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Weitere Hitlerreden

Kuuvgebuwgen in Sübboutschland.

In einer Kundgebung in Frankfurt a. M. erklärte Hitler, diejenigen täuschten sich, die da glaub­ten, baß der Kampf ein Ende nehmen würde. Der Redner wandte sich dann im einzelnen gegen die Wahllügen, die über ihn und den Nationalsozialis­mus verbreitet würden. Er habe einen Kampf be­gonnen zur Vernichtung der Parteien und der schuldi­gen Männer und führe ihn durch bis zum letzten.

In Darmstadt führte Adolf Hitler aus, daß es sich bei diesem Wahlkampf nicht um den 85 jähri­gen Reichspräsidenten, sondern um das System han­dele. Daß man den Nationalsozialisten die Propa­ganda im Film und im Rundfunk verweigere, sei unverständig. Es gebe nur zwei Möglichkeiten, ent­weder habe der Nationalsozialismus unrecht, dann wäre es besser, ihn im Rundfunk reden zu Tassen, damit sich alle ein Bild machen könnten, oder die Natio­nalsozialisten hätten recht, dann hätten aber die an­deren die Pflicht, die Nationalsozialisten sprechen zu lassen und der deutschen Nation die Wahrheit nicht vorzuenthalten. Hitler wandte sich dann im einzel­nen gegen die Jnflationsgerüchte und weitere Behaup­tungen der Gegner. Man lasse keinen Versuch vorüber­gehen, gegen die Nationalsozialisten zu Felde zu ziehen. Die N^'^nalsozialisten würden niemals kapitulieren.

In Ludwigshafen wies Hitler die in einem Plakat enthaltenen Behauptungen über seine Ein­künfte zurück und kam dabei auch auf sein Gehalt als Regierungsrat zu sprechen. Er betonte, daß er sofort bei Annahme der Stelle sein gesamtes Gehalt nach Einlauf der braunschweigischen Staatsbank überwiesen mit der Anordnung, es durch einen von der braun­schweigischen Regierung genehmigten Ausschuß ausge­steuerten Erwerbslosen zur Verfügung zu stellen. Er habe das getan, weil er in der Lage sei, das, was er brauche, persönlich zu verdienen.

Vor der Schicksalswende!

Brüning mahnt: »Deutsches Volk, hatte durch! Dann ist voller außenpolitischer Erfolg sicher!"

Stettin, 9. April.

Reichskanzler Dr. Brüning sprach Freitag abend in Messehallen vor mehr als 10 000 Personen.Ich halte mich für verpflichtet," so sagte der Kanzler,hier im Osten auf ein paar Dinge ergänzend eingugehen, angesichts der unge­heuren Verhetzung der Massen. Einer der Hauptangriffe gegen die Person des Reichspräsidenten ist die Behauptung, daß der Reichspräsident sich zu einer Parteikandidatur einer bestimm­ten Richtung gemacht habe und damit seinem historischen Namen etwas vergeben habe.

Bei den Verhandlungen einer parlamentarischen Ver­längerung der Amtszeit des Reichspräsidenten hat sich ge- zigt, daß die Herren sich nicht über einen gemeinsamen Prä­sidentschaftskandidaten einigen konnten, daß sie sich nicht über ein Kabinett einig wurden, daß sie sich nicht über ein Programm einigen konnten, daß sie sich überhaupt über nichts einigen konnten, als über eine Tatsache, das gegen- wärrrge ^iabinerr zu stürzen, rvoM-ih»en afeee v^-MnGt- z <ehlte.

Was heule die Welt erschüttern läßt in einem wirtschaft­lichen Chaos, in einer Krise ohnegleichen, das ist eben nichts anderes als die geschichtlich sich immer wiederholende Tal- fache, daß ein Krieg wirtschaftlich nie ungestraft geführt wer­den kann.

