Brünings Antwort
Brief der Reichsregierung an Hitler.
Berlin, 24. Januar.
Die Antwort der Reichsregierung an Setter wird nunmehr veröffentlicht. Der Brief befaßt sich mit den verfassungsrechtlichen und den politischen Bedenken, die Hitler gegen die Verlängerung der Amtszeit des Reichspräsidenten geäußert hatte. Der Kanzler weist in dem Briefe darauf hin, daß es sich niemals um die Aufhebung der die Wahl des Reichspräsidenten betreffenden Bestimmungen der Weimarer Verfassung gehandelt habe, sondern daß es sich lediglich darum handele, die Amtsdauer der geschichtlichen Gestalt des jetzigen Reichspräsidenten aus Gründen des Gesamt- wohles des Volkes auf eine gewisse Zeit zu verlängern. Der Kanzler ewist sodann darauf hin, daß eine Aenderung der Verfassung im Wege der Gesetzgebung zulässig und die poli» tischen Argumente Hitlers unsachlich seien. Er betont, seine Anregung in der Präfidenkschaftsfrage sei aus- schließlich von nationalen, überparteilichen Gesichtspunkten diktiert gewesen.
Er müsse es ablehnen, mit Hitler in eine Erörterung über Schlagwortbegriffe einzutreten. Er müsse es ferner auffällig finden, daß er die Hauptursachen der deutschen Not auf parteipolitische Verhältnisse zurückführe. Nach fast allgemeiner Auffassung sei ein außenpolitischer Tatbestand, nämlich der Versailler Vertrag, mit seiner politischen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeit und Unvernunft der entscheidende Grund der deutschen Not. An diesem Gesichtspunkt gehe Hitler vorbei. Wenn er im übrigen seine, Brünings, Anregung in der Präsidentschaftsfrage als ein Produkt der Angst des Systems vor der politischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus bezeichne, so könne er damit seine, Brünings, Mitarbeiter und ihn selbst nicht treffen Durch das Vertrauen des Reichspräsidenten auf den Posten gestellt, kennten sie alle nur ein Ziel, Rettung des Vaterlandes aus seiner großen Not. Der Kanzler schließt dann mit folgenden Worten:
„Wir scheuen daher auch das Urteil des deutschen Volkes über unsere Maßnahmen nicht. Wenn sie die von Ihnen gewünschte Beseitigung des „herrschenden Systems" als einen außenpolitischen Gewinn Deutschlands bewerten zu sollen glauben, so muß ich Ihnen die Verantwortung für diesen Angriff auf eine Regierung, die alle Kraft an die Beste- rung der Lage des deutschen Volkes in den kommenden Verhandlungen zu setzen entschlossen ist, überlassen. Es muß Ihnen bekannt sein, wie die ganze Arbeit dieser Regierung von dem Primat der Außenpolitik beherrscht wird. Ebenso aber werden Sie nicht leugnen wollen, daß der außenpolitische Erfolg zum Teil durch die Geschlossenheit bedingt ist, mit der die Ration hinter ihren Unterhändlern steht. I kann nur bedauern, daß Sie selbst in dieser kritischen Lage nicht die Folgerung aus dieser Wahrheit ziehen, die sich von selbst ergibt. Wenn Sie zum Schluß meine Fühlungnahme mit Ihnen als dem Führer einer, wie Sie sagen, jahrelang verfemten Parkei von dem Gesichtspunkt der Moral aus beanstanden, so kann ich Ihnen nur erwidern, daß es nicht das erste Mal war, daß ich mit Ihnen politische Probleme besprach, und daß es andererseits sich für mich von selbst verstand, daß ich mich in einer die ganze Ration tief bewegenden Frage auch mit dem Führer der Rationalsozialistischen Arbeiterpartei unmittelbar in Verbindung setzte.
_____Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Brüning"
--------— ' ch
Politisches aus aller Wett
Die Auflösung des Jesuitenordens.
Die Auflösung der Gesellschaft Jesu hat in Katalonien große Erregung hervorgerufen. In Katalonien werden ungefähr 450 Ordensmitglieder betroffen. Der päpstliche Nuntius in Madrid erklärte, daß der durch das Dekret angerichtete Sachschaden größer sei, als man glauben möchte.
