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Aus der Heimat.

Handwerk gege^ Notverordnung

Präsidentenwahl der Handwerkskammer / Berufsfragen

Die ordentliche Vollversammlung der Hand­werkskammer für Kurhessen und Waldeck in Kassel, an der zahlreiche Vertreter der Reichs-, Staats- und Kom- munalbehörden teilnahmen, wählte zum ersten Vorsitzenden der Handwerkskammer Schneiderobermeister Karl Ludwig Müller, Kassel, mit 17 Stimmen. Schneidermeister Bremer, Marburg a. L., wurde mit der gleichen Stirn- menzahl zum Vorstandsmitglied gewählt.

Nach längerer wirtschastspolitischer Aussprache, in der auch die Preissenkungsaktion vom Standpunkt des Handwerks aus eine, kritischen Betrachtung unterzogen wurde, gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der die neue preußische Notverordnung als für das Handwerk untragbar scharfstens abgelehnt wird.

Syndikus Thanheiser sprach über das Lehrlings- Wesen. Es lägen soviel Nachfragen nach Lehrstellen vor, daß das. Handwerk nicht in der Lage sei, auch nur den kleinsten Teil der Lehrmädchen und Lehrlinge einzustellen. 2m abgelaufenen Jahr mußten zur Unter­stützung zumeist alter und unverschuldet in Not geratener Handwerker 13 OCO Mark aufgewendet werden.

Die Vollversammlung oeschloß dann, bei den maß­gebenden Stellen dahin vorstellig zu werden, die ReichZ- verdingungsordnung mehr als bisher dem Geiste nach durchzuführen. Schließlich wurden energische Maßnahmen ;ur Bekämpfung der Schwarzarbeit gefordert.

Zur Aenderung der Hauszivsfteuer-Berordnung

DemAmtlichen Preußischen Pressedienst" wird aus dem preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt geschrieben: Die von der preußischen Staatsregierung beschlossene Aen­derung der Hauszinssteuerverordnung beseitigt eine unbillige Auswirkung des bisherigen Rechtszustandes. Nach diesem erhielten Mieter von Altwohnungen mit einem Einkommen von weniger als 100 RM. einen Mietnachlaß in Höhe des auf ihre Miete entfallenden Steuerteils, obwohl nicht sie. sondern der Hauseigentümer die Steuer schuldete. Darin bestand nicht nur eine Besserstellung der Mieter von A't» wohnungen gegenüber Mietern in Neubauten, die bei glei­chen persönlichen Verhältnissen eine derartige Vergünstigung nicht erhielten, sondern auch innerhalb der Mieter von Alt­wohnungen gab es ungerechtfertigte Unterschiede. Personen, die in Althäusern mit geringer hypothekarischer Vorkriegs- belastung und folglich geringer HauszinssteuerschuD zur Miete wohnten, erhielten ein« geringere Vergünstigung. War das Haus gar nicht oder mit nicht entwerteten Auslands­forderungen, z. B. Schweizer Goldhypotheken belasteto trat eine Vergünstigung überhaupt nicht ein. Nach der durch die Notverordnung getroffenen Aenderung der Haus­zinssteuerverordnung ist für alle Mieter die gleiche Rechis- grundlage geschaffen.

Sowohl die Mieter von Altwohnungen als auch die von Neubauwohnungen werden sich in Zukunft an die Bezirks­fürsorgeverbände zu wenden haben, wenn sie ohne Gefähr­dung ihres notwendigen Lebensbedarfes die Miete nicht auf- Jiringen können. Die Anträge auf Mietbeihilfen find nach ..pen für die Fürsorge geltenden Grundsätzen zu prüfen Wenn auch hiernach nicht allen bisher Begünstigten Ersatz für die bisherigen Vorteile gewährt werden kann, wird sich doch nach Ueberwindung von Uebergangsschwierigkeiten zei­gen. daß die Neuregelung gerechter und bei eine Besserung der Finanzlage auch geeigneter ist, notleidenden Mietern gleichviel ob sie in Alt- oder Neubauten wohnen, gleich wirk­sam zu helfen. Die Bezirksfürsorgeverbände erhalten für die zu gewährenden Mietbeihilfen aus dem durch den Fort­fall der Steuerstundung erhöhten Steueraufkommen Ueber- Weisungen in Höhe von 160 Millionen RM. jährlich.

