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Straffer leimt ab

keine Einberufung des Ueberrvachungsausschusses.

München, 9. Juli

Der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Gre­gor Straffer hat als Vorsitzender des Zwischenaus- fchusses des Reichstages an die Abgeordneten Torg- ler, KPD., Dr. Hertz, SPD., Weber, Staatspartei, Weg- wann, Zentrum, und Pfleger, Bayrische Volkspartei, forou an den Reichskagspräsidenken Löbe Schreiben gerichtet, in denen er eine Tagung des Ersten Ausschusses für unnötig hält und erklärt, nicht in der Lage zu sein, den Ersten Aus­schuß einzuberufen.

Versuche, über den Weg des ältesten Mitgliedes der Ausschuß einzuberufen, seien verfassungs- und geschäftsord- nungswidrig. Darüber hinaus aber sei er prinzipiell der Meinung, daß das deutsche Volk nicht mehr der aufgelöst« Reichstag oder ein Ausschuß des nicht mehr existierenden Reichstages interessiere

Rettung der Beredelungswirtschaft

Berlin, 9. Juli

Der Reichsernährungsminister empfing die Vertreter der im Wirtschaftsverband für bäuerliche Veredelungsarbeit Bremen zusammengeschlossenen bäuerlichen Organisationen aus Hannover, Oldenburg, Schleswig-Holstein und West­falen. Die Vertreter wiesen auf die Gefahren der bisher be­triebenen einseitigen Getreidepolitik hin, die die Existenz von Millionen bäuerlicher Betriebe zu vernichten drohe.

Die Alternative: Billige Futtermittel oder gleiche Be­handlung der Beredelungsprodukte wie des Getrewes wurde auf ihre Durchführbarkeit und ihre Folgen hin aufgezeigt. Der Minister verwies auf feine früheren Ausführungen, über die auch von ihm gewürdigte Bedeutung der verede- lungswirtfchaft und stellte ein ausführliches Programm zur Rettung der Beredelungswirtschaft in Aussicht.

Die tigitten Zwistzensölle

Viedenkopf: Etwa 30 Verletzte.

In Naunheim im Kreise Viedenkopf sollte eine na­tionalsozialistische Versammlung jtattfinben. Als die Na­tionalsozialisten in den Ort einzogen, wurden sie mit einem Steinhagel empfangen. In der Wirtschaft des Ortes kam es zu einer Schlägerei. Auf der Straße setzte sich dann das Steinbombardement fort. Die Polizei war machtlos. Den Nationalsozialisten gelang es schließlich, ihre Autos wie­der zu erreichen. Auf der Fahrt wurden sie immer wieder mit Steinen beworfen. In Hermannsstein kam es zu einer zweiten schweren Schlägerei, bei der auch Schüsse gewechselt wurden. Etwa 30 Personen sind verletzt worden, davon neun schwer. In Naunheiw verweigerten die Einwohner die Unterbringung der Verletzten in ihren Häusern.

Rendsburg: Mehrere Nationalsozialisten verletzt.

Auf dem Paradeplatz in Rendsburg wurden, wie die Polizei mitteilt, mehrere Nationalsozialisten von Kom­munisten, die in Lastkraftwagen von einer Bestattung in Lunden nach Kiel zurückkehren und in Rendsburg haltge- macht hatten, überfallen und verletzt. Im Anschluß an die Vorfälle auf dem Paradeplatz kam es später noch zu An­sammlungen und Zusammen fttitziWi sifiir einer Sreue wurLe das Straßenpflaster aufgerissen und mit Steinen geworfen.

Königsberg: Kommunistischer Feuerüberfall.

Im Königsberger Stadtteil Kneiphof verübten etwa 50 Kommunisten einen Feuerüberfall auf heimkehrende Natio­nalsozialisten. Ein Nationalsozialist wurde durch einen Schuß schwer verletzt. Die herbeigerufene Polizei nahm größere Absperrungen vor und ging mit der Schußwaffe gegen die Kommunisten vor. Es erfolgten mehrere Verhaftungen.

Euve«-Malmedy will zurück Bedeutsame Aussprache in der belgischen Kammer.

Brüssel, 9. Juli.