Kirchenschändung in Dresden. Sonntag früh gegen 4 Uhr bemerkten zwei Schutzpolizeibeamte, daß an der Christuskirche in Dresden-Strehlen sämtliche Fensterscheiben, darunter auch solche mit wertvollen Glasmalereien, durch Steinwürfe zertrümmert waren. Zwei Personen konnten als Täter festgenommen werden. Es handelt sich um einen 28 Jahre alten „Schriftsteller" und einen 24jährigen angeblichen Architekten. Sie gaben bei ihrer Vernehmung an, linksextremistischen Ideen zu huldigen, jedoch nicht Mitglieder der KPD. zu sein. Sie behaupten, ihre Tat in der Trunkenheit begangen zu haben.
15 Jahre Zuchthaus für Kommunist Weißig.
Im Kieler Prozeß gegen den Kommunisten Weißig wegen Tötung des Nationalsozialisten Mariens bei den Un« ruhen inNeumünster wurde der Angeklagte wegen vollendeten Totschlags in einem Falle und wegen versuchten Totschlages in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zucht- lMis verurteilt.
Vom Parteigenossen erschossen.
Die Erschießung des Nationalsozialisten Guse am 19. Januar in Essen hat ihre Aufklärung gefunden. Als in der Mauerstraße Schüsse fielen, glaubten die Nationalsozialisten, daß diese ihnen galten und erwiderten sie. Von einem dieser Schüsse ist der SS.-Mann Guse, wie sich jetzt herausgestellt hat, im Rücken tödlich getroffen worden. Es scheint sich also um einen Unglücksschuß zu handeln. Der Täter wurde dem Richter vorgeführt. Das Strafverfahren gegen die übrigen Nationalsozialisten nimmt seinen Fortgang. Die Vierpreissenkung.
Der Reichskommissar für die Preisüberwachung hat mit dem Faßbier-Großhandel verhandelt, mit dem Ergebnis, daß ab 1. Februar über die von den Brauereien vorzu- nehmende Preissenkung von 2 Mark hinaus die jeweils örtlich festaesetzten am 8. Dezember gültig gewesenen Preis« für eingeführte inländische, sogenannte echte Biere, um eine Mark je Hektoliter gesenkt werden. In Bayern tritt zu der Senkung des Bierpreises durch die Brauereien eine weiter« Senkung des SchaMnutzens von gleichfalls 2 Mark. Für Norddeutschland ist ein Ergebnis bisher nicht erzielt. Nach dem ablehnenden Bescheid des Gastwirteverbandes ist damit zu rechnen, daß der Rsichskommisfar nun von sich aus eine Entscheidung trifft.
Deutscher Protest in Konmo.
Der deutsche Gesandte Worabt hat bei der litauischen Regierung Protest gegen den Ueberfall der litauischen Studenten auf die „Deutsche Buchhandlung" in Kowno am 21. Januar erhoben und Bestrafung der Schuldigen verlangt.
Aus der Heimat.
* Die ausländischen Kraftfahrzeugmarken in Deutschland. Noch immer stammt jedes zwölfte Motorrad, jeder vierte Personenkraftwagen in Deutschland aus dem Auslande. Auch in unserer Provinz laufen über 8000 Kraftfahrzeuge ausländischen Ursprungs. Bei uns ist allerdings der ausländische Wagen nicht so stark vertreten wie allgemein in Deutschland; erst 21% der Personenkraftwagen, 18% der Lastkraftwagen und 9% aller Motorräder sind ausländische Marken.
Hersfeld. (Erwerbslosenwanderung) Die nächste Wanderung will Pfarrer Freudenstein zur Stellerskuppe veranstalten. Dort wird ein geschichtlicher Vortrag gehalten werden, der die Teilnehmer sicher sehr intereffieren wird. Außerdem soll dort oben Kaffee getrunken werden, weshalb man Trinkbecher mitbringen muß. Ort und Zeit des Treffpunktes: Mittwoch, den 27. Januar, mittags um 12,30 Uhr am Linggplatz.
Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Das Hochdruckgebiet über Zentraleuropa zeigt einey Höhepunkt seiner Entwicklung mit Barometerständen über 787 mm in Deutschland. Druckfall, der jetzt von Südwesten her einsetzt, hat die absteigende Luftbewegung in Westdeutschland nunmehr bis zum Boden in Gang gebracht, sodaß sich die schon seit Tagen auf den Berggipfeln beobachtete Aufheiterung auch in den Niederungen durchsetzte. Später ist vielfach hohe Bewölkung und auch wieder Bodennebel wahrscheinlich, doch hält sich die Hochdruckwetterlage vorerst. — Vorhersage bis Dienstag Abend: Wieder stärkere Neigung zu Bewölkung, aber im ganzen keine wesentliche Aenderung der trockenen Wetterlage.
Kassel. Freitag abend kam es an der Ecke Graben und Entengaffe zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem die Entengaffe herunterkommenden Personenkraftwagen und einer vom Schloßplatz kommenden Straßenbahn. Der Straßmbahnführer bremste mit solcher Gehalt, daß der Wagen aus den Schienen sprang. Der Lenker des Kraftwagens, ein 30jähriger Arzt aus Bettenhausen, erlitt durch die Wucht des Zusammenstoßes schwere innere Verletzungen (Rippenbrüche) und mußte durch die Sanitätshauptwache in das Landeskrankenhaus eingeliefert werden, während der stark demolierte Kraftwagen durch die Feuerwehr abgeschleppt wurde.
Fritzlar. Seit des unglücklich verlaufenen Nachtrittes durch die Eber ist die Batterie eifrigst bemüht, die Leiche ^des Oberkanoniers W. Schwertgen zu bergen, und täglich sucht ein Kommando, mit einem Ponton den Fluß befahrend, die Tiefen des heimtückischen Wassers ab, bisher ohne Erfolg. Lediglich die Feldmütze des Toten wurde vor einigen Tagen an einem Strauche im Waffer unweit der Unfallstelle gefunden. Da für die Auffindung Schwertgens eine Belohnung ausgesetzt ist, suchen auch zahlreiche Arbeitslose die Ufer des Fluffes ab.
Frauksuri a. M. Ein mit sieben Perfonen'be- setztes Automobil fuhr Sonntag nachmittag zwischen Rödelheim und Eschborn auf eine seitliche Stütze einer offenstehenden Eisenbahnschranke. Der Anprall war so heftig, daß sich der Wagen überschlug. Von den sieben Insassen war einer sofort tot, die übrigen sechs erlitten ziemlich ernste Verletzungen und mußten ins Krankenhaus gebracht werden.
Schütze den Hals! ' pflege ihn täglich — gurgle trocken
90 ».45«”“ ^^
Gladenbach (Kr. Biedenkopf). Ein hiesiger Arzt, der mit seinem Wagen im dichten Nebel fuhr, sah zwei Scheinwerfer als solche von Motorrädern an, die seinen Weg kreuzten. Zu seinem Schrecken fuhr er jedoch gegen die Lokomotive des Leerzuges Hardenrod—Gladen- boch. Da er jedoch in nicht zu schnellem Tempo fuhr, blieb er unverletzt; der Wagen wurde erheblich beschädigt.
Laasphe. Auf der Grube Ameise ereignete sich ein schwerer Unfall. Auf der tiefsten Sohle waren Bergleute mit dem Anlegen mit Sprengschüssen beschäftigt, als der erste Schuß plötzlich los ging. Der Bergmann Paul Freudenberg aus Eiserfeld wurde durch die Sprengladungen so schwer verletzt, daß er zusammenbrach. Trotz der schweren Verletzungen suchte der Mann sich aufzurichten und der Gefahrstelle zu entgehen. Doch die übrigen Sprengladungen verletzten ihn noch mehr. Ein anderer Bergmann hatte sich bereits in Sicherheit bringen können, obwohl auch er verletzt worden war. Ein dritter Bergmann wurde im Gesicht erheblich verletzt. Man hat den Schwerverletzten aus dem Schacht geschafft und alle drei Bergleute ins Krankenhaus eingeliefert. Der Zustand des schwerverletzten Bergmannes Freudenberg ist ernst, doch glaubt man, ihn am Leben erhalten zu können.
