Nr. 7.
Umfelder Cagtblatt
2. Blatt.
«Met euch in die Zeit
„Seid nichc träge in dem, was ihr tun sollt. „Seid brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet!" Sechs christliche Lebensregeln! Nicht so, als ob wir bald die eine, bald die andere in die Tat umsetzen sollten. Ein Baum lebt aus der Kraft, die ihm aus der Wurzel zukommt. Hier in unserem Apostelwort ist das die Lebenswurzel: seid brünstig im Geist! Daraus wird dann alles andere kommen.
Wenn wir klagen, daß es uns an Kraft und Freudigkeit gebricht, daß wir von den Ereignis en des Tages, den Stürmen des Lebens hin- und hergerissen werden, ob es nicht daran liegt, daß wir von der Ober lächlichkeit der Zeit angesteckt sind, daß wir den Geist Gottes nicht in die geheimsten Kammern unseres Herzens dringen lassen? Seid brünstig im Geist! Wie von selber wächst dann aus dieser tief innerlichen Wurzel alles heraus, was unser Schriftwort sonst noch von einem Christen fordert.
Schicket euch in die Zeit! Unter zwei Gesichtspunkten hat Paulus feine Zeit, die ähnlich wohl war wie die unsere, beurteilt. Einmal sagt er: es ist böse Zeit, aber dann sagt er von derselben Zeit: jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. So wird es unsere Aufgabe sein, diese schwere Zeit, in der wir stehen, so zu erleben, daß sie uns zu einem Tag des Heils wird, zu einer Zeit, in der Gott uns annimmt und wir ihn aufnehmen, zu einer Zeit, die uns Zurüstung für die Ewigkeit werde. So schicket euch in die Zeit!
Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet! Diese Hoffnung Darf nicht Stimmung sein, sondern muß Kraft werden; ebenso wie die Geduld in Trübsal nicht Schwäche sein soll, sondern gesammelte, aus dem Glauben wachsende Seelenkraft, die immer wieder das trotzige Herz in betende Hände nimmt und immer wieder gegen das eigene verzagte Ich in die Schranken tritt und die sich immer wieder wappnen läßt von oben her. So sollten wir sein: wie ein Baum, der seine Wurzeln tief hineinsenkt in Gott — anhaltend am Gebet, brünstig im Geist; — die Zweige wohl geschüttelt vom Sturm, aber nie gebrochen — geduldig in Trübsal, tätig in dem, was wir tun sollen; — und mit der Krone sich zum Himmel wölbend — fröhlich in Hoffnung! So lasse Gott uns wachsen und erfülle an uns das Psalmwort: Er war wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, feine Blätter verwelken nicht, und was er macht, das gerät wohl.
Mei^orbnetergeWni^tw
Nachdem der Gemeindevorsteher und der Beigeordnete ____— in Th. in Hannover neu gewählt worden waren, wollte der ^eoröneie. jeuceMuht nur dann mte wermer den Gemeindeausschußsitzungen ständig eingeladen wurde. Da der Gemeindevorsteher sich geweigert hatte, den Wunsch des Beigeordneten zu erfüllen, so verzichtete der Beigeordnete auf seine Wahl. Alsdann beschloß der Gemeindeausschuh, daß der erwähnte Beigeordnete zu den Gemeindeausschuß- sitzl-ngen ständig eine Einladung erhalten sollte. Auf Veranlassung des Landrates wurde dieser Beschluß des Ge- meindeaüsschusses vom Gemeindevorsteher beanstandet mit der Begründung, daß es keine Bestimmung gebe, wonach der Beigeordnete eine Einladung zu den Sitzungen des Ge- meindeousschusses zu beanspruchen habe. Im Aushängekasten werde bekanntgegeben, wann die Sitzungen des Gemeinde- ausschusses stattfinden. Abweichend vom Kreisausschuß erkannte der Bezirksausschuß auf Aufhebung der Beanstan- dungsverfügung, da der Beschluß des Gemeindeausschusses nicht als rechtswidrig angesehen werden könne. Diese Ent- scheidung focht der Gemeindevorsteher durch Revision an und vertrat den Standpunkt, daß der Gemeindeausschuß kein Recht habe, dem Gemeindevorsteher Vorschriften au machen. Das preußische Oberverwaltungsgericht trat der Auffassung des Bezirksausschusses nicht bei, sondern machte in Uebereinstimmung mit dem Kreisausschuß geltend, der Gemeindeausschuß sei nicht berechtigt gewesen, den Beigeordneten zu den Sitzungen zu laden. Der Gemeindevorsteher habe dar- über zu verfügen, wie er die Einladungen zu den Sitzungen des Gemeindeausschusses ergehen lassen wolle, da der Beigeordnete nicht zu den Mitgliedern des Gemeindeausschusses zu rechnen sei.
