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Fiasko des Sowjetregimes

Landwirtschaft und Industrie in Gefahr.

London, 25. September.

Ein Sonderkorrespondent derMorning Post", der Rußland seit langen Jahren mit fachmännischen Augen be­obachtet, schreibt

Die Beweise häufen sich, daß Rußland im kommen­den Winter von der schwersten Krisis seit der großen Hun­gersnot in den ersten Rachkriegszeilen bedroht werden wird. Richt nur steht der so laut ausposaunte Fünfsahresplan hart vor einem Zusammenbruch, sondern es droht auch der Rah- rungsmittelersatz in den Städten selbst hinter den unter den Auspizien des Sowjetregimes üblich gewordenen Hungerra­tionen zurückzubleiben.

Die Behörden haben sogar mit den Versuchen aufgehört, den katastrophenartigen Fehlschlag der Ernten zu ver­schleiern. Der Grund für diesen ist nicht in irgendwelchen natürlichen Ursachen zu suchen, sondern in den durch die Bolschewisierung der Landwirtschaft hervorgerufenen wirt­schaftlichen und psychologischen Verhältnissen. Die dem Kol­lektivismus unterworfene Bauernschaft produziert in ihrer Erbitterung über die Aneignung ihrer Besitzungen und Ar­beitskräfte durch den Staat absichtlich so wenig, wie sie nur kann, und entzieht sich der Ablieferung dieses wenigen aus alle Weise. Ein weit verbreitetes Plündern der Ernten hat eingesetzt, das weder durch Drohungen noch durch drakonische Strafen verhindert werden konnte. Die erste kürzlich erteilte Erlaubnis, einen Teil der Ernte auf privatem Wege abzu- setzen, hat die Ablieferungen nur unwesentlich angeregt. Auch die freien Bauern sind nicht bereitwilliger, ihre Produkte gegen die geringwertigen Waren zu tauschen, die ihnen zu exorbitanten Preisen angeboten werden. Die Ablieferungen bleiben daher weit hinter den für die Durchführung des Fünfjahresplanes notwendigen festgelegten Sätzen zurück. Die Behörden sehen sich demgemäß nicht nur in der Hoff­nung auf Ueberschüsse enttäuscht, mit denen sie Maschinen und andere Einfuhren bezahlen wollten, sie werden im Laufe der nächsten paar Monate sogar gezwungen sein, Nahrungs­mittel in ganz beträchtlichen Mengen einzuführen.

Die Sowjets haben jedoch bereits die künftige Produk­tion im voraus durch Verpfändung schwer belastet, um die früheren Einfuhren zu bezahlen. Da ihnen nun jetzt die vor­weg angenommenen Erzeugungen fehlen, werden sie nach dem Urteil kompetenter Fachleute nicht umhinkönnen, sich gegenüber so manchen Verpflichtungen für nicht zahlungs­fähig zu erklären.

Woher werden sie die notwendigen Kredite erlangen können, um nicht nur die fälligen Raten des Fünfjahres­planes zu finanzieren, sondern auch, um die Einfuhren zu bezahlen, mit denen sie Millionen und aber Millionen von Stadtbewohnern vor dem Verhungern bewahren müssen?

Das ist das Problem, welches den Machthabern in Mos­kau zurzeit akute Befürchtungen einflößt, und es ist bezeich­nend, daß man in den letzten Monaten seltener als sonst von ihren prahlerischen Vergleichen zwischen dem Prosperie- ren des Bolschewismus und dem angeblichen Zerfall der kapitalistischen Welt hört. Die Nöte enden nicht bei der Landwirtschaft. Die Qualität der Moskauer Jndustriepro- dukte hat sich im Verhältnis zu der Ausdehnung seiner in­folge des Planes beschleunigien, aoer nur nommeuen Pro­duktionsfähigkeit entschieden verschlechtert. So ist der Miß­erfolg der eigenen Produktion von Traktoren, die das Pferdematerial auf den Kollektivfarmen in großem Umfange ersetzt haben, ganz abgesehen von der Apathie der Bauern ein großes Item der Kümmernisse.

TendenMeil in Srinn gegenVolkssport" undStudenkenbund".

