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Wir habe« zuviel bezahlt

Frankreichs Wiederaufbaukosten längst gedeckt.

Der größte Teil dessen, was Deutschland an Repara­tionszahlungen auferlegt worden ist, wurde begründet mit der Notwendigkeit des Wiederaufbaus der zerstörten franzö­sischen Gebiete. Ueber die Gesamtziffer dieses Schadens werden aber die verschiedensten Angaben gemacht. Eine Klärung bringt endlich der neue französische Haushalts­voranschlag für 1932. In der Anlage 14 zu diesem Ent­wurf werden die gesamten Aufwendungen für die Sachschäden in Frankreich mit rund 98 Milliarden Papierfranken be­wertet. Davon sind jedoch eine ganze Reihe von Aufwen­dungen abzuziehen, die Deutschland nicht zur Last fallen, nämlich 5,8 Milliarden für Schäden an dem öffentlichen Eigentum und 12,5 Milliarden für Zinszahlungen, Verwal- tungskosten usw.

Als deutsche Verpflichtung bleibt dann eine Summe von von 79,6 Milliarden Francs übrig. Das ist die Ziffer, die nach der bekannten Lanfingnote vom 5. November 1918, jener Note, die den Waffenstillstand vorbereitete, Deutschlands Schadenersatzpflicht darstellt.

In der Lansing-Note war von den Alliierten festgestellt wor­den, daß sie den Frieden schließen wollten auf der Grund­lage, daß Deutschland für die Schäden an Eigentum und Person der Zivilbevölkerung der besetzten Gebiete einträte. Uebrigens wird die aus dem französischen Etat zu errech­nende Ziffer auch bestätigt durch eine andere französische amtliche Angabe. Im September 1931 hat nämlich der französische Minister für die öffentlichen Bauten Deligne in einem Vortrag vor Wiederaufbau-Geschädigten festgestellt, daß der Betrag der Aufwendungen für die Wiedergut­machung der Sachschäden im besetzten Gebiet sich auf etwas über 80 Milliarden Francs belaufe.

Aus absolut authentischer französischer Quelle wissen wir also, daß die dommages au bien, die Wiederaufbauschäden, die wir zu ersetzen haben, etwa 80 Milliarden Francs aus­machen. In Goldmark umgerechnet bedeutet das etwa 13% Milliarden Mark. Die wohl selbst nach alliierter Auf­fassung einwandfreien Schätzungen des amerikanischen In­stitut of Economic für die bisherigen deutschen Leistungen j ergeben einschließlich alles dessen, was Deutschland in der Zeit der Ruhrbesetzung und unter dem Dawes- und Poung- Plan gezahlt hat, eine Summe von etwa 38,4 Milliarden Goldmark. Nach dem Schlüssel von Spa von 1920 er­hielt Frankreich von den deutschen Gesamkzahlungen 52 Pro­zent. Seit 1925 ist dieser Anteil sogar auf 54 Prozent er­höht worden. Von den 38% Milliarden Mark hat also Frankreich mindestens die Hälfte bekommen, seine Wieder­aufbauforderungen sind also durch deutsche Leistungen mehr als gedeckt.

Ist das Abrüstung?

120 neue Kriegsschiffe für Amerika.

Washington, 5. Januar.

Der Vorsitzende des Marineausschusses im amerika- nischen Repräsentantenhaus, Vinson, teilte mit, dem Hause werde eine Vorlage über den Bau von 120 neuen Kriegs-

und Leute an der Saar als Anhängsel der öoargn Abstimmung für Frankreich beanspruchen würde, -^re,.fl^y.ff jU.I ^.TMtiWA«^^i^^^

616 250 000 Dollar, verteilt auf die nächsten zehn Jahre, erbaut werden sollen.

Mit Ausnahme von zwei Flugzeug-Mutterschiffen sol­len durch diese Bauten veraltete Schiffe ersetzt werden. Das Programm, das mit Unterstützung des Marineamtes auf- jestellt worden ist, sieht auch die Fertigstellung von 16 im oau befindlichen Kriegsschiffen vor. ,

Hmltori in Argentinien

Buenos Aires, 4. Januar

In der Provinz Entre Rias im Morboften Argentiniens ist ein Aufstand ausgebrochen. Die Aufrührer haben La Paz und andere Orte der Provinz eingenommen und die Verbin­dungen unterbrochen. In Regierungskrisen ist man der An- ficht, daß der Aufstand von Anhängern Jrigoyens ausgeht.

MMiabem oeoeener

Roman von Marlise Sonneborn

Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale)

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Alander sah erstaunt von einem zum andern.

Mein Gott! Und in der Stellung..."

Lernen Sie begreifen, bester Kollege. Ich hoffe, meine berufliche Tätigkeit wird Sie die Gemahlin des Ministers vergessen lassen."

Als Doktor van Delden nach der Visite Doktor Alander mit insAerztehaus nahm, um ihm seine Zimmer zu zeigen, fragte er lächelnd:

Nun? Wird es so schlimm sein, unter einer Dame zu arbeiten?"

Ich werde mir mein Urteil allmählich bilden. Nach meinen Feststellungen von soeben ist die Dame nicht un- befähigt."

Und ihre Art, mit den Kindern umzugehen?"

Unsachlich I" entschied Doktor Alander.Sie spielt ja mit den Kindern während der Untersuchung. Darunter muß doch die Diagnose leiden."

»Ja, ja, Herr Kollege", unterbrach van Delden den Assistenten,Sie werden manches hier lernen können!"

Onkel Hannes", sagte Gisela, als van Delden, wie fast jeden Abend so auch jetzt noch, zu ihr kam, um gute Nacht zu sagen,der andere war netter."

Lafleur?"

Der auch. Aber ich meine den anderen, den neuen Patienten. Wie heißt er doch? Werner Ley?"

Findest du? Doktor Alander ist doch ein hübscher Mann!"

Viel, viel zu derb für meinen Geschmack!"

Krabbe du! Hast du denn schon Geschmack?"

Oh, Onkel Delden!"

Der Aeichrbanlaurweis

Normaler Verlauf des Jahres-Ultimos.

Berlin. 5. Januar

Der Reichsbankausweis zeigt, daß der Verlauf des Jah­resultimos durchaus normal gewesen ist. Die Anspannung im Notenumlauf war sogar recht mäßig. Der Goldverlust der Reichsbank mar mit 0,9 Millionen geringfügig, er wurde außerdem durch einen Zugang an Devisen von 2,5 Millionen mehr als ausgeglichen. Der Zugang an Reichs- Schatzwechseln betrug 42,7 Millionen (i. V. 162,0), der Zu­gang an sonstigen Wechseln 403,8 Millionen (i. V. 352,0). Das Lombardkonto wuchs um 68,3 Millionen (i. V. 164,0), das Girokonto um 348,2 Millionen. Der Notenumlauf ver­mehrte sich um 263,6 Millionen (i. V. 502,0).

Das Deckungsverhältnis der Reichsbanknoken hak sich trotz dieser geringen Ansprüche des Geldmarktes an die Reichsbank weiter von 25,6 auf 24,2 Prozent verschlechtert

Die Lage in der Mandschurei

London, 5. Januar.

Nach einer Meldung des Times-Korrespondenten in Peking liegen dort infolge Störung der Telegraphen-Derbm- düngen nur wenige Nachrichten über die Lage an der mand- schurischen Grenze vor. Die Japaner sollen 24 Kilometer nördlich von Tschintschau einen chinesischen Panzerzug zer­stört haben, und nördlich von Kaupangtse hat es Zusammen- stöhe zwischen japanischen Truppen und weiter zurückgehen­den chinesischen Kavallerie-Brigaden gegeben.

In Futschau sind angeblich zwei Japaner von der chinesischen Menge ermordet worden. Der Marmemimster entsandte drei Zerstörer nach diesem Hafen. Ein bereits in Futschau befindlicher japanischer Kreuzer hat zwölf Mann gelandet, um die dortigen Japaner zu schützen.

Ein ameritanW-japanMer ZWischensall

Der amerikanische Konsul in Charbin, Ehamberlain, ist in Mukden von einer japanischen Militärpatrouille in dem Augenblick mißhandelt worden, als er aus seinem Kraft­wagen, der die amerikanische Flagge trug, ausstieg. Er er­litt Verletzungen im Gesicht. Ehamberlain legte b-rm;apa- nischen Konsul in Mukden scharfen Protest ein, und eine Untersuchung des Vorfalles wurde ausgenommen.

Neue Gefahren für die Saar

Frankreich spekuliert auf den deutschen Bankrott.

Ein Rückblick auf die saarpolitischen Vorgänge des Jah­res 1931, den Verwaltungsdirektor Th. Vogel von der GeschäftsstelleSaar-Verein"-Berlin, als Einleitung zu seinem soeben fertiggestellten Jahresbericht gibt, führt zu der Feststellung, daß wir im Jahre 1931 keinen Schritt der Be­freiung der Deutschen an der Saar aus der Fremdherrschaft nähergekommen sind. Die Gesamtlage der internationalen Politik führt sogar zu der Erkenntnis, daß die Gefahr für die Saar größer denn je geworden ist. Verschiedene Anzei- ) chen deuten darauf hin, daß Frankreich, falls Deutschland 1935 die Saargruben nicht bar zurückkaufen konnte, Land und Leute an der Saar als Anhängsel der Saargruben ohne

" - ' " " , In dem

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kleine Saargebiet undsein ProNem einen nebensächlichen Punkt dar. Darin aber gerade liegt die Gefahr für das Saargebiet, dessen urdeutscher Charakter und dessen Be- völkerungswille auf Heimkehr zum deutschen Vaterland nir­gends in der Welt mehr bestritten wird. Aber Frankreich betrachtet die Saar als letztes F a u st p f a n d , das es nicht ohne entsprechenden Preis aufgeben will. Darum die Aus­schaltung politischer Angelegenheiten aus dem Aufgabenkreis des deutsch-französischen Wirtschafts-Komitees. Der politische Himmel für die Saar ist also grau in grau, und mit Recht hat der Saar-Verein seinem Bericht den Satz aus seinem neuen Werbeblatt vorangestellt:Die Gefahr für die Saar ist größer denn feT

Der politische Gesinnungsdruck Nachgeordneter Organe der französischen Regierung im Saargebiet wie der französi­schen Bergwerksdirektion in Saarbrücken mit ihrem einfluß- ] reichen Anhang läßt erkennen, daß die französische Reaieruna

In einer Sommertoilette, die ebenso gewagt wie letzten Endes doch auch geschmackvoll war, saß Antony Lasar an der Liege Werner Leys.

Eine halbe Stunde täglich hatte Doktor van Delden ihr gestattet. Es wurde doch länger; damit hatte er ge­rechnet. Aber auf diese Weise konnte man sogleich ein­schreiten, wenn es das Interesse des Patienten erforderte.

Anfangs hatte nämlich Frau Lasar ihren Schützling ein bißchen als Beute betrachtet. Wenn man wohltätig ist, will man auch etwas davon haben. Der schöne Ley hatte es ihr angetan, solange sie ihn kannte. Es war ein so zarter Flirt gewesen. Dieser blonde Siegfried erstarb ja in Ehrfurcht. Er hatte bei ihnen im Hause verkehrt und stammte aus besten Essener Kreisen, war verarmt, ver­waist aber der Name hatte noch Klang. Alfred zeigte große Vorliebe für ihn.Laß doch den Ley in Ruh mit deiner ewigen Flirterei. Ich kenne ihn von jung auf. Er hat keinen Sinn für so etwas. Du machst ihm unser Haus nur zuwider", hatte er genörgelt. Aber Antony kannte sich aus. Er errötete nicht umsonst, wenn ihre Blicke sich trafen. Seine Art, ihr zu huldigen, war sehr zart, aber unver­kennbar.

Sie selbst war seinem Reiz sogleich erlegen.

Man erzählte von ihm, daß die Frauen toll auf ihn seien.

Sie hatte ihn einmal in bewußter Koketterie gefragt, ob es Tatsache sei, daß ihm Millionärinnen ihre Hand angetragen und daß er mit Liebesbriefen überschüttet würde

Das erstere hatte er verneint, das andere errötend zu­gegeben. Seine Art mit ihr ließ sie glauben, daß unter den vielen Gleichgültigen sie ihn besonders mindestens interessiere. Anfangs hatte ihre wirklich eigenartige Schön­heit es ihm angetan. An Ernsteres zu denken, hatte ihm freilich ferngelegen. Er bedachte, daß sie die Gattin eines Mannes war, den er sich gewöhnt hatte Freund zu nennen. Selbst als sie begonnen, ihm sehr deutlich ihr Wohlwollen zu zeigen, hatte er es verstanden, Entfernung zu wahren. I Znpyerhin war er geübt und raffiniert genug, feine

Überhaupt nicht an eine friedlich-schtödliche Lösung der Saarfrage und an eine Verständigung hier­über mit dem Deutschen Reiche denkt. Wie wäre es sonst möglich, daß im Saargebiet die unmoralischen Druckmetho­den auf die Saarbevölkerung wieder in so schlimmem Aus­maß zur Anwendung gelangen könnten? Die wirtschaftlichen Nöte des Reiches werden von der französischen Propaganda ausgenutzt, um im Saargebiet Stimmung gegen die Rückgliederung zum Reiche zu machen. Die berüch­tigteAssociation Francaise" in Paris glaubt schon den Zeitpunkt gekommen, Deutschland als einenbe­trügerischen Bankrotteur" verleumden zu können, dem Frankreich das Saargebiet nicht zurück- z u g e b e n brauche! Je näher der Abstimmungstermin her- anrückt, desto mehr wird sich die f r a n z ö s i s ch e Unter- minierungsarbeit an der Saar verschärfen. Das " ' ühte daher sein, die Kraft der Abwehr-

Vereins-Organisation zu stärken, um diesen Abwehrkampf mit Erfolg führen zu können. In der Vorbereitung und Durchführung der A b - st i m m u n g werden dem Saar-Verein neue Aufgaben erwachsen. Leider hat er aber auch unter der Auswirkung der wirtschaftlichen Notlage schwer zu leiden, der Kreis der Förderer seiner nationalen Aufgabe wird notgedrungen enger und enger, was sich um so schärfer auswirkt, da er von Anfang an auf private Mithilfe angewiesen war. Je größer aber für das deutsche Land an der Saar und feine Bevölkerung die Not politischer, wirtschaftlicher und seeli- scher Art wird, um so größer wächst die Ehrenpflicht für jeden Deutschen, sich in die Kampffront für die deutsche Saar

Gebot der Stunde mir

Aktivität der Saar-^

zu stellen. ______________

Grubenunglück in Oberschlesien

14 Bergleute eingeschlossen.

Beuthen. Auf der hiesigen karsten-Zentrums-Grube erfolgte am Montag um 18 Uhr ein heftiger Gebirgsschlag, der eine Borrichtungsstrecke und zwei benachbarte Abbau­strecken in Mitleidenschaft zog und einen großen Bruch ver- ursachte, durch den 15 Bergleute abgeschnitten wurden. Die sofort unter Mitwirkung der Bergbehörde einsetzenden Ret- lungsarbeilen konnten nach kurzer Zeit einen Fördermann unverletzt ans Tageslicht bringen. Gegen 20.30 Uhr erfolgte ein weiterer Gebirgsschlag. der die Rettungsarbeiten gefähr­dete. Von dem Schicksal der abgeschnittenen 14 Bergleute ist zur Zeit noch nichts bekannt. Die Rettungsarbeiten werden mit allen Kräften fortgesetzt.

Hochwaffer durch Tauwetter Ueberschwemmungsgefahr behindert den Eisenbahnverkehr.

Berlin. Der Witterungswechsel der letzten Tage die durch das Ansteigen der Temperatur verursachte Schnee­schmelze und der anhaltende Regen hat in manchen Se» genden des Reiches ein Anschwellen der Flußläufe mit sich gebracht. Das Hochwasser hat in der Nähe des Flußbettes gelegene Eisenbahnstrecken der Ueberschwemmungsgefahr ausgesetzt, so daß der Eisenbahnverkehr an besonders bedroh­ten Stellen eingestellt werden mußte. Auf den Fluren und

Auf den Teilstrecken WilischtalThum und Oschatz Schmorkau im Freistaat Sachsen hat die Reichsbahn den Eisenbahnverkehr vorübergehend einstellen lassen. Im Weiße­ritztal kann die Talsperre Malter die Wassermengen kaum mehr fassen. In Klingenthal tm V o g t l a n d hat das Hoch- wasser auf den Fluren und teilweise im Stubtinnern beträcht­lichen Schaden an gerichtet.

Im H a r z ist die Bahnstrecke BörssumHornburg vom Hochwasser zum Teil unterspült. Der Eisenbahnverkehr ist auch hier eingestellt worden. Die Gleise der Strecke Braun­schweigHarzburg hängen beim Börssum in einer Ausdeh­nung von 300 bis 400 Metern in der Luft.

Ueberschwemmungen werden auch aus Böhmen und Oesterreich gemeldet. Infolge der Schneeschmelze in den Oesterreichischen Alpen steigt die Donau beträchtlich. Die Stadt Steyr mit ihren 27 zumeist hölzernen Brücken ist durch Hochwasser bedroht.

Weigerungen so einzukleiden, Daß sie eigentlich Huldi­gungen waren.Bist du so hoch geboren und ich ein armer Knab'.. " Zunächst hatte das den Reiz der Neuheit. Frau Antony fühlte sich. Dann - während er in Amerika weilte, ergriff sie Eifersucht, Sehnen - fing sie an, ehrlich zu glauben, ihn ernstlich zu lieben. Seit sie krank zu sein sich einbildete, war diese Ueberzeugung immer fester ge­worden. Sie schrieb ihm einige Briefe: zart, andeutend, ein wenig.gönnerhaft - keine Liebesbriefe, o nein!. Er antwortete: elegant, ausweichend, humorvoll, bescheiden. Sie hätte die Briefe ihrem Gatten zeigen können, ganz ab­gesehen davon, daß dieser nicht zur Eifersucht neigte

Weil niemand ihre Krankheiten ganz ernst nahm, faßte sie den Entschluß, die Deldenschen Anstalten aufzusuchen. Es war bekannt, daß die Kur dort hart und unbequem sei, daß nur wirklich Kranke mit heißem Genesungswillen sich ihr freiwillig unterzögen. Sollte selbst dieser Entschluß ihre Verwandten, ihrem Gemahl nicht überzeugen, daß sie leide? ihr Mitgefühl wecken? Und unbewußt war das ihr Hauptzweck bei allem sie ihr gefügiger und gehor­samer machen?

Es war ein entzückender Zufall, daß Ley sobald nach ihrer Ankunft in dieser Verbannung einen Unfall erlitt. Sie las es in den Zeitungen und wandle sich sofort an Alfred.

Der arme Kerl kann ja doch keine Kur bezahlen. Schicke ihn hierher auf unsere Kosten; auf meine, wenn du zu geizig sein solltest."

Sie wußte nicht, daß Lasar ihr Schreiben, wenigstens den zarteren Teil, Ley vorgelesen hatte.

Meine holde Gattin braucht Unterhaltung. Wollen Sie ihr den Ritterdienst leisten?"

Ich werde von der Versicherung nach Davos geschickt." Als Kassenpatient. Das ist doch so eine Sache. Sie sind es großartig gewöhnt, Ley. Und Scherz beiseite es handelt sich ja nicht um meine Frau, sondern um Ihre Gesundheit. Davos bleibt Ihnen unbenommen. Sie sind mir lieb, Ley. Ich würde gern mal etwas für sie tun. Sie kommen zu einem Arzt, der etwas ta»m." rLucü ