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Dr. 123

Umfelder cageblan

2. Blatt

Gedanken zum Sonntag

er an

Die

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, wird's wohl machen!" Dieses Psalmwort wendet sich d:? Ratlosen, die fragend an dem Kreuzeswege stehen, an die Verzagenden, die in Trübsalstälern wandeln, an die Matten und Müden, die Sorgenberge erklimmen müs- !sn Ganz wörtlich aus dem Urtext übersetzt heißt es: Wirf auf den Herrn deine Wege! Da werden die Wege also nusgefaßt als eine schwere Last. Wer kennt sie nicht, die Dreuzeswege, die Dornenwege, die Trübsalswege, die Wege hinter einem Sarge her, die einsamen Wege, die oft so schweren Berufswege? Was in deinem Lebenswege dir zu schwer ist, Lasten, für die deine Kraft nicht ausreicht, oie überlasse Gott zu tragen. Immer tue das deine, so viel deine Kraft reicht. Wo aber deine Kraft zu Ende ist, da verlaß dich für das weitere auf Gott. In ihm haben wir ei^n mächtigen Mitträger. Tun wir das unsere, Gott wird das seine tun. Das befreit von aller Verbitterung. Das macht los von Menschen, die schließlich doch nicht hel- sen können. Das erlöst von dem Selbstvertrauen, das am Ende doa) zuschanden wird. Das bindet an Gott, der nie­mals den verließ, der sich auf ihn verlassen hat. Wirf auf den Herrn alle deine Wege!

Aber um werfen zu können, dazu bedarf es Glaubens­kraft, Sebetstraft Nur der kann Gott alle seine Wege be­fehlen, der alle seine Sorgen wie ein Bündlein zusammen- faßt und mit Händen des Gebets sie auf das Herz des für ihn lorgenden Gottes werfen kann. Geht es nicht mit einem Male, so wirf immer wieder, bete immer wieder, bis dii deine Last auf Gottes Herz abgeladen, in Gottes treues sorgen sie geborgen hast. Alles, was uns das Herz be­wegt: Grüßen und Abschiednehmen, Freude und Leid, die Gegenwart mit ihrem Druck und die Zukunft mit ihrem Dunkel, unser Volk und unser eigenes Geschick, Leib und Seele, Leben und Sterben, — alles sei Gott befohlen! Ueber alles schreiben wir, was aus unserem Psalmwort wiederklingt: der Herr! Was können uns allein diese bei­den Worte helfen! Trost in Tränen können sie geben, Halt in Schwachheit, Freudigkeit im Kampf, Geduld im Leiden, Zuversicht im Sterben und Mut und Kraft zu allem Guten. Vergiß, o Menschenseele nicht, daß du Flügel hast: Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen!

Schützt den deutschen Wald!

Die schönste Zeit des Jahres ist angebrochen. Maien­grün und -Blüte schmücken Flur und Wald. Alt und Jung, Großstädter und Ländler, freuen sich der Schönheit der deutschen Heimat. Sonntäglich sind unsere Wälder und Berge bevölkert von wanderfahrenden Menschen. Ein fröh­lich Lied auf den Lippen, Lautenklang zum frischen Marsch- tritt — so zieht unsere Jugend, ledig aller Sorgen, durchs

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_ _ , , ngs ichönheit betreten. Da sollte sich jeder eingedenk sein, daß Schönheit von Feld und Wald nur von Dauer sein können, wenn wir sie in ihrem natürlichen Zustand belassen. Blüm- lein müssen uns am Wegrand grüßen und auf dem Boden des Waldes sollen Farcen und Moos jenen herrlichen Un­tergrund geben, der uns so oft entzückt. Jeder einzelne W^ldbefucher muß deshalb, um für die Gesamtheit das schönste Waldbild, den ungestörten Waldgenuß zu erhalten, seinen eigenen Wünschen und Gelüsten Zügel anlegen und ungleich dafür sorgen, daß das gleiche geschieht, soweit fein Einfluß reicht. In dieser Hinsicht möge sich jeder Waldbe­sucher folgende Grundsätze einprägen:

1. Laß den Waldgewächsen ihre Zweige, Blätter und Blüten, sie sind der Schmuck des Waldes und berufen, hier noch viele dauernd zu erfreuen und neues Leben zu bilden.