Während der Kammeraussprache über den Haushalt des Außenminfflermms versicherte ein flämischer Nationalist, daß die Bevölkerung von EupenMalmedy deutsch sei und zurück zu Deutschland wolle. Die Volksabstimmung sei eine Farce gewesen. Es sei notwendig, daß die Eupen-Malmedy-Frage eine Lösung gemäß der geschichtlichen Wahrheit finde.

Minister Forthömme erklärte in Vertretung des Außenministers Hymaus nur, daß der Locarno-Vertrag die deutsch-belgische Grenze garantiere. Der flämische Abgeord­nete Pos forderte, Belgien solle erklären, daß Deutschland nicht allein für den Krieg verantwortlich sei, wie das in dem bekannten Paragraphen des Versailler Vertrages fälschlich behauptet werde. Er fügte aber hin­zu, daß Deutschland für die Verletzung der belgischen Neu­tralität verantwortlich sei. Minister Forthomme kam dann auf die Franktireur-Frage zu sprechen und versicherte, daß ein Franktireur-Krieg in Belgien weder von der Regierung noch von einer offiziellen Vereinigung organisiert wor­den sei.

Smer noch Genfer Aussprache

Gens, 9. Juli

Im Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz wurde die Diskussion über den amerikanischen Abrüstungsplan fortge- setzt. Es sprachen wieder eine Reihe meist kleinerer Staa­ten, die ebenso wie die Redner des Vortrages durchweg den Hoaver-Plan begrüßten und lobten.

Vorbehalts- und bedingungslos stimmte der Vertreter der Schweiz, Bundespräsident Motta, dem Hooverplan zu. lieber den Hooverplan hinausgehend forderte Motta Rege­lung der Waffenfabrikation und des Waffenhandels und Einrichtung einer ständigen Rüstungskontrolle.

Kein Geld i8r ©hingen Anleihegesuch Polens von Frankreich abgelehnt.

Lausanne, 8. Juli.

Der polnische Außenminister Zaleski weilte in Lausanne, um mit Herriot über eine polnische Anleihe zu verhandeln. Es würde sich um die Summe von 300 Millionen fran­zösische Franken handeln, die für den Ausbau des Hafens von G d i n g en und für die polnischen Eisenbahnen aus­ersehen waren.

Polen hatte bereits eine Anleihe in der gleichen Höhe von Frankreich erhalten. Wie verlautet, wurde der pol­nische Wunsch dieses Mal aber abschlägig beschleden.

Aus der Heimat.

. * 1932 ein teures Wahljahr! Das Jahr 1932 ist nach dem Jahre 1926 das teuerste Wahljahr. Von Reichsseite werden 5,4 Millionen RM. Ausgaben für die Wahlen veranschlagt. Im Jahre 1930, dem Jahr der letzten Reichstagswahl, betrugen die Kosten nur 3,5 Millionen RM. Dazu sind in diesem Jahr zwei Präsidentschaftswahlgänge gekommen. Wenn außerdem die Kosten für die Länderwahlen und die anteiligen Gemeindekosten mit in Rechnung gestellt werden, so werden im Jahr 1932 rund 10 Millionen RM. allein für die Wahlen ausgegeben.

* Die Schonzeit für Rehkälber. Der Bezirks­ausschuß hat auf Grund des § 40 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 beschlossen, die Schonzeit für männ­liche Rehkälber auf das ganze Jahr auszudehnen. Die Schonzeit für weibliche Rehkälber bleibt unverändert.

Hersfeld Heute nachmi tag 5Va Uhr findet die Einweihung des neuerbauten FuldastegeS statt, worauf wir noch besonders Hinweisen.

Hersfeld. Die diesjährige FrühjahrSauS- schußsitzung der Allgemeinen OrtSkranken- kasse der Stadt Hersfeld fand im Stadtverordneten- Sitzungssaale statt. Die durch drei Rechnungsprüfer geprüfte Rechnung wurde in Ordnung befunden und Entlastung erteilt. Im Rechnungsjahr 1931 sind nach dem Bericht die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent niedriger gewesen, obwohl die Senkung des Mitgliederbestandes nur 4 Prozent betrug. Ein er­freuliches Zeichen ist, daß die Reinausgaben um mehr als 47 000 Mark geringer waren als im Voranschlag eingesetzt wurde. Die Jahresrechnung schließt bei einem Mitgliederbestand von 4784 mit einem Ueberschuß von 1632,49 Mark ab. Das Vermögen wurde mit 110 140,63 Mark nachgewiesen.

