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Aus der Heimat.

* Winterobst nicht zu früh ernten! Das Sommerobst muß vier bis fünf Tage vor seiner Reife gepflückt werden, da es sonst trocken wird. Es reift in einem kühlen Raum schnell nach. Winterobst dagegen darf man nicht zu früh ernten, da es sonst, statt nach- zureifen, welk und schrumpflich wird Es wurde beobachtet, daß es am besten ist, sämtliche Birnen, ausgenommen einige späte Arten, in den ersten Oktobertagen zu brechen, während man späte Herbstäpfel auch im Anfang Oktober ernten soll, ist die Ernte der Winteräpfel nach dem 10. Oktober erst fällig.

Hersfeld. In der 9iad)t von Donnerstag auf Freitag wurde im K u r s a a l sowie in einigen Garten­häusern am Wendeberg ein Einbruch v e r- ü b t Hierbei wurden die in den Gartenhäusern be­findlichen Gegenstände zum Teil vollständig demoliert, ebenso eine Anzahl Fensterscheiben zertrümmert. In der vergangenen Nacht statteten Diebe verschiedenen Villen am Kurpack einen Besuch ab. Den Tätern fielen Lebensmittel sowie ein Fahrrad in die Hände. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Hoffent­lich gelingt es bald die Täter festzustellen.

Niederaula, (Auflösung des Amtsgerichts). Am l. Oktober d. Js. hört das Amtsgericht Niederaula auf zu bestehen. Die Gemeinden werden aus die Amtsgerichte Hersfeld und Oberaula in folgender Weise verteilt: Zum Amtsgericht Hersfeld treten: Gers­hausen, Goßmannsrode, Reimboldshausm, Kirchheim, Niederaula, Asbach, Beiershausen, Hattenbach, Holz­heim, Kerspenhausen, Kleba, Kruspis, Mengshausen, Niederjossu, Reckerode, Solms und Stärklos. Zum Amtsgericht O b e r a u l a treten : Allendorf, Gersdorf, Heddersdorf, Willingshain, Frielingen, Kemmerode, Rotterterode.

Heimboldshausen Ein gefährlicher Falschmünzer trieb in der Gegend von Ausbach sein Unwesen. Ein­wohner von Ausbach tarnen dem Burschen plötzlich auf die Spur, und durch die gemeinsame Fahndungsaktion der benachrichtigten Landjägereistationen Friedewald, Heimboldshausen und Schenklengsfeld konnte er dingfest gemacht und in das Gefängnis nach Hersfeld gebracht werden. Der Schwindler hatte in verschiedenen Ge­schäften in Ausbach falsche Fünfmarkstücke wechseln lassen. Der sofort alarmierte Landjäger in Heimboldshausen stellte den Falschmünzer. Dieser riß jedoch wieder aus, die Verfolger setzten ihm nach Plötzlich gab der Flüchtling aus einer Pistole mehrere Schüsse auf seine Verfolger ab, die glücklicherweise fehlgingen. Erst nach aufregender Jagd konnte er in Schenksolz endlich überwältigt und verhaftet weroen. Er wurde sofort in das Hersfelder Gefängnis überführt, wo er sich als der 25jährige Franz Pielsticker aus Köln entpuppte, der seine Falschmünzer­werkstatt, in der man die Einrichtung sowie eine große Anzahl falscher Zwei- und Fünfmarkstücke beschlagnahmte, in Salzungen besaß.

Bebra. Donnerstag abend gegen 9 Uhr wurde der Rangiermeister Pfau aus Lispenhausen auf dem hiesigen Bahnhof von einer Ragierlokomotive mitge­schleift. Die Kleider wurden ihm buchstäblich vom Leibe gerissen; ferner erlitt er schwere Verletzungen daß er Donnerstag abend noch in das Hersfelder Landkranken­haus überführt werden mußte.

Rotenburg (Fulda). Eine 23jährige Hamburgerin, von Beruf Eintänzerin, stü z^e abends gegen 21 Uhr aus dem D-Zug Sie wollte zur Toilette gehen, versah sich aber in der Tür und fiel auf den Bahnkörper. Dort blieb sie die Nacht über bewußtlos liegen, erholte sich aber wieder und meldete sich beim Bahnwärter des Blockes 28 bei Rotenburg. Wie durch ein Wunder war sie fast unverletzt geblieben.

