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Gedenkfeiern WN BolkstrMKtätz

Berlin. Im Reichstage fand wie alljährlich die Gedenk­feier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt, an der Reichspräsident von Hindenburg und die Vertreter fast aller Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden teilnah- men. In Begleitung des Reichspräsidenten befanden sich Staatssekretär Meißner, Reichswehr- und Innenminister Groener, der Chef der Heeresleitung, General von Hammer­stein und der Chef der Marineleitung, Admiral Räder. Auf der Regierungsplätzen sah man den Reichskanzler Dr. Brüning, die Minister Schiele, Dr. Joel, Treviranus, Ober­bürgermeister Sahm, Vertreter der Geistlichkeit und der Hoch­schulen.

Die Rede hielt der evangelische Feldprobst des Heeres und der Marine, D. Schlegel. Nach den tiefschürfenden, erbauenden Ausführenden des Geistlichen wurde das „Lied vom Kameraden" intoniert.

Der gemeinsame Gesang des Deuschlandliedes bildet« den Ausklang der Feierstunde.

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Die deutsche Kolonie hielt auf dem Genfer Friedhof St. George am Heldendenkmal eine Gedenkstunde für die Toten des Weltkrieges ab. Der deutsche Vertreter auf der Abrüstungskonferenz, Botschafter Radolny, richtete an die Versammelten eine Ansprache, in der er

Sinn und Aufgaben der Abrüstungskonferenz

klarlegte. Es gelte die Wiederkehr einer solchen Katastrophe, wie sie die Welt im Jahre 1914 sah, mit den Mitteln der Moral und des Gewissens zu verhindern. Der friedlichen Gestaltung der Beziehungen der Völker müßten nunmehr die Wege geebnet werden. Der deutsche Vertreter gab der Über­zeugung Ausdruck, daß die Opfer nicht umsonst gebracht worden seien und schloß mit dem zuversichtlichen Glauben an einen neuen Aufstieg des deutschen Volkes.

Kundgebungen für Hindenburg

SPD., Staalspartei und Gewerkschaften einig.

Allona. Die in der Eisernen Front zusammengeschlos­senen Organisationen verunstalteten eine Massenkundge­bung, auf der Reichstagspräsident Löbe über die Reichs­präsidentenwahl sprach. Der Reichstagspräsident erklärte, es gelte für Hindenburg einzutreten, auch wenn jeder wiss«, daß Hindenburg nicht der Kandidat der Sozialisten sei. Hin­denburg habe seinen der Verfassung von Weimar und der Republik geleisteten Eid treu gehalten und werde ihn weiter halten. Das bestimme die SPD.» für Hindenburg in die Märzentscheidung zu ziehen.

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Der Hauptvorstand der Staatspartei faßte zur Frage der Reichspräsidentemvahl «ine Entschließung, in der betont wird, daß alle Kräfte des freiheitlich-nationalen Bür­gertums für den Sieg der Volkskandidatur Hindenburgs ein­gesetzt werden müssen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hielt in D ü s s e l d o r f eine Kundgebung ab, in der der Führer der christlichen Berg­arbeiter, M. d. R. Heinrich I m b u s ch, über das Thema: „Wo stehen wir, was wollen mir?" sprach. Jmbusch erklärte ausdrücklich, die christlich-nationalen Gewerkschaften lehnen ^WWWh-^!<^ W^' staat sei, äußerte sich der Redner, die Gewerkschaften forder­ten die Beseitigung des Einflusses der Schwerindustrie durch Verstaatlichung des Bergbaues. Die Versammlung trat am Schluß für die Wiederwahl des Reichspräsidenten v. Hinden­burg ein.

Der Oberschlesische Bauerntag nahm in O p p e l n ein« Resolution an, in der zur Wiederwahl Hindenburgs aufge­fordert wird. Hindenburg sei «in leuchtendes Vorbild der Pflichterfüllung gegenüber dem deutschen Volke; vor allem verdanke ihm die Ostmark di« Rettung von der Russen­invasion.

Explosion zerstört eine Fabrik.

Durch Explosion wurde eine Fabrik in der Nähe von Nimes (Frankreich) völlig zerstört. Zehn Arbeiter wur­den verletzt, drei von ihnen sehr schwer.

Dr.med. EiHabeOi Degeener

Roman von Marlise Sonneborn

Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale)

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„Doktor Degeener gerade nicht viel Herz gezeigt hat.

Erst ruft die Oberschwester an, dann, na ja, und schließlich ich selbst — nee, erst noch Vivie. Und sie hört einfach nicht. Einfach: ich will nicht, will meine Ruhe haben. Und unterdessen geht das Wurm ein — das unselige, arme Wurm, aus das wir so große Hoffnungen gesetzt hatten!"

