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Dr. 101.

Iwsfelder Tageblatt

2. Blatt.

Gedanken zum Souutag

„Wahrlich ich sage euch: Wer zu diesem Berg« sprächet Hebe dich und wirf dich ins Meer, und zweifelt« nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, daß es geschehen würde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt. Dar­um sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet,

glaubet nur, daß ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf daß auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehler." Jesus redet hier vom B^ten und dieser Sonntag, der den Namen „Roaate", dar heißt „Betet!", trägt, lenkt unsere Gedanken auch auf das Gebet. Wie ist es damit? Flattert

es n

am

dem Boden nach? Muß es nicht wie das Wasser aus dem Brunnen mühsam emporgehoben werden? Hängt sich nicht der Kleinglaub« wie ein Bleigewicht an seine Flügel? Ist es nicht oft nur ein Ziehen an der Notbremse? Wie ganz anders würde unser Beten fein wenn es aus einem Herzen käme, das erfüllt ist von unerschütterlichem Vertrauen zu Gott, — von jenem Vertrauen, das sich ausspricht in den Worten: „Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht". — Mehr von diesem Vertrauen, und es wird mehr Fröhlichkeit auf Erden sein! Mehr von diesem Vertrauen, und es wird weniger Nervosität und Krankheit da sein und viele bösen Geister werden weichen. —

Es ist wohl wahr, daß über jedem rechten Gebet stehen muß: Dein Wille geschehe! Das kann und soll uns hindern, etwas von Gott ertrotzen zu wollen. Aber es kann uns doch nicht hindern, zu ihm zu sprechen: Herr, dir ist alles möglich! Es kann uns nicht hindern zu glauben, daß Gott das Best« tun wird. Wo dieses Vertrauen ist, da betet man mit ungebrochener Zuversicht. Wenn der Berg sich nicht ins Wasser wirft, so ist es deshalb, weil es richtiger ist, daß wir auf seine Höhe hinaufsteigen, und mit Gottes Hilft kommt man über die steilsten Serge glücklich herüber.

Aber unser Heilandswort weist nicht nur auf die Macht des Glaubens hin. — „Und, wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt." Da kommt zum Vertrauen auf Gott auch die Liebe zum Mitmenschen. Das sind gleichsam die beiden starken Flügel, auf denen das Gebet siegreich und befreit von aller Erdenschwere, gereinigt von allem Erdenstaub sich zu Gottes Thron erhebt. — Ver­trauen auf Gott gibt dem Pfeil des Gebets die unwidersteh­liche Flugkraft, Liebe gibt ihm die Richtung. Jenes führt in das Land unbegrenzter Möglichkeiten, diese leitet unser Bit­ten auf den rechten Weg. Vertrauen zu Gott räumt auf mit allem, was uns am Beten hindern will, und Liebe nimmt unserem Beten das Kleinliche, Selbstsüchtige, macht es weit, frei und rein, und hebt es empor zu den großen Anliegen des Reiches Gottes.

3m Malen

„Der Mai ist gekommen ..." Schon stimmt die wan- öeifiofje Jugend die Instrumente, um es jener glückbe- ichwingten Vogelwelt gleichzutun, die dem erwachten neuen 6 ühling und feinem Schöpfer Jubelchöre singt. „Wie lieb*

