Rockefeller beim Bildhauer.
John D. Rockefeller, der amerikanische Oelkönig und Finanzmagnat, begeht heuer feinen 93. Geburtstag. Er ist noch sehr rüstig und erklärte kürzlich einem Journalisten, er habe den festen Willen, 100 Jahre alt zu werden. Aus Anlaß seines 93. Geburtstages läßt er eine Büste von stch anfertigen. (Keystone)
den Kutscher und hob dann sein Mütterlein in den Wagen; nachdem Franz Wieser den Rucksack verstaut hatte, stiegen die beiden ebenfalls ein.
Ohne weiteren Aufenthalt fuhren sie durch die Stadt der Heimat zu. Mutter und Sohn sprachen nicht viel, Franz Wieser führte fast allein die Unterhaltung. In Burghausen aber gab es den ersten Aufenthalt. Wie sich ja solche Gerüchte in den Dörfern rasch verbreiten, war es hier schon bekannt geworden, daß der Glöckner Hans von Burgneuhofen Heimkehre. Darauf hatten sich ein paar Kriegskameraden vor dem Gasthaus zum „Löwen", das hart an der Straße lag, ein- gefunden, und als der Wagen nun herankam, mußte er halten. Die Kameraden entboten dem Heimgekehrten herzlichen Willkomm, Wirt und Wirtin kamen ebenfalls herbei und das hübsche Wirtstöchterlein brächte Wein.
Hans Glöckner mußte seinen Kameraden Bescheid tun, auch Mutter Glöckner und Franz Wieser, dann fuhren sie, nachdem Hans die vielen Fragen über Heimfahrt und Befinden kurz beantwortet hatte, weiter.
Sie kamen aber auch nicht unangehalten durch Oberweiler, denn vor der „Goldenen Krone" wiederholte sich dasselbe, und es war schon drei Uhr vorüber, als der Wagen endlich vor dem Glocknerhäuschen hielt.
Mit Zilla warteten sämtliche Nachbarn und andere Bekannte aus dem Dorfe. Unter ihnen die hohe Gestalt des Vorstehers. Auch der Pfarrer und der greise Schullehrer hatten sich eingesunden, ihren ehemaligen Schüler zu begrüßen.
Nun ging es an ein Grüßen, Händeschütteln und Fragen, und es dauerte eine geraume Zeit, bis sich endlich Zilla, die sich etwas im Hintergründe gehalten hatte, und Hans gegen- überstanden. Nun lagen ihre Hände ineinander. Reden konnte keines ein Wort. Mit Aufbietung aller Kraft hielt das Mädchen die Tränen zurück. Da rief der Vorsteher: „Alsdann, Hans, g'wöhn dich gut an, wenn du etwas brauchst und wissen willst, so weißt, wo mich finden kannst. Aber jetzt geh' essen, die Zilla ist eh' schon lang' fertig und fürchtet, daß ihr das Essen verdirbt. B'hüt Gott!"
Hans Glöckner wendete sich zu den Leuten und dankte in schlichten Worten für den schönen Empfang, ganz besonders aber dem Vorsteher für den Wagen, dann gingen die Leute wieder dem Dorfe zu, auch Franz Wieser verabschiedete sich für jetzt, er werde am Abend wiederkommen.
Bevor Hans Glöckner mit Mutter und Zilla ins Haus trat, umfing er mit langem Blicke das kleine Erdenfleckchen, das sechs lange Jahre sein Sinnen und Denken beherrscht und dem all sein Sehnen gegolten hatte.
Nun war es wahr geworden, er war wieder daheim.
Während Zilla das Essen richtete, führte Mutter Glöckner
ihren Buben durchs Haus; dabei vergaß sie nicht, immer und immer wieder zu betonen, wer ihr in all den vergangenen Jahren so hilfreich zur Seite gestanden, wer alles so schön zum Empfang hergerichtet und Haus und Zimmer bekränzt habe, was ihr überhaupt Zilla gewesen sei.
Dann saßen sie im lieben, alten Stüblein, und Hans Glöckner ließ sich die guten Bissen, die Zilla auftischte, trefflich schmecken.
Dabei erzählte er in groben Umrissen seine Erlebnisse, und auch Mutter Glöckner und Zilla berichteten über die vergangenen Zeiten und die Veränderungen in der Heimat. Viele von Hansens Bekannten waren gefallen, in der Gefangenschaft oder auch zu Hause gestorben, ein neues Geschlecht war herangewachsen, und manche, die der Hans noch als ledig im Gedächtnis hatte, waren längst schon verheiratet und wiegten gar vielleicht schon Kinder.
Stunde um Stunde verging im traulichen Geplauder, Zilla hatte die Lampe angezündet, denn rasch war die Dämmerung des Spätherbsttages hereingebrochen.
Während die drei noch so saßen und sich durch gegenseitiges Erzählen eine Brücke
über die vergangenen sechs Jahre, die wie eine große Kluft in ihrem Leben gähnte, bauten, ertönten plötzlich vor dem Hause Gesang und Musik. Burschen- und Mädchenstimmen, begleitet von Gitarre, Geige und Ziehharmonika, sangen heimatliche Lieder. Als die drei überrascht und erfreut vor die Tür traten,
fanden sie vor dem Hause eine Reihe von Burschen und Mäd chen aus dem Dorfe, die unter Franz Wiesers Leitung dem Heimgekehrten diesen sinnigen Willkomm brachten.
Hans und seine Mutter luden die Sänger und Musikanten ein, ins Haus zu treten, wo sich in der Stube alsbald ein fröhliches Leben entwickelte. (Forts, folgt)
Schupo aufEis
Eine Steuerung von besonderer Art hat die Polizei in Ehikago eingeführt. Um ihnen die Hitze nicht so sehr spüren zu lassen, erhalten die Berkehroschutzleute einen Eisblock als Podium, das allerdings öfters erneuert werden muß. [21. P.^
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