2 Betritt keine jungen Anpflanzungen, locken dich auch die schönsten Beeren und Blumen, denn du siehst die jungen Pflanzen nicht, die zu Bäumen heranwachsen sollen.

3 Laß Frühstückspapiere und sonstige Abfälle nicht auf Wegen und Ruheplätzen herumliegen, balle sie zusammen und "wirf sie in Dickungen oder vergrabe sie in Moos und Laub.

4. Gehe mit Feuer und Zigarren recht vorsichtig um. Bei trockenem Wetter kann jede weggeworfene Zigarre oder Zigarette und jedes glimmende Streichholz einen Waldbrand hervorrufen.

5. Störe die Tiere des Waldes nicht, alle fürchten den Menschen als ihren größten Feind. Die Berührung durch Menschenhand kann die Mutter veranlassen, ihre Jungen oder ihre Eier zu verlassen und sie so verderben zu lassen.

Nur wenn die waldbesuchende Bevölkerung diese Regeln beachtet, kann der Wald auch bei dem Besuch von Tausen­den diesen Menschenmassen wirklichen Naturgenuß, die in ihm gesuchten Freuden, die Ablenkung vom täglichen Ge­triebe bieten.

Die dichtbevölkertste Stadt

Aka. In Berlin wohnen durchschnittlich 4,353 Menschen auf je einem Quadratkilometer in London 4,158, in Paris 9,663: über das Doppelte! Die Mißstände. was Wohnungen und Hygiene anbelangt, sind, zumal in den Pariser Vor- tädten, auf einen Grad angelangt. der Aufschub einer Re- orm nicht länger duldet, um so mehr als die Pariser Men- chenansammlung ein Achtel des französischen Volkes aus- macht. Bekanntlich war der Pariser Oberbürgermeister vor einiger Zeit in Berlin, um dessen mustergültige Einrich­tungen zu besichtigen. Man hat sich in Paris nunmehr zur einheitlichen Durchführung großzügigerer städtebaulicher Re­formen und der Schaffung eines „Groß-Paris" nach dem Vorbild von Berlin und London entschlossen. „Groß-Paris" soll alle Gemeinden im Umkreis von 33 Kilometern um die Pariser Kathedrale gelegen einbeziehen und der französische Senat hat kürzlich seine Zustimmung zu dem Projekt der ben, denn nur durch

Schaffung einer „Pariser Region" gege!

eine solche Eingemeindung ist eine einheitliche großzügige Umgestaltung möglich.

Das heutige Paris hat nur einen Durchmesser von 10 Kilometern und zählt 2 891020 Einwohner auf 10 402 Hektar; big Vororte zählen 2 042 835 Einwohner auf 37 976

; Hektar. Das DevsrieMttt öe to Seine mit 22 Kilometern Durchmesser hat 4 938 855 Einwohner auf 48 376 Hektar Die zu schaffende „Pariser Region" von 35 Kilometern Durch- messer soll außer dem Seinedepartement, noch die Departe­ments Seine und Marne, Seine und Oise und einen Teil des Departements Oise aufnehmen. In dieser „Pariser Re­gion" sollen gewisse Zonen für Wohnzwecke, andere für die | Industrie, andere für die durch Rauch, Abdämpfe, Gerüche, Lärm usw. unangenehmen Einrichtungen reserviert werden : Das Komitee der Organisation der Pariser Region unter- i steht dem Innenministerium und die Ausführung des Rie- : fenprofektes erfolgt auf Staatskosten.

Bon Dr. med. Leo B o n n i n.

Aka. Solange es Frauen gibt, solange wird auch das Interesse an möglichst moderner Kleidung bestehen. Es war daher außerordentlich zu begrüßen, daß die Stadtschulärztin Dr. Hoffa es in der Zeitschrift „Die medizinische Welt" unternommen hat, über die Hygiene der Kleidung einmal ernste wissenschaftliche Untersuchungen anzustellen. Die For­scherin weist darauf hin, daß besonders in Arbeiterkreisen noch immer die Neigung bestehe, eine Unzahl von Kleidungs­stücken übereinander zu tragen. Viele Aerzte erklären nun, daß die gefürchteten rheumatischen Erkrankungen sehr oft gar nicht infolge zu leichter Kleidung, sondern gerade im Gegenteil durch Wärmestauungen und mangelhafte Schweiß- abgabe verursacht werden.