Der Favag-Proreb
Der Frankfurter Favag-Prozeß erreichte mit der Aus- sage des Generaldirektors Schmidt vom Allianzkonzerr einen gewissen Höhepunkt. Schmidt erklärte, daß Ende 192t Frankl zu ihm gekommen fei und ihm die Idee der Favag- fusion vorgetragen habe. Dabei nannte er von der Allianz als phantastisch bezeichnete Summen für Provision und Abfindung der Favagdirektoren. Becker und Dumcke allein sollten je fünf MilljMen Mark erhalten. Die Allianz war von dem Fusionsangebot sehr überrascht. Man ahnte, daß bei der Favag etwas nicht in Ordnung war, da man deren Arbeit mit fremden Geldern kannte, hielt aber die Bilanz für einwandfrei. Die Vertreter Loeb und Frankl hatten im April 1929 weitere Unterhandlungen. Dabei wies Loeb aus die besondere Lage der Favag hin, die in Frankfurt bereit- allgemein bekannt sei. und nannte aroei Wege der Fusions
möglichkeit, einmal offene Aussprache mit Becker und zweitens Anfragen in der Favag-Generalversammlung über di« Geschäfte der Favag. Diese letztere Kampfmethode lehnte bis Allianz strikte ab. Der Zeuge legte dann eingehend das Verhalten der Allianz nach dem Zulammenbruch dar und verneinte ohne Einschränkung alles das, was heute der Allianz vorgeworfen wird.
Sodann äußerte sich Schmidt noch über die nach dem Zusammenbruch an den Zeugen Loeb auf dessen Reklamation hin gezahlte Provision von 25 000 Mark. Vereinbart war mit den Vermittlern gewesen, 20 000 Mark als Ersatz für die Auslagen zu vergüten, wenn durch big Allianz selbst die Fusion nicht zustande käme. Im Falle des Zustandekommens sollten die Vermittler insgesamt 600 000 Marl erhalten. Schließlich seien die 25 000 Mark an Loeb gezahlt worden, um die Sache aus der Welt zu schaffen.
Lübecker $ro«B
Die Plädoyers der Verteidiger.
Als erster Verteidiger sprach in der Sonnabendsitzung des Tuberkulose-Prozesses Rechtsanwalt Dr. Darvoven- Hamburg für die Laborantin Anna Schütze. Einleitend bemerkte er, er wolle, daß die Schwester Anna Schütze, wenn sie freigesprochen werde, auch, vollkommen gerechtfertigt aus bem Saale gehe. Wenn der Schwester die Ursache des Unglücks bekannt gewesen wäre, so hätte sie dies freimütig ge- kigt. Die Sachverständigen hätten als Ursache des Lübecker Unglücks die These von einem unerkannten Versehen aufgestellt. Es gebe aber nichts Unerkanntes, wenn die Tatsachen klar zutage liegen — und das sei hier der Fall, wenn das Gericht den Angaben der Schwestern Anna und Elfe sowie Dr. Deyckes Glauben schenke.
An der ehrlichen Gesinnung und Aufrichtigkeit Prof. Deyckes werde man wohl keinen Zweifel haben können. Das Geständnis Dr. Deyckes über seinen wissenschaftlichen Irrtum sei aus einem Wunde gekommen, der die Lüge nicht kenne, und aus einem Herzen, das nicht den Tod, aber auch nicht das Gefängnis fürchte. Dr. Frey habe ein Bild von Prof. Deycke gezeichnet, wie man es stärker und bezeichnende nicht tun könne.
Er bedauere, daß Dr. Frey nicht auf der anderen Seite des Saales als Verteidiger Prof. Deyckes fitze, denn dann würde man Worte hören, daß die Steine Lübecks aufhorchen würden, welch schreckliches Unrecht Prof. Deycke in dieser Anklage angetan werde.
Ein Versehen der Schwester Anna Schütze, sei mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen. Man habe die Einrichtung eines Speziallaboratoriums in Lübeck gewünscht und die Einrichtung des bestehenden Laboratoriums kritisiert. Dabei stehe aber fest, daß Lübeck bereits 1913 ein Laboratorium hatte, wie es zu dieser Zeit nicht einmal im Eppendorfer Krankenhaus und in Leipzig bestand. Die technischen Fähigkeiten der Schwester Anna Schütze seien von verschiedenen Autoritäten bestätigt worden. Wie die Sachverständigen an eine Verwechslung glauben könnten, sei ihm rätselhaft.