Hofgei mar. Vor dem Hofgeismarer Amtsgericht rourbe gegen den Gefreiten F. von der 5. Eskadron Reiter Regt. 16 (Hofgeismar) wegen Kameradendieb­stahl verhandelt. Der Angeklagte nahm an dem Tage, an dem das Schützenfest stattfand, die Geldbörse eines Kameraden mit 12 M. Inhalt vom Tisch und beglich mit einem Teil des Geldes seine Schulden in der Kantine. Der Amtsanwalt brächte in der Anklagerede zum Ausdruck, daß die enge Verbundenheit der Soldaten untereinander auf die Treue und Ehrlichkeit der einzelnen Kameraden gestützt sei und dieses Vertrauen nicht miß­braucht werden dürfte. Die Heeresamtsanwaltschaft dränge darauf, daß derartige Leute aus der Reichswehr entfernt werden Das Urteil lautete auf 14 Tage strengen Arrest und Entlassung aus dem Heeresdienst. Die Dienstentlassung habe zu erfolgen, dan.it die Reichswehr von Elementen, die das Eigentum des andern md)t achteten, gesäubert werden müsse.

Frankfurt a. M Am Donnerstag abend veran- staUeten mehrere hundert Kommunisten in der Frank­furter Altstadt eine Kundgebung und durchzogen die Straßen in geschlossenem Zug auf der Fahrbahir. Ein Schupobeamter, der die Menge zum Auseinandergehen aufforderte, wurde zu Boden geworfen und schwer miß­handelt. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Kommunisten wurden verhaftet. Das Uebersallkommando konnte die Ruhe bald wieder herstellen.

Elleringhansen (Waldeck). Beim Pflügen geriet der 43jährige ledige Landwirt Jäger von hier unter den Trekker, der infolge Nachgebens des Bodens um» gestürzt war und den Führer unter sich begrub. Das Hinterrad des Trekkers ging dem Landwirt über den Brustkorb. An den erlittenen Verletzungen ist dann der beliebte Mann gestorben.

Höxter. Am letzten Tage des im hiesigen Bezirk stattfindenden großen Manövers des Reiterregiments 15 (Paderborn) ereignete sich ein schwerer Verkehrsun- fall. Eine Abteilung des 15. Reiter-Regiments unter Führung eines Offiziers verirrte sich in der 9iad)t vom

Dienstag auf Mittwoch wahrscheinlich im unbekannten Gelände und stürzte bei Thielensen (Kr. Höxter) mit ihren Pferden über eine hohe Wand in einen tiefen Steinbruch hinab. Ungefähr zur gleichen Zeit schnitt sich in der Nähe von Borgentreich beim Fällen von Bäumen während des Manövers ein Soldat ein Bein an einer Motorbandsäge glatt ab. Diese Fälle sind um so bedauerlicher, da sie sich kurz vor Abschluß des Manövers ereigneten.

Hess. Lichtenau. Ein aufregender Vorfall spielte sich am Feuerteich ab. Das zweijährige Söhnchen des Klempnermeisters K. von hier spielte am User des Teiches, als es plötzlich kopfüber ins Wasser fiel. Der Großvater des Kleinen, der in der Nähe weilte, sprang sofort dem bereits untergehenden Kleinen nach und brächte ihn mit großer Mühe wieder ans Ufer. Ein gleicher Vorfall hatte sich am Tage vorher ebenfalls am Feuerteich abgespielt. Hier handelte es sich um das ebenfalls zweijährige Söhnchen des Arbeitslosen H., der in einem ausgemusterten Eisenbahnwagen direkt am Feuerteich wohnt. Auch hier konnte durch raschen Entschluß ein junges Menschenleben dem Tode ent­rissen werden.

