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1 Hochwasser über Thüringen

Güterzug entgleist. Brücken eingestürzt. Bahndämme unterspült. Unzählige Blitzschläge überall.

Hermsdorf. Wie in fast ganz Deutschland, so gingen auch über Thüringen in der Nacht zum Freitag und am olgenden Bormittag schwere Unwetter nieder. Beson­ders hart wurde hier das Altenburger Holzland be-- rossen. Freitag gegen 4 Uhr morgens entlud sich ein Wolkenbruch, und die Wassermassen bahnten sich mit ungeheurer Gewalt einen Weg zu dem tiefer regenden Ortsteil. Was im Wege stand, wurde mitqerih^n. Und so sah man in den Fluten landwirtschaftliche Maschinen, Wagen, Vieh und Hausgeräte. 8n den Wohnungen stand das Wasser meterhoch. Viele Häuser drohen einzustürzen. Der angerichtete Schaden ist zurzeit noch nicht zu übersetzen.

Der Bahndamm ist auf der Strecke GeraWeimar zusammengebrochen. Um 4.50 Uhr entgleiste auf der Strecke StadtrodaHermsdorfKlosterlausnitz der Güterzug 6779.

Da die Aufräumungsarbeiten etwa zehn Stunden be­anspruchen, wurde der Verkehr zwischen Stadtroda und Hermsdorf durch Autobusse weitergeführt.

Auch in der Nähe von H i r s ch b e r g entlud sich ein Wolkenbruch; der kleine Bach, der bei der Kühnmühle in Hirschberg in die Saale mündet, wurde zum reihenden Strom. Bäume wurden entwurzelt, Brücken und Gar­tenzäune mitgeführt. Die Strahenverbrndunq mit Hof, die über eine Betonbrücke geht, ist unterbrochen.

Das Postauto HirschbergHof hatte am Donnerstag gegen Mittag gerade die Brücke passiert, als sie zusammenstürzte.

Die Kühnmühle stand völlig unter Wasser. Das Personal und die Bewohner flüchteten durch die Fenster und über Leitern.

In der Stadt Jena beschädigte ein Blitz den Schorn­stein eines Hauses in der Ackerstraße und drang dann in den Küchenraum einer Wohnung. Der Straßenbahn­verkehr war im östlichen Stadtteil zeitweise gestört. Die Saale und ihre Nebenflüsse beginnen zu steigen und haben zum Teil schon Hochwasser.

Der Friesnitzer See, von dem die Stadt W e i d a ihr Wasser bezieht, ist über die Ufer getreten und reicht bis nach Großebersdorf.

Der Bahndamm zwischen Niederpöllnitz und Groß­ebersdorf ist unterspült, die Gleise hängen zum Teil in der Luft.

E i s e n b e r g und etwa 20 Orte im Umkreis wurden gleich heftig^ heimgesucht. Unzählige Male schlug der Blitz ein. Ein Strahl zündete in einer Wurstfabrik. Weiter fuhr der Blitz in einem Hausgrundstück in der Esse durch das Grundstück und wühlte im Keller Schlamm und Erde auf.

Auf den Aeckern beim Dorf Pöllwitz (Landkreis Greiz) haben die Wassermassen die Kartoffelfurchen so ausgewaschen, daß die Kartoffeln am Morgen haufen­weise vor den Häusern lagen. In Culmitzsch (Landkreis Greiz) wurde das Wohnhaus des Zimmermanns Hager vom Blitz getroffen und fast völlig zerstört. In Ober- p LrJ MM-der.Blitz in, eine Feldscheune, die nieder- brannte. <

In Kirchhasel (Landkreis Rudolstadt) erschlug der Blitz fünf Schafe, ein Schwein und eine Kuh.

Die Getreidefelder bilden einen einzigen See. Das obere Rinnetal wurde durch wolkenbruchartigen Regen völlig unter Wasser gesetzt. Der Blitz traf auch das Ge­meindehaus in A n te rk öd itz, setzte aber nur den Dach­stuhl in Brand. Gleichfalls wurde in Oberköditz bei einem zündenden Schlag nur der Dachstuhl eines Ge­bäudes in Mitleidenschaft gezogen. In Rottenbach wurden Telephon- und ckektrische Hochspannungsleitun­gen beschädigt. Die Eisenbahngleise waren über­schwemmt, so daß der Zugverkehr mehrfach eingestellt werden mußte.