überall durch Blütenflor und Blätterschmuck verschönt. Kann man es der geplagten Menschheit verdenken, wenn sie beim Einzug des Mai auf Stunden die Sorgen vergißt und die Herzen mit neuer Freude und neuem Hoffen füllt? „Der Mai ist gekommen — da bleibe, wer Lust hat mit Sorgen zu Haus." Es liegt ein froher Glanz auf den Gesichtern der Menschen, als müsse „sich nun alles, alles wenden." In vielen Gegenden des deutschen Vaterlandes haben sich noch alte Maibräuche erhalten, die uns zeigen, daß unsere Altvordern ihren Empfindungen für den anziehenden, „alles neu machenden Mai" gern sichtbaren, symbolischen Ausdruck gaben. In Marburg a. d. Lahn z. B. ist es so: die einzelnen studentischen Korporationen lassen auf den An­leihen Marburgs, sobald die Sonne untergegangen ist, ihre Freudenfcuer abbrennen. Holzstöße, Fackeln, Leuchtkugeln, Dateien flammen in die Nacht hinein, das alte Schloß glänzt in bengalischer Beleuchtung, Böllerschüsse hallen an den Bcrghängen -wider. Kurz vor Mitternacht bewegt sich ein unendlicher Zug nach Marburgs malerischem Markt­platz, die Festteilnehmer halten Fackeln in den Händen. In feierlichem Schweigen stellen sie sich in weiter Runde auf. Man hört nur das leise Knistern der Fackeln, die ihren phantastischen Schein über die altertümlichen Häuser ver- keiten. Lautlose Stille über dem Platz und den anschließen­den Häusern. Plötzlich kündet die Turmuhr mit zwölf tiefen Schlägen Die Mitternacht. In diesem Augenblick stimmt die Menge jauchzend das Iubellied an: „Der Mai ist ge­kommen". Ist der Gesang verklungen, so leeren die Stu­denten die mr^ebrachten vollen Gläser auf das Wohl Mar­burgs. Der erste Chargierte richtet eine kurze Ansprache an die Bürger, in der er die Freundschaft zwischen Bür­gern und Studentenschaft feiert. Damit ist der Frühling offiziell begrüßt worden und genießt in Marburg „Bür­gerrecht'. Und dieses Bürgerrecht gewährt man ihm wohl nicht nur c: der Lahn; denn überall singt man schov seit Wochen: „Komm lieber Mai..." Nun Ist er gekommen und hat alles neu gemacht.

Per Sternenhimmel im Mai

Venus ist dann Heller als irgend- h Es ist nicht ausgeschlossen,

Bald nach Sonnenuntergang finden wir im Westen den „Abendstern", die helle Venus, die Anfang Mai erst um Mit­ternacht unter den Nordwesthorizont yinabsinkt und zu Mo- natsende auch erst etwa 23.15 Uhr untergeht. Bemerkens­wert ist, daß der Planet am 22. Mai in die Stellung feiner Bahn zur Erde kommt,daß er uns in größtmöglicher Hellig­keit zu leuchten scheint: Venus ist dann heller als irgend­ein Fixstern oder selbst Planet. Es ist nicht ausgeschlossen, bei klarem Himmel und einigermaßen Kenntnis des Standes des Gestirns den Planeten sogar mit freiem Auge bei Tage am blauen Himmel zu erkennen, besonders, wenn man das Auge etwas von störendem Licht befreit.

Bei weiter fortschreitender Dämmerung finden wir etwa im Süden Jupiter, der aus dem Krebs in den Löwen wandert und Anfang Mai um 21.30 Uhr, Ende Mai schon um 0.30 Uhr untergeht. Mit Zunahme der Dämmerung treten dann auch die Fixsterne am Firmament hervor, zunächst Regulus im Süden, der Hauptstern des Großen Löwen. Südlich vom Löwen steht das grsße, aber unscheinbare Bill» der Wasser-

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schlänge. Im Westen gehen die „Wintersternbilder" Orion, Stier und Zwillinge unter. Durch die Zwillinge führt die Milchstraße das Äuge zum Fuhrmann, dessen hellgelber Hauptstern Capella fast im W-sten steht. Dem Zug der Milch­straße folgen' stoßen wir im Nordwesten auf Perseus. fast im Norden auf das „W" der Cassiopeia. Gehen wir von Norden über Cepheus und den Himmelsvol in den Zenitb so finden mir dort Den Himmelswagen, Den Großen Bären, Oestlich vom Löwen erhebt sich die Jungfrau mit der gelb- weißen Spica über den Südhorizont, über der Jungfrau steht Bootes mit dem rötlichen Arttur. Oestlich von ihm Krone, Herkules und Leier mit Wega, im Nordosten erhebt sich dar Kr«uz des Schwanes über den Horizont. Von den am Morgenhimmel sichtbaren Planeten steigt zunächst der ringbekränzte Saturn, im Steinbock stehend, um 1.40 Uhr (zu Monatsende schon um 4.30 Uhr) über den Südosthori­zont, dann folgen zu Monatsanfang um 4.80 Uhr Merkur und um 4.40 Uhr Mars, die Sonne um 5.07; zu Monatsende kommt Mars um 3.20 Uhr und die Sonne um 4.27 Uhr, Mars um 4 Uhr über den Horizont. Die letzten beiden Pla­neten, von denen Merkur am 8. Mai seine größte scheinbare Sonnenferne hat, sind also nur schlecht in der hellen Morgen­dämmerung zu sehen.