Paderborn. Das hiesige Schwurgericht verhandelt feit Dienstag gegen den Vie Händler Kurt Meyer, der unter der Anklage der vorsätzlichen Tötung, der Bei­hilfe zur Abtreibung und der Beseitigung eines Leich­nams steht. Der Anklage liegt die mutmaßliche Er­mordung der bei dem Vater des Angeklagten beschäftigt gewesenen Hausangestellten Martha Caspar im März des Jahres zugrunde, der man durch den Fund blutiger Fleischstücke eines menschlichen Körpers in der Umgebung von Paderborn auf die Spur kam. Bei seiner Ver­nehmung gab Kurt Meyer zu, daß er zu der Caspar intime Beziehungen unterhalten hatte. Um die Folgen zu beseitigen, will er auf ausdrücklichen Wunsch des Mädchens einen Eingriff vorgenommen haben. Dabst sei das Mädchen gestorben. Den Leichnam habe er auf dem Heuboden versteckt. Erst als die Nachforschungen nach der Verschwundenen .einsetzten, habe er die Leiche zerschnitten und die einzelnen Teile zu zehn Paketen zusammengepackt Spä er sei er mit seinem Wagen in die Heide gefahren, wo er Leichenteile verstreute. Den Kopf der Leiche behielt er zurück und versteckte ihn auf dem Boden unter einer Diele. Im Laufe der Verhandlung verwickelte sich Meyer mehrfach in Wider­sprüche. Am Freitag, dem vierten Verhandlungstage, legte der Angeklagte unter der Wucht der vernichtenden Gutachten der medizinischen Sachverständigen und der stark belastenden Zeugenaussagen ein umfassendes Ge­ständnis ab und erklärte, daß er an der Caspar keinen Eingriff vorgenommen, sondern sie i.m K u h st a l l erschlagen habe, als sie gerade mit melken beschäftigt war. Am Abend verkündete das Gericht das Urteil, welches wegen Totschlags an der Hausangestellten Martha Caspar aus fünfzehn Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen (StoiirsditeJUiLjÜfcJlmM

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Mord plädiert und die Todesstrafe beantragt.

Mit 20600 Mark geflüchtet

Mühlhausen. Der bei der Kohlenhandelsgesellschast Grobe, Voigt & Co. in Mühlhausen angestellte Lager- Verwalter Frank Rerrodt ist seit dem 9. September mit seiner Ehefrau flüchtig. Wie eine sofort eingeleitete K-assenrevision ergab, hat der Flüchtige 16 000 Mark entwendet. Weiter ist festgestellt worden, daß Rexrodt auch den Wintersportverein Mühlhausen, dessen Kasse er ver­waltete, um '4060 Mark geschädigt hat.

Die Polizei glaubt, daß Rexrodt sich nach Frankreich gewandt hat; denn er hat sich bereits vor längerer Zeit einen Auslandspaß ausstellen lassen und auch französi­schen Sprachunterricht genommen.

Wieder Geldrövber im Auto

Hamburg, 17. September. In Hamburg, wo Raubüber­fälle neuerdings an der Tagesordnung zu fein scheinen, wurde abermals ein Verbrechen verübt das dritte in zwei Tagen, bei dem ein Kassenbote schwer verletzt wurde.

In der Mittagsstunde wurde ein Kassenbote in der Fer- dinandstratze von einem Mann, der aus einem Auto sprang, niedergeschossen und seiner Aktentasche beraubt, die angeblich eine Summe von zweitausend Reichsmark enthalten haben soll. Der Täter raste mit dem Auto davon und konnte trotz der sofort eingesetzten Verfolgung entkommen. Der verwun­dete wurde mit einen Bauchschuß ins Krankenhaus gebracht.

Der Lohngeldraub in Cbarlohenbnrg

Berlin, 17. September. Der Raubüberfall vor dem Rat­haus in Charlottenburg, bei dem der Verkehrsinspektor Meyer von der BVG. erschossen wurde, scheint seit Monaten vorbereitet zu sein. Die Ermittlungen haben ergeben, daß bereits im Juli dieses Jahres drei Männer die Stadtbank in der Berliner Straße beobachteten, aber wieder verschwanden, als man ihr verdächtiges Gebaren bemerkte. Vor vier Wochen trieb sich ein etwa 25jähriger Mann in dieser Gegend herum, außerdem fielen zwei andere Männer auf. Im übrigen fehlt von den Tätern bis jetzt jede Spur. Es wurden zwei Per­sonen verhaftet, die jedoch wieder freigelassin werden muß­ten, da sie in keinem Zusammenhang mit dem Verbrechen stehen. Die Belohnung für die Ergreifung der Täter ist von 2000 auf 5300 RM. erhöht worden.