Eins steht jedenfalls unbedingt fest: Der Schutz gegen Wärmeverlust und vor zu großer Kälte ist bedeutend weni­ger wichtig als die Aufgabe, eine ungehinderte Hauttätigkeit zu gewährleisten. Hängen doch davon Atmung, Verdun­stung, Schweißabsonderung, kurz, die gesamte natürliche Wärmeregulierung der Haut ab. Die moderne sportliche Frauenkleidung läßt die Heilwirkung des Lichtes, der Sonne, voll ausnutzen, da der Hals und die Arme fast immer frei von lästiger Kleidung sind.

Auch die Unterwäsche der modernen Frau besteht heute nur in den seltensten Fällen und im kältesten Win­

ter noch aus Wolle. Bevorzugt wird vielmehr Baumwolle, Batist, Kunstseide und reine Seide. Dieser Fortschritt ist unbedingt zu begrüßen, weil die Wolle zwar ein guter Wärmeschutz war aber leider gerade auf die empfindliche Haut einen sehr unangenehmen Juckreiz ausgeübt hat und viel dazu beitrug, die Poren leicht zu verstopfen und zu verfilzen, die Hautatmung also auf das allerempfindlichste zu stören. Die Strümpfe sind heutzutage leicht und hell und daher vollkommen lichtdurchlässig. Pros Friedberger hat den überaus interessanten Versuch gemacht, daß lichtemp­findliche Papiere unter der Kleidung der Frau auch durch die Strümpfe hindurch geschwärzt wurden, während kein Strahl des heilbringenden Lichtes die übliche Männerklei- «na. durajl^ig. MeLdüras jag nam aerenüneH werden.

der i

m Wetter

Wollstrumpf noch durchaus angebracht sein sann. Ferner­hin kann jede Abhärtung auch nur ganz allmählich vorge- nommenen werden.

Sehr viel wird auch heute noch durch die Strumpfbänder gesündigt. Runde Strumpf­bänder beeinträchtigen den Blutkreisumlauf und können sogar die Bildung von Krampfadern fördern. Der Gummi­halter, den viele Frauen direkt auf der Haut tragen, ist schlecht zu reinigen und behindert die Hautatmung. Nichts einzuwenden wäre an und für sich gegen einen schmalen Hüftgürtel, jedoch darf derselbe lediglich seitlich auf den Beckenschaufeln aufliegen und niemals etwa in die Lenden­wirbelsäule einschneiden, um jeder Art von Kreuzschmerzen vorzubeugen.

■

Unbegreiflicherweise taucht neuerdings das Korsett wieder auf und noch dazu mit eingearbeitetem Büstenhal­ter. Namhafte Gelehrte wie Prof. Dencke, Hamburg, haben die Verminderung der Blutarmut auf nichts anderes als auf das Verschwinden des Korsetts zurückgeführt. Es ist natür­lich nichts dagegen einzuwenden, daß gelegentlich unter dem Abendkleid ein festeres Mieder aus kosmetischen Grün­den getragen wird. Für den Alltag und für die Arbeit soll aber der freien Bewegung der größte Spielraum ge­

den getragn soll aber d

lassen werden.

Leider hat auch heute noch ein großer Prozentsatz aller Kinder, die Frau Dr. Hoffa untersuchte, einen deutlichen Knick- oder Senkfuß. Vielleicht ist die Ursache in der zur­zeit so beliebten Sandale mit der vollkommen unnach­giebigen harten Sohle zu suchen. Die mangelnde Ausarbei­tung'des Fußgewölbes bei fast allen Schuhen mit flachem Absatz scheint mindestens ebenso schädlich zu sein wie der zu hohe Absatz, durch den die Wadenmuskulatur verkürzt und der Fuß in eine unnatürliche Stellung gebracht wird. Es ist also auch heute noch ein Problem, einen hygienisch ein­wandfreien und trotzdem schönen Schuh herzustellen.

Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß man nie­mals ein Kleid ungelüftet in den Schränk hängen soll und außerdem gerade berufstätige Frauen zum Schutz vor ge­werblichen Schäden sich eine zweckmäßige Arbeitskleidung beschaffen sollen.