Der Mond ist am 5. als Neumond unsichtbar, am 13. ist erstes Viertel, Vollmond am 20. und letztes Viertel am 27. Mai. — Die Helligkeitsdau«r der Tage nimmt vom 16 auf etwa 17% Stunden zu.

Eisberge auf Wanderschaft

Wenn die Frühjahrssonne immer verlockender, immer wärmer die Erde bestrahlt, dann denkt der Mensch an froh- liche Wanderfahrt. Einen solchen unwiderstehlichen Früh­jahrswandertrieb besitzen aber auch die Eisberge. die von der Sonne, wenn das Eis mehr auftaut nach dem Süden gelockt werden. Sie lösen sich zumeist von der West- und auch Ostküste Grönlands aus dem starren Wintereis los und werden mit dem Labradorstrom der großen atlantischen Schiffahrtsstraße zugetrieben. Der natürliche Feind der Eisberge ist der Golfstrom, jene warme Meeresströmung, dic vom Golf von Mexiko bis hoch nach Skandinavien hinauf führt und ein wichtiger Faktor des Klimas von Irland und Norwegen ist.

In diesen warmen Wassern beginnen die Eisberge, langsam dahinzuschmelzen. Der Golfstrom aber genügt nicht, um die Gefahren der Eisberge für die Schiffahrt zu bannen. Man hat jene schwimmenden Eisriesen besonders in den Monaten April und Mai schon zu Hunderten angetroffen Erst vor kurzem konnten wir uns der gewaltigen Kata­strophe der „Titanic" erinnern, der von einem Eisberg der Leib aufgerissen wurde. Schon eine solche Katastrophe be­weist allein die furchtbare Gewalt dieser Eisriesen. Manche von ihnen ragen bis zu hundert Metern über den Meeres­spiegel empor Wenn man dann bedenkt, daß fast 85 Prozent der Eismasse sich unter dem Wasser befindet, so erkennt je­der, daß es nicht leicht ist, in der Nähe eines solchen Heim-

Früher kannte die Schiffahrt' kein anderes Schutzmittel, als den Eisbergen möglichst nach Süden auszuweichen. Man maß auch in bestimmten Absätzen die Temperaturen des Meereswassers, um aus der Abkühlung auf die Nähe von Eisbergen schließen zu können, aber all diese Mittel waren ' noch recht unzuverlässig, und der südliche Umweg kostete Geld und Zeit.

Heute hat sich die Gefahr der wandernden Eisberge we­sentlich herabgemindert. Ein umfangreicher Beobachtungs- und Meldedienst benachrichtigt auf drahtlosem Wege Die Schiffe über auftauchende Eisberge und ihren WanderweH. Aber auch die Temperaturmessungen auf dem Schiffe selbst werden mit Thermometern gemessen, deren Empfindlichkeit ans Wunderbare grenzt. Jedes Schi"

„.._ Wunderbare grenzt. Jedes Schiff strahlt Wärme aus, und so ein Thermometer, das auf Hundertstel Grade reagiert, meldet die Annäherung eines Schiffes vom warmen Schorn­stein angehaucht, wenn es noch unsichtvar vielleicht noch 8 bis 10 km entfernt herannaht. Es ist selbstverständlich, daß ein derart empfindliches Instrument jede Abkühlung der Luft meldet, die durch Eisberge verursacht wird, bevor der Mensch selbst nur das geringste empfindet.

