Eiserne Liebe
Roman von Leonline von
Wi nterseld - Platen
Nachdruck verboten.
„y$ fürchte mich vor Cüch, Herr Ratimer. Wer hat Euch mein Beichtgeheimnis anbertraut?"
„Ihr selber, Frau Jadwig."
Sie stand einen Augenblick wie versteinert. Dann riß sie sich hoch.
„Herr Ratimer, Ihr habt mit dem Heiligsten Mß- brauch getrieben. Dafür wird Gott Euch strafen. Und waS auch kommen mag, ich kann Euch nicht mehr betstehen."
Er ließ ihr Gewand kos und trat zurück, Hohn und Stolz um den schmalen Mund.
„Ich brauche auch Euren Beistand nicht, Frau Jadwig. Gute Nacht."
Er ließ sie stehen und ging quer über den Burghof zum Tor. —
Da wankt: Frau Jadwig hinauf in ihr Gemach.
Aber sie konnte keinen Schlaf finden, die ganze lange Nacht nicht. Am offenen Fenster stand sie und starrte ins mondhelle Tal.
Das hatte Herr Ratimer wagen können! Als Mönch verkleidet das Beichtgeheimnis ihr abzulocken! Oh!
Sie preßte die Fäuste zusammen in ohnmächtiger Wut, daß ihr die Nägel ins Fleisch schnitten.
Stun gab es kein Erbarmen mehr für ihn. Was auch kommen mochte! Unb es würde eine große, große Not kommen. Das fühlte Frau Jadwig.
Gegen Morgen schlief sie endlich etwas ein, aber sie träumte so wild dabei.
Sie träumte, sie sei auf dem Rathen tut Mtternacht
unb sehe den Mann in Erz. Sie sah ihn so, wie man ihr ihr von Kind auf beschrieben, wie er umgehen sollte, wenn ein Unglück bevorstand. In Eisen waren seine Glieder gehüllt, Eisenpanzer deckten Brust und Rücken, ein eisernes Visier schloß sein Gesicht. Auf der Brust hielt er die Hände gefaltet, drinnen ein bloßes Schwert, so wie er ausgehauen war auf den granitenen Steinplatten unten in der Kapelle. Er kam langsam auf sie zu, sie hörte das Eisen klirren bet jedem Schritt. Da schrie sie auf und wurde wach. —
Sie fuhr sich mit zitternder Hand über die Stirn und konnte den Traum nicht vergessen.
Als ihr am Morgen des Pförtners Frau wie alle Tage den Napf mit Suppe hinaufbrachte, sah sie müde und übernächtig aus, so daß die andere sie erschrocken anschaute.
„Was fehlt Euch, Frau Jadwig? Ihr seid doch nicht krank?"
Schwer setzte sich Frau Jadwig auf den hohen Stuhl am Fenster.
„Ich weiß e§ nicht, Frau." * '
Und dann plötzlich den Kopf wendend : „War das Euer Kind, das so schrie die Nacht'?""
Die Frau nickte.
„Es hat mit den Zähnen zu tun."
Frau Jadwig sah der Frau zu, wie sie in dem Gemach aufräumte.
./Ihr seid doch des Pförtners Frau. Wie kommt es, daß er schon so alt ist und noch ein so kleines Kind hat?""
„Wir haben spät geheiratet, Frau Jadwig. Wir waren Hörige, da hat uns Herr Ratimer die Freiheit geschenkt. Und so alt ist mein Mann noch gar nicht, es hat ihm nur das lange Leid um Herrn Ratimer die Haare so früh gebleicht." '
„Liebt er denn Herrn Ratimer so?" '
,Ä Frau Jadwig, wer sollte den nicht lieben?""
Frau Jadwig sagte nichts und sah wieder aus dem Fenster.
Da sagte die andere plötzlich! „Ach, daß ich'S bald vergessen hätte! Herr Ratimer läßt Euch sagen durch mich, es wäre schöne Sonne. Ihr solltet doch ein wenig hinausgehen. Er hätte derweilen draußen im Walde zu tun." — 0
Frau Jadwig kraust« die Stirn.