Soweit Hauseigentümer für die von ihnen selbst be­wohnte Altwohnung wegen vorübergehender oder dauernder wirtschaftlicher Notlage die Steuer nicht zahlen können, bleibt es bei der bisherigen Regelung. Da sie selbst die Steuer­schuldner sind, haben sie sich wie bisher an die Steuerbe­hörden wegen Stundung und Niederschlagung zu wenden."

Hersfeld. In einem hiesigen Betrieb geriet ein junger Mann mit einem Fuß in eine Maschine, wobei ihm die große Zehe abgerissen wurde. Der Verletzte fand Aufnahme im hiesigen LandeskrankenhauS.

Hersfeld. DaS Frühkonzert der Kur- k a p e l l e wurde am 9. und 10. Juni auf das Radio übertragen. DaS vorzügliche Konzert fand eine wohl­gelungene Wiedergabe. Man hofft aus eine baldige Wiederholung derartiger Konzerte.

Bebra. Pastor v. Keitz wurde von Bebra nach Bauerbach als Pfarrer versetzt. Gleichzeitig kommt Konviktassistent BottermannFulda, Sohn des SchulratS Bottermann als Pastor nach Bebra.

Weisungen. Von dem hiesigen Amtsgericht wurde ein Betrüger, der sich alS Ingenieur ausgegeben und einem jungen Menschen lohnende Arbeit versprochen hatte, dann aber das Geld dieses Menschen durchbrachte, zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Die Strafe fiel so hoch aus, weil der Angeklagte schon mehrere Male wegen dergleichen Delikte vorbestraft war.

Eichenberg. In der Nähe des Bahnhofs Eichen- berg ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Motorrad. Trotzdem beide Fahrzeuge stark bremsten, war der Anprall so stark, daß der Motorradfahrer einen schweren Beinbruch erlitt. Gin auf dem Sozius mitfahrendes Kind blieb unverletzt.

Mörfelden. Bisher unbekannte Täter drangen nachts in zwei an der Straße WalldorfMörfelden ge. legene Hühnerfarmen ein. Die Diebe erbeuteten über 200 Tiere, die anscheinend mit einem Auto abtranSportiert wurden.

Marburg. Nach langer Zeit wieder prachtvoller Sonnenschein das bereits sprichwörtlich gewordene Marburger Festspielwetter. Und im Schloßparktheater, das jetzt erstmalig eine dichte grünende Wand umspinnt, sitzen zur Premiere der Marburger Festspiele froh ge­stimmte Menschen, um sich an der hohen Kunst des Theaters zu erfreuen. Die von Dr. Fritz Budde, dem Gründer der Marburger Festspiele, inszenierte Auf­führung war ein starker Erfolg, ein glücklicher Beginn

für die beiden nächsten Aufführungen desSommer- nachtStraum" und deSFaust" am 18. und 28. Juni. Die schauspielerischen Leistungen waren durchweg auf künstlerischer Höhe. DaS Publikum hatte seine helle Freude an den lustigen Stre chen Till Eulenspiegels und hielt mit Beifall nicht zurück.

Cappel. Von einem bedauerlichen Unglücksfall wurde der Zimmermann Löber betroffen. Er war mit Reparaturarbeiten auf einem Dach beschäftigt, alS er plötzlich den Halt verlor und abstürzte. wobei er fich einen Beckenbruch zuzog. Man überführte den Verun- glückten in die Chirurgische Klinik in Marburg.