Turnen und Sport
Mr Lt^ öÄWL^us M Abarten
Der Delkmeisterfchaflskampf scheint nunmehr endgültig gesichert zu sein. Die aus Rew Dort gemeldet wird, haben die Vertreter beider Boxer den Kampfvertrag unterzeichnet. Das Tressen soll am 16. Juni im Rew Porter Rankee-Sladion über 15 Runden gehen. Schmeling erhält 37%%, Sharkey 12%% der Einnahmen. Wie bereits berichtet, soll Schmeling mit dem Dampfer „Europa" sofort nach Deutschland zurückkehren, um sich im Bad Sarow auf den Kamps vorzubereiten.
Die Polizeiboxkämpfe im Berliner Sportpalast, die vor fast ausverkauftem Hause vor sich gingen, brachten im Städtekampf Berlin-Paris einen überlegenen 6ieb der Berliner mit 10:0 P. Im Schwergewichtskampf konnte der Berliner Ramek gegen den Londoner Titmus ein Unentschieden herausholen. Bernlöhr-Stutt- gart gewann den Mittelgewichtskampf gegen Horncmann-Berlin, Gaikowski-Berlln den Halbfchwergewichtskampf gegen Senst-Ber- lin. Im Leichtgewicht siegte der deutsche Meister Donner-Berlin über Schwarz-Guben.
Groenhoff unternahm mehrere Segelflüge über den Schweizer Alpen Sie gelangen ihm alle glänzend. Nur bei der letzten Landung, die er nicht wie vorher auf dem Eise des Davoser Sees, sondern in 2300 Metern Höhe im Parsenn-Gebiet vornahm, wurde das Höhensteuer beschädigt. Mit Hilfe von 25 Skiläufern ließ sich aber schnell eine Reparatur und ein neuer Start bewerkstelligen. Groenhoff befindet sich gegenwärtig in Davos.
Wichtigster Sonntagssport
Fußball: Berlin: (Abtl. B) Tennis-Borussia — Viktoria 89 3:2; (Abtl. A) Preußen — Minerva 2:1; Hertha BSC. — Webding 6:1. SüddeutscheMei st erschüft: (Nordwest) Eintracht Frankfurt — FV. Saarbrücken 3:3; SV. Waldhof Mannheim — FSV. 05 Mainz 4:2; Wormatia Worms — FSV. Frankfurt 2:1; FK. Pirmasens — VfL. Neckarau 3:3. (Südost): Spvgg. Fürth — Karlsruher F.V. 1:1; 1. FC. Pforzheim — 1. FC. Nürnberg 3:3; FV. Rastatt — Bayern München 1:5; SV. 60 München — VfB. Stuttgart 4:1. ^Mitteldeutscher Pokal: Sportfreunde Halle — Sportfr. Leipzig 2:1; VfB. Dresden — Preußen Biehla 2:3; Merseburg 99 — SC. Großröhrsdorf 2:3; VfL. Neustadt b. Coburg — SV. 98 Halle 6:0. — Ein Fußball- städtekcmpf Wien — Paris endete mit dem verdienten Siege der Oesterreicher von 5:1.
Im Radländerkampf Deutschland — Belgien siegten die deutschen Vertreter im Gesamtergebnis mit 2:1. Möller gewann alle drei Läufe des Dauerrennens. — Skimeister von Schlesien' wurde der Hirschberger Jäger Hubert Häring. Beim Sprunglauf war der Einheimische Slrischeck mit Weiten von 46 und 43 Metern der Beste. Neuer Bayerischer Meister wurde Hellmuth Lantschner, Innsbruck. Der weiteste Sprung war hier 43 Meter, die mehrere Teilnehmer erreichten. — Der Tennisländerkampf gegen Schweden endete mit einer schweren 4:1-Niederlage der deutschen Vertreter. — Der zweite Eishockeykampf zwischen Berlin und Prag im Berliner Sport-Palast endete mit dem verdienten Siege der Tschechen von 2:0. SC. Riessersee verlor gegen die Schweiz in St. Moritz beide Spiele. — Bei einer Schwimmveranstaltung in Altona wurden zwei neue deutsche Bestleistungen erzielt. Die Turnerschaft von 1816 verbesserte den Rekord in der 4 mal 50-Meter-Damen-Bruststtaffel um 2 Sek. auf 3:02,1 und die Mannschaft von Hamburg 79 schwamm über 4 mal 100 Meter Rücken mtt 5:17 eine neue Bestzeit heraus.