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Preußischer Landtag

Berlin. 22. Januar.

Der Preußische Landtag verabschiedete am Freitag zu­nächst den auf einen deutschnationalen Urantrag zurückge­henden Gesetzentwurf zur Aenderung des Polizeiverwal- tungsgesetzes vom 1. Juni 1931, wonach infolge Verzögerung der allgemeinen Bergpolizeiordnung die im Polizeiverwal- tungsgesetz vorgesehene Frist für das Außerkrafttreten der geltenden Bergpolizeiverordnungen um ein Jahr hinaus­geschoben wird. Das Haus setzte hierauf die allgemeine Aus­sprache über dieNotverordnungen und die da­zu eingebrachten Anträge fort.

Um die erweiterte Osthilfe

Berlin, 23. Januar.

Die Weiterberatung der Vorlage über die Aufbringung der Mittel für die beschleunigte und erweiterte Umschuldungs- aktion im Rahmen der Osthilfe konnte in der gestrigen Kabi- nettssitzung nicht erfolgen, da die von der Oststelle mit der Reichsbank geführten Verhandlungen wegen Schaffung von Rediskontmöglichkeiten für die Rentenbankschuldverschrei- bungen noch nicht abgeschlossen sind.

Das Reichskabinett hat sich ferner mit der Frage der" Beschaffung von Krediten für Düngemittel zur Sicherung der Frühjahrsbestellung

beschäftigt. Die Kabinettsbeschlüsse, die eine Ausfallbürg­schaft des Reiches in begrenzter Form vorsehen, werden vor­aussichtlich heute in Form einer Verordnung veröffent­licht werden.

Silarel-Vroreb

Die Kredite bei der Stadkbank.

Bei der Verhandlung des Sklarek-Prozesses am Freitag wurde zunächst festgestellt, daß die Kredite der Sklareks bei der Stadtbank im Jahre 1928 bereits sechs Millionen betragen hätten. Dann habe der Kreditausschuß beraten, ob der Kredit auf 7,7 Millionen Mark erhöht werden könne. Nur Stadtrat Jursch habe sich gegen die Erhöhung aus­gesprochen. Der Stadtkämmerer Lange habe die Erhöhung sogar begrüßt, so daß die Krediterhöhung bewilligt wurde. Später ist der Kredit nochmals auf insgesamt 10 Millionen Mark erhöht worden, ohne daß der Stadtkämmerer befragt wurde. Der Vorsitzende rügt dann die Lebenshaltung der Sklareks. Im weiteren Verlauf der Verhandlung stellt der Vorsitzende an Willi Sklarek die Frage, wovon er seinen Lebensunterhalt bestreite. Willi Sklarek erklärt, daß er kurz nach seiner Haftentlassung von einem Jockei 2000 Dollar geliehen bekommen habe. Seit fünf Monaten sei er aber die Miete schuldig. Für seinen persönlichen Bedarf brauche er nur sechs bis acht Mark täglich. Vorsitzender: Was ist das für ein Maybach-Wagen gewesen, mit dem Sie kürzlich gesehen worden sind? Willi Sklarek: Er gehörte einer Autovermietung, die Miete kostet nur 2,50 bis 3 Mark. Vor­sitzender: Ich glaube, es gibt Leute, die heutzutage nicht mehr drei Mark für eine derartige Fahrt bezahlen können. Mia&teifaAiUÜJL^^ Vorsitzender, und habe an dem Tage Fieber gehabt. Vorsitzender: Die Tat­sache, daß Sie zu so etwas noch Geld haben, beweist genug. Willi Sklarek: Herr Vorsitzender, ich habe oft die Möglich­keit, mir etwas zu borgen, weil ich sehr beliebt bin. So geht es meinem Bruder Leo ebenso, der kann sich auch schnell mal einen Hunderter pumpen. Hier greift der Staats­anwalt ein, der Willi Sklarek die Frage vorhält: Sie sind aber auch einmal beobachtet worden, wie Sie mit Ihrem Bruder Leo zum Platz der Republik kamen, sich dort kurz besprachen und dann jeder in seinem eigenen Auto nach verschiedenen Richtungen davonfuhren. Willi Sklarek: Mir wird manchmal etwas schwach auf der Straße, dann muß ich ein Auto nehmen.

