Einzelbild herunterladen
 

der Gesandte Amerikas auf der Abrüstungskonferenz in Genf, überbrachte der Lau- fanner Reparationskonferenz Präsident Hoovers Borschlag von einer durchgreifenden Abrüstungsaktion. Der Schritt Hoovers, dem damit zum zweiten Mal die Ergreisting der Initiative in den die Welt bewegenden Fragen zu danken ist, verursachte in Lausanne eine riesige Überraschung. (Atlantic)

König Prajadhipok und Königin Rnm - bai Barni von Siam, dic von einer Re­volution entthront wurden.

In Siam, der absoluten Monarchie Hinterindiens. ist, aus- gehend von Heer und Flotte, eine Revolution ausgebrochen Durch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse ist es der Regierung in der letzten Zeit nicht möglich gewesen, den r-old für die Militärs und Beamten aufzubringen. Die bisherige Regierung ist im Königspalast festgesetzt worden, die önigliche Familie wird auf ein Kriegsschiff gebracht.

(Keystone.)

FÜNF MINUTEN

Von Loni Lauxmann-Kinzelmann

Lewinski und Kainz

Josef Kainz spielte zum ersten Male den Franz Moor in den „Räubern", eine Rolle, auf die er sich bereits lange gefreut hatte. Das Theater war bis auf den letzten Platz gefüllt. Atemlos lauschte die Menge und raste und tobte nach jedem Aktschluß.

In der Künstlerloge, gleich vorn an der Bühne, saßen auch Lewinski, der bis dahin einzig und allein diese Rolle gespielt hatte, und neben ihm der damals noch junge Danegger, der beste Freund von Kainz.

Nach der großen Szene mit dem Pastor Maser konnte sich Danegger nicht mehr des Beifalls enthalten und klatschte, begeistert mitgerissen, gleichfalls so laut und heftig er konnte. Da richtete sich Lewinski bleich auf, musterte ihn feindelig und zischte: „Sie, wenn Sie applaudieren wollen,--gehen Sie gefälligst auf den vierten Rang!"

Kommunistische Straßensperrung in Berlin.

Die politische Unruhe unserer Zeit hat sich in den letzten Wochen wieder gesteigert. In Bcrlin.Moabit rissen Kommumsten die Straßen auf und errichteten Barrikaden. Die Polizei mußte mit Panzerwagen das Stadtviertel säubern. (Scherl)

(v^s gibt viele Familien, in denen sich jahraus, jahrein das gleiche Übel abspielt: man steht morgens zu spät auf. Oft nicht mehr wie fünf Minuten sind es, aber gerade diese dummen, kurzen fünf Minuten beginnen gleich ihre Schatten auf den ganzen Tag zu werfen; denn da beginnt die Hetze der Hausfrau durch die Wohnung, der Kaffee muß gekocht wer-

den, Frühstücksbrote für die Fortgehenden gerichtet. Inzwischen müssen die Kinder zur Schule geweckt werden, der Hausherr verlangt eiligst sein warmes Rasierwasser, dort reißt ein Schnürsenkel, der nun not­dürftig zusammengeknotet wird, weil kein Ersatz da ist. Natürlich reißt er bei der Eile ein zweites Mal. Da brüllt der Junge, die Mutter hilft schimpfend. Andere Sachen bleiben liegen.

Schnell wird sich gewaschen, während die Hausfrau, in Pantoffeln und unfrisiert, bin und her läuft, gum richtigen Kaffee- trinken hat niemand mehr Zeit — es wird womöglich stehend ein Brötchen hinuntergewürgt — ein hastiger Schluck getrunken und fort geht es. Manchmal wer­den noch Schulbücher zusammengesucht — und wenn die Fortgehenden aus dem Hause sind, atmet die Hausfrau auf.

Die anderen aber laufen fort, der Haus-

iii