Dr. 77.
Umfelder cageblan
2. Blatt.
Gedanken zum Sonntag
„Darum, — seid fest, seid unbeweglich, und nehme! immer zu in dem Werke des Herrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn!" — Da, Osterevangelium hat uns die frohe Kunde gebracht: Der
Erstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Dies, Botschaft tragt etwas Verpflichtendes in sich. Sie darf nicht mit den Festtagen verklingen. Sie soll den Ton bei Lebens hineintragen in den Alltag. — „Darum", mit die- !em „darum" schlägt der Apostel die Brücke vom Aufer- Itehungsglauben zum praktischen Christentum. Die Öfter- gäbe wird zur Aufgabe. Wer kann sie lösen?
Nur einer, der mit allen Fasern seiner Seele in der ^^tsache wurzelt: Jesus lebt! Nur einer, der aus der Vstertat die Gewißheit gewonnen hat, die keine noch so widrige Erfahrung ihm rauben kann: Gott bleibt doch ’ Sieger! Nur einer, der im Glauben den Weg vom Kreuz ! aus Golgatha zu dem offenen Grab in Josephs Garten ge- gangen ist! Nur einer, der inmitten eines trostlosen Le- ' bens das ewige Leben ergriffen hat, wie es Ostern allein uns schenken kann. Ein jedes Jahr, ein jeder Tag gibt Gelegenheit, innerlich zu reifen, Osterleben von dem aufer- ! andenen Herrn in sich hineinzunehmen. Das rechte Christenleben ist ein beständiges Zunehmen im Lichte des Öfter- festes, bis das ewige Ostern anbricht.
So nehmet immer zu in dem Werke des Herrn!" Dieses Werk des Herrn kann auf eine doppelte Weise gedeutet werden: einmal als das Werk, das der Herr in uns treibt, nn aber auch als das Werk, das wir für ihn treiben ollen. Als der Auferstandene seinen Jüngern erschien, hat er sie zuerst froh gemacht, aber dann hat er sie in die Ar- oeit gestellt: Siehe ich sende euch! Nicht nur Hörer der Osterbotschaft sollen wir sein, sondern auch ihre willigen r.ater. Osterzeugen sollen wir werden, die des Herrn Werk an greifen, die säen, arbeiten, Kraft hingeben, betend ringen um seine Herrschaft die ihre Kinder zu Gott führen. Jede vaat ist Ernte für die Ewigkeit jeder Baustein baut mit am Hause Gottes Auch, wenn mir nicht gleich den Er- wlg sehen, unsere Arbeit ist nich! vergeblich in dem Herrn, gewiß es Ostern geworden ist Jesus ist der Siegesheld. Wer sich mit ihm zusammenbindet, sümpft nie für eine per« zweifelte Sache, steht nie auf einem verlorenen Posten.
Der Sterneahimmel im April
Wenn die Nacht hereinbricht, fällt der Blick des Ster- nenfreundes am südwestlichen Sternenhimmel zunächst auf den „Abendstern", den Planeten Venus, der am 19. seine größte scheinbare Sonnenferne erreicht. Die Venus geht am Anfang des Monats April nach 23 Uhr, gegen Monats- ende erst um Mitternacht unter. Gerade im Süden flimmert dann noch ein Heller Planet auf: Jupiter, der bis 4.30 , Uhr morgens, am Monatsende noch bis 2.30 Uhr im Stern- bild des Krebses zu sehen ist. Merkur kann man nur in i den ersten Tagen des April noch in der Abenddämmerung finden. Dann wird er infolge der großen Sonnennähe für das Auge unsichtbar. Seine „untere Konjunktur" (zwischen Sonne und Erde) erreicht er am 10.; dann wird der Merkur Morgenstern und geht gegen Ende des Monats etwa ein« einviertel Stunden vor der Sonne auf. Bemerkenswert ist noch, daß der Merkur am 14. April seine diesjährige kleinste Entfernung von der Erde erreicht und dann „nur" 86^ Millionen Kilometer von unserem Planeten entfernt ist Von den übrigen Planeten steht am Morgenhimmel Mars im Sternbild der Fische und geht um 5,50, gegen Monatsende schon 4,40 Uhr auf. Am 29. April steht er nur zehn Bogenminuten südlich vom Uranus, der am 9. April seine größte Entfernung von der Erde (rund 3140 Millionen Kilometer) erreicht. Der ringgeschmückte Saturn geht im Sternbild des Schützen am Südosthimmel gegen 4 Uhr, später schon 1,40 Uhr auf.
Der abendliche Fixsternhimmel zeigt im Südwesten den hellsten Fixstern des Himmels, Sirius, im Sternbild des Großen Hundes. Westlich davon steht der Beobachter die sieben hellen Sterne des Orion, darüber den Stier mit dem Siebengestirn. Während die Milchstraße, die von Süden her über die Sternbilder Zwillinge und Fuhrmann zieht, westlich vom Himmelspol durch das W-förmige Sternbild der Cassio- peia hindurch zum Nordhorizont hinabsinkt, steht östlich vom Polarstern das bekannte Sternbild des Großen Bären oder Wagen.
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Die Dreien des Gottes Gchiwa
yeiße Angst uverstel ste. . . Der da vorne stand und winkte, das war Fürst Amiran.
Und nun sollte sie ihm gegenüberflehen, ihm und seiner — Braut--Nein — das konnte sie nicht. Sie wollte fort... sich verstecken.
Und schon folgte dem Gedanken die Tat. Schnell huschte sie in die Kabine und zog die Tür hinter sich zu.
Sie sah das kleine Boot anlegen und sah ganz nahe sein geliebtes Gesicht, ohne daß er es merkte.
In heißer Oual schlug sie die Hände vor das Antlitz. Mit einem dumpfen Stöhnen sank ihr Kopf auf den kleinen Tisch vor ihr und bittere Tränen entströmten ihren Augen ...
Ihr Herz schrie nach ihm. . . Ein Frösteln überfiel sie. . . Zu spät Verloren — — —
Ein Ruck ging durch ihre Gestalt. Mit tränennassen Augen blickte sie auf und sah in der Tür den Mann stehen, der ihrem Herzen alles Glück bedeutete.
Ein Zucken lief noch um ihren Mund, als sie ihm zögernd die Hand entgegenstreckte und sagte:
„Ich habe Ihnen noch nicht gedankt, Hoheit, daß Sie mir den Weg ebneten, der zu meinem Großvater führte."
Er nahm die Hand, zog die ganze geliebte Gestalt in seine Arme, fest und immer fester und flüsterte ihr zu:
„Die Liebe will keinen Dank, sie will nur Gegenliebe. Willst du sie mir geben, du süßes Weib, du meine holde Blume?"
Sie wehrte sich gegen seine Umarmung.
„Und — Ihre — Braut?" sagte sie und die Tränen rannen wieder über ihre Wangen.
Elfte, die uns löslich bedrohen
Von Dr. Leo B o n n i n.
Diese Frage interessiert wohl einen jeden von uns, da wir ja alle teils im Beruf, teils aber auch im Privatleben gewissen Giftgefahren ständig ausgesetzt sind. Natürlich lassen sich nicht für alle Menschen zugleich gültige Regeln ausstellen, da die persönliche Empfindlichkeit des betroffenen Menschen eine große Rolle spielt. Bei der Giftwirkung kommt es fernerhin auf die Dauer der Giftaufnahme und die Menge des in der Einwirkungszeit aufgenommenen Giftes an. Es ist ja bekannt, daß manche Menschen durch bestimmte Gerüche, gewisse Staubarten, gewisse Blüten von Gräsern, durch Genuß von Erdbeeren, Tomaten, Kirschen usw. Nesselsucht bekommen, während die meisten unserer Mitbürger dieselben Stoffe ohne jegliche Schädigung vertragen. Viel Unglück bringt alltäglich die nachlässige Aufbewahrung chemischer Stoffe mit sich. Umherliegende Tabletten von Schlaf-, und Schmerzmitteln, besonders morphiumhaltigen, haben schon sehr viel Unheil verschuldet, zumal Kinder gegen solche Medikamente ganz bedeutend empfindlicher sind als Erwachsene. Immer wieder liest man von furchtbaren Mitteilungen, aus denen z. B. heroorgeht, daß ein Kind ein Stück Seifenstein in den Mund genommen hat, weil es dasselbe für Zucker hielt. Sehr schwere Verätzungen sind die Folgen solcher kindlichen Naschhaftigkeit. Die sparsame Hausfrau benutzt manchmal leere Arznei f laschen, um dieselben mit ganz anderem Inhalt zu füllen. In einer alten Flasche mit Augentropfen befindet sich plötzlich S a l m i a k g e i st, ein Nichteingeweih- ter kommt hinzu, tropft sich das vermeintliche Heilmittel ein, und schon ist das vorher nur leicht geschädigte Auge vollkommen zerstört In jedem Haushalt beinahe werden Salzsäure und Schwefelsäure zur Reinigung von Metallbecken usw. verwandt. Die Flaschen stehen herum und können bei mißbräuchlicher Anwendung durch ihren Gehalt an Arsenwasserstoff leicht unheilvolle Folgen herbeiführen. Dieser Arsenwasserstoff ist nämlich ein schweres Blutgift, welches die roten Blutkörperchen auflöst und bisweilen schon nach ein bis zwei Tagen einen grauenvollen Tod herbeiführen kann.
Sehr gefährlich und verhältnismäßig unbekannt ist die Gefahrenquelle, die im Zelluloid liegt. Das Zelluloid ist in Form zahlreicher Gebrauchsgegenstände und Spielzeug in jedem Haushalt vorhanden. Bei einem gewissen Er- wärmungsgrade zerfällt es plötzlich, gerät in flammenlose Zersetzung und es genügt jetzt ein Luftzug, um eine helle Entflammung herbeizuführen. Außer der Brandgefahr entstehen aber bei der Zersetzung noch einzelne Gase, die nichts Geringeres als die gefürchtet« Blausäure enthalten.
Obwohl unter den Reinigungsmitteln im Haushalt das Benzin heute noch eine hervorragende Rolle spielt, sind sich viele Frauen noch immer nicht der Gefahr des Ben - Benzin füllt. sieht man die Benzindämpfe über den Schalenrand klettern und hinabfallen. Da sie schwerer sind als die Luft, lagern sie sich am Boden des Raumes ab, der Luftzug beim Gehen kann sie mitnehmen und plötzlich entzünden sich diese Benzindämpfe noch im Nachbarraume etwa an der Stich- slamme eines Gasbadeofens. Sehr gefährlich ist auch das Reinigen von Kleidungsstoffen mit Benzin in unmittelbarer Nähe von Gasflammen und anderen offenen Lichtquellen.
Bei der Verwertung von Abfallprodukten wird oft N i- i r o b e n z o l angewendet, um durch einen angenehmen Bittermandelgeruch unangenehme Gerüche zu verdecken Dieser Stoff bringt auch durch die unverletzte Haut außerordentlich leicht in den Körper ein und ruft dort sehr unangenehme Vergiftungserscheinungen hervor. Das Nitroben- zol ist übrigens in gewissen schlechten Schuhschwär z- Mitteln enthalten.
Chemische Gefahren erwachsen auch aus dem Betriebe von Kältemaschinen, die ja heute in sehr vielen Fleischereien, Gastwirtschaften, Lebensmittelgeschäften und Wohnhäusern vorhanden sind, Falls diese Maschinen undicht sind, ergibt sich die bedrohliche Möglichkeit des Entweichens gewisser Ammoniakgase, die eine schwere Gefährdung des menschlichen Auges eintreten lassen. Schon die ersten fünf Minuten sind entscheidend für das Schicksal eines solchen mit Ammoniak in Berührung gekommenen Auges.
Schließlich sei noch auf die T i n t e n st i f t e hingewie- II t
Da hob er sanft ihren Kopf und flüsterte unter Küssen:
„Du, du allein bist das Juwel meines Herzens, du bist mir Göttin und Sonne im Weltenraum."
Er preßte sie fest an sich.
„Du geliebtes Weib, du selbst bist meine Braut, dich habe ich erwählt."
Auge senkte sich in Auge.
„Lilli," flüsterte der große stattliche Mann voller Leidenschaft.
Nur ein Wort sagte sie . nur einen Namen . , . der ihre Seligkeit verriet: „Amiran —--"
„Lillt," bat Fürst Amiran zärtlich, „nenne mir einen Wunsch, damit ich ihn dir erfüllen kann."
Sie lächelte, glücklich und doch ein wenig sehnsüchtig.
„Einen Wunsch habe ich. Noch einmal möchte ich dort sein!"
Er umfaßte sie.
„Wo möchtest du sein, mein Lieb?"
Und auch der alte Fürst, der eintrat, fragte:
„Wo möchtest du noch einmal sein, mein Kind?"
Die beiden ihr liebsten Menschen glückstrahlend an- sehend, fang Lillt halblaut, während ein holdes Lächeln ihren Mund umspielte:
„Wo möcht' ich sein?
Wo der perlende Wein im Becher glüht,
Wo Männer preisen des Sängers Lied,
Am Rhein, am brausenden, schäumenden Rhein:
Ca möcht' ich M!"
Ende.
len, Die meistens einen gefährlichen Farbstoff enthalten. Das betroffene Gewebe geht in immer fortschreitender Auflösung zu Grunde unter Bildung von hartnäckigen Eiterunaen. Bei !«der Tintenstiftverletzung zögere man keinesfalls, sofort zum Arzt zu gehen, um die Wunde gründlich behandeln zu lassen.
Mit Recht sehr gefürchtet ist auch heute noch das Kohlenoxyd, welches uns als Leuchtgas in jedem Haushalt geliefert wird. Das Leuchtgas wird ja nun allerdings bei vernünftigen Menschen vorsichtig behandelt, nur wird sehr oft vergessen, daß auch aus undichten Heizungen Kohlenoxydoergiftungen herrühren können. Dieses Kohlenoxyd zersetzt sofort das Blut und birgt die allergefährlichsten Krankheiten durch oft tödliche Herabsetzung des Blutfarb- fioffgehaltes in sich.
Diel zu wenig bekannt ist leider, daß zahlreiche Kraftwagenführer und Herrenfahrer dadurch den Tod gefunden haben, daß sie in geschlossener oder ungenügend entlüfteter Garage den Motor laufen ließen und nun in den Bereich der kohlenoxydhaltigen Auspuffgase der Verbrennungsmotoren kamen.
Jeder von uns kann durch Verantwortungsgefühl wenigstens einen Teil der geschilderten Gefahren abwenden und fid> und seinen Nebenmenschen schützen!
Gartenarbeiten im April.
3m Obstgarten ist jetzt die wichtigste Arbeit dar Spritzen der Obstbäume. Steinobstbäume werden mit 5—7« prosentiger und Kernobstbäume mit 8—lOprozentiger Obst- baumkarbolineum-Lösung bespritzt. Die im Herbst als Schutz gegen den Frostnachtspanner um die Stämme der Obst- bäume angelegten Sieb gürte! müssen, soweit es noch nickt geschehen ist, jetzt abgenommen und verbrannt werden. Di« Stellen, an denen der Siebgürtel gesessen hat, sind beim Spritzen der Bäume besonders sorgfältig mit Obstbaum- karbolineum zu behandeln, damit etwa hier vorhandene Eier des Frostnachtspanners abgetötet werden. Im Ertrag« nicht befriedigende Obstbäume sind umzupfropfen. Eine gedruckte Anleitung hierzu kann in Form eines Flugblattes von der Obstbau-Abteilung der Landwirtschaftskammer in Halle kostenlos bezogen werden.
Im Gemüsegarten sind, sobald es die Witterung gestattet und der Boden frostfrei und genügend abgetrock- net ist, Mähren, Spinat, Petersilie, Erbsen, Zwiebeln und Schwarzwurzeln auszusäen. Bei mildem Wetter müssen tagsüber die Überwinterungsräume der Kübelpflanzen und anderer ausdauernder Pflanzen gründlich gelüftet werden.
Ungültige GnteignungsMiminnngen?