Lübecker Broretz

Plädoyer des Rechlsanwalls Dr. Frey.

In der Freitagsitzung des Calmette-Prozesses erklärte als zweiter Vertreter der Nebenkläger Rechtsanwalt Dr. Frey-Berlin in seinem Plädoyer, man müsse feststellen, wo die Schuld des einzelnen Angeklagten beginne. Er wandte sich besonders scharf gegen das Verhalten von Professor Deycke. seine Fahrlässigkeit sei außerordentlich groß gewesen. Die Zustände im Laboratorium seien völlig unzureichend gewesen, auch habe eine Täuschung der Eltern Vorgelegen, denen man die Gefährlichkeit des Mittels verschwiegen habe. Auch das fei schon eine fahrlässige Körperverletzung.

Prof. Deycke und Prof. Klotz hätten im Prozeß eine ganze Reihe unwahrer Antworten gegeben. Professor Deycke versuchte sich damit Herauszureden, daß es sich um einen wissenschaftlichen Irrtum, also nicht um einen ärztlichen Fehler, handele. Bei Dr. Altstaedt würde zu berücksichtigen sein, daß er wohl ein guter Theoretiker, aber noch lange kein guter Praktiker sei. Es werde auf Aberkennung der Fähigkeit, als Medizinalbeamter tätig zu fein, erkannt wer­den müssen.

Lübeck. Als letzter Vertreter der Nebenkläger im Tuber­kulose-Prozeß erklärte Rechtsanwalt Gießner, Berlin, es bleibe für die Schuld der Angeklagten einerlei, ob eine Ver­wechselung oder eine Virulenzsteigerung die Ursache des Unglücks war. Dr. Altstaedt habe die Vorbedingungen für das Unglück geschaffen und sei schuldig im Sinne des Ge­setzes. Dr. Deycke hätte die Möglichkeit einer Virulenz­steigerung mit in Betracht ziehen müssen.

Heute beginnen die Plädoyers der Verteidiger der Ange­klagten.

Die Berliner Devilenschiedungen

Berlin, 23. Januar. Die Aufdeckung der Devisenschie- bungen des Dr. Gutherz, bei denen es sich um Millionen» werte handelt, hat in Bank- und Börsenkreisen großes Auf­sehen erregt. Es wird noch nach Helfern des Dr. Gutherz gefahndet. Festgenommen wurde bereits der Berliner Bankier Parlagi, der schwer belastet wird und wahrscheinlich in Haft behalten werden dürfte. Die Geschäfte, die Gutherz tätigte, sind in der Hauptsache mit Reichsbahnvorzugsaktien vorgenommen worden.

Aus der Heimat.

* 1932 keine Volkszählung. Der Reichswirt­schaftsminister hat jetzt mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die schwierige Finanzlage bei Reich, Ländern und Gemeinden eine Volkszählung in diesent Jahre nicht stattfinden könne.

Hersfeld. Am nächsten Montag den 25' Januar begeht Stadtkirchner i. R. Georg Ditzel seinen 80. Geburtstag. Er hat vom Jahre 1890 bis zum 1. April 1930 das Stadtkirchneramt verwaltet. Mit großer Gewiffenhaftigkeit und Treue ist er seinen Amtspflichten nachgekommen. Auch jetzt im Ruhestand ist er noch täglich auf dem Geschäftszimmer und unter­stützt seinen Sohn, der sein Nachfolger im Amt ge­worden ist. Möge dem 80jährigen Geburtstagskind weiterhin ein recht sonniger gesegneter Lebensabend be- schieden sein! — Bei dieser Gelegenheit sei darauf hin­gewiesen, daß das Stadtkirchneramt seit dem Jahre 1723 ununterbrochen von Angehörigen der Familie Ditzel verwaltet worden ist.

Hersfeld. Nachdem sie sich durch eine „Zwangs­anleihe" bei ihren Eltern das nötige Reisegeld beschafft hatten, waren in der vergangenen Nacht drei junge Leute von hier nach Eisenach durchgegangen. Der Vorfall war noch rechtzeitig bemerkt worden, so daß die Durchbrenner bei ihrer Ankunft in Eisenach von der dortigen Kriminalpolizei in Gewahrsam ge­nommen werden konnten.

Hersfeld. In den Hersfelder Lichtspielen wird man heute Abend den Film „B o y k o t t" sehen, der den Untertitel „Primanerehre" führt. Dieser Film wird ein besonderes Jntreffe wecken, da er ein Thema behandelt, das alle Eltern im Innersten berührt: Ein Sohn aus angesehenem Hause wird plötzlich von seinen bisherigen Kameraden und Freunden geächtet, weil sein Vater in eine Skandalaffäre verwickelt wird. Da er sich niemanden anvertrauen kann, verliert er den Boden unter den Füßen und wäre am Leben verzweifelt, wenn nicht ein feinfühlender Menschenfreund ihm die rettende Hand hingestreckl hätte. Also ein Film vom Leben und für das Leben, ein Film für Eltern, aber auch für Söhne und Töchter. — Der Film hat Tempo, Spannung und Abwechslung in der Handlung, die Rollen sind vorzüglich besetzt. Der Film fand bei der gesamten Kritik uneingeschränktes Lob.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Das festländische Hochdruckgebiet hat sich abgeflacht, beherrscht aber immer noch die Witterung Deutschlands. An seinem Nordrande ist von Westen her etwas mildere Lust vorgedrungen, die sich auch bei uns in der Höhe durch Aufkommen von Bewölkung bemerkbar macht, die aber in den Niederungen infolge vorhandener Nebel­oder Hochnebelbildung nicht allgemein sichtbar wird. Die allgemeine Entwicklung geht jedoch anscheinend dahin, daß das Hochdruckgebiet sich rasch nach Norden AU aw£i wieder erwas freundlichere Witterung einstellen dürfte. — Vorhersage bis Sonntag Abend: Abgesehen von Frühnebel trocken und vielfach aufheiternd, nachts Frost.

Kassel Die durch einen Teil der Presse weiter­gegebenen Nachrichten über eine beabsichtigte Auflösung der Reichsbahndirektion Kassel sind, wie wir von zu­ständiger S elle erfahren, durchaus unzutreffend.

Roteuburg. Der Kaufmann Georg R. kehrte nach längerem Fernsein nach Hause zurück. Nach Rückkehr der Frau gab er auf diese und auf ihren Schäferhund nach kurzem Wortwechsel fünf Pistolenschüsse ab. Die Frau erhielt drei Schüsse in den Oberschenkel, der Hund einen am Halse. Der Täter wurde alsbald verhaftet, wobei ihm der noch mit zwei Schuß geladene Revolver und eine ebenfalls geladene Scheintodpistole abgenommen wurden. Er bestreitet jede Tötungsabsicht und behauptet, nur auf den Hund geschossen zu haben, den seine Frau auf ihn gehetzt habe. R. wurde ins Unter suchungs- gefängnis nach Hersseld Überfahrt.

Homberg (Bez. Kassel). Die von der Landjägerei in Verbindung mit d r Kasseler Kriminalpolizei angestellte Untersuchung der Entstehungsursache der beiden kurz hintereinander in dem benachbarten Lenderscheid ange­richteten Brandschäden, von denen die Anwesen des Maurermeisters Dietrich und des Landwirts Kurz betroffen wurden, hat ergeben, daß Brandstiftung vorliegt. Als Täter mürbe der Schneidermeister Siemon ermittelt, der sich durch wiederholte Aeußerungen verdächtig gemacht hatte und nach anfänglichem Leugnen eingestand, die Brände aus Rachsucht angelegt zu haben, was seine Verhaftung und Abführung in das Amtsgerichtsgefängnis in Ziegenhain zur Folge hatte.

Lenderscheid. Der „Rote Hahn" wütet weiter. Trotz starker Orts- und Polizeiwache brannte es hier zum dritten Male in dieser Woche. Donnerstag nacht 1 Uhr stand die in der Nähe der Kirche stehende Scheune des Landwirts Conrad Orlh in Flammen und brannte mit all ihren Vorräten nieder. Es wird auch in diesem Falle Brandstiftung vermutet Der Landrat deS Kreises Ziegenhain erschien heute früh persönlich am Brandherd, um die Untersuchungen zu leiten. Staatsanwallscha't Polizei und Gemeinde sind eifrig bemüht, den Täter ausfindig zu machen, ohne daß dies bis jetzt gelungen ist. Die Bewohner des Ortes find in größter Aufregung.

Gelnhausen. Im Kreisort Kassel traf ein Förster im Staatsforst mit vier Wilddieben zusammen, die ein Stück Schwarzwild und ein Reh bei sich trugen. Einer der Wilddiebe führte eine Schußwaffe bei sich, womit er nach dem Anruf des Beamten auf diesen anlegte. Der Förster konnte jedoch einem Sch^ß zuvorkommen, woraus die Wilderer unter Zurücklassung ihrer Beute die Flucht ergriffen. Später gelang es, einen Wilddieb, der im Besitz eines Militärkarabiners und seit längerer Zeit verdächtig war, festzunehmen.

Tann (Rhön). Im benachbarten Habe! wurde

nach einem Zechgelage ein Familienvater von einem neunzehnjährigen Dienstknecht im Verlaufe eines Streites derart schwer durch Stiche in die Brust verletzt, daß er nach zwei Stunden starb. Der Täter wurde aus dem Bett heraus verhaftet. Bei dem Toten handelt es sich um den Vater dreier unversorgter Kinder.

Dermbach (Rhön). Im nahen Zillbach spielte ein Junge mit einer Sprengpatrone und warf diese in den Ofen. Die Patrone explodierte. Der Junge wurde an drei Fingern der rechten Hand schwer verletzt.

Allendorf (Eber). In unmittelbarer Nähe unserer Mineralquelle herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Auf Grund der bereits gemeldeten Goldfunde ist man dabei, umfangreiche Grabungen vorzunehmen. Die von Sachverständigen vorgenommene Untersuchung der Ge­steine hat eine Goldhaltigkeit des Gesteins ergeben. Eine Besichtigung an Ort und Stelle hat bereits statt- gefunden, eine weitere wird in den nächsten Tagen durch Mitglieder7der Bergakademie Clausthal erfolgen.

Rnteln. Aus dem Gehöft des Landwirts Grote in Rott explodierte Freitag morgen eine Petroleumlampe im Schlafzimmer. Die Betten und die übrige Zimmer­einrichtung gerieten sofort in Brand. Der allein anwesende 60jährige Besitzer zog sich bei dem Versuch, den Brand einzudämmen, starke Verbrennungen zu und verlor ba< Bewußtsein. Glücklicherweise hatten einige Nachbarn das ausbrechende Feuer beobachtet und eilten zu Hilfe. Das Feuer konnte auf seinen Herd beschränkt werden, das Zimmer ist jedoch völlig ausgebrannt.

Giershagen. Schneller als erwartet ist das ge­meine Attentat auf die hiesige Familie Widdekind auf­geklärt worden. Ein Kriminalbeamter stellte als Täter den jetzt in Frankreich wohnenden, aus dem benach­barten Rösenbeck stammenden G. fest. G. weilte Weihnachten zu Besuch in feiner Heimat und muß hier die Kapseln in das Holz gelegt haben. Es handelt sich um einen Racheakt, da G. vor seiner Auswanderung nach'Frankreich wegen eines Ueberfalles auf die Frau W. zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Man hofft, daß Frankreich den Auslieferungsantrag auf Grund der bestehenden Vereinbarungen genehmigen wird.

Englisches ll-Boot gescheitert

London, 23. Januar. Ein britifc^s Unterseeboot ist auf der Höhe von Ventnor auf der Insel Mghl gescheitert. Einzelheiten fehlen noch.