Hersfeld. (Kath. Pfarrgemeinde). Der HauptgotteSdienst ist in der Pfarrkirche morgen ausnahms­weise um 9 Uhr. Donnerstag Morgen hält der Ob» latenmissionar Pater Ebert aus der Eismission von Nord-Kanada (Amerika) in der kath. Pfarrkirche den Gottesdienst.

Kassel. Der 28jährige Schreiner Heinrich Koch aus Helsa wollte nachmittags um 5 Uhr im Städtischen Flußbad ein Bad nehmen. Er stieg, nachdem er sich entkleidet hatte, ins Wasser und versank zum Entsetzen der übrigen Bädegäste nach wenigen Minuten bereits an der Grenze des Nichtschwimmerbassins. Angestellte des Flußbades, die innerhalb 2 Minuten den Unter­gegangenen herauszogen, stellten sofort energische Wieder­belebungsversuche an, die jedoch erfolglos blieben. Der Tod ist nach den Feststellungen des herbeigerufenen Arztes infolge eines Herzschlages eingetreten. ,

Bebra. In Lispenhausen (Kr. Rotenburg) ereig­nete sich aus der Kassel-Bebraer Straße am Ortsein­gang ein schwerer Unfall. Dort vergnügte sich der 7s auS ^Rote^burg kommender Opelwagen erfaßte den Jungen, der unter den Wagen geriet und tödlich über- fahren wurde.

Gelnhausen. Eine Entführungsgeschichte hat sich im Kreisort Kempfenbrunn zugetragen. Einem dort wohnenden Schwerkriegsbeschädigten, der zum zweitenmal verheiratet ist, war sein jetzt dreijähriger Knabe aus erster Ehe im Scheidungstermin zugesprochen worden. Die Mutter des Kindes hatte das Recht, daS Kind zweimal jährlich zu sehen. Sie kam im Beiwagen eines Motorrades, auf dem zwei Herren saßen, nach Kempfenbrunn. Im Verlauf eines anscheinend gesuchten Streites ergriff die Frau ihr Kind und entkam mit ihren Begleitern. In Hösbach konnte allerdings die Festnahme aller vier Personen erfolgen, sie konnten jedoch in einem unbewachten Augenblick unter Zurück- laffung de8 Motorrades wieder entkommen. Bis jetzt konnte keine Spur der Entführer festgestellt werden.

Gießen. In der Nähe des Ortes Dudenhofen (Kr. Wetzlar) auf der Landstraße Wetzlar-Gießen ereig­nete sich ein Motsrradunglück bei dem eine mitfahrende Dame schwer verletzt wurde und nach Gießen gebracht werden mußte, während der Motorradfahrer glimpflich davonkam. Die Ursache der Unglücks sollen Teile eines EisengestängeS sein, die von unbekannter Seite auf die Fahrbahn geworfen wurden und von dem Fahrer nicht rechtzeitig bemerkt wurden. Die polizeiliche Unter­suchung ist im Gange.

Warburg. Hier hatte die Verhaftung des Büro­beamten V. großes Aufsehen erregt, der bei seinem Arbeitgeber, einem hiesigen Rechtsanwalt, durch geschickte Scheckfälschungen 6000 Mark unterschlagen hatte. Jetzt fand vor dem Schöffengericht zu Paderborn die Ver­handlung statt. V. wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Bewährungsfrist wurde nicht gestattet. Ebenso robb die Untersuchungshaft nicht angerechnet. Der StaatSanwalt hatte acht Monate Gefängnis beantragt.

Die ll-8oot-Mannschast verlöre« keine Hoffnung auf Rettung.