Frankfurt a. M. Ein erschütterndes Gutachten über einen Angeklagten erstattete in einer Verhandlung vor dem Einzelrichter Medizinalrat Dr. Kohl. Der Beschuldigte, der wegen Widerstandes und Freiheits­beraubung zu einer mehrwöchigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, kam auS einem geradezu entsetzlichen Milieu. Der Vater, ein vielfach vorbestrafter Mann, ist total dem Alkoholismus verfallen gewesen. Die Mutter ist auch alkoholsüchtig, daneben ist sie aber auch dem Nikotin verfallen und sie raucht nicht nur, sondern sie ist auch das Tabakkauen gewöhnt gewesen. Von zehn Kindern ist der Angeklagte daS jüngste. Von den Geschwistern endete eines durch Selbstmord, ein anderes erfror sich auf der Landstraße die Füße und hat zeitlebens unter den Folgen zu leiden. Ein Bruder befindet sich, da er einen Mord begangen hat, auf Lebenszeit im Zuchthaus. In der Familie gibt es Geistesschwache, Taubstumme und Analphabeten. Der stark schwachsinnige Angeklagte ist Fürsorgezögling gewesen und hatte stets starke Neigung zum Vagabundieren

Marburg. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich nachmittags in der Nähe der Post. Der Primaner Faupel vom hiesigen Gymnasium fuhr in einen auS entgegengesetzter Richtung kommenden Kraftwagen und wurde überfahren. In besinnungslosem Zustand wurde er in das St. Petri-Hospital geschafft, wo eine Gehirn- erschütterung und Fleischwunden festgestellt wurden.

Hameln Ein schwerer Unfall ereignete sich auf der Gewerkschaft Humboldt in Thüste. Ein Dampfrohr platzte plötzlich und der Heizer F. Schütte wurde dabei derart verbrüht, daß der Tod sofort eintrat. Ein zweiter im Kesselhaus anwesender Arbeiter kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Ueber die Ursache der Ex­plosion konnte noch nichts ermittelt werden.

Falschmünzer und sranschgtsthündler

19 Verhaftungen in Mainz. *

Mainz. In letzter Zeit sind in Mainz falsche 6-, 2- und 1-Markstücke in großen Mengen in Verkehr gebracht worden. 16 Hersteller und Hehler konnten jetzt verhaftet werden. Die Prägemaschinen wurden beschlag-h nahmt. Einer von den Verhafteten, ein 30jähriger Im valide, hat in seiner Zelle einen Selbstmordversuch unter­nommen. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden.

Sw Zulammenhang damit ist die Polizei auch einem. Rauschgifthandel auf die Spur bgekommen. Aus der Straßenbrücke wurden drei Rauschgifthändler, die mit einem Auto von Wiesbaden glommen warm, festgenom­men. Größere Mengen Morphium wurden in dem Auto gefunden. Die Untersuchung ist noch nicht abge­schlossen.

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Granatexplofion

Ein Arbeiter getötet, acht schwer verletzt.

Paris. In Bourges explodierte in einer Mu­nitionswerkstatt eine 153er Granate, die mit Pulver ge­laden werden sollte. Ein Arbeiter wurde getötet, drei schwer verletzt. Unmittelbar darauf ereignete sich eine zweite Explosion, bei der weitere fünf Arbeiter verletzt wurden, . ,

Piccards zweiter Ausstieg

Zürich, 11. Juni. Professor Piccards Gondel ist in Zü­rich eingetroffen. Bereits in der nächsten Woche soll auf dem Spielplatz des Fußballklubs Grashoppers in Zürich der zweite Aufstieg erfolgen. Der Start ist auf 3 Uhr morgens vorgesehen. Die 43 Meter lange, gelbe Ballonhülle hat ein Gewicht von 760 Kilogramm und mußte von 100 kräftigen Männern aus dem Möbelwagen den größten, den die Schweiz besitzt in die große Halle des Gaswerks getra­gen werden. Die alte, schwarz-rot-goldene Ventilleine, die beim ersten Stratosphärenflug riß, ist ebenfalls mitgekom­men und soll diesmal besser funktionieren. Die 32 Start­anker haben das stattliche Gewicht von etwa 1400 Kilo­gramm. Hierzu kommen noch 32 rote Hochlasttaue von je 100 Meter Länge. 32 kleine Halteseile und 16 20 Meter lange kleine Seile. Ein gewaltiger Fallschirm wird auch mitge­nommen für den Fall, daß die Ballonhülle platzen sollte oder sich andere Schwierigkeiten ergeben. Die Füllung der Ba- lonhülle und die sämtlichen Vorbereitungen bis zum Start werden von Professor Piccard überwacht.

