notierungen
Für 1000 Weizen, mark. Roggen, mark. Braugerste Futtergerste Hafer, mark., neue Ernt«
unwesentlich. Mehl
nur
14. Oktober 1932:
vom
z.:
Weizenkleie
9,40—9,75
199—201
Noggenkleie
8,40—8,80
156—158
Viktoriaerbsen
22,00—26,00
175—185
Kl. Speiseerbsen
20,00—>23,00
167—174
Futtererbsen Ackerbohnen
14,00—17,00
134—139
Wicken
17,00—20.00
Die Wetteraussichten
An der Südseite deS im Nordseegebiet liegenden Tiefdruckwirbels hatte sich am Freitag ein kräftiger Teilwirbel entwickelt, der unter stürmischen Winden und kräftigen Regenfällen rasch ostwärts über den Kontinent wandert. An seiner Rückseite bringt kältere Luft nach und wird auch bei uns unter Luftdruckanstieg am Samstag wieder zeitweilige Aufheiterung bedingen. Die Witterung bleibt jedoch dabei noch unbeständig und zu Schauern geneigt, auch ist die Entwicklung weiterer neuer Störungen wahrscheinlich.
WitterungsauSsichten für Sonntag: Bei nach Südwest zurückdrehenden Winden tagsüber wieder milder, i doch Unbeständigkeit und Regentätigkeit nach anfänglicher W. Möyl. 1 Beruhigung voraussichtlich wieder zunehmend.