Eine polizeiliche Vorladung mub befolgt werden
Eine politische Partei hatte in K. einen sogenannten Werbespaziergang veranstaltet. Dabei hatte sich eine Person bemerkbar gemacht, die den anderen Parteimitgliedern Anweisungen gab und sie aufsorderte, die Weisungen der Poli- zeibeamten nicht zu befolgen. Dieser Person, dem Parteiführer Dr. Kr., wurde darauf vom Polizeipräsidium eine Vorladung zugeiiellt, damit er darüber belehrt werden sollte, daß im Falle der Wiederholung unmittelbar polizeilicher Zwang angewendet werden würde. Auf diese Vorladung „zu einer mündlichen Aufklärung" hatte Dr. Kr. erwidert, er könne der Aufforderung nicht Folge leisten, weil er durch dringende berufliche Arbeit in Anspruch genommen sei. Daraufhin setzte der Polizeipräsident gegen Dr. Kr. eine Geldstrafe fest. Die gegen diese Verfügung erhobene Klage wies der Bezirksausschuß als unbegründet zurück. Der Berufung des Klägers hat das Preußische Oberverwaltungsgericht nicht stattgegeben. Nachdem der Kläger einer zweimaligen Ladung nicht Folge geleistet, vielmehr durch das erwähnte Schreiben zum Ausdruck gebracht habe, daß er die Nechtmüßigkeit der ergangenen Ladung bestreite, habe die Polizei ihm bei erneutem Ausbleiben die zwangsweise Vorführung angedroht. Da die in § 132 Ziff. 3 des Landes- verwaltungsgefetzes vorgesehene Voraussetzung erfüllt war, waren gegen die angefochtene Verfügung keine Bedenken zu erheben. Die Polizeibehörde ist befugt, einer Person hinsichtlich ihres künftigen Verhaltens eine Belehrung oder Verwarnung zu erteilen, wenn darin nach Lage des Falles ein geeignetes Mittel zu erblicken ist, um einer von dieser Person drohenden Störung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung vorzubeugen. Einer diesem Zwecke dienenden per- fönlidwn Vorladung ist der Betroffene verpflichtet, Folge zu leisten.
Klage auf Unterlassung einer Amtshandlung
Professor Dr. M. hatte als Leiter einer agrikultur-che- inischen Kontrollstation der Landwirffchaftskammer der Provinz Sachsen in einer Zeitschrift vor dem Mischfutter gewarnt, das eine G. m. b. H. in den Handel bringt, weil das Mischfutter schädliche Stoffe enthalte. Die G. m. b. H. verlangte im Klagewege, daß Prof. M. seine Behauptungen widerrufe. Professor M. entgegnete, es handele sich um eine Veröffentlichung der Landwirtschaftskammer, und die veröffentlichten Angaben träfen zu. Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht in Hamburg wiesen die Klage der G. m. b. H. ab. Das Oberlandesgericht Hamburg führte in feiner Entscheidung aus, Professor M. habe die fragliche Kundgebung für die Kontrollstation bewirkt, dabei habe es sich um eine amtliche Kundgebung gehandelt. Prof. M. war Beamter der Landwirffchaftskammer und Leiter der agrikultur-chemischen Kontrollstation, die zu den Einrich- tringen der Landwirtschaftskammer gehöre, und diese wieder- um sei als öffentlich-rechtliche Körperschaft berechtigt und verpflicytet, die Interessen der Landwirtschaft wahrzuneh- men und oor schädlichen Futtermitteln zu warnen. Die von Prof. M. bewirkte Veröffentlichung sei als amtliche Kundgebung der Landwirffchaftskammer zu betrachten. Es sei aber nicht als zulässig zu erachten, durch Klage bei den ordentlichen Gerichten zu verlangen, daß Amtshandlungen unterbleiben oder widerrufen werden.
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Siratzenunterhaltung und Kraftverkehr
Nachdem schon vor einiger Zeit anläßlich einer gemeinsamen Kundgebung der kommunalen Spitzenverbände die Landkreise erklärt haben, die Unterhaltung der Straßen zum Teil einstellen und die Wegewärter entlassen zu müssen, da die Wohlfahrtslasten alle Mittel in Anspruch nähmen, melden sich jetzt die preußischen Provinzen, nächst den Landkreisen diejenigen, die den größten Anteil der Landstraßen zu unterhalten haben, mit einer Eingabe an den Reichsver- kehrsminister zum Wort. Sie weisen darauf hin, daß nur noch die einen Bruchteil der wirklichen Kosten ausmachenden Anteile der Kraftverkehrssteuer für die Straßenunter- Haltung zur Verfügung stehen, da die Finanznot der Provinzen sie zwinge, zur Aufrechterhaltung ihrer Anstalten alle eigenen Mittel zusammenzufassen. In der Eingabe wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, daß eine Schonung der Straßen notwendiger sei als früher, daher wird sofortige Einführung der Luftbereifung verlangt, unter Aufhebung der jetzigen Fristen für ihre Einführung. Es wird ferner schärferes Eingreifen gegen die Ueber- lastung der Lastwagen gefordert sowie bestimmte Maßnahmen für Traktoren und Anhänger von Lastwagen verlangt, die den Straßen bald mehr Schaden zufügten als die Kraftwagen, selbst wenn sie erhebliche Lasten transpor- der Landstraßen für die nächste Zukunft überhaupt noch sichergestellt werden. Man sieht, Straßenbau und Straßen- unterhaltung sind in ein ernstes Stadium getreten.
Kreisabgaben und Schullastenverteilung
Durch die §§ 21 Abs. 1 und 46 des Preuß. Ausfüh- rungsgefetzes zum Finanzausgleichsgesetz vom 1. 4. 1927 ist der § 7 Abs. 3 des Kreis- und Provinzialabgabengesetzes vom 26. August 1921 dahin abgeändert worden, daß für die Veranlager der Kreisabgaben nicht mehr das Realsteuersoll des dem jedesmaligen Rechnungsjahre vorangegangenen Rechnungsjahres nach dem Stande des 1. Januar als Grundlage zu dienen hat, sondern daß die Deckung des Steuerbedarfs eines Landkreises in Hundertsätzen der in dem betreffenden Rechnungsjahre vom Staate veranlagten Realsteuern zu bewirken ist. Für die Verteilung der Schul- lasten ist eine entsprechende Regelung durch § 35 des Aus- führungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz herbeigeführt worden. Nach einem Erlaß des Preuß. Landwirtschaftsministers ist bei der Rechnungsprüfung mehrfach festgestellt worden, daß die Vorschriften des genannten Ausführungs- gefetzes, die für die staatlichen Forstgutsbezirke — besonders im Falle j>on Ausgemeindungen im Laufe eines Rechnungsjahres — von Bedeutung sind, bei der Anweisung von Kreis- und Schullasten nicht beachtet waren. Aus diesem Anlaß weist der Minister noch einmal nachdrücklich auf die erwähnten Bestimmungen des Preußischen Ausführungsge- setzes 'um Finanzausgleichsgesetz hin, damit künftig Ueber- zah! n verhütet werden Besonders die Regierungen, in derc irken sich nicht aufgelöste Forstgutsbezirke befinden, en auf die finanzielle Bedeutung der neuen Bestimm „en aufmerffam gemacht.
Wenn die Hintere Partie es aushölt...
Kinder werden fast immer unterschätzt; sie sind meist schlauer, man kann auch sagen durchtriebener, als sie aus- schauen. Dieser kleine 14jährige Bengel, von dem hier die Rede sein soll, war es gewiß.'
Irgendwie hatte ihn die Lust angewandelt, vom Frede- ricia bis nach Kopenhagen zu fahren, also eine gute Tagereise mit der Bahn zu machen. Da er nun kein Geld in der Tasche hatte, setzte er sich einfach in den Schnellzug und fuhr los. ~ .
Der Schaffner erschien und fragte nach der Fahrkarte. Der Junge hatte tone. Aber statt nun mit tränenden Augen sein Unglück zu gestehen, gab der Junge so freche Antworten, daß auch dem Sanftmütigsten die Galle gekommen wäre. Dieser Schaffner war aber durchaus nicht sanftmütig. Er nahm den hoffnungsvollen Sprößling mit kräftiger Faust, zog ihn übers Knie und verabreichte ihm auf der Stelle, die man gewöhnlich als hintere Partie anzu- sprechen pflegt, eine gehörige Tracht Prügel. Schließlich hat ja jeder verantwortungsbewußte Mensch auch fremden Kindern gegenüber erzieherische Pflichten.
Der Zug rollte weiter. Es verging eine Zeit, da fand der Schaffner den Jungen in einem anderen Abteil. und er hatte natürlich noch immer keine Fahrkarte. Nun wurde es dem Schaffner, der, wie gesagt. eine etwas hitzige Natur war, doch zu bunt. Er packte ihn wieder am Hosen- band und erteilte eine in jeder Hinsicht vermehrte und verbesserte Auflage, um dann notgedrungen seinen sonstigen Pflichten nachzugehen.
Es verging wjedsx eins Zeit, sin Dritte der Reise war
bereits zurückgelegt, da entdeckte der Schaffner den Bengel in einem ziemlich gut besetzten Abteil. Hier fand es aber der Beamte für seinen Stand wenig schicklich, ein ähnliches Exempel zu statuieren. Er beherschte sich vielmehr und fragte ihn:
„Nun sag' mir einmal, glaubst du wirklich, du könntest ganz umsonst mitreisen?"
Da lachte der Junge ein ganz verschmitztes, spöttisches Lachen:
i „Wenn es meine Hintere Partie aushält, dann möchte ! ich schon bis nach Kopenhagen kommen.
Madame Sylvia; Voraussage für 1932
Es ist mancherlei für 1932 vorausgesagt worden von Hellsehern, Astrologen und sonstigen Berufenen und Unberufenen. Ziemlich übereinstimmend gehen in der Frage der allgemeinen Wirtschaftskrise die Prophezeiungen dahin, daß das Jahr 1932 den Tiefftand der Krise aber auch den Anfang zur Besserung bringen werde. Neuerdings hat die Gräfin Beck, die als Hellseherin unter dem Pseudonym „Madame Sylvia" der Oeffentlichkeit bekannt ist, sich auf einem Presietee über die voraussichtlichen Geschehnisse des ' Jahres 1932 geäußert und ihre Voraussagen mit dem Hin- ; weis darauf eingeleitet, daß eine Reihe von Voraussagen j für das abgelaufene, oder richtiger ablaufende Jahr — denn ; sie rechnet mit Sonnenjahren, d. h. vom 1. April bis 31. f März — eingetroffen feien. Als solche führte sie nach der i „D.A.Z" an:
Annäherung zwischen Deutschland und Italien (Besuche Brünings und Grandis). — Amerika wird maßgebend . für Europa (Hooveraktion). — Flammenzeichen und eine ■ neue Flagge im Südwesten von Europa, wobei ein Teil j der Flagge von violetter Färbung sein wird (Revolution und । Kirchenbrände in Spanien. Die neue Flagge: Violett-gelb- j rot). — Im Fernen Osten Kanonendonner und ein Feuer- ; Herd, der einen Weltbrand entfachen kann (Siehe Mand- . schurei). — In Indien latente Gärung und Vorbereitungen zur Veränderung des bestehenden Statuts (die neuesten Ereignisse sind deutlich genug).
Im Laufe der nächsten drei Monate sollen sich noch folgende, teilweise bereits erfüllte, Prophezeiungen bewahrheiten:
Veränderungen in der Führung und politischen Struktur dreier großer Staaten — in bezug auf S p a n i e n ist die Voraussage eingetroffen, „zwei Staatenkolosse werden nun noch stürzen . . ."
Rußland wird gegen seinen Willen durch nicht mehr aufzuhaltende Strömungen in eine Sackgasse getrieben, die den Krieg bedeutet. Aus dem Herzen des Volkes heraus erwächst der Sowjetregierung ein großer Gegner. Der Weltkrieg naht mit Riesenschritten, er verschont aber Europa, außer seinem russischen Teil.
Polen wird seine Verträge mit Deuffchland nicht einhalten.
In Deutschland wird nach einer schweren Zeit, nach mancherlei Entladungen, die Lage besser. Verhelfen wird dazu das Zusammengehen einte „Mannes mit der Feder" mit einem „Manne mit dem Schwert" ....
Für das „Sonnenjahr 1 9 3 2/33", also ab 31. März d. I., macht Mme. Sylvia folgende Voraussagungen: „Es wird ein unerhörtes Jahr, später wird es einmal das „große Jahr" genannt werden — das unruhigste Jahr seit Beginn des großen Krieges. Alle Völker wird es packen und schütteln bis in ihre Grundfesten hinein. Ich fühle nichts von Frieden hier auf Erden! . . ."
Der Krieg im Fernen Osten beschränkt sich nicht auf die Mandschurei, sondern dehnt sich nach der Mongolei und nach Rußland hinein aus. Eine Welle dringt vor und überrennt die Völker bis zu den hohen Bergen (Ural?). Von Osten her erscheint ein Mann, den Schwertgriff in beiden Händen. Ein Mamx, der sein „Z" — wie seinerzeit Napoleon sein „N" — der Karte von Asien bis nach Rußland hinein aufdrückt. In Rußland selber erhebt sich eine große fanatische Religionswelle, eine neue Form tiefen Glaubens.
In Deutschland wird die Regierung zweimal wechseln, und beide Male wird der Wechsel absolut Neues bedeuten. Ein kleiner Staat wird sich in die Angelegenheiten Deutschlands mischen und große Unannehmlichkeiten verursachen. Die Einschränkungen werden arge Formen annehmen, und aus strengster Genügsamkeit kommt dann der W i e d e r a u f st i e g, der viel schneller vor sich gehen wird, als in allen anderen Ländern. Das endgültige Wiederaufblühen Deutschlands findet in Verbindung mit Amerika und Rußland statt.
Frankreich verliert an Einfluß durch den Tod eines großen Mannes, seine Machtstellung schwindet. Verskän- digungsversuche zwischen Frankreich und England haben wenig Erfolg, die beiden Staaten rücken voneinander ab. Frankreich wird den Versuch machen, Deutschland zu schädigen, und zwar durch eine großangelegte Aktion.
Der Vatikan ist sehr gefährdet, und zwar nicht nur | das Gebäude....
In diesem Winter wird es noch riesige Schneefälle und stellenweise eine fast unerträgliche Kälte geben...
Vermischtes
Ein Zeichen der Zeit.
Die Pariser Maler und Bildhauer — man schätzt ihre Zahl auf 50 000 bis 60 000 — führen wie überall bei der zunehmenden Wirtschaftsdepression auch hier einen erbitterten Kampf um ihr Dasein. Deshalb hat sich eine Gruppe von Künstlern zusammengeschlossen, um ihre Bllder und Plastiken gegen Lebensmittel und sonstige Gegenstände des täglichen Bedarfs einzutaufchen. Auch Bücher und Möbel sind begehrte Tauschobjekte. Man kann also an der Seine für einen saftigen Schinken ein zartes Pastell oder für einen Korb Sekt eine Kopie der schaumgeborenen Venus erstehen-.