„Fragen Sie sich einmal, verehrter Chef: Was hält in solchen Fällen eine Frau für wichtiger als ihre Arbeit?" Doktor van Delden lachte.

„Eine Examensfrage! Aber ich werde sie prompt be- antworten: Putz oder Liebe. Es gibt auch einen sachlichen Grund: Krankheit! Aber krank ist Doktor Degeener nicht. Sie sieht blühend aus wie ein ganz junges Mädchen. Und das andere kommt bei ihr nicht in Frage!"

„Meinen Sie?"

„Herr Kollege, immer noch — Verzeihung! — neidisch auf den weiblichen Chefarzt?"

„Ich weiß aus sicherer Quelle, daß Frau Doktor Degeener heute nachmittag ein Stelldichein hatte mit ihrem Geliebten!"

„Wenn Exzellenz Degeener von seiner Reise zurück war, konnte sie es doch sagen!", erwiderte Doktor van Delden ohne Argwohn.

„Es ist nicht Sprachgebrauch, den Gatten als Geliebten zu bezeichnen!" fuhr Doktor Alander ziel- und sieges­bewußt fort. „Exzellenz Degeener ist noch nicht zurück!" „Herr", brauste Doktor van Delden jetzt auf, „wissen Sie, was Sie sagen?"

„Die pure Wahrheit!" beharrte Doktor Alander mit ruhiger Würde „Wir alle dachten, Sie schließen die Augen, um Den tüchtigen Arzt nicht zu verlieren. Aber die Liaison der Degeener mit Herrn Ley ist im ganzen

MnaiiMinister über Tage-frage^ Arbeitslosenfrage — Zollpolitik — Reparationen.^'

Berlin. Auf der Gesamtvorstandssitzung der Deutschen Staatspartei wies Reichsfinanzminister Dr. Dietrich bei der Erörterung der gegenwärtigen politischen Lage darauf hin, daß es das A und O der deutschen Politik sein müsse, den Millionen Arbeitslosen wieder Arbeit zu geben und die 3,3 Milliarden nach Möglichkeit nutzbringend zu verwenden, die wir jetzt für Arbeitslosenunterstützung im Jahre zahlen müßten. Bei der Erörterung der Finanzlage im Reiche, Ländern und Gemeinden sagte der Reichsfinanzmimster, es müsse damit gerechnet werden, daß die Bierproduktion von 55 Millionen Hektoliter auf 30 Millionen Hektoliter sinke; beim Branntwein sei zu befürchten, daß der Verbrauch unter ein Fünftel des früheren Branntweinverbrauchs herabsinken werde. So bedauerlich vom Standpunkt des Konsumenten die durch den Butterzoll eingetretene Verteuerung sei, so müsse auf der anderen Seite etwas geschehen für die bäuer­liche Veredelungswirtschaft. Bei den handelspolitischen Er­örterungen müsse bedacht werden, daß sich überall bei allen Ländern die Tendenz zur Abgrenzung und Einengung zeige. Wie Deutschland mit einer solchen Politik noch Reparations­zahlungen leisten soll, bleibe unerfindlich. Wenn die Kon­ferenz von Lausanne einen Sinn hak so werde sich zeigen, daß es Deutschland nicht am Zahlungswillen fehle, sondern daß die Gläubigermächte systematisch unsere Zahlungsunfä­higkeit herbeigeführt hätten. Das Deutschland nach dem 1. Juli nichts zahlen könnte, darüber seien sich die Gelehrten einig.

Wettere Biervreislenkung aber erst im April.

Berlin, 21. Februar.

Amtlich wird u. a. mitgeteilt: Die Verordnung über die Bierpreissenkung bleibt bestehen und wird durchgeführt, und zwar nach Maßgabe der vom Preiskommissar erlasse­nen Ergänzungsverordnung, wonach die örtlichen Behörden Härten ausgleichen können Die Reichsregierung hält je­doch im Gesamtrahmen des Bierpreisproblems auch die In­angriffnahme des Getränkebesteuerungssystems für nötig. Denn die Finanzlage erfordert, daß das Bier unter allen Umständen das aufbringt, was bisher in den Etats dafür angesetzt war. Diese Ansätze würden aber nicht erreicht wer­den, wenn die Besteuerung in ihrer bisherigen Höhe be- stehenbliebe.

Aus diesem Grunde ist spätestens zum 1. April 193? eine entsprechende Ziersleuerjenkung in Aussicht genommen, die dann auch eine weitere Senkung des Bierpreises er­möglicht.

Berlin tritt in Bierstreik

Berlin. Die Funktionärkonferenz des Berliner Gast- wirkgewerbes bat beschlossen, ab Donnerstag den Bieraus­schank einzustellen, falls es bis zu diesem Termin nicht ge­lingen sollte, die in Aussicht ge teilte Biersteuersenkung zu einem früheren Zeitpunkt in Kraft zu setzen.