„Da kann man ihn aber leicht fangen!" Die kleine, rundliche Frau lachte laut auf.
„Herrn Ratimer fangen? Den fängt niemand."
Als Frau Jadwig ihre Suppe gegessen hatte, ging sie ruhelos auf und ab in der Kammer. Des Pförtners F-au war schon lange wieder fort. Sie war wieder allein lhren jagenden, wundersamen Gedanken. Golden lachte b e Maiensonne vom wolkenlosen, tiefblauen Himmel, zwitschernder, jubelnder Bogelgesana drang aus allen Büschen und Bäumen. Oh, daß sie hinaus könnte in den Wald, der ihre Heimat war! Eine unbezwingliche Sehn- sucht überkam sie nach Blüten, Vögeln und Sonne. Herr Ratimer war ja fort, er hatte eS ihr selber sagen lassen, da konnte sie ein Hinausgehen wagen. Sie klomm die hölzerne Stiege hinab und trat, tief Atem holend, auf den Burghof. Wie die Bienen in den Kirschbäumen summten und wie die Schwalben wippend auf dem Brunnenrand sahen! Sie hätte die Arme ausbreiten und fliegen mögen. War denn gar kein Entkommen von hier möglich? Der einzige Weg, der den Hockstein mit der Außenwelt verband waren jene Balken über der grausigen Tiefe. Und diese
^Ä^n Tag und Nacht von Bartus, dem Pförtner, bewacht. Flucht gab eS von hier nicht.
Unter den beiden blühenden Kirschbäumen auf dem winzigen Rasenflecken spielte des Pförtners Kind. Es hatte sein nächtliches Zahnweh vergessen und lachte und sprang Frau Jadwig entgegen. Die ließ sich auf das Holzbänk- (etn nieder und zog daS Kind an ihre Knie. Das hatte große, blaue Augen und tiefe Grübchen in den Wangen. Frau Jadwig kam jäh ein weher Gedanke.
„Wenn ich so ein Kind hätten das würde mein Leben reich machen."
„ ^^ legte der Kleinen weich die Hand auf die ®abel merkte sie nicht, daß drüben am andern Felshang jenseits der Brücke Herr Ratimer aus den Tannen getreten war. Er stand regungslos, auf seinen Speer gestützt, und starrte das liebliche Bild unter den Klrschbäumen an. Das schien nicht mehr die zornige, ge- rankte Frau Jadwig zu sein. Das glich eher dem süßen Heiligenbilde einer Madonna im Grünen. ß
Ratimer hatte nicht Zeit jetzt zum müßigen
Beide Hände legte er an.den Mund und rief hallend
zum Pförtner hinüber, daß Frau Jadwig erschrocken zu- sammenfuhr.
„Bartus, sende mir zehn Mann über die Bohlen mit Aexten aber ohne Säumnis!"
Da traten nach wenigen Minuten zehn Knechte, jeder mit einer Axt über die Schulter, aus dem Buratov. Die
wies er an die Tannen gegenüber dem Hockstein, da, wi er stand, zu fällen.
„Nun wird es Ernst," sagte Bartus und schlug eir Kreuz, „nun werden sie wohl kommen. Er hat sein« Tannen so geliebt, der Herr Ratimer, aber den Hocksteir doch noch mehr. Wenn man den Hockstein belagern würde hat er gesagt, müssen die Tannen fallen."
Frau Jadwig sah den Alten erstaunt an.
„Warum?"
„Das will ich Euch sagen, Herrin. Die Tannen würden uns von hier aus den Ausblick auf den Feind neunten Der hätte ein gutes Verbergen in ihrem Dickicht und sönnst wohl ungestört von dort auf uns zielen. Der Reifen voi uns muß frei und kahl sein."