WWdOmMlag in Mprerchen

Rössel (Ostpreußen), 15 Juli. In der Nacht wurde auf der Strecke Rössel Vischdorf auf einen Eisenbahnzug ein Anschlag verübt. Die Verbrecher halten schwere Laschen auf die Schienen gelegt. Glücklicherweise bemerkte der Lokomo­tivführer die Hindernisse und konnte den Zug noch im letz­ten Augenblick zum Halten bringen. Mit halbstündiger Ver­spätung konnte schließlich die Fahrt fortgesetzt werden. Der Reichsbahninspektor Linewski aus Bischdorf fuhr sofort mit einem Streckenmotorrad zu der Stelle des Verbrechens, um die Angelegenheit zu untersuchen. Dabei wurde er von der Lokomotive ersaßt und getötet.

Schiffsbrand in Amsterdam

Amsterdam, 16. Juli. Auf dem kürzlich von Stapel ge­laufenen Motor-FrachtschiffDer Moldanger", das auf der Werft der Rederlandschen Scheepsbouw-Ny. für Rechnung der Norwegischen Reederei Westfal, Laerson u. Eo. in Ber­gen gebaut wird, brach aus bisher ungeklärter Ursache Feuer aus, das in kurzer Zeit eine gewaltige Ausdehnung annahm. Das Feuer wütet mit unverminderter Kraft fort.

Riesenbrand in Antwerpen

Antwerpen 15. Juli. In einem Holzlager im Hafen von Antwerpen ist ein riesiges Schadenfeuer ausgebrochen, das sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitete. Die Ha­fenfeuerwehr und sämtliche Feuerwehren der Ankwerpener Bannmeile wurden alarmiert. Die Arbeit der Feuerwehr mußte sich auf die Eindämmung des Brandherdes beschrän­ken. Der durch das Feuer angerick 'eke Schaden ist unüber- sehbar. Nach den polizeilichen Jdlungen ist Brandstif­tung anzunehmen. Man nimmt an, daß kommunistische Ter­roristen den Brand angelegt haben.

Schweres Flugzeugurrgliitk

Salzburg, 16. Juli. Der Fluglehrer der Salzburger Fliegerschule, Eduard Kühn, unternahm mit einem Flug schülcr aus Wien einen Schulflug, der ein tragisches Ende nehmen sollte. Kühn startete mit einer alten Albatros- Flugmaschine, die noch aus dem kriege stammte. Bald nach dem Start setzte scheinbar der Motor aus, so daß das Flugzeug aus verhältnismäßig geringer Höhe abstürzte. Es schlug in einem Obstgarten auf einen Baum auf und zer­schellte. kühn und sein Schüler konnten nur als Leiche» geborgen werden.

Aus der Heimat.

* Die unmögliche Schlach fteuer. In einer Vor­standssitzung der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel wurde folgende Entschießung gefaßt: Der Vorstand der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel erhebt gegen die Einführung der preußischen Schlachtsteuer schärfsten Protest und hält die schleunige Beseitigung dieser Steuernotverordnung für dringend erforderlich. Es ist angesichts der ab­steigenden Konjunktur auf den Viehmärkten in Verbindung mit der gesunkenen Kaufkraft der Bevölkerung unver­meidlich, daß diese Steuer auf die schwächste Schulter, das ist die Landwirtschaft, abgewälzt wird, wie dies alle einsichtigen Beurteiler, darunter der Reichskommissar für Preisüberwachung, vorausgesagt haben. Die Er­bitterung der Landwirtschaft über diese neue Belastung ist daher eine ungeheure, muß sie doch die Einführung der Steuer in einem Augenblick, wo die völlige Un- rentabilität aller Zweige der Viehwirtschaft offenkundig ist und wo die Landwirtschaft mehr als je der sofortigen Hilfe bedarf, geradezu als einen Hohn auf ihre ver­zweifelte Lage empfinden. Der Vorstand fordert daher die schleunigste Wiederaufhebung dies r unsozialen, den Erzeugerstand mit völliger Vernichtung bedrohenden Steuer.