Welchen Vorteil die modernen Frauen vor uns Män­nern haben, geht am besten daraus hervor, daß das Gewicht der Männerkleidung sechs bis sieben Pfund, das der Frauen- kleidung im Sommer kaum 1^ Pfund beträgt! Manchmal hat also auch das so viel geschmähte „Moderne" seinen Vor­teil!

Verschiedenes

1980 Millionen Menschen bewohnen die Erde. Da es nur in den wenigsten Staaten exakte Volkszählungen gibt, wird sich niemals genau feststellen lassen, wieviel Menschen auf der Erde leben. Man ist auf Schätzungen angewiesen, doch weiß man schon einigermaßen Bescheid, und auf ein paar Millionen mehr oder weniger kommt es ja nicht an. Nach der neuesten Statistik soll es auf der Welt 892 Mil­lionen Jndogermanen geben, die sich folgendermaßen zu- sammenletzen: 286 Millionen Germanen. 213 Millionen Ost-

Millionen Romanen, 178 Millionen Slaven, sie­ben Millionen Griechen, sechs Millionen Sonstige. Außer den zahlenmäßig vertretenen Jndogermanen gibt es aber Ur^de: 760 Millionen Gelbe, 140 Millionen Ne- Millionen Mischlinge, 50 Millionen Semiten, 30 Millionen Hamiten, 30 Millionen Sonstige. Daraus acht hervor, daß auf der Erde zur Zeit rund 1980 Millionen Menschen leben.

iur Blüte gelockt werden. Der "1 ein, wenn sie sich in un=

Der Geruchssinn der Hummeln. Wenn man Bienen und Hummeln über einem süßduftenden Blütenfeld schwär­men sieht, nimmt man wohl unwillkürlich an, daß es der Geruchssinn vor allem ist, der sie zu ihrer Nahrung leitet. Das rft aber falsch. Versuche H. Kuglers haben ergeben, daß Bienen und Hummeln vor allem von der Farbe, also optischen Merkmalen, zur Blüte gelockt werden. Der Blütenduft wirkt dann auf sie ein, wenn sie sich in un­mittelbarer Nähe der Blüten befinden. Wenn sie die Er­fahrung gemacht haben, daß bei Vorhandensein eines be­stimmten Geruches keine Nahrung für sie zu finden ist, dann fangen sie erst gar nicht in dieser Blüte zu suchen an, sondern wenden sich gleich ab.

Die Gans, als Goldgräber. In Australien wurde die­ser Tags eine Goldmine entdeckt, Das ist an sich nichts erhebliches, aber wie die Mine entdeckt wurde, das ist be­merkenswert. Ein Farmer hatte eine Gans. Er hatte na­türlich viele Gänse. Aber diese Gans hatte er zum Schlach- ten ausersehen. Als er aber den Magen dieses Tieres ausnahm, entdeckte er darin Goldstaub. Woher kam der? Der Farmer machte sich daran, sein Grundstück zu unter- suchen und, wer schildert feine Ueberraschung, als er an einer Stelle beträchtliche Mengen Goldstaub fand. Er grub lieier und entdeckte eine ziemlich reichhaltige Goldader, die ihn nun zum vermögenden Mane macht.

Achtung, Sie hören:

6m Sonntag, 29. Mai 1932

Welle 1634,9 Königswusterhausen (Deutschlandsender).

20.15: Wiederholung des Funkpotpourris „Väter und Löhne". Leitung: Cornelis Bronsgeest. (Mitwirkende: n. <*.: I os. Schmidt, Irene Ambrus, Elfe Koch- üann.i 22.10: „Reise in Deutschland!" Plauderei. Etwa 22.30: Es f.ielen die Geigen zum Tanz.

Wolle 283,5 Berlin II—Magdeburg—Stettin.

6.20: Hafenkonzert. 8: Landwirt, für dicht 8.55: Mor­genfeier. 11: Märchen. 11.30: Bach-Kantate. 12.10: Junge Lyrik. Theodor Krämer. 12.20: Aus aller Welt. 14.30: E. Gürster liest Eigenes. 14.55: Kinderorchester. 15.20: Rudersport. 15.45: Blasmusik. 17.40: Kabarett „Ka­takombe". 18.35: „Der Traum vom Fliegen". 19: Kla­viermusik. 19.35: „Ende und Anfang". 20.15: „Väter und Söhne", Funkpotpourri. 22.20: Tanzmusik.