Paris, 9. Juli. Ueber das Unglück des französischen Unterseebootes „Promäthäe" liegen nur wenige neue Nach­richten vor. — Nach einer Havasmeldung aus Cherbourg oll sich der Kommandant des U-Bootes im Augenblick des Unglücks auf der Kommandobrücke befunden haben. Er habe Daher ebenso wie die sechs anderen Geretteten ins Meer pringen und nach einstündigem Schwimmen von einem Fischerboot ausgenommen werden können. — Wie das Jour­nal hervorhebt, soll das U-Boot so rasch gesunken sein, daß die Geretteten, die sich auf der Kommandobrücke befanden, den Eindruck hatten, als ob das Boot leck geworden sei. Bei der vorgenommenen Versuchsfahrt war an sich nur eine Fahrt über Wasser vorgesehen

Nach einer Mitteilung des Marineministeriums hat der Aviso „Ailette" die Lage des gesunkenen Unterseebootes

Das gesunkene französische U-Boot prom^thLe.

„Promethee" feststellen können. Das Boot befindet sich sie­ben Meilen nördlich von Eap Lern in 75 Meter Tiefe. Der Aviso hat auch die Telephonboje der „Promethee" gefunden, die vielleicht noch mit dem Unterseeboot verbunden ist. Auch soll man das Aufsteigen von Luftblasen aus dem Wasser in der Nähe der Unglücksstätte bemerkt haben.

Der französische Marineminister hat den in London be­findlichen Kapitän der Bergungsdampfer „Artiglio" und „Rostro". von denen der eine sich zurzeit in Brest, der an­dere in Le Havre befindet, telephonisch gebeten, die beiden Schiffe für die Rettunasarbeiten zur Verfügung zu stellen, was zugesagt worden ist.

Die Liste der Vermißten umfaßt 62 Namen, einen Leut­nant zur See, 40 Deckoffiziere und Mannschaften, einen Marine-Ingenieur, drei Marinemonteure, 12 Werftarbeiter, einen Zivilingenieur der Firma Creuzot und vier Arbeiter dieser Rüstungsfirma.

Wellrelordffug geWitert

Die amerikanischen Flieger nolgelandel.

Moskau, 8. Juli. Die amerikanischen Flieger Griffin and Malkern haben etwa 80 Kilometer von Minsk entfernt wegen Versagens der Steuerung eine Notlandung vorneh­men müssen. Das Flugzeug ist zertrümmert. Griffin ist leicht, Maltern dagegen erheblicher verletzt.

Die Landung erfolgte in der Nacht zum Donnerstag um 1 Uhr bei Borissow in der Nähe von Minsk. Die beiden Weltflieger haben sich nach Minsk begeben, von wo sie Die Weiterreise nach Moskau antreten werden. i

Turnen und Sport

Deutschlands Olympia-Mannschaft besteht aus 79 Aktiven, wie der Deutsche Olympische Ausschuß mitteilt, von denen 74 auf Ko­sten des Deutschen Olympischen Ausschusses fahren und 5 auf Ko­sten der Deutsch-Amerikaner und aus den Mitteln der von letzteren aus eigener Initiative eingeleiteten Sammlung. 85 Wettkämpfer treten jedoch die Ueberreife an, da acht Amateurboxer zu dem in Chikago stattfindenden Länderkampf Deutfchland-Amerika hinüber­fahren, von denen die zwei aussichtsreichsten Boxer nach Los An- geles mitgenommen werden. Die Zahl der amtlichen Begleiter be­trägt 16. Außerdem fahren noch vier Herren auf eigene Kosten mit. Welscher und Nottbrock werden nun doch nicht in die Olympia- Mannschaft eingereiht werden, weil die Zahl der Olympia-Teil­nehmer unbedingt auf 79 beschränkt bleiben soll.

Einen deutschen Llappensleg, den ersten, seit deutsche Fahrer an der Tour de France teilnehmen. gab es im zweiten Gefecht. Der Berliner Stöpel gewann die 303 Kilometer lange Strecke Caen- Nantes nach einer Fahrzeit von 9 :51 :34 im Endspurt sicher mit einer Länge gegen Bonduel, Leducq, Mauclair und Thierbach In der 13 Mann starken Kopfgruppe befand sich mit Risch noch ein weiterer Deutscher. Vier Minuten später führte Bulla, der unter­wegs Vorderradbruch gehabt hatte, eine kleinere Gruppe ins Ziel, in der sich der Schweinfurter Geyer befand, und in 10 :01 :13 traf die Lmuvtaruvve 46 Mann stark ein. Die übrigen Deutschen, Kutschbach," Skeronski, Alte n bürg cMEerm. MWUer und Miootec wurden zusammen mit 42 anderen Fahrern auf den 26. Rang ge­setzt. Nur Umbenhauer-Nürnberg, der noch unter Sturzverletzungen litt, büßte wieder eine halbe Stunde ein und benötigte 10 : 20 : 06.