Wie man jetzt hört, will man den Eisbergen ihre Früh- jahrswanderung einfach unterbinden, indem man sie, bevor sie überhaupt in verkehrsreiche Meere gelangen, vernichtet. Das ist nicht etwa leicht. Wie frühere Versuche beweisen, ist ein Torpedieren der Eisberge völlig zwecklos gewesen. Neuere Versuche zeigen aber, daß Thermit, das auch zum Schweißen benutzt wird, wenn man es in tief in den Eisberg eingebohrte Löcher bringt und entzündet, ein Schmelzen der Eisberge in verhältnismäßig kurzer Zeit zur Folge hat. Erfolge in dieser Richtung würden der Schiffahrt evtl. zu jeder Zeit die nördliche, kürzere Route nach Nordamerika un- gefährlich machen. Aber auch der Luftfahrt könnte ein guter Dienst damit erwiesen werden, zumal den Ozeanfliegern, weil die Vernichtung der Eisberge bereits im hohen Norden auch das Wetter beeinflussen würde. "

70 Jahre Deutscher Sängerbund

Ein Rückblick auf seine Entwicklung.

Die Sängerm Zusammenfasfuna steht, ist etwa 100

Die Sängerbundesbewegung, soweit man hierunter die Zusammenfassung von Vereinen zu bestimmten Zwecken ver­steht, ist etwa 100 Jahre alt. „Bünde" wurden zuerst Ende des zweiten Jahrzehnts des vorigen Jahrhunderts gegründet. Zwei, die sich bis heute gehalten haben, konnten bereits ihre Zentenr ' '^ begehen: Die „Provinzialliedertafel und die „Vereinigten norddeutschen Liedertafeln". Der historische Ueberblick über die Entwicklung ist schnell gegeben: Die Gründung von Männergesangvereinen datiert aus dem An­fang des 19. Jahrhunderts. Seitdem sprechen wir auch von einer speziellen „Männerchorliteratur", die für das Singen in Vereinen geschaffen wurde. Die relativ wenigen vorher entstandenen Kompositionen hatten ander« Zwecke und haben mit „Vereinsliteratur" nichts zu tun. Der Gründer des ersten Männerchors war Zelter, der Freund Goethes, der in den Jahren 1808/09 einen erlesenen Kreis literarisch und musikalisch interessierter Leute in einer „Lie­dertafel" zusammenfaßte, deren Zahl 24 nicht uberstieg. Man dachte dabei weniaer an „Kunstausübuna als an

Pflege vaterländischer Gedanken, Geselligkeit, geistig hoch­stehende Unterhaltung usw. Das Beispiel Zelters fand Nachahmung, man ebenfall«

Nachahmung, in anderen norddeutschen Städten gründete man ebenfalls „Liedertafeln", die aber immer nur wenige, sorgfältig ausgesuchte Mitglieder enthielten. Diesem Prin­zip der „gesellschaftlichen Exklusivität" stand eine Bewegung entgegen, die von der Schweiz her kam. Nägeli, der be­kannte Gesangspädagoge, gilt als ihr Förderer. Er suchte ebenfalls Männergesang zu propagieren, aber auf wesent­lich breiterer Basis. Seine Auffassung stand in krassem Gegensatz zu Zelter. Er vertrat den Standpunkt des sozia­len Ausgleichs. Kurz gefaßt, er vereinigte alle Kreise in sei­nen Vereinen, ohne nach Stand und Stellung zu fragen. Ihm war es in der Hauptsache darum zu tun, daß all« san­gen, daß der Gesang wieder Volksgut im besten Sinne wurde.