Eines haben wir erreicht trotz aller Nöte, daß die Land­wirtschaft nicht so weit zusammengebrochen ist, wie in den meisten übrigen Ländern. Wir sind das einzige Land, dem es gelungen ist, die Preise für Brotgetreide auf das Zwei­fache des Weltmarktpreises zu bringen. Wir haben die Ge­nossenschaften gerettet; mir haben die wirtschaftlichen Unter- nehmungen des Mittelstandes gerettet, wir haben die Groß­banken saniert, obwohl wir Monat für Monat überlegen muß­ten, wie wir das notwendige Geld zusammenraffen konnten, um die Umschuldung durchzuführen und um sechs Millionen Erwerbslose über den schwersten aller Winter hinwegzu- bringen. ,

Es ist uns gelungen, unsere öffentliche Wirtschaft und , den Etat durchzuhalten und die Währung in Deutschland stabil zu Hallen. Es wäre bequemer gewesen, Wege zu be- schreiten. mit denen die Nationalsozialisten hausieren gehen. Dann hätten wir uns populär gemacht, aber dann wäre das Chaos gekommen.

Wenn wir jetzt wiederum das deutsche Volk aufrufen, sich in der Mehrheit hinter dem Generalfeldmarschall zu scharen, so deshalb, weil wir diese Politik durchhalten müs­sen, die allein zur Freiheit, dMH Befreiung ^on^den Re-

p arationöMMM Mr^MtMSMMgung Deutschlands in der Welt führt.

Ich möchte auf den Ernst der Lage, in dem sich das deuffche Volk befindet, aufmerksam machen und darauf Hin­weisen, daß das deuffche Volk an einem Abgrund entlang­geführt wurde. Wenn der Weg verantwortlicher Politik wei- lergegangen wird, wenn das deutsche Volk die seelische Kraft besitzt, in den nächsten drei bis vier Monaten auf diesem Wege weiter auszuharren, dann allerdings fühle ich mich vor meinem Gewissen berechtigt, zu sagen, daß dann dem deutschen Volk in der Außenpolisik ein voller Erfolg beschie- den sein wird.

Der Reichskanzler schloß mit der dringenden Bitte, alles daran zu setzen, zu kämpfen, zu werben, für einen vollen Erfolg Hindenburgs am kommenden Sonntag.

Die kommunalen Auslands-Kredite

Berlin, 9. April.

In den Verhandlungen über die ausländischen Schul­den der öffentlichen Hand sind wesentliche Fortschritte er­zielt worden, so daß mit ihrem Abschluß in den nächsten Tagen gerechnet werden kann. Von der Schuldsumme sollen 10 Prozent sofort nach Abschluß des Abkommens, das für ein Jahr gelten soll, zurückgezahlt werden. Der Zinssatz soll mindestens 6 Prozent, jedoch 2 Prozent über dem Diskont­satz des Gläubigerlandes liegen.

Diskont jetzt fünfeinhalb Prozent

Berlin, 9. April.

Die Reichsbank hak mit sofortiger Wirkung ab 9. April 1932 den Diskontsatz von 6 auf 5% Prozent, den Lombard­satz von 7 auf 6^ Prozent ermäßigt.

Die Reichsbank läßt in Fortsetzung ihrer bisherigen Po­litik der Wirtschaft diejenige Erleichterung zuteil werden, die mit Rücksicht auf die Gesamtsituation zurzeit als mög­lich erscheint. Hervorgehoben wird, daß seit der Herab­setzung des Reichsbankdiskontsatzes von 7 auf 6 Prozent mit Wirkung vom 9. März die Verflüssigung des Geldmarktes sich fortgesetzt hat und daß die übliche Unterbrechung durch den Quartalstermin verhältnismäßig gering war und rasch überwunden worden ist.

Scheringer-Prozeb

Haftentlassung vom Reichsgericht abgelehnt.

Leipzig, 9. April

Am zweiten Tage des Hochverratsprozesies gegen den ehemaligen Reichswehrleutnant Scheringer vor dem Reichs­gericht wurden die Veröffentlichungen Scheringers ausführ­lich behandelt. Die Sitzung begann mit der Erörterung eines in derSüddeutschen Arbeiterzeitung", Ausgabe für Ulm, veröffentlichten Artikels.Scheringer schreibt: Macht die Massen zum Kampf bereit". Es handelt sich um den Artikel, der das Strafverfahren gegen Scheringer ins Rol­len brächte. Der Angeklagte erklärte dazu:Anläßlich des läutern. Er wolle davon Gebrauch machen, falls er mit SA.-Kameraden in eine Diskussion komme. Für diesen Zweck habe ich den Brief geschrieben.