Kleinensee. Der hiesige 72 Jahre alte Rentner Hopfeld machte seinem Leben ein Ende, indem er sich zwischen Hönebach und Obersuhl von einem Güterzuge überfahren ließ. Das Motiv zur Tat ist in einer un­heilbaren Krankheit zu suchen.

Leimbach. Das 10 Monate alte Söhnchen der Familie Richard Rübsam wurde von den Eltern im Bett tot aufgefunden. Sie hatten das Kind schlafen gelegt und die Wohnung verlassen. Vermutlich ist das Kind während der Abwesenheit der Eltern im Bett er­stickt.

Molzbach. Das 3Vs jährige Töchterchen des Joseph Wiegand dahier bekam beim Essen von g sottenen Eiern einen kleinen Schalenrest in die Luftröhre. Durch plötzliches Husten und Erbrechen setzten sich diese Reste an der Stimmlitze fest und es konnte vom Moment ab nicht mehr sprecken. Das Kind wurde in die Klinik nach Marburg gebracht, von wo es nun nach 14 Tagen als vollständig geheilt wieder zu den Eltern zurückge­kehrt ist.

Bischofsheim (Rhön). Bei Großeibstadt wollte der siebenjährige Schüler Alois Marz aus Unfug auf den letzten Wagen eines fahrenden Kleinbahnzuges sprin en Er irrte sich aber und sprang schon gegen den vorletzten Wagen. Er kam zu Fall und trug einen schweren Schädelbruch davon. Außerdem gingen ihm die Räder des letzten Wagens über die Zehen des rechten Fußes. Im Krankenhaus starb der Unglückliche.

Eschweae. In das Landeskrankenhaus eingeliefert beim Spiel in einen Garten geflogenen Bau zurück­holen. Dabei ist er beim Ueberklettern des Zaunes aus­gerutscht und mit der Brust auf eine eiserne Spitze ge­fallen. Die Verletzung ist erheblich.

Frankfurt a. M. Die Beztrksorganisationen der SPD. in Hessen-Nassau haben für die Reichstagswahl folgende Kandidaten ausgestellt: Oberbürgermeister a.D. Philipp Scheidemann-Berlin, Geschäftsführer Franz Metz Berlin, Gewerkschaftssekretär Heinrich Becker-Herborn Michael Schnabrich-Hersfeld, Landesrat Otto Witte-Wiesbaden, Geweikschaftsangestellter E. Mulansky- Franksurt, Gewerkschaftsftkretär Friedrich Hosacker-Kassel.

Limbnrg Das Unwetter hat auch in der Lahn­gegend, besonders bei Runkel, Villmar, Niederbrechen, schweren Schaden angerichtet. Große Wald- und Straßenbäume wurden entwurzelt. Telegraphenmaste und selbst Mäste der Hochspannungsleitung zwischen Villmar und Niederbrechen wurden umgelegt. Strom­versorgung sowie Telephon- und Telegraphenverkehr er­litten erhebliche Störungen. Der Hagel walzte die mit Frucht bestellten Felder förmlich nieder und legte die Kartoffeln weithin frei. Ein gut Teil der Ernte wurde dadurch gestört.

Duderstadt (Eichsfeld) Bei dem schweren Ge­witter, das sich über dem Eichsfeld entlud zündete verschiedentlich der Blitz. So wurde der Schornstein der Schule in Diederode vom Blitz getroffen und stürzte zusammen, dabei noch das Dach der Schule zer­trümmert, so daß die niederstürzenden Wasserfluten ungehindert in das Gebäude eindringen konnten. Auch in Lutter wurde durch' Blitzschlag Schaden angerichtet. Die von einem Blitz getroffene Scheune der Hockermühle fing Feuer und brannte vollkommen nieder. Dresch­maschine und verschiedene Ackergeräte sind mitverbrannt.