Berlin, 25. September.

Der Senat des Kreisstrafgerichtes Brünn fällte das Ur­teil gegen die leitenden Funktionäre der deutschen national­sozialistischen OrganisationenVolkssport" undStudenten­bund".

Die Angeklagten Haider, Lillig, und Wetzner erhielten je drei Jahre Gefängnis, Donnhäuser zwei Jahre Gefängnis, Pelermichel 18 Monate, Palliege 15 Monate und Schwab ein Jahr Staatsgefängnis. Außerdem erhielten alle Ange­klagten hohe Geldstrafen. Sie verlieren ferner die bürger­lichen Ehrenrechte.

Das Urteil wird überall als völlig ungerechtfertigt be­zeichnet werden. Die Angeklagten wurden schuldig erkannt, in den Jahren 1930 bis 1932 sich in Prag und an anderen Orten in Böhmen zumAnschlag gegen die Republik" (!) vereinigt zu haben. Die Hauptangeklagten werden schuldig erkannt, zu demselben Zweck mitfremden Faktoren un­mittelbar oder mittelbar in Verbindung getreten au sein."

Wteestlher KsMMimWeMMtz

Das Urteil des Reichsgerichts.

Leipzig, 25. September.

Vor dem 4. Strafsenat des Reichsgerichts hakten sich in zweitägiger Verhandlung der kommunistische Parteisekretär Schippa und elf Genossen aus Bitterfeld wegen Vorberei­tung zum Hochverrat und Vergehens gegen das Republik- schuhgeseh zu verantworten.

In der Nacht zum 22. Mai 1931 waren in Bitterfeld im Hinblick auf eine wegen der Kürzung der Fürsorgesätze ge­plante Erwerbslosendemanstration an den verschiedensten Stellen der Stadt zwei bebilderteZPlakate angeklebt worden, in denen die Polizeibeamten und Soldaten aufgefordert wur­den, sich mit den Erwerbslosen zu solidarisieren. Vier An­geklagte waren geständig, an der Klebeaktion teilgenommen zu haben, während die übrigen ihre Beteiligung abstritten.

Das Gericht verurteilte den Parteisekretär Schippa als Leiter der Klebeaktion zu einem Jahr neun Monaten Fe­stungshaft, den Ehemotechniker Schnurrn, der ihm bei der Einteilung der Klebekolonnen behilflich gewesen war, zu einem Jahr sechs Monaten Festung. Zwei Angeklagte er­hielten ein Jahr drei Monate und fünf ein Jähr Festung. Zwei Angeklagte wurden wegen Mangels an Beweisen frei- gesprochen. Sämtlichen Angeklagten wurde die Reberzeu- gungstäterschaft zugedilligt.

i Aus der Heimat.

46 500 Reichsversorgungsanwärter noch nicht einberufen Der Reichsinnenminister hat dem Reichstag eine Uebersich über die Unterbringung der Verforgungsanwärter zugeher lassen In der Zeit von 1923 bis 1931, also in den letzter neun Jahren, sind insgesamt etwa 109 500 Zivilversorgungs- scheine ausgestellt worden. Da in der gleichen Zeit nm ! 90 000 planmäßige Anstellungen erfolgten, hat sich die Zah ( der Ende 1922 vorhandenen noch nicht planmäßig als Be- l amte-Angestelltenversorgungsanwärter von 1923 bis 1931 um 19 500 erhöht. Am Schluß des Jahres 1931 warer 46 500 Zivilversorgungsberechtigte noch nicht in Beamten- stellen einberufen. Von den 46 500 Versorgungsanwärterr waren 16 als Angestellte im öffentlichen Dienst beschäftigt Ferner befanden sich unter den 46 500 noch nicht einberufe- nen Versorgungsanwärtern 24189 schwerbeschädigte Jnhabe, des Beamtenscheins, von denen sich 5689 noch nicht um Stel­lung beworben hatten, 8079 als Angestellte im öffentlicher Dienst und 10 412 noch nicht im öffentlichen Dienst befanden