3» der Luftzusammeugestoßen

Vrauaschwelg, 17. September. Bei einem Geschwaderflug »er deutschen Verkehrsfliegerschule in Braunschweig kamen ietm Wechsel der Formationen zwei Maschinen miteinander n Berührung, wobei das Querruder der einen Maschine tark beschädigt wurde. Beide Flugzeuge waren gezwungen, m GleitflW niederzugehen. Bei der Notlandung in dem unebenen Gelände ging die eine Maschine völlig zu Bruch Glücklicherweise kamen Perspnen nicht zu Schaden.

MilllonenWebungen mit Estetten

1e

Wegen Verschiebungen von Effekten in Höhe von etwa 5 Millionen RM. sind gegen sechs Personen Haftbefeh ergangen. Als Hauptbeteiligter kommt ein ehemaliger Ber» liner Gerichtsassessor, Dr. B., in Frage, den man schon lange im Verdacht hatte, der aber erst jetzt verhaftet werden konnte, da er seine Effektenschiebungen unter Verwendung falscher Pässe usw. durchgeführt hatte. Mit der Möglichkeit weiterer Verhaftungen ist zu rechnen. Es handelt sich um die endgültige Aufklärung eines der ersten größeren Fälle von Devisenschiebungen, die nach Erlaß der Devisenverord- nung bekannt wurden, und zwar hat man inzwischen fest- gesteA, daß auf den Namen eines in Nordwestdeutschland wohnenden Schriftstellers, der mit den Schiebungen in Wirklichkeit nichts zu tun hatte, umfangreiche Effektenkäufe getätigt worden waren. Schließlich ergab sich, daß die Schieber mit dem jenem Schriftsteller abhanden gekommenen Paß gearbeitet hatten.

Fußgänger verursacht AutodusunglüS

Brunn. Auf der Staatsstraße BrunnOlmütz ereig­nete sich in den Abendstunden ein schweres Autounglück. Ein mit mehr als 40 von ihrem Tagewerk heimkehrenden Arbeitern besetzter Autobus suchte einem alten Mann, der die Straße überqueren wollte, auszuweichen, trotzdem wurde er erfaßt und auf der Stelle getötet. Der AutobuS fuhr infolge der raschen Wendung in den Straßengraben, stieß an einen Baum und überschlug sich. Dabei wurden 38 Personen verletzt, darunter nach den bisherigen Fest­stellungen zwölf schwer.

Schluß der Ivar-Kreuger-Bersteigerung

Stockholm. Die Versteigerung der großen Kunstsamm­lung Ivar K r e u g e r s ist abgeschlossen. Sie hat ins­gesamt eine Summe von 636 238 Kronen erbracht, davon am letzten Tage 168 083 Kronen, hauptsächlich für Skulpturen, Gold- und Silberarbeiten. Der berühmte L'homme, qui marche" von Rodin wurde für 3000 Kro­nen verkauft.

»eleidigungMoMDr.WM-,MgrU

Berlin, 17. September. Vor der 5. Strafkammer beim Landgericht I Berlin hatten sich die Redakteure desAn­griffs" Dr. L i p p e r t und Krause wegen Beleidigung und übler Nachrede zu verantworten. Als Nebenkläger sink der frühere Polizeipräsident Grzesinski und der frühen Polizeivizepräsident Dr. Bernhard Weiß zugelassen. Zu; Anklage vernommen erklärte Krause, daß ihm das imAn­griff" veröffentlichte Material gegen die Nebenkläger vor dritter Seite zugegangen sei, daß er aber den Namen bei Verfassers der Artikel nicht nennen werde. Durch Recher­chen sei festgestellt worden, daß die Angaben des Material: richtig seien.