Göttingen. Zu dem Dransfelder Sprengstoffdieb- stahl erfahren wir nach, daß den Dieben 14 Holzkisten mit je 25 Kilogramm Sprengstoff und 10 Packungen Weißblechkisten mit je 100 Sprengkapseln in die Hände gefallen sind. Bei dem Sprengstoff handelt es sich um Ammonit II und Donarit I. Bei dem Abtransport dürften die Täter einen größeren Personenwagen mit Allwetterverdeck benutzt haben, der am 12. Juli etwa um 2 Uhr unterhalb des Steinbruchs Hoher Hagen be­obachtet worden ist. Für die Herbeischaffung des Sprengstoffes und die Ermittlung der Täter ist eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Quedlinburg. Mittwoch nacht tötete auf dem Dorfanger in Ditfurt aus bisher noch unbekannten Gründen der 18jährige Gustav Hanke von hier die 16 Jahre alte Martha Buchholz durch Schüsse in die Schläfe. Der Täter richtete hierauf die Waffe gegen sich selbst. Nach der Tat schleppte er sich bis in die nächsten Häuser und gab zunächst an, daß auf ihn und seine Braut geschossen worden sei und diese tot auf dem Anger liege. Das Mädchen wurde neben einem Trommelrevolver liegend tot aufgefunden.

Allerlei Neuigkeiten

Die Unglücks-Ursache auf Zeche Alstaden. Die Ermitt­lungen der Grubensicherheitskommission über das Explo- sionsunalück auf Zeche Alstaden in Oberhausen haben erge­ben, daß die Explosion auf die Verwendung eines Schneide­brenners in der Pechzerkleinerungsanlage zurückzuführen ist. Kohlenstaubexplosion kommt entgegen anderslautenden Nachrichten nicht in Betracht.

Feuerwerks-Explosion fordert Todesopfer. In Hildes- Heim entstand in einem Lagerhaus der Firma E. L. Meyei eine Explosion von Feuerwerkskörpern, die bedeutenden Schaden anrichtete. Etwa 50 Scheiben wurden zertrümmert und zahlreiche Wände eingedrückt. Aus dem Trümmerhaufen wurde die verstümmelte Leiche des Arbeiters Bank, eines Kriegsteilnehmers, hervorgezogen.

Einem grauenvollen Tode entgangen. Zwei Arbeiter einer Lederfabrik im Taunus wurden im letzten Augenblick vor dem sicheren Tode gerettet. Sie waren bei der Arbeit in einen großen Lohetrichter geraten und konnten sich aus der Oeffnung nicht mehr befreien. Sie näherten sich immer mehr dem Zerkleinerungsmesser der Maschine. Ihre Hilfe­rufe verhallten im Getöse der Maschine ungehört. Plötzlich verkündete die Sirene den Schluß der Arbeitszeit, woraus die Maschine abgestellt wurde und die Arbeiter aus ihrer Todesangst befreit werden konnten.

Ein Autounglück ereignete sich auf der Staatsstraße zwi­schen Zittau und Herrnhut bei der Eulbrücke. Von den In­sassen wurde eine Person getötet, eine schwer und zwei leich­ter verletzt. Der Wagen, der gegen die Brücke gerast war, wurde vollständig zertrümmert.

Rache eines Gekündigten. In München wurde die Obe­rin des Luise-Kieselbach-Heimes von dem, 48jährigen Haus­meister Georg Seitz durch einen Brustschuß lebensgefährlich verletzt. Die Tat geschah im Keller des Heimes, wo Seitz, dem gekündigt war, offenbar der Oberin aufgelauert hat. Die Verletzte, die einen Lungenschuß erhalten hat, wurde :ns Krankenhaus gebracht. Der Täter sprang auf der Flucht in die Isar und ertrank.

AmoNöuser Drei Tote

Riga, 16. Juli. Ein wahnsinig gewordener, nur mit einer Badehose bekleideter Mann, stürzte sich plötzlich aus mehrere an einem Kohlenlager an der Düna beschäftigte Ar bester, und streckte einen von ihnen durch einen Pistolenschuß zu Boden. Die anderen ergriffen die Flucht. Da der Ge­troffene noch lebte, so bearbeitete ihn der Amokläufer mit dem Pistolenkolben, bis er tot war. Inzwischen waren zwei Polizeibeamte herbeigeeilt, die von dem Wahnsinnigen mil Pistolenschüssen empfangen wurden. Der Mann verbarrika dierte sich hinter einer Kohlenfuhre und erwiderte das Feuei der Beamten, die beide getötet wurden. Ein großes Auf­gebot von Polizei griff ein. Es kam zu einem langen Feuer­gefecht, bis der Wahnsinnige sich schließlich selbst durch einen Schuß tötete.