Straßenbahnunglück In Groß-Solingen. Durch unver­antwortliches Handeln wurde abends in Groß-Solingen ein schweres Straßenbahnunglück verursacht. Ein Kanaldeckel der Straße war aufgehoben und auf die Fahrbahn gelegt. Der Führer eines Straßenbahnwagens, der erst im letzten Augenblick das Hindernis bemerkte, stoppte den Wagen ruck­artig ab. Ein dicht hinter ihm kommender Zug konnte aber nicht mehr anhalten und fauste auf den ersten Wagen auf Hierbei wurde eine Person schwer und zwei leicht verletzt. Von den gewissenlosen Tätern hat man noch keine Spur.

Aktienschmuggler verhaftet. Wiederum konnte die Zoll- fahndungsstelle Frankfurt a. M. einen Aktienschmuggler ver- haften. Es handelt sich um den Kaufmann Jakob Bauer. Bauer hatte bereits vor einiger Zeit bei einer bekannten Aktienbank in Frankfurt a. M. Wertpapiere ausländischer Herkunft im Betrage von 35 000 RM gegen Barzahlung verkauft, ohne daß angeblich dieser Bank ein besonderer Verdacht aufgekommen wäre. Der Aktienschmuggler stand mit einem gewissen Sigi Dornstein, der früher einmal Zu- lassung an der Frankfurter Börse hatte, in Geschäftsver­bindung. Bornstein hatte gäbet qtir einen Kaufmann in Metz laufen und ist flüchtig. ' "-----~

Turnen und Sport

Für die ADALDreitagefahrt, die alljährliche schwere Zuoer- lässigkeitsprüfung, für die diesmal auch Kraftwagen zugelassen waren, erschienen 236 Fahrzeuge zur Abnahme, 164 Räder und 72 Wagen. Die erste der drei Etappen mit Start und Ziel in Schierke führte über 237 Km., brächte auf schwierigen Waldwegen, Hängen und grundlosen Straßen zahlreiche Ausfälle und Straf­punkte. Sogar Rodel und Bobbahnen waren abwärts zu befah­ren. Auch einige Unglücksfälle waren zu verzeichnen, aber glück­licherweise kamen die Insassen aller Fahrzeuge sowie die zahlrei­chen gestürzten Motorradfahrer ohne Verletzungen davon, ein Wunder besonders bei einem Reichswehrtraftwagen, der einen Abhang hinunterstürzte.

Lilly Außen» wird auf Anraten ihres Arztes in diesem Jahre nicht mehr spielen, so daß Deutschland seiner stärksten Stütze im Damentennis beraubt ist. Die Weltmeisterin wird also keinen ihrer Titel verteidigen, da sie von ihrer schweren Operation noch nicht vollends wiederhergestellt ist und eine längere Ruhepause braucht.

Deutschland gewann den »Aad-LSnderkampf" gegen Frankreich in Elberfeld mit Sawall, Krewer und Tietz mit 66 : 36 Punkten gegen Maronnier, BrLau und Grassin.

Einen Trainingsunfall erlitt die Turnermeisterin im Kunst- springen Anni Kapp, beim Training im Frankfurter Stadion. Bei einem Sprung traf sie so unglücklich die Kante des Sprungbrettes, daß sie einen langen Querriß über dem Auge davontrug und im Krankenhaus genaht werden mußte.

Hinzmann schlag Willi Müller t o. Es war der Hauptkampf des Berliner Berufsboxabends in derNeuen Welt^. In der 5. Runde gelang Hinzmann die Revanche für keine damalige sen­sationelle Niederlage. Das Rahmenprogramm: Pfitzner besiegt den Wiener Spunner in der 6. durch techn. L o., Klockhaus-Hamburg den Krefelder Nefzger r. P., Eggert-Berlin den Bremer Hülsebus durch techn. t. o. in der T. Runde.

Zum Luvkampf um die Fußballmeisterschaft.

Am Sonntag kommt im Nürnberger Stadion zwischen Ein­tracht-Frankfurt und Bayern-München das Enttcheidungs- spiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zum Austrag. U. B. z. die FußballmannschaftEintracht"-Frankfurt. V. l. n. r. Trumpler, Grämlich, Schütz, Schmitt, Dietrich. Ehmer, Schaller, Kellerhoff, Stubb, Pfeiffer und Leis.