Aechzend und krachend stürzte eine der mächtiger Wettertannen nach der anderen. Wie gefällte Riesen lagen sie in buntem Durcheinander auf dem Felsen. Als bü Sonne um Mittag stand, war die ganze vordere Felsplatte dem Hockstein gerade gegenüber, wie gemäht. Es rock süß nach Harz, dem duftigen Tannenblut. Die Männei trockneten sich den Schweiß von der Stirne.
Ein Säuseln und Wehen ging durch die gefallener ; Tannenwipfel. Herr Ratimer hob lauschend den Kopf. s
„Rock kommen sie nicht. Sie werden erst da sein f wenn's dunkelt. Geht derweile Mittag essen, Mannen ; Danach müssen noch die letzten Tannen fallen."
Er hatte wie die anderen sein Wams abgeworfen. Da; Hemd stand ihm offen vorn über der Brust. In der blonden Haaren perlte der Schweiß in hellen Tropfen. Irgendwo im Grase lag die Kappe mit der Reiherfeder Wie seiner Mannen bester hatte er gearbeitet. Jetzt reckte er die Arme.
„Ich habe Hunger, Bartus."
Frau Jadwig saß noch immer unter dem Kirschbaume, trunken von der linden Luft, daß sie nicht hineingehen mochte.
Wie anders sah der Mann jetzt aus im Sonnenlicht als gestern nacht! So stahlhart, braun und kampfesfroh. So stolz bewußt seiner unbesiegbaren Kraft und seines lachenden Mutes.
Er lachte zu Frau Jadwig hinüber.
„Nun wird's Ernst, Frau. Nun kommen sie alle, den wilden Ratimer zu fangen."
Sie war aufgesprungen. Ihre Hände zitterten.
„Kommt mein Vaters
Er nickte.
„Euer Vater und der junge Duba und ein Fähnlein vom Böhmenkönia."
Sie sah ihn starr an.
^Woh^wißt Ihr das?""
„War ja lange genug unterwegs, um das zu ertauben. Das Böhmenschiff ist schon bet Schandau. Heute abend werden sie hier sein."
Er war über die Bohlen gegangen und schritt jetzt quer über den Burghof.
„Nachher heißt's noch fleißig arbeiten. Zuletzt schlagen wir die Bohlen durch, dann kann kein Teufel an den Hockstein."
Als der Abend kam, waren sämtliche Tannen gefällt. Schweigend zogen die Männer mit ihren Aexten wieder über die Bohlen zurück. Dann stürzten auch die Brücken- ballen mit dumpfem Gepolter in die gähnende Tiefe.
Wie eine Insel im Meer ragte der Hockstein, weitabgeschnitten.
Wer von ihm zum Festland wollte oder zurück, mußte Flügel haben.
Die Drossel, ou jeden Abend ihr Lied in den Tannen am Felsabhang gejubelt, flog ängstlich flatternd hin und her, denn sie fand den Zweig nicht wieder, der sie sonst immer gewiegt.
In der Burg ward kein Licht entzündet. Wie lastende Stille lag es über allen. Frau Jadwig kam ein Schauern an. Sie kannte ihren Vater und seinen Zorn.
Aus den Wäldern von der Elbe her schlichen die ganze Nacht waffenllirrende Männer. Die standen wie eine eherne Mauer am andern Morgen dem Hockstein gegenüber. *
& Kapitel.
Es begann ein wunderbares Leben, das man nun führte aus dem Hockstein. Eigenhändig verteilte der alte Bartus in Herrn RatimerS Beisein täglich von den aufgestapelten Borräten an die Mannen. Alles wurde genau gezählt und abgewogen, denn man sollte Monate damit reichen. Ebenso geschah mit dem Hafer für die Pferde. Die Mannen mußten geduckt und vorsichtig gehen, denn wer einmal zu neugierig über die Mauer schaute, dem fauste ein heimtückischer Böhmenpfeil um die Ohren. Aus dem Stroh im Stalle lag der erste Verwundete, den des Pförtners Frau sorglich verbunden. Wie Maienblüten lag sein rotes Blut auf dem weichen, grünen Rasen. Sonst taten alle ihre Arbeit wie bisher, es lag nur wie ein stilles düsteres Schweigen über allen. Durch Spott- und Hohnworte, die über den klaffenden Abgrund flogen, suchten die Böhmen Herrn Ratimers Mannen zu reizen und auf» zustacheln. Aber die blieben unsichtbar, wenn auch mit geballten Fäusten, Herrn Ratimers Mahnungen eingedenk. Nur, wenn sich ein höhnender Böhme zu nahe an den Abgrund wagte, dem Wachturm gegenüber, kam unvermutet ein todbringender Pfeil aus irgend einer Luke vom Hockstein. Da waren sie gegenseitig voreinander auf der Hut.