Zaunius spricht von „Achtung der Verträge".

Genf, 21. Februar.

Die Abrüstungskonferenz hat ihre Generaldiskussion fortgesetzt. Zunächst sprach der Vertreter Südafrikas, der die italienischen Abrüstungsvorschläge begrüßte und hinsicht­lich der französischen Vorschläge betonte, daß die von Frank­reich gewünschte internationale Zusammenarbeit kommen werde, wenn die Staaten abgerüstet seien.

Schließlich sprach der litauische Außenminister Zaunius, der u. a. erklärte: Unser« Rüstungen stellen keinerlei Ge­fahr oder Bedrohung für den Frieden dar. Angesichts des offenbaren Mißverhältnisses zwischen den materiellen Kräf­ten der kleinen Staaten und denjenigen der Großmächte kommt es für die kleinen wenig darauf an, in welchen Ver­hältnis die Rüstungen ihrer großen Nachbarn, die über gan^andere Mittel und Hilfsquellen verfügen, herabgesetzt

Sanatorium bekannt. Es ist ja auch ein hübscher Mann — ausgesprochener Damentyp!"

„Herr Kollege", sagte Doktor van Delden, bleich bis in die Lippen, „gnade Ihnen Gott, wenn Sie nicht die Wahrheit gesagt haben — ich dulde in meinem Sana­torium keinen Klatsch!"

„Und soviel ich weiß, auch keine Liebelei!" „Rein — auch keine Liebelei!"

Es klang aus seiner Stimme fast wie Tränen. Aber noch glaubte er kein Wort.

* * •

Als Elisabeth — nach wundervoll durchschlafener Nacht — Punkt sieben Uhr in die Kinderstation eintrat, stand Adelgunde Knacke da, als ob sie schon auf die Aerztin gewartet hätte.

„Frau Doktor?" „Und?"

„Das Kind ist tot!"

Nun erschrak Elisabeth doch.

„So plötzlich!"

„Ein Eiterdurchbruch in die Bauchhöhle!"

„Trotz aller Vorsicht!" bedauerte Elisabeth. „Wie schade für uns. Was das Kind anbetrifstl"

„Es soll ein Fehler gemacht worden sein!" „Ach!"

„Das Kind ist gleich seziert!" „Von wem?"

„Doktor Alander und der Chef!"

„Der Chef? Run, da...!"

„Doktor Alander hat ein altes, verwachsenes Tampon in der Wunde gefunden!"

„Unmöglich! Ich habe stets selbst...!" Adelgunde nickte.

„Ja, eben. Doktor Alander macht es Ihnen zum Vor- Wurf. Ich wollte es nur vorher gesagt haben! Man bereitet sich besser vor!"

„Danke, Fräulein Knacke!" sagte Elisabeth voll Güte.

„Wie gut Sie es immer mit mir meinen! Aber das ist ja hanebüchener Unsinn. Freilich, wenn ich gewußt hätte ...

weroen. »einst nie restlose Entwaffnung könnte den kleinen Staaten kein« absolut« Gewähr gegen Angriffe von Groß- staaten bieten. Kleine Staaten wie Litauen sähen ihre Sicherheit und ihre territoriale Unversehrheit nur in der Herrschaft des Rechts über die Gewalt verbürgt.

Im Lichte der anschließenden Verhandlungen des Völ- kerbundsrakes berührt es merkwürdig, daß der litauische Außenminister in seiner Rede u. a. auch erklärte, es ge­nüge nicht, diese oder jene Kategorie von Kanonen und die Verwendung von Giftgasen und dergleichen zu untersagen; man müsse gleichzeitig die Achtung der Verträge sichern und dafür sorgen, daß die obligatorische internationale Schieds- gerichksbarkeit sich nicht nur auf die Zukunft sondern auch auf Vorgänge der Vergangenheit beziehe.

Aktuelle Wirtschaftsvrobleme

Forderungen der Industrie.

Berlin, 20. Februar.

Der Reichsverband der Deutschen Industrie hielt unter Vorsitz von Dr. Krupp von Bohlen und H a l bach Sitzungen seines Vorstandes und Hauptausschusses ab, in deren Verlauf u. a Geheimrat K a st l über das Thema ,,Wirtschaftsnot und Kreditnot" referierte. Die weltwirt­schaftliche Zerrüttung, so erklärte der Vortragende, könne nur auf der Grundlage einer internationalen Regelung ge­bessert werden; allerdings müsse vorher noch in der Repara- tionsfrage die notwendige Klärung herbeigeführt werden. Zur Wiederherstellung des Vertrauens in die unternehme­rischen Kräfte müsse vor allem das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage wieder zur Geltung kommen. Auf dem Gebiete der Arbeitsbedingungen betonte Kastl er­neut die Notwendigkeit freier Vereinbarungen über den Ar­beitslohn. Die Erfüllung dieser Forderungen bedeute keinen Angriff auf das Tarifvertragssystem sondern nur ein Auf­lockern der Erstarrung, die dem Arbeitnehmer nur den Ver­lust der Arbeitsstätte bringe. Auf dem Gebiete der Wäh­rungspolitik müßten die Auswirkungen der Deflation durch geeignete Maßnahmen umgehend gemildert werden, jedoch müsse man sich dabei vor kreditpolitischen Experimenten hüten, die die Währung bedrohen könnten.