Nach einer Pause verkündete Reichsgerichtsrat Dr. Baumgarten, daß der Antrag auf Aufhebung des Haft­befehls gegen den Angeklagten Scheringer abgelehnt wird. Begründet wird die Ablehnung mit dem Fortbestehen des dringenden Tatverdachts. Der Fluchtverdacht bestehe in die­sem Falle um so mehr, als der Angeklagte durch seine ver­schiedenen Ausbruchsversuche gezeigt habe, daß er zur Flucht geneigt ist.

Sodann erfolgte die Beweisaufnahme. U. a. berichtete Oberleutnant a. D. W e n d t, der im Ulmer Offiziersprozeß ebenfalls verurteilt worden war, über wiederholte eingehende Besprechungen in Gollnow mit SA.-Abordnungen aus Ber­lin und Stettin. In der SA. habe sich damals nach dem Legalitätseid Hitlers eine starke Bewegung zur Loslösung von der Partei bemerkbar gemacht. Goebbels solle entschlos­sen gewesen sein, eine Norddeutsche Nationalsozialistische Partei zu gründen. In der Presse seien damals wiederholt Meldungen erschienen, daß Scheringer sich der Gruppe Stennes angeschlossen habe.

Die Verteidigung legt besonderen Wert auf diese letzte Feststellung, da sie erklärt, daß Scheringer seine wiederhol­ten Kundgebungen und Briefe aus der Festung nur geschrie­ben habe in Ehrennotwehr oder zur Berichtigung falsche, über ihn in Umlauf gesetzter Gerüchte.

hochverratroerlahre« in Anhalt

Dessau, 9. April.

Im Anhaltischen Landtag teilte Staatsminister Dr. Weber in Uebereinstimmung mit dem Oberreichsanwalt mit, auf Grund von Urkundenmaterial habe sich der dringende Verdacht ergeben, daß Mitglieder der NSDAP. den Plan vorbereitet hätten, die Verfassung des Reiches und des Lan­des Anhalt gewaltsam zu ändern.

Zu diesem Zweck sei eine militärische Ausbildung der SA. vorgenommen und die militärische Besetzung wichtiger öffentlicher Gebäude in Dessau und die Festnahme führender Mitglieder der Regierung sowie des Staates Anhalt vorge­sehen gewesen. Der Oberreichsanwalt habe ein Ermittlungs- verfahren wegen Vorbereitung zum Hochverrat eingeleitet, das noch nicht abgeschlossen sei.

Natjonallozialistilcher Protest

ImVölkischen Beobachter" veröffentlicht Reichstags­abgeordneter Rechtsanwalt Dr. Frank II einen Artikel, in dem erklärt wird, den Höhepunkt des Verfolgungsfeldzuges gegen die NSDAP. bildet die Behauptung, daß Hitler und feine Bewegung Landesverrat begingen. Wäre der Beweis, heißt es weiter in dem Artikel, für die Illegalität der NSDAP., für ernstliche Bürgerkriegsvorbereitungen inner­halb der Organisation der NSDAP., für Hochverratsvorbe- reitungen innerhalb der SA. oder SS. oder für landesver- räterisches Beginnen innerhalb der Bewegung wirklich er­bracht, dann würde gesetzwidrig gehandelt, wenn eine solche Organisation nicht zur Auflösung gebracht würde. Da aber dieser Beweis nicht vorliege und auch angesichts des legalen Vorgehens der NSDAP. nicht vorliegen könne, könne auch von einem Verbot der Organisation der NSDAP. nicht die Rede sein.

Der europäische Zollkrieg

Verschärfung der französischen Einfuhrkontingenkierung.

Paris, 9. April.

Eine Abordnung von Bergarbeitern aus Nordfrankreich wurde von Arbeitsminister Laval und von Ministerpräsi­dent Tardieu empfangen. Die Delegierten wurden wegen der ausländischen Konkurrenz auf dem Kohlenmarkt und wegen des angeblichen Dumpings des Auslandes vorstellig.

Riefeubrond in Machen

München, 9. April. In der unweit des Marien-Platzer im Zentrum der Stadt gelegenen großen Schrannen-Hall« ' brach gegen 3 Uhr morgens Feuer aus, das sich mit unge- heurer Geschwindigkeit über das ganze Gebäude ausdehnt« und auch noch auf einige Nachbarhäuser Übergriff. Die ge­samte Münchener Berufsfeuerwehr mußte zur Bekämpfung des riesigen Feuers herangezogen werden. Das Feuer fand, vom Sturm begünstigt, in dem alten, zum größten Teil aus Holz bestehenden Bauwerk reiche Nahrung und brannle es vollkommen aus. In der Schrannenhalle, die früher als Markthalle diente, jetzt als Lagerraum benutzt wird, sollen in der Hauptsache alte Möbel und Automobile unlergebrachk gewesen sein. Infolge des starken Funkenfluges gerieten die Dachstühle mehrerer Nachbarhäuser in der Blumenstraße sowie Utzschneiderstraße in Brand.

Vom Roten Juw wurde 82 Personen erste Hilfe znieu. vs Feuerwehrleute wurden von den Sanitätern be­handelt, sie hatten meist Rauchvergiftungen oder Augenver­letzungen erlitten. Zwei Feuerwehrleute wurden durch einen Sturz vom Dach schwer verletzt. Wie verlautet, sollen acht Kraftwagen und eine Anzahl Motorräder den Flammen zum Opfer gefallen sein. Die Zahl der verbrannten Woh­nungseinrichtungen steht noch nicht fest. Auch die Brandur­sache ist noch unbekannt.

Der Brandplatz der Schrannenhalle, die ebenfalls wie der Glaspalast aus Holz, Eisen und Glas erbaut war, er­innert stark an das Unglück des Münchener Glaspalastes. Früher als Getreidehandelsplatz der bayerischen Landes­hauptstadt von großer Bedeutung und später auch noch alt Zentrale des Obst-, Hülsenfrüchte- und Lebensmittelhandels ein Zentrum der Münchener Lebensmittelversorgung, wurde die Schrannenhalle seit Jahren nur noch als Lager- und Einstellhalle vermietet. Nun ist, wie der Glaspalast, auch dieser bekannte Münchener Bau, der eine Länge von 436 und eine Breite von 31 Metern hatte, ein Raub der Flam­men geworden.

Zusammenstoß in der Lust

Sieben Tote.

Während eines Uebunasfluges stießen über dem Flug­platz Sonate Pozzolo zwei Bombenflugzeuge zusammen und stürzten ab. Zwei Offiziere und fünf Mann der Besatzung verunglückten tödlich. ,

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Volkspräsident oder

So lautet die Entscheidung

Seit dem Scheiden des Eisernen Kanzlers hat es nur einen Mann wieder in Deutschland gegeben, der den EhrentitelVater des ^Vater­landes" wahrhaft verdient hat. Nur einer von all den Staatsmännern der letzten 18 Jahre hat das deutsche Volk sowohl im Kriege wie auch im Frieden in schweigender Pflichterfüllung aus Not und Verzweif­lung zum Siege geführt:

Hindenburg

Kaum ein anderes Volk der Erde hat einen Mann von seines Charakterstärke, seiner Größe, seinem Pflichtgefühl, seiner Demut. In keinem Lande der Erde ist ein einzelner Mann so zum Symbol der Treue, der Aufopferung für fein Vaterland geworden wie er. Und kein Land der Erde hat eine Führerpersönlichkeit von seinem Format!

Deutschland macht sich des schweren Verbrechens grundloser Un­dankbarkeit schuldig, wenn es nicht in allen seinen Stämmen und Schichten freudig erkennt, was ein gütiges Geschick ihm gab in diesem? Manne:

Hmdenburg

Parteipräsident?

des zweiten Wahlgangs.

In ihm wurde uns der Führer gegeben, der die.Gewähr dafür bietet, daß er sein Volk führt, ohne sein Ohr, Beemflussungsversuchen zu öffnen. In ihm wurde uns das leuchtende Vorbild gegeben, 'ba3 heute nötiger ist denn je. In ihm hat Deutschland ernen Menschen, der sich fast als Einziger der einmütigen Achtung und Verehrung eines ganzen Welt erfreuen darf. Er ist im Letzten und Trefsten derVater des Vaterlandes", der erprobte und bewährte Führer, dem zu folgen unser aller Ehrenpflicht sein sollte!

Um Hindenburg, den Vater unseres deutschen Vaterlandes, scharen wir uns auch heute wieder. Nicht um ihm zu danken für seine Treue, und Aufopferung, sondern weil wir erkennen, daß nur einer unseye Führer sein, daß nur einer uns den Weg zeigen kann aus der 9M dieser Tage:

Hindenburg