Die Zeitströmung brächte es mit sich, daß Nägeli- Ideen eine außerordentliche Ausbreitung fanden. Ueberall entstanden Vereine, die den einfachen Volksgesang, auch das Volkslied pflegten. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ließ die Idee aufkommen, gemeinsame Veranstaltungen auf- zuziehen, die Pflege der Geselligkeit verlangte nach einem gemeinsamen Austausch der Gedanken. So entstanden die ersten Sängerfest« in Plochingen (1827), Frankfurt a. M. (1838) und nieten anderen Städten. Die nach Zelterschem Muster gegründeten Liedertafeln gehen meist von ihren krassen Grundsätzen ab und werden, wenn auch unbewußt, zu Der Nägelischen Richtung hingedrängt. Das Nägelische Prinzip, im Chorgesang den sozialen Ausgleich zu suchen und zu finden, hat dann im Lauf« Der Jahrzehnt« überrag«nde Bedeutung gewonnen. Es ist heute ein eiserner Grundsatz des DSB., daß es in ihm feinen Unterschied gibt in der sozialen Stellung. In der Singstunde steht der Kaufmann neben dem Arbeiter, der Beamte neben dem Handwerker. Politik und konfessionelle Fragen schalten ebenfalls grund­sätzlich aus, eine Einstellung, die die Sympathie weitester Kreise haben dürfte.

Ausschaltung der Politik bedeutet aber nicht Vernei­nung einer deutschen vaterländischen Gesinnung. Sie haben alte Vereine, alle Bünde auf ihre Fahnen geschrieben. Sie gewann an Bedeutung, je stärker die Bestrebungen zur Schaffung eines einigen Deutschen Reiches wurden. Turner und Sänger haben, das ist historisch erwiesen, viel zur Vorbereitung der Gründung des Deutschen Reiches beige­tragen.

Um die 50er Jahre ist über Deutschland ein dichtes Netz von Männergesangvereinen und Bünden. meist land­schaftlich geschlossener Art, aber auch auf rein freundschaft­licher Basis gespannt. Auch die deutschen Auswanderer tun sich zusammen; es entstehen Vereine in Amerika, Ruß­land, sogar in Australien finden wir Freunde Des Männer­gesanges.

Dem immer stärker werdenden Drängen nach deutscher Einigkeit kamen die Männergesangvereine entgegen. Nichts lag näher, als die vielen kleinen und großen Bünde zu einer Einheit zusammenzuschließen. Einen wesentlichen Anstoß

Mar«'»-!- wurde dann das „große deutsche Sängerfest in Nürnberg 1861", das von sehr vielen Bünden besucht wurde Schließlich wurde der „Schwäbische Sängerbund" beauf­tragt, die Gründung in die Wege zu leiten. Diese kam dann 1862 in Koburg zustande. Damals waren 41 Bünde vertreten, die etwa 45 000 Sänger umfaßten.

. Die Bestandserhebung vom 1. Januar 1931 zeigt einen Stand von 16 405 Vereinen mit 546 592 Sängern, also annähernd eine Verdreifachung der Zahl. Gerade im letzten Jahrzehnt ist der Aufgabenbereich des DSB. sehr erweitert worden, insbesondere wurde der musikalische Ausbau der Feste vertieft, neben einer großen Reihe anderer Gesichts­punkte, die hier nicht weiter ausgeführt werden können. Das im Juli in Frankfurt stattfindende XI Deutsche Sän­gerbundesfest soll einen neuen Markstein in der Entwicklung bilden, ein Markstein, der weiterführt zur musikalischen Kul- turgemeinschast. Dr. Ewers.

wie ein Frachtdampfer verlängert wird.

Eine ebenso kühne wie einfache Umbaumethode wird zurzeit im Schwimmdock der Germaniawerft in Kiel an dem Fracht- Dampfer „Frielinghaus" erprobt. In der Schiffsmitte wer­den die Verbände durchschnitten. Die Nieten gelost, dann der Vorderteil des Schiffes auf Gleitplanken um 12,6 Meter weaaewaen, worauf die Zwischenräume der Schiffs- uno Jnnenwandungen ergänzt werden. Der 6000-Tonnen-Damp- fer erhöht feine Tragfähigkeit dadurch um 950 Tonnen.

Unser Bild zeigt die Durchschneidung des Dampfers.