Erdbeven und Bullanausbrü 'e

New Zork, 23. Januar. Guatemala wurde in der Pacht von einem Erdbeben heimgesucht, wobei auch zahlreiche Vulkane in Tätigkeit traten. In der Hauptstadt Guatemala wurden viele starke Erdstöße verspürt. Die Vulkane Fuego und Acatenango verzeichneten schwere Ausbrüche, die mit andauerndem Aschenregen verbunden waren.

Allerlei Neuigkeiten

Zwei Tote, ein Verletzter auf Zeche Zollverein. Auf der 12. Sohle der Zeche Zollverein in Essen im Norden im Re­vier I, Flöz Anna, ist ein Streckenstück zu Bruch gegangen. Dabei kamen zwei gerade anwesende Grubenbeamte zu Tode, ein Arbeiter wurde verletzt.

Eisenbahnunfall. Wie die Reichsbahndirektion Olden­burg mitteilt, ist auf Bahnhof Hesepe bei Bramscke der Personenzug 278 auf einen abweichend von der Baynhofs» fahrordnung haltenden Naheilgüterzug aufgefahren, wooei beide Lokomotiven beschädigt wurden. Einige Reisende wurden leicht verletzt, konnten aber ihre Reise nach An­legung von Notverbänden fortsetzen. Der Unfall ist auf Freigabe der Einfahrt in das besetzte Gleis zuruckzuführen.

Ein Todesopfer des Nebels. Als der von Oldesloe nach Schwarzenbek fahrende Güterzug auf der Station Moll­hagen rangierte, wurde der 32jährige Rangierer Friedrich Westphal von dem Trittbrett eines anrollenden Güterwa­gens, den er wegen des starken Nebels zu spät bemerkte, so heftig am Kopfe getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte hinterläßt eine Witwe und acht unversorgte Kinder.

Wefermünder Aisch-ampfer überfällig. Der Wesermün- der Fischdampfer „Antonie Wettering" von der Deutschen Fischerei A.-G. Wesermünde ist am 18. Dezember von Eng­land zu einer Fangreise nach Island in See gegangen. Der Dampfer ist bereits 36 Tage unterwegs und somit stark überfällig. Wie die Reederei mitteilt, sind keinerlei Nach­richten von dem Dampfer eingegangen.

Den Schwiegervater in der Notwehr erschossen. In Jahmo bei Halle kam der 59 Jahre alte Landwirt Ditberner schwer angetrunken nach Hause und fing Streit mit feinen Familienangehörigen an. Als er Frau und Tochter miß­handelte, versuchte der Schwiegersohn, dies zu verhüten. Dit­berner wandte sich nun gegen den jungen Mann, der in der Notwehr eine Pistole zog und den Schwiegervater nie­derschoß.

Volkswirtschaft

Devisenkurse. 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund 14.50 14,54, holl. Gulden 169,48 169,77, Belga (Belgien), 58,62 58,74, ital. Lira 21,10 21,14, bän. Krone 79,92 80,08, norm. Krone 72,82 78,98, franz. Franken 16,56 16,60, tschech. Krone 12,465 12,485, schweiz. Franken 82,08 82,24, span. Peseta 35,56 35,64, schwed. Krone 81,02 81,18, österr. Schilling 49,95 50,05.

Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse vom Freitag ist das Ange­bot in promptem Weizen etwas größer geworden. Die Landwirte haben ihr« Forderungen erhöht, so daß nur wenig Geschäfte in promptem Weizen zustande kamen. Bei der Notierung wurde der Weizen abermals um 2 Mark heraufgesetzt. Der Roggenkurs fiel um 1 Mark, da die Käufer sich sehr zurückhielten.

Notierungen vom 22. Januar:

Weizen, märt.

231—233

Lupinen, gelbe

14,00-15,50

Roggen, märt.

198—200

Serradella

23,00—29,00

Braugerste

158—168

Ackerbohnen

14,00—16,00

Futtergerste

153—158

Wicken

16,00—19,00

jöcfer, märt. Weizenmehl

138—146 28,00—31,75

Erdnußkucken Erdnußkuchenmehl

12,40—12,50 12^0

Roggenmehl

27,15-29,40

Leinkuchen

11,70-11,80