Zum Schutze der Gemeinden vor Entschädigungsansprüchen der Grundstückseigentümer, weuhe sich aus Frei» flächenausweisungen und anderen Eigentumsbeschränkungen ergaben und künftighin ergeben, enthält die „Zweite ^er- orbnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931" in ihrem sechsten Abschnitt (Wohnungswirtschaft), Kapitel III. Vorschriften über „Enteignung auf dem Gebiete des Städtebaues". Jetzt vertritt ein Landgericht, und zwar das Landgericht Düsseldorf, in seinem Urteil — 2. O. 610 31/8 — vom 1. Dezember 1931 die Auffassung, daß die notverordneten Enteignungs- bestimmungen verfassungswidrig sind. In dem Urteil heißt es:
„Die Beklagte beruft sich darauf, daß durch die Notverordnung vom 5. Juni 1931 Rechtsansprüche von der Art, wie sie mit der vorliegenden Klage geltend gemacht werden, ausgeschlossen worden sind. Daß die Notverordnung, wie der Kläger behauptet, deswegen nicht zu berücksichtigen sei, weil bereits das Grundurteil ergangen sei, ist irrig, da die Notverordnung erst nach Erlaß des Grundurteils ergangen ist und dementsprechend ein neuer Rechtszustand geschaffen worden ist, der auch noch bei dem Urteil über die Höhe des Schadens zu berücksichtigen ist. Mit Recht macht der Kläger geltend, daß die Notverordnung vom 5. Juni 1931, soweit sie im 6. Teil, Kapitel 111, Rechtsansprüche von der Art, wie er sie mit der vorliegenden Klage geltend macht, ausschließt, verfassungsändernden Charakter trägt und daher ungültig ist. Ebenso wie nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts das Fluchtliniengesetz insoweit im Gegensatz zu Artikel 153 der Reichsverfassung stehend als ungültig anzusehen ist, als Eingriffe durch Fluchtlinienfestsetzungen der Gemeinden, die nidn unter die im § 13 des Fluchtliniengesetzes aufgezählten Fülle fallen, entschädigungspflichtig fein können, ist aus den gleichen Rechtsgründen der Inhalt der Notverordnung vom 5. Juni 1931 rechtsungültig, soweit er im Teil VI, Kapitel III, Klagen gegenüber Eingriffen durch Fluchtlinienfestsetzung wie die vorliegende Klage ausschließt. Insoweit ist der Inhalt der Notverordnung mangels eines entsprechenden Der» sassungsändernden Gesetzes ungültig."
Das Landgericht Düsseldorf hat somit erstmalig gerichtlich festgestellt, daß die Bestimmung nur für Enteignungen gilt, die nach dem 7. Juni 1931 und vor dem 1. April 1933, dem Tage, bis zu weichem das & eg befristet ist auf dem Gebiete des Städtebaues, vollzogen worden sind »der noch vorgenommen werden.
7 589 000 »»IliMler in Btnlldjlano
Die Reichsschulstatistik für das Schuljahr 1931 hat er» geben, daß im Deutschen Reich 7 589 000 Schüler die öffentlichen Volksschulen besuchen, während die vor 5 Jahren durchgeführte Erhebung nur eine Schülerzabi von 6 662 990 Schülern ergab. Allerdings ist die Zahl der Boiksschuler im Schuljahre 1921 mit 8 894 000 noch nicht erreicht. Die Zahl der an den öffentlichen Volksschulen unterrichtenden hauptamtlichen Lehrer betrug im Reich 187 704 gegen 186 853 im Schuljahre 1926 und 195 946 im Schuljahre 1921. Im Reichsdurchschnitt entfielen 1931 auf 100 000 Einwohner 1174 Schüler und 29 Lehrer. Besonders hohe Schülerzahlen auf 10 000 Einwohner zeigen Oberschlesien (1504), Ostpreußen (1436), Westfalen 1328), die Grenzmark Posen-West- Preußen (1326), und Oldenburg (1314), besonders niedrige Berlin (631), Hamburg (768), Bremen (786). Lübeck (1042), and Braunschweig (1092). Auf einen Lehrer entfielen im Schuljahre 1931 durchschnittlich 40,4 Schüler. . w