Und immer blühender, süßer und sonniger hielt der Lenz seinen Einzug ins Land. Es war jedem einzigen so, als sei er noch nie so schön in den Gau gekommen. Auf den Hängen stand das GraS so hoch, daß man das Wild des Abends und in der Frühe kaum darin sah. Wie Tupfen von trischaetallenem Scknee Bina der blübende
Weißdorn an den Felsen. Wundersam klar und hell waren die Nächte, in denen des Abendrots Verglimmen dämmernd hinüberwob in das junge Licht des Tages. Es waren Nächte, in denen man nicht schlafen mochte, weil sie zu schön dazu waren und man fürchtete, daß sie so nie wie- derkamen.
Aus der breiten Fensterbank im Herrensaal saß Herr Ratimer. Er hielt seine Spielmannfiedel am Sinn und ließ den Bogen verträumt über die Saiten gehen. Wanderlieder spielte er — müde, sehnsüchtige. Dazwischen wilde Kriegswesen. In das schmale, hohe Fenster sah der verdämmernde Juniabend. Draußen regte sich kein Lüftchen. Aus dem Hofe Hang dann und wann eine Männerstimme oder das Klirren einer Pferdekette im Stall.
Um den steinernen Brunnenrand saßen unter der blühenden Linde die Knechte. Ihnen ward die Zeit lang, da trieben sie allerhand Kurzweil. Sie lachten und schwatzten, als läge kein Feind vor den Toren. Sie probten die Klingen und rieben blank, was in der langen Wartezeit rostig werden wollte. Aus dem steinernen Brunnenrand klangen die beinernen Würfel. Der alte Bartus äugte durch die eine Mauerluke ins feindliche Lager. Dann trat er zu den Knechten am Brunnen.
„Gebt acht, Mannen, daß Euch nichts hineinfällt. Das Wasser ist heilig jetzt auf dem Hockstein."
Er ließ den Eimer an knarrender Sette in die Tiefe und zog ihn gefüllt wieder hoch. Mit der hohlen Hand schöpfte er dann und trank gierig. Der Abend war warm. Dann sah er zum Himmel und seufzte.
„Nun schon den ganzen Mond lang kein Wöllchen in der Runde. Das Gras verdorrt an den Hängen und das Erdreich wird Staub. Die Heiligen mögen uns bald Regen schicken, es tut not."
Die Knechte nickten und sahen wie er den Himmel entlang, wie jeden Abend. Der war klar und blau wie
ein makelloses Tuch ohne Fleck und Wolke. Brummend ging der alte Bartus wieder den Stallungen zu.
Im Herrensaal oben spielte immer noch Herr Ratimer auf seiner Fiedel. Dabei dachte er zurück an vergangene Zeiten, da er noch ein Kind war und hier im Saale bei seiner Mutter spielte. Bis ihn der Vater mit sich nahm und im Waffenwerk unterwies. Früh war die Mutter gestorben. Da hatte Herr Ratimer aufwachsen müssen ohne ihre Liebe. Und alles, was rauh und hart in ihm war und was sie bis dahin immer unterdrückt und bekämpft hatte bei ihrem Kind, konnte jetzt von neuem entfalten und wilde Blüten treiben. Ratimer hatte nie» mand, der ihn zurechtwies oder Zartheit und Weichheit lehrte. Und er hatte doch oft solche Sehnsucht danach, unbewußt und ungewollt. Er fühlte, daß in all dem rauhen Kriegsleben in der Heimat und in der Fremde die weiche, ausgleichende Frauenhand fehlte, die ihm ein wenig Sonne hätte bringen können in die Einsamkeit seiner Seele und die Unruhe seines Lebens. Da war ihm vor Jahren das Kind Jadivig begegnet, als Romuald Niemans Burggraf vom Königstein wurde. Er hatte sie gesehen, wie sie durch Wald und Feld streifte und mit Blumen und Vögeln und Eiben Zwiesprach hielt. Wie sie so stolz und siegesbewußt durchs Leben schritt,, als gehöre die ganze Welt nur ihr. Es kam dann die Zeit, wo er in wildem Trotz sich gegen den König von Böhmen und seine Burggrafen wehrte, wegen Lehnsabgaben und Grenzstreit. Bis man ihn so in die Enge trieb, daß er nicht mehr aus noch ein wußte. Da hatte er Jadwiga im Walde getroffen und sie gebeten, bei ihrem Vater ein gutes Wort für ihn einzulegen. Aber sie hatte gelacht und gesagt: „Wenn Ihr vor mir kniet!" Das hatte ihn in tiefster Seele empört und verletzt. Stolz hatte er ihr den Rücken gekehrt und sie von dem Augenblick an gehaßt. Sie waren damals noch beide sehr jung gewesen. Nach kurzer Zeit hörte er, daß sie den Böhmen geheiratet habe, und ihn, Äatimer, jagte man aus der Heimat. Seitdem war ihm Jadwig und ihr Schicksal gleichgültig geworden.
te gebeten, bei ihrem Vater
Er war im Fremdland einsam geblieben, denn ihm stand die Frau zu hoch von der Mutter her.
Da kam er zur Heimat zurück, unbekannt, heimlich. Nur von dem einen heißen Wunsch beseelt, die Burgen der Väter wiederzuerringen. Als Mönch verkleidet, sah er zum ersten Male Frau Jadwig wieder und hörte ihre Beichte. Das tat ihm wohl. Aber mehr auch nicht. Dann traf er sie an jenem Maienmorgen schlafend im Walde. Da war ihm der Gedanke gekommen, durch ihre Gegen- wart aus dem Hockstein die Burg vor Feuer zu retten. Nichts anderes als dieser jähe Gedanke hatte ihn dazu getrieben, sie als Gefangene mit sich zu führen. Mehr wollte er nicht von Frau Jadwig, gewiß nicht — sie war ihm nur Mittel zum Zweck. So sann Herr Ratimer und legte die Geige neben sich auf die Fensterbank. Den Kops stützte er in beide Hände und sah verträumt in das dämmernde Tal zu seinen Füßen.
Dabei tauchte immer wieder ein und dasselbe Bild vor feiner Seele auf. Und er verscheuchte es doch jedesmal ärgerlich.
Jin hohen Gras unter den Blumen und Schmetterlingen sah er Frau Jadwig liegen und schlafen. Und konnte so unbeweglich ihre große Schönheit sehen. Wie die langen, dunklen Wimpern auf den Wangen lagen — wie der Atem durch die halbgeschlossenen Lippen ging wie süßer, zarter Hauch.
Oh, es mußte wohl schön sein, ein solches Weib zu besitzen und ihrer Treu und Lieb gewiß zu sein bis an den Tod.
Es kam ihn ein Verlangen an, den Maienabend mit ihr zusammen zu sein und ein wenig mit ihr zu reden. Unten auf dem Hof war es allmählich still geworden. Bis aus die Wachen waren sie alle zur Ruhe gegangen. Herr Ratimer ging mit schweren Schritten durch den Saal und stieg die Stufen hinauf zu Frau Jadwigs Gemach.
Frau Jadwig saß am offenen Fenster und starrte ins dämmernde Polenztal. So tat sie Stunden um Stunden.
Fortsetzung folgt.