Strafbarer Güterverkehr. Amtlich wird mitgeteilt: Unterbietungen des Reichskraftwagentarifes durch Unterneh­mer, die nicht einmal die nach der Notverordnung von 6. Oktober 1931 erforderliche Genehmigung besitzen, sind ir letzter Zeit mehrfach festgestellt worden. Der Betrieb vor Güterffenverkehr mit Kraftfahrzeugen ohne Genehmigung ifi strafrechtlich zu verfolgen (Paragraph 31 der Verordnung), - das Fahrzeug des Unternehmers kann eingezogen werden Daneben unterliegt die Unterbietung des Reichskraftwagen­tarifes nach Paragraph 24 der Verordnung der Verhängunc eines Strafgeldes durch die Verwaltungsbehörden.

Hersfeld. Der Polizeibericht der Land­jägerei des Kreises Hersfeld weist für August 1932 u. a. folgende Strafanzeigen auf: Körperverletzung 10, Falschgeld 1, Verkehr mit Fuhrwerken 4, Verkehr mit Fahrrädern 13, Verkehr mit Kraftfahrzeugen 4, Diebstahl 4, grober Unfug und ruhestörender Lärm 32, Baupolizei 8, Feld- und Forstpolizei 8, Gewerbe im Umherziehen 6, 50 Verwarnungen wurden erteilt, 4 Verkehrsunfälle kamen vor.

Hersfeld. Einen schönen Erfolg hat der Konditor­lehrling A. Kohl bei Konditormeister Richard Hunstein indem derselbe bei der z. Zt. in Kassel stattfindenden Lehrlingsarbeiten-Ausstellung mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Die zur Schau gestellten Arbeiten, zeugen ganz besonders von großer geschicklichen Handfertigkeiten, wie überhaupt das ganze vom süßen Handwerk vorzüglich durchdacht und fertig gestellt ist,

Kassel. In der Teichstraße stürzte ein 19jähriger Malergehilse, der in Höhe des dritten Stockwerkes mit dem Streichen der Fenster beschäftigt war, nach der Straße zu ab und fiel auf einen eisernen Kanaldeckel. Man fand den bedauernswerten jungen Mann mit doppelten Beinbrüchen und schweren inneren Verletzungen vor, außerdem trug er eine Verletzung des Unterkiefers davon. In bedenklichem Zustand lieferte ihn die Sanitätshauptwache in das Rote Kreuz ein. Im Wesertorviertel nahm ein junger Mann in der elterlichen gefährlichen Vergiftung tn das Landeskranrenhaus gebracht werden. Der Lebensmüde stand kurz vor der Hochzeit und hatte ein Zerwürfnis mit seiner Braut gehabt. Das nahm er sich so zu Herzen, daß er Hand an sich legte.

Bebra. Auf der Eisenbahnstrecke zwischen Ober­suhl Hönebach fand man den Landwirt Führer be­wußtlos in schwer verletztem Zustande auf. Führer hat anscheinend einen Selbstmordversuch unternommen. Da die erlittenen Schädelverletzungen schwerer Natur sind, erscheint sein Aufkommen zweifelhaft.

Kirchhain Sonnabend nachmittag zog ein schweres Gewitter über unsere Fluren. Dem hiesigen Landwirt Julius Römer, dessen Gespann sich auf dem Felde befand, wurden zwei Pferde vom Blitz erschlagen. Der Gespann­führer kam mit dem Schrecken davon.

Helsa. Freitag nachmittag wurden auf dem Steinbruch Billsteinkirchen 1700 RM. Lohngelder ge­raubt. Die Gelder, die sich in einer Kassette, die in einem Sack eingenäht war, befanden, wurden von Helsa mittels der Drahtseilbahn zur Auszahlung an die Ar­beitsstelle befördert. Als die Lore mit den Lohngeldern auf der Arbeitsstelle ankam, waren die Gelder ver­schwunden. Pilzsucher haben die Lohngeldräuber beo­bachtet. Die Ermit lungen sind bisher ergebnislos ver­laufen.