Piccards Stratospyirrenslug

um 14 Tage verschoben.

fort der Äff' benMO. Juli ffeMefegte Aufstieg Professor Piccards in die Stratosphäre nach den neuesten Meldun­gen noch um 14 Tage verschoben werden. Der Aufstieg Piccards dürfte somit frühestens in der ersten August- woche erfolgen.

Volkswirtschaft

Berliner Effektenbörse.

An der Berliner Effektenbörse vom Freitag wurden zu An­fang in geringem Ausmaße Realisationen vorgenommen, so daß die führenden Werte um % bis 1 Prozent niedriger einsetzten. Spä­terhin konnte sich nach kleinen Schwankungen eine etwas festere Stimmung durchsetzen, so daß die Kurse meist wieder über den Anfangsnotierungen lagen. Kaliwerte waren nur geringfügig ver­ändert. Nur Salzdetsurth verloren 3% Prozent. Montanwerke la­gen völlig ruhig. Gelsenkirchen sanken um 1% Prozent. Erdöl % Prozent niedriger. I. G. Farben wenig verändert. Von Elektrower- ten lagen Siemens 1 Prozent schwächer, während Chade 2% RM niedriger notierten. Schiffahrtswerte höchstens um % Prozent ver­ändert. Reichsbankanteile nur in kleinen Grenzen schwankend.

Am Geldmarkt ist der Medio glatt verlaufen. Die Sätze blie­ben unverändert 5,25 bis 6,25 Prozent, doch war es möglich, in großen Posten bereits zu 5,12 Prozent anzukommen.

Privatdiskonte unverändert 4,50 Prozent.

Am Devisenmarkt ergaben sich nur geringe Veränderungen. Das Pfund war mit 3,5462 zum Dollar kaum verändert. Auch die Mark mit 14,94 aus London und mit 58,89 aus Amsterdam wie bisher. London-Paris notierte 90,43.

Devisenkurse. Dollar 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund 14,925 14,965, Holl. Gulden 169,93 170,27, Belga (Belgien) 58,40 58,52, ital. Lira 21,51 21,55, dän. Krone 80,82 80,98, norm Krone 74,08 74,22, franz. Franken 16,51 16,55 tschech. Krone 1'2,465 12,485, schweiz Franken 81,94 82,10, span. Peseta 33,77 33,83, schweb. Krone 76,67 76,83, österr. Schilling 51,95 52,05.

R?rliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse blieb das Weizenangebot am Freitag weiter gering. Die Mühlen zeigten keine große Kauflust, so daß die Preise sich nicht immer behaupten konnten. Prompter Weizen blieb unverändert, während am Markt der Zeitgeschäfte die Notierungen für die späteren Sichten leicht zurückgingen. Für Juli-Weizen erhöhte sich der Preis um 1% RM. Für prompten Roggen kam keine Notiz zustande. Für neue Ware, die noch ir» Laufe der nächsten Woche verladbar ist, konnten um 3 bis 4 RM höhere Preise erzielt werden. Mehl unverändert. Hafer freund licher.

Die Wetterausfichte«.

Durch die Verlagerung des mitteleuropäischen Tiefs nach Osten ist in Westdeutschland bereits etwas kühlere Luft zur Herrschaft gekommen, doch sind nach der augenblicklichen vorübergehenden Aufheiterung noch weitere Niederschläge zu erwarten. Da noch weitere Störungen über England zu erkennen sind, wird auch am Samstag die Witterung noch ziemlich unbeständig und zeitweise regnerisch sein, späterhin ist dann mit fortschreitender Abkühlung eine allmähliche Beruhigung des Wetters wahrscheinlich.

Witterungsaussichten für Sonntag: Kühleres Wetter und allmähliche Besserung wahrscheinlich, aber noch nicht beständig.