Ministerialdirektor Posse ging auf die Aufgaben der deutschen Handelspolitik ein und erklärte u. a., daß Deutsch­land alle diejenigen Länder, die dem deutschen Export keine Hindernisse in den weg stellten, mit gleicher Liberalität be- । handeln müsse. Mit Abwehrmaßnahmen sollte man den Ländern entgegentreten, die sich durch Zollerhöhungen, Kon­tingentierungen, Devisenregelung usw. absperren.

Abr. F r o w e i n wandt« sich gegen jede Subventions- politik der öffentlichen Hand, auch soweit sie in Form von Steuererleichterungen aus arbeitspolitischen Gründen er­folgten.

Dr. Her!« erkannte in feinem Referat über die Werk­sparkassenfrage die Notwendigkeit an, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern, daß die Einlagen durch Zahlungsschwierigkeiten der Firmen gefährdet würden.

In der Vorstandssitzung wurden die bisherigen Mitglie- der des Präsidiums für weitere drei Jahre wiedergewählt. In den Vorstand wurden folgende Herren neu ausgenom­men: Geheimer Kommerzienrat Dr. Schmiß, Vorstandsmit-

Oesterlen, Generaldirektor der Linke- Hofmann-Buschwerke A.-G., Breslau und Direktor Ebbecke in Firma A.-G. für Licht- und Kraftanlagen.

Kleiner Welt-Spiegel

Lunatscharsky ist zum Vertreter der Regierung der Sowjet­union bei den deutschen Feierlichkeiten zum hundertsten Todestag Goethes ernannt worden.

Die finnischen Studenten beschlossen, eine Woche zu streiken, um gegen den Reichstag zu protestieren, der nicht einverstanden sein soll, in allen Fächern finnischen Unterricht durchzuführen.

Die Vertretung der Papierindustriearbeiter in Schweden hat beschlossen, daß in acht Sulphat- und Zellstoff-Fabriken vom 23. Februar ab gestreikt werden soll. Der Streik umfaßt drei- bis viertausend Arbeiter und ist eine Folae der Lobnstreitiakeiten.

Aber ich war so ruhebedürftig. Und wer konnte vas ahnen l"

Adelgunde schluckte.

Sie wollte noch etwas sagen. Aber sie schwieg. Es wurde ihr zu schwer, die richtigen Worte zu finden.

Elisabeth sah das verstörte Gesicht der Oberschwester.

„Ja, schade!" sagte sie. „Aber, Schwester, von dem einen Fall hängt nichts ab. Er war von Anfang an ver­zweifelt genug. Das Kind ist zu spät in unsere Hände gekommen!"

„Ein schöner Trost!" sagte die Oberschwester, nicht ohne Ironie.

„Gewiß, kein Trost!" sagte Elisabeth in freundlicher Zurechtweisung. „Aber es befreit uns von Verant­wortung!"

„Ja, Verantwortung!" entgegnete die Schwester spitz. Elisabeth schritt fröhlich in ihr Kabinett.

Doktor Alander hatte natürlich Räubergeschichten er­zählt. Nun — das war leicht genug zu beweisen.

Es fiel Elisabeth auf, wie bleich Doktor van Delden war, als sie ihm zwei Stunden später gegenübersaß.

Ging ihm das schnelle Ende des Kindes, das ohnehin verloren gewesen war, so nahe? Glaubte er an einen Fehler ihrerseits, an ein Verschulden, einen Leichtsinn?

„Schade, daß Sie gestern auf wiederholte Anrufe nicht kamen!" knurrte Doktor van Delden, ohne Elisabeth an- zusehen.

,Jch brauchte einmal ein paar Stunden für mich und habe den Hörer einfach abgehängt!" sagte Elisabeth in liebenswürdiger Sorglosigkeit. „Unsere Sache steht ja zum Glück — fällt nicht mit diesem unglücklichen kleinen Wesen!"

„Immerhin war es auch ein Mensch!"

„Eben deshalb! Ich habe mich oft gefragt, ob es nicht unrecht wäre, diesen zerfallenen Körper zum Leben zu zwingen. Leben war hier Qual!"

„Es geschah zum besten anderer Leidender!"

„Das allein — ich möchte sagen — entschuldigte unser Tun!" (Fortsetzung folgt.)