Eschwege, In Niederhone brannten Sonntag mittag sämtliche Wirtschaftsgebäude zweier Landwirte vollständig nieder. Mitverbrannt sind sämtliche Ge­treidevorräte, sowie die landwirtschaftlichen Maschinen. Zur Bekämpfung des Brandes mußte auch die Motor­spritze aus Eschwege eingesetzt werden. Die Entstehungs­ursache ist unbekannt. Der entstandene Schaden ist sehr bedeutend.

Marburg. Auf dem Marktplatz lief ein vier­jähriges Mädchen in einen dort vorüberfahrenden Last­kraftwagen hinein und geriet unter den Wagen, der wunderbarer Weise so über das Kind hinwegfuhr, daß es unverletzt blieb. Munter sprang das Kind wieder auf, rief aus vollem Herzen:Ich bin ja nicht tot!" und lief davon. {

Billertshausen (Kr. Alsfeld), Der Landwirt Karl Dietz zog sich eine kleine Wunde an der Häckselmaschine zu, die wenig beachtet wurde, Nach einigen Tagen traten heftige Schmerzen ein, so daß die Klinik ausge­sucht wurde. Hier starb der im besten Mannesalter stehende Landwirt nach zwei Tagen an Wundstarrkrampf. Also: Vorsicht bei kleinen Verletzungen!

Hungen (Oberhessen). Gin Landwirt hatte in einem Stalle ein Pferd und ein Rind nebeneinander stehen. Das Rind leckte das Pferd. Letzteres wollte aber von dieser Liebkosung nichts wissen, sondern biß dem Rind die Zunge ab. Das Rind mußte notge­schlachtet werden.

Frankfurt a. M. In einer Versammlug der Frankfurter Gastwirte wurde mitgeteilt daß bis jetzt von der Ernte 1931 hundert Millionen Liter Apfelwein rn Frankfurt die durstigen Kehlen passiert haben Wenn man bedenkt, daß die Zahl der Apfelweingeschworenen doch immerhin nur einen kleinen Pozentsatz der Frank­furter Bevölkerung ausmacht, so kann man sich ein Bild machen, welch gewaltiges Quantum des beliebten Stöffche" durchschnittlich auf den einzelnen Apfelwein- trinker fallen muß.

Sport vom Sonntag.

Hessen He sfeld Borussia Fulda 1:3 (1:8)

Das gestern ausgetragene Wettspiel zwischen Borussia Fulda nnd Hessen Hersfeld darf wohl als der interessanteste Kampf betrachtet werden, den die Hers- felder Fußballsaison bis jetzt aufzuweisen hatte. " Auf der einen Seite die als sehr spielstark bekannten Fötussen und aus der anderen die seit zwei Jahren auf ihrem Platz nicht besiegten Hersselder. Das Interesse an diesem Spiel zeigte sich am besten durch die Anzahl der Zuschauer, die man ruhig auf 2 bis 3000 schätzen kann. Die Fuldaer Mannschaft zeigte durchweg eine gute Kondition, mährend die Hessen körperlich bedeutend schwächer und auch einzelne von dem letzten Spiel noch arg mitgenommen waren. Der Wettkampf nahm einen Verlauf, wie man ihn eigentlich erwartet hatte. Daß es zu keiner allzuhohen Tordifferenz kam, ist wohl das Verdienst der Hersfelder Hintermannschaft und besonders des Torhüters, der in der zweiten Halbzeit eine Reihe von sehr gefährlichen Bällen mit außerordentlicher Sicher­heit meisterte.

Zu Anfang des Spieles zeigten sich beide Parteien stark nervös, und nur diesem Wirrwarr ist es zu ver­danken, daß es innerhalb der ersten beiden Minuten zu einem Torerfolg der beiden Seiten kam. Fulda überrennt die Hessenverteidigung und sendet den Ball zum ersten Tor ein, dem aber sofort das Ausgleichtor von Seiten der Hersfelder erfolgt. Als jedoch die Fötussen anfingen, sich auf dem Platz heimisch zu fühlen, da trat ihre Ueberlegenheit ganz deutlich hervor; die Hessen bewahrte nur ihr Kampfgeist von einer höheren Niederlage. In der ersten Halbzeit fielen dann noch zwei weitere Tore für Borussia, die von den Hessen trotz aller Anstrengungen nicht mehr aufgeholt werden konnten. Als nun noch einer der Hersfelder infolge einer bei einem früheren Spiel erlittenen Verletzung Statist spielen mußte und ein anderer vor Halbzeit hart angetreten wurde, war es mit der Siegeszuversicht der Hessen zu Ende. Sie versuchten nur noch das Ergebnis zu halten, was ihnen auch gelang. Gegen Ende des Kampfes kam noch eine etwas härtere Note in das Spiel, die aber von dem Schiedsrichter Hörner in ge­rechter Weise unterbunden wurde.

Der Fußball-Länderkampf Deutschland Schweden 'wmrWwmnn^HI^^ deutschen Mann, schaft. 45 000 Zuschauer wurden im Nürnberger Stadion Zeuge eines spannenden Kampfes, bei dem eine leichte Ueberlegenheit der Deutschen unverkennbar war. Der Held des Tages war Kobierski, der nach Schluß des Spieles von den begeisterten Zuschauern auf den Schultern vom Platz getragen wurde.

Das Fußball-Städtespiel München Berlin, das in München zum Austrag kam, endete mit dem 5:3»(2$3)* Siege der Münchener .

Die Weltmeisterschaft der Tennislehrer wurde am Sonntag auf den Rot-Weiß-Plätzen abgeschlossen. Im Einzel brächte der Franzose Plaa durch einen glatten Sieg über den Engländer Burke den ersten Weltmeistertitel an sich. Die Weltmeisterschaft im Herren-Doppel gewann die tschechisch-englische Kombination Kozelu-Burke, die die Franzosen Plaa-Ramillon besiegte.

Zwei deutsche Leichtathletik-Siege gab es in Paris beim inkdrnationalen Sportfest des Racing-Club de France. Der Berliner Vogt gewann das 400-Meter- Laufen tn 49,8 Sekunden vor dem farbigen Franzosen Jackson, während Welscher, Frankfurt, im 110-Meter- Hürden-Laufen mit 15,8 Sek. Sieger blieb.

Die österreichische Marathon-Meisterschaft gewann der Titelverteidiger Tuscheck (WAC.) in der neuen Rekordzeit von 2:40:36. Der Münchener Zeilnhofer belegte einen guten zweiten Platz.

Den Preis der Winterfavoriten, der den Mittelpunkt des letzten Kölner Renntages bildete, gewannIanitor" unter O. Schmidt vorAlchemist"..

Die Berufsboxkömpfe in Prag brachten dem Veranstalter mit 4000 Zuschauern wieder ein ausverkauftes Haus. Im Hauptkamps des Abends zwnng Franta Nekolny, der tschechischeWirbelwind", den Belgier Leon Steyart in der dritten Runde zur Aufgabe. Jules Steyart und der Präger Novotny trennten sich unentschieden und im dritten internationalen Kampf erhielt der junge Berufsboxer Jaks einen unverdienten Punktsieg über den Dresdner Richter zu­gesprochen.

Max Schmeling wurde vom obersten New Porter Gericht zu einer Geldstrafe von 250 Dollar verurteilt, weil er Anfang August zu einem Termin in der Angelegenheit Carnera nicht erschienen war. Die Strafe wird aber dem deutschen Exweltmeister erlassen, wenn er am Mittwoch zu einem neuen Termin erscheint.

Die Wetterausfichten.

Der am Samstag Vormittag noch über Nordfrank^ reich liegende kleine, aber kräftige Sturmwirbel zog in Her Nacht zum Sonntag über unseren Bezirk hinweg und brächte uns unter vielfach gewittrigen Niederschlägen und stürmisch auffrischendon westlichen Winden Abkühlung. Im Bereiche kräftigen Luftdruckonstiegs hat sich danach rasch Aufheiterung eingestellt. Die Ausläufer des bei England liegenden Tiefdruckwirbels werden jedoch bald Einfluß auf unser Wetter gewinnen, doch dürfte sich die Niederschlagstätigkeit infolge des Fehlens größerer Temperaturgegensätze in mäßigeren Grenzen halten.

Witterungsaussichten für Dienstag: Noch Fort­dauer der unbeständigen Westwindwitterung.