Der erste Tag im Davispokaltreffen Deutschland—England brächte jeder )tation einen Siege. Prenn schlug den englischen Spitzenspieler Austin 6:0, 8:10, 6:2, 6:3. 3m zweiten Kampf konnte der Engländer Perry den Deutschen von Lramm in drei glatten Sähen schlagen. Die Begegnung steht somit nach dem ersten Irge 1:1.

Volkswirtschaft

Berliner Effektenbörse.

Die Berliner Effektenbörse legte sich am Freitag größte Zu­rückhaltung auf. Die Publikumskäuse blieben aus. Zu Beginn der amtlichen Verkehrs lagen trotzdem die Aktienkurse recht widerstands­fähig. Vorübergehend wurde das Geschäft etwas lebhafter. In der zweiten Börsenstunde gingen die hierbei erzielten Gewinne jedoch wieder verlqzen. I. G. Farben eröffneten die Bewegung, indem sie nach anfangs festerem Beginn bis auf 91% sanken, Berliner Licht und Kraft lagen dagegen zwischen 88 und 89 recht fest. Reichs- bankanteile erhöhten sich zeitweise um 2 Prozent. Am Montan­markt lagen Gelsenkirchen etwas freundlicher. Vereinigte Stahlwerke konnten leicht anziehen. Kali wenig verändert.

Am Geldmarkt hielt die Entspannung weiter an. Der Satz für Tagesgeld bewegte sich wieder bis zu 5,5 Prozent. Vereinzelt war es möglich, bereits zu 5 Prozent anzukommen.

Am Devisenmarkt waren die Veränderungen sehr gering. Die Mark kam aus dem Auslande wenig verändert, in London 15,06, in Zürich 121,70, in Amsterdam 5875 zu 78. Das Pfund wurde gegen Dollar mit 3,5737 gehandelt, London gegen Paris mit 90,96.

Devisenkurse. 4,209 (Geld) 4,217 (Brief),. engl. Pfund 15,02 15,06, Holl. Gulden 170,18 170,52, Belga (Belgien) 58,50 58,62, ital. Lira 21,49 21,53, dän. Krone 81,47 81,63, norm. Krone 74,13 74,27, franz. Franken 16,525 16,565, tschech. Krone 12,465 12,485, schweiz. Franken 82,05 82,21, span. Peseta 34,07 34,23, schwed. Krone 77,02 77,18, österr. Schilling 51,95 52,05.

Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse vom Freitag war die Ten- >enz nicht ganz einheitlich. Altes Getreide blieb außerordentlich est, während sich für Brotgetreide neuer Ernte eher eine Ab- chwächung bemerkbar machte. Für prompten Weizen wurde bei ehr knappem Angebot und reger Nachfrage der Kurs um 3 RM jeraufgesetzt. Roggen unverändert. Am Markt der Zeitgeschäfte erniedrigten sich die Preise für beide Brotgetreidearten um 1% RM. Das Mehlgeschäft war ruhig. Hafer unverändert.

Die Wetterauskichten.

Von dem Azorenhoch erstreckt sich ein kräftiger Ausläufer bis zum Baltikum. An feinem Südrande treffen über dem Kontinent Lustmassen ungleicher Tempe­ratur zusammen, sodaß sich immer nieder einzelne Störungen ausbilden, die strichweise stärkere Bewölkung und auch Niederschlag hervorrufen. Da sich jedoch der Hochdruckrücken noch zu verstärken scheint, dürfte auch bei uns wieder mit zunehmender Besserung der Witterung gerechnet werden. ,

Witterung-aussichten für Sonntag: Vielfach aufheiternd, weitere Wärmezunahme, trocken.