Grzesinski als Zeuge.

Als erster Zeuge wurde der frühere Polizeipräsiden! Grzesinski vernommen, der bekundete, daß in einem der Artikel behauptet worden sei, daß er tGtzesiniki) von der Verfehlungen des Dr. Weiß unterrichtet gewesen sei unl mit ihm gemeinsam Spielklubs besucht habe. Der Zeuge be=

KlubBühne und Film" gewesen; dort seien aber keim Glücksspiele getätigt worden.

Hierauf kommt der Nebenkläger Dr. Weih zum Wort Er wendet sich gegen die ihm vorgeworfene Behauptung, daß er gegen Spielklubs nicht eingeschritten sei, da er da­für Geld bekommen habe. Das sei der schwerste Vorwurf den man einem Beamten machen könne. Wenn gegen be­stimmte Klubs unterschiedlich vorgegangen worden sei, danr habe es dafür bestimmte Gründe polizeilicher und strafrecht­licher Natur gegeben. Als Dr. Weiß erklärt, daß er bei bei gemeinsamen Riviera-Reise mit seinem Freunde Krojankei seine eigenen Reisekosten natürlich selbst bestritten hab« und daß er sich auch streng an die Devisenvorschriften ge­halten habe, die nur die Mitnahme von 200 Mark gestatte­ten, lacht der Angeklagte Krause laut auf. Dr. Weih sagi darauf zum Vorsitzenden: Ich lege mir in diesem Prozeß die größte Mäßigung auf, obwohl ich alle Veranlassung habe, über die schweren und vollkommen unberechtigter Beschuldigungen empört zu sein, die die Angeklagten geger mich gerichtet haben Ich kann aber wohl verlangen, daß bis ungen Herren, die da auf der Anklagebank sitzen, auch ihrcr- eits den Anstand wahren, der bei einer Gerichtsverhand- ung gewahrt werden muß. Der Vorsitzende ersucht bu Angeklagten dringend, sich unangebrachter Heiterkeits» unt anderer Temperamentsausbrüche zu enthalten und nicht du Würde des Gerichts zu verletzen. Im übrigen ist aus der Zeu genvernehmung des Dr. Weiß noch hervorzuheben, daß Dr Weiß zu seinen Personalien bemerkte: Ich bin noch Po­lizeivizepräsident. Der Angeklagte Krause rief dazwischen: Das stimmt doch nicht! Dr. Weiß bat den Vorsitzenden solche Zwischenrufe der Angeklagten zu untersagen. Er misst sehr wohl, was er hier unter seinem Eide auszusagen habe, und er sage unter seinem Eide, daß er noch Polizelvize-

präsident sei.

Berlin. 3m weiteren Verlauf der Berha bluttgen im Prozeß des Berliner Polizeivizepräsidenten Weiß gegen den nationalsozialistischenAngriffs we,en befl Vorwurfs der Begünstigung der Glücksspiele äußerte sich Polizeipräsident a. D. Grzesinski als Nebenkläger zu dem Ministererlaß. Dieser Erlaß, der EcartL als Glücksspiel ' ' Vorgehen auch gegen geschlossene Ge- sei in Berlin in Praxis wegen der

bezeichnet und ein '

sellschaften fordert, sei in Berlin , _ speziellen Verhältnisse nicht in Anwendung gebracht wor­den. Man sei stets nur gegen gewerbsmäßige Spielklubs

norgegangen.

Die Verhandlung wurde, nachdem noch Generaldirek­tor Krojanker in der Angelegenheit der Bau-Erlaubnis ausgesagt hatte, auf heute früh vertagt. Die Beweis­aufnahme wird fortgesetzt.

Die Wetteraussichten.

Deutschland liegt im Bereiche des kontinentalen Hochdruckgebiets, sodaß auch bei uns heitere Witterung herrscht. Trotz des seit Freitag eingetretenen kräftigen Luftdrucksalls wird der Schönwettercharakter vorerst erhalten bleiben.

Witterungsaussichten für Sonntag: Fortdauer der bis auf Nebelbildung heiteren und trockenen, mittags warmen Witterung.