Volkswirtschaft

Berliner Effektenbörse.

An der Berliner Effektenbörse vom Freitag hielt sich das Ge­schäft in engen Grenzen. Nach der Festsetzung der ersten Kurse konnte sich allgemein eine Befestigung durchsetzen. Von Montan­werten, die vorübergehend reger gehandelt wurden, konnten Gel- senkirchen auf 41% anziehen. IG. Farben, die zu Beginn 1 Pro­zent niedriger einsetzten, lagen später X Prozent über dem Vor- tagskurs. Siemens erholte sich nach schwächerem Beginn wieder. Von Kaliaktien verloren Salzdetfurth 3 Prozent.

Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter ziemlich leicht, 5,12 Pro­zent und darüber. Monatsgeld 6 bis 8 Prozent. Am Privatdis- kontmarkt blieben die Notierungen unverändert 4,75 Prozent.

Am Devisenmarkt lagen der Dollar und die Reichsmark fester.

Devisenkurse. Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engl. Pfund 15,455 15,495, Holl. Gulden 170,68 171,02, Belga (Belgien) 58,74 58,86, ital. Lira 21,60 21,64, dän. Krone 84,47 84,63, norm. Krone 77,02 77,18, franz. Franken 16,60 16,64, tschech. Krone 12,465 12,485 schweig. Franken 82,30 82,46, span. Peseta 34,69 34,75, schwed Krone 79,07 79,23, österr. Schilling 51,95 52,05.

Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse vom Freitag war da» An­gebot an Weizen aus aller und neuer Ernte weiter reichlich. Die Kauflust der Mühlen war sehr gering. Prompter Weizen sank in­folgedessen um 2 RM., jedoch kam keine offizielle Notiz zustande. Am Markt der Zeitgeschäfte gingen die Kurse für die vorderen Sichten um 34 RM., für spätere Monate um ca. 2 RM. zurück. Roggen wurde ebenfalls ausreichend angeboten. Hier gingen die Notierungen an beiden Märtten um 1 RM. zurück. Am Mehl- geschäst sanken die Preise um etwa 25 Pfennig. Hafer sehr ruhig.

Kotierungen vom

10. Juni 1932.

Für 1000 Ka.

Speiseerbsen

21,00-24,00

Weizen, märt.

Futtererbsen

15,0017,00

Roggen, mark.

190192

Peluschken

16,0018,00

Braugerste

Ackerbohnen

15,0017,00

Futtergerste

167173

Wicken

16,0018,00

Hafer, märk.

157161

Lupinen, blau

10,0011,00

Für 100 Kg.

Lupinen, gelb

14,00-15,50

Weizenmehl

31,2536,00

Seradella

Erdnußkuchen

10,6010,80

Leinkuchen

10,3010,40

Erdnußkuchenmebl 10,8011,00

Trockenschnitzel

8,70

Roggenmehl

25,6027,40

Sojabohnenschrot

Weizenkleie

10,5011,00

ab Hamburg

10,1010,20

Roggenkleie

9,8010,30

ab Stettin

11.00

Die WetterauMten.

Unser Bezirk liegt am Westrande eines mittel­europäischen Hochdruckgebiets und damit im Bereiche absinkender Luftmassen, sodaß heiteres Wetter herrscht. Der bei Island liegende Wirbel wird nordoftwärtS wandern und auf unser Wetter ohne Einfluß bleiben, auch wird die im Südwesten liegende flache Störung uns nur vorübergehend Bewölkungszunahme bringen. Mit weiterer OstwärtSverlagerung des Hochdruckgebiets und zunehmender Erwärmung besteht für späterhinaus die Wahrscheinlichkeit, daß sich flache WärmetiefS auS- bilden, die zum Auftreten von gewittrigen Störungen, aber nicht zu einer neuerlichen WitterungSverschlechterung führen werden. m

Witterungsaussichten für Sonntag: Warm und vielfach aufgeheitert, aufkommende Neigung zu örtlich auftretenden gewittrigen Störungen.