Welle 259,3 Leipzig.

6.15: Frühkonzert. 7: Morgenmusik. 8: Landwirt- 9—10» Morgenfeier „Früh- Oug der L-eete". 10.30: Deutsche Bühnen ehren Goethe. 11.30: Uhr: Reichssendung. Kantate „Brich dem Hung­rigen Dein Brot" von 3. S. Bach. 12.15: Aus Hamburg: Oöffentliche Kundgebung der deutschen Kriegsblinden. 13.15: Mittagskonzert. 14: Was wir bringen. 15: 8ugend- konzert des Schülerorchesters der Deutschen Oberschule in Ei sc nach. 15.30: „Richard II“. Shakespeares Drama als dramatische Hörballade. 16.45: Ich war dabei. 17.15: Preis der Dreijährigen. 17.40: Chorkonzert. 18.10: Alice flieget liest ihre Erzählung „Li und Alain". 18.40: Sportberichte. 19.15: „Land im Osten". Hörbild. 20.15: „Der Intendant in der Klemme". Intermezzo (Urauf- sührung). 22.35-24: Tanzmusik.

am Montag, 30. Mai 1932

Welle 1634,9 Königswusterhausen (Deutschlandsender).

20: Aus Opern. (Bruno Seidler-Winkler dirigiert.) 21.10: Aus Leipzig: „Arnstad t". Hörbild. 22.30: Kon­zert arbeitsloser Tanz- und Unterhaltungskapellen.

Welle 283,5 Berlin ll—Magdeburg—Stettin.

6.20: Frühkonzert. 11.30: Aus Hannover: Schloß- konzert. 14: Aus aller Herren Länder (Schallplatten). 15.20: Aus Arbeit und Leben. Naturforschung I. 16.30: Klaviermusik. 16.50: Lieder von Hugo Wolf. 17.10: Or­gelmusik. 17.30: Dr. Überall erzählt. 17.50: Gespräche mit Werkleuten. 19.10: K. Kersten liest Eigenes. 19.30: Aus Opern. 21.10: Aus dem Schlüterhof des Berliner Stadt- schlosses: Schloßmusik anläßlich der Berliner Kunstwochen. 22.30: Arbeitslose Tanz- und Unterhaltungskapellen spielen.

Welle 259,3 Leipzig.

6: Gymnastik. 6.15: Frühkonzert. 10: Weltbörsen- bericht. 10.15 bis 10.45: Schulfunk. Musikalische Er­ziehung. 12 Uhr: Aus Straußschen Operetten. 13: Ouvertüren. 14: Erwerbslosenfunk. 14.15: Zwei Märchen für Erwachsene. 15.10: Frauenfunk. 16: Nachmittags­konzert. 17: Vom Dichtertag auf der Wartburg. Aus dem Minnesängersaal: 1. L. van Beethoven: Trio (B-dur), Werk 97; 2. Hermann Stehr:

Die Wartburg als Denkmal deutschen Wesens.

18: Stunde der Neuerscheinungen. 18.30: Weltliteratur in Lebensläufen: Anatole France. 18.50: Die Sende- leitung spricht. 19: H. Heyck liest aus seinem Weltreise­roman „Der Außenseiter". 19.30: Landskncchtslieder. 20: Kurt StriegIer -Stunde. 21.10: A r n st a d t. Hörbild. 22.30 bis 24: Unterhaltungskonzert.

Geschäftliches.

Die Ruhrkohle, die wegen ihrer hohen Heizkraft schon immer als besonders vorteilhaft und sparsam für den Hausbrand galt, erfährt trotz der bisher schon sehr erheblichen Erniedrigung ihrer Preise durch Preissenkung und Frachtermäßigung noch eine weitere Preisermäßigung während der Sommermonate, und zwar gelten diese Sommerpreise für Ruhr-Anthrazit, Ruhr-Anthrazit-Ei­formbriketts und Ruhr-Brechkoks. Die Preisnachlässe sind im Mai am größten und verringern sich von Monat zu Monat in dem Maße, daß ab August wieder die üblichen Preise gelten.