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Allerlei Neuigkeiten

Schwere Kohlenstaubexplosion in einem Kraftwerk. Irr Westkraftwerk am Wettiner Platz in Dresden brach in der Elektrofilteranlage im Dachgeschoß ein Kohlenstaubbrant aus, der zu einer Explosion führte. Bei den Löscharbeiter erlitt ein Arbeiter schwere Brandwunden am ganzen Körper und wurde im hoffnungslosen Zustand ins Krankenhaus gebracht. Durch die Explosion ist großer Gebäudeschaden ent­standen. Ganze Wandteile flogen heraus, Türen, viele Oberlichtfenster und Scheiben wurden zertrümmert.

Großfeuer in einer Altonaer Metallgießerei. Auf dem der Firma Ahrens gehörenden Grundstück Stresemannstraße 39 in Altona brach nachts ein Großfeuer aus, das mehrere größere Schuppen sowie das zwischen Wohnhäusern gele­gene Fabrikgebäude ergriffen hatte. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Die Dachstühle von vier Hintergebäuden wurden eingeäschert. Vier Pferde sind den Flammen zum Opfer gefallen.

Feuer auf einem deutschen Dampfer. Die Ladung des deutschen DampfersArgenfels" hat auf der Heimreise von Ostindien Feuer gefangen. Der Dampfer, der Oelkuchen ge­laden hat, hat, um das Feuer zu löschen, Malta angelaufen. Hier wird der Oelkuchen soweit geleichtert, bis man an den Brandberd herangekommen ist. Es ist noch nicht bestimmt, wann das Schiff seine Reffe fortsetzt.

Lagerhallenbrand im Frankfurter Westhafen. Im West­hafen von Frankfurt a. M. geriet eine große Lagerhalle in Brand. Als die Wehr eintraf, stand die Halle, in der haupt­sächlich Fässer mit Oel, Teer und Benzin aufgestapelt waren, in hellen Flammen. Die Feuerwehr, die mit zwölf Schlauch­leitungen den Brand bekämpfte, konnte ein Uebergreifen auf benachbarte Hallen verhindern und einen kleinen Teil der Halle und der darin befindlichen Güter retten. Die Brandursache konnte nicht ermittelt werden.

Die Beerdigung der Opfer der Gülser Unwetterkata­strophe. Unter Beteiligung von etwa 3000 Personen wurden die fünf Opfer der Gülser Unwetterkatastrophe, die durch den Einsturz einer Scheune getötet wurden, beigesetzt. In den Straßen und an den Bergabhängen hatte eine große Menschenmenge Spalier gebildet.

Zwei Deutsche auf derGeorges Philippar". Wie be­kannt wird, befanden sich auf dem im Golf von Aden in Brand geratenen französischen PassagierdampferGeorges Philippar" auch zwei Angestellte der Maschinenfabrik Augs­burg-Nürnberg. Wie die M. A. N. auf Anfrage mitteilt, handelt es sich um zwei Monteure des Werkes Gustavsburg bei Mainz. Bis jetzt fehlt noch jede Nachricht über das Schicksal der beiden.

von Gaunern um vier Millionen Franken betrogen. Ein reicher Australier, ein 65jähriger Farmer namens Wad fon, der erst vor kurzem in Paris eingetroffen war, wurde das Opfer von zwei internationalen Betrügern, denen es gelang, ihm vier Millionen Franken abzunehmen und da­mit zu verschwinden.

40 Todesopfer durch Pest. "Der nördliche Teil des Man­dats Sudwestafrika ist von einer schweren Pestseuche Heim- zesucht. Bisher sind 40 Todesfälle berichtet. Angesichts dei weiten Landstrecken und des Fehlens einer wirksamen Or­ganisation zur Anmeldung aller Krankheitsfälle glaubt man ledoch daß die Zahl der Todesfälle in Wirklichkeit viel hö­her ist.

1000 Morgen Wald niedergebrannt

Lauchhammer, 20. Mai. Vier Tage wütete in den For­sten zwischen Lauchhammer und Grünewalde ein Wald­brand, der vermutlich auf fahrlässige Brandstiftung zurück- zuführen ist. Trotz aller Bemühungen zahlreicher Feuer­wehren gelang es zunächst nicht, den Brand aufzuhalten, der erst nach viertägiger Dauer im wesentlichen gelöscht werden konnte. Man schätzt die betroffene Fläche auf rund 1000 Morgen. Der Schaden ist sehr groß. Es besteht nach wie vor die Gefahr, daß der Brand bei Windzunahme erneut auflebt.

Ein betrügerischer Gemeindeselretör

Rheydt, 20. Mai. Am Donnerstag ist der 43jährige hie­sige Gemeindesekretär Heinrich Paulussen wegen Verdachts der Veruntreuung von Kirchengeldern 'verhaftet worden Bei einer außerordentlichen Revision durch die Kirchenbe- Hörde war in der Gemeindekasse ein Fehlbetrag von 55 000 Mark entdeckt worden, über den Paulussen sich nicht aus­weisen konnte. Es handelt sich um Kirchensteuergelder und Gelder, die Paulussen als Geschäftsführer des evangelischen Wochenblattes verwaltete. Paulussen, der vom Kriege her an einer Kopfverletzung leidet, erklärt, daß der Fehlbetrag bei den Kirchensteuern ihm unabsichtlich unterlaufen und nur auf einen Buchungsfehler zurückzuführen sei. Für das Fehlen von Geldern bei dem Reservefonds des Wochen­blattes fehlt bisher jede Erklärung.

Plünderungen in Leipzig

Nachdem es in der letzten gelt In Leipzig vereinzelt zu Plünderungen von Lebensmittelgeschäften gekommen war, drangen erneut Trupps junger Burschen an vier ver­schiedenen Stellen der Außenbezirke in Lebensmittelgeschäf­ten ein und entwendeten Fleisch- und Wurstwaren. Die Überfälle erfolgten fast sämtlich um die gleiche Zeit, so daß man eine planmäßige Vorbereitung annimmt. Die Täter sind entkommen.

Polizeipräsident verübte Amtsmißbrauch '

Stockholm. Der Oberreichsanwalt hat beschlossen, den ! ehemaligen Polizeipräsidenten von Stockholm, G. H a r l e - man, wegen Amtsmißbrauchs unter Anklage zu stellen. Harleman hat dem freiwilligen Bereiffchaftsverein der Stock­holmer Luftverteidigung Lizenzen zum Ankauf von Waffen und Munition gewährt, ein Verein, der identisch ist mit dem von General Munck geführten privaten Korps, dessen Be­stehen seinerzeit viel Staub aufwirbelte, als man davon erfuhr.

Volkswirtschaft

Berliner Effektenbörse.

An der Berliner Effektenbörse vom Donnerstag zeigten sich zu Beginn schwächere Kurse. Wenige Kauforders standen auf den verschiedenen Marktgebieten größeren Abgaben gegenüber, so daß die Tendenz der gesamten Börse ausgesprochen schwach war. Ab- gesehen von den Dessauer Gas-Aktien, hatten Elektrizitätswerke

ln Nation auf die vorangegangene Steigerung den stärksten Kursabschlag um 4% Punkte auf 45 auszuhalten. Am jBlontonmarft erfuhren Mannesmann-Röhren mit 36 ( 3) den tarnten Rückgang. Harpener waren mit 41% im Verlauf um I Punkt, Gelfenkirchen mit 40% ebenfalls um einen Punkt niedri- 8??'. ^al)l und Phönix gaben um einen halben Punkt nach. Rhein. Braunkohle sanken im Verlauf auf 155% ( 3%). I. G. Aorten setzten mit 91% ein, waren im Verlauf bei kleinem Ge- '

schüft langsam rückgängig und wurden später mit 90 gehandelt. Am Elektromarkt eröffneten Siemens mit 108 und waren später nach vorübergehend 108% auf 107 % rückgängig In Schuckert folgten größere Abgaben, die später den Kurs aus 54% drückten. Recht widerstandsfähig erwiesen sich AEG., die mit 22% zu 22% nur eine Kleinigkeit über dem Vortagsschluß lagen. Am Kalimarkt hatten lediglich Westeregeln mit 97 ( 3%) einen größeren Abschlag auf- zuweisen. Auch am Kunstseidenmarkt erfolgten stärkere Abgaben, insbesondere in Bemberg, die im Verlauf mit 34 um 3% Punkte schwächer lagen. Aku gaben auf 36 ( 1%) nach.

Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert 5,5 Prozent und darüber. Monatsgeld 68 Prozent. Am Privatdiskontmarkt blie­ben die Notierungen unverändert 4,87 Prozent im Mittel.

Am Devisenmarkt waren kaum Veränderungen festzustellen Etwas fester lag das englische Pfund, das gegen Kabel New Park mit 3,675 gehandelt wurde. Oslo schwächer, gegen London 20,00

Devisenkurse. Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engl. Pfund 15,45 15,49, Holl. Gulden 170,93 171,27, Belga (Belgien) 59,09 59,21, ital. Lira 21,67 21,71, dän. Krone 84,52 84,68, norm. Krone 77,17 77,33, franz. Franken 16,605 16,645, tschech. Krone 12,465 12,485, schweiz. Franken 82,34 82,50, span. Peseta 34,67 34,73, schwed Krone 78,52 78,68, österr. Schilling 51,95 52,05.

Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse vom Donnerstag erfolgten erneute starke Preiseinbrüche beim Weizen. Das Angebot an prompter Ware hat sich erneut vermehrt, während die Nachfrage der Mühlen bei dem unbefriedigenden Mehlgeschäft weiter äußerst gering blieb. Infolgedessen wurde b-r Preis für prompten Weizen um 2 Mark herabgesetzt. Dementsprechend ermäßigte sich auch die Notierung am Markte der Zeitgeschäfte für Weizen per laufenden Monat. Besonders stark war der Preisverlust des Iuliweizens, der um etwa 6 Mark zurückging. Septemberweizen lag etwas fester. Im Roggenhandel ergaben sich für Mai und September nur geringfügige Abschläge, während Iuliweizen 1% Mark verlor. Auch prompter Roggen wurde um 2 Mark niedriger notiert. Das An­gebot war zwar nicht groß, jedoch wirkte sich die schwache Tendenz im Weizengeschäft auch hier aus. Das Mehlgeschäft hielt sich für beide Sorten in allerengsten Grenzen. Weizenmehl wurde vielfach um 25 Pfg. billiger angeboten und auch für Roggenmehl lauteten die Forderungen eher nachgebend. Lediglich Hafer konnte feinen Preisstand behaupten, da gute Ware gesucht blieb.

Notierungen vom 19. Mai:

Für 1000 Kg.:

Weizen, märk. Roggen, märk. Braugerste Futtergerste Hafer, mark.

Für 100 Weizenmehl Erdnußkuchen . Erdnußkuchenmehl Roagenmeyl Weizenkleie Roggenkleie Biktoriaerbfen

273275 202204 186193 178185 164169

Kg.:

33,0036,25 11,40 11,40

25,8027,75 11,3011,75 9,5010,10 17,0023,00

Kl. Speiseerbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupinen, blaue Lupinen, gelbe Serradella Leinkuchen Trockenschnitzel Sojabohnenschrot ab Hamburg ab Stettin

21,0024,00 15,0017,00 16,0018,00 15,0017,00 16,0018,00 10,0011,50 14,0015,50 28,0034,00 10,70

9,00

10,70

11,60

Kartoffelflock., freie 15,9016,25

Frankfurter Viehmarkt vom 19. Mai Der Austrieb des iHebenmaiKeS bestand aus 58 Rindern,

741 Kälbern, 25 Schafen, 483 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb des letzten Nebenma^kies waren 83 Rinder, 400 Schweine, 1091 Kälber und 23 Schafe weniger angetrieben. Notiert wurden Kälber 4045, 35-39, 2534, Schweine 35-39, 33-38, 21-37. Verglichen mit den Preisen des letzten Nebenmarktes waren Kälber 12 M. niedriger, Schweine unverändert Mrrktverlauf: Schweine ruhig, ausverkaust, Kälber mittelmäßig, später abflauend, Schafe mittelmäßig, ge­räumt.

Amtliche Bekanntmachungen.

Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. beabsichtigt, im Interesse der Seschleuuigung des Reiseverkehrs und der Sicherstellung der Anschlüsse auf der Nedeu- dahustrecke filsseld Niederaula die Höcffstge- schwindigkeit von 40 auf 50 Km/Stunde zu erhöhen. Die in der vorgenannten Strecke vorhandenen, gut über­sichtlichen und verkehrsarmen Wegeübergänge sollen ge­mäß § 46 (5) der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung ebenfalls mit 50 km/5tunbe befahren werden. Es kommen folgende im Kreise Hersfeld belegenen Wege­übergänge in Frage:

km 31,967 Gemarkung Niederjossa

32,337

33,043

33,673

Niederaula

Der Antrag der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. liegt in den Bürgermeisterämtern der an der Strecke Alsfeld Niederaula belegenen Gemeinden Niederjossa und Niederaula während eines Zeitraumes von 14 Tagen zu jedermanns Einsicht öffentlich aus.

Jedem Beteiligten steht es frei, innerhalb der von den genannten Behörden noch näher zu bestimmenden Offenlegungsfrist im Umfange seines Interesses bei dem zuständigen Bürgermeisteramt Einwendungen gegen den Antrag schriftlich oder mündlich zu Protokoll geltend zu machen.

HerSseld, den 18. Mai 1932.

Der Landrat.

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II. Försterei Wüstfeld, Distrikte 355, 360, 368. Kiefern:

26 rm Nutzscheite II. Kl. (2,5 m lange Rollen), 86 rm Scheite, 35 rm Knüppel. Fichten: 81 Stangen I.-Ill. Kl, 40 rm Reisig III. Kl.

III. Försterei Gorga, Distrikt 377. Fichten-Stangen I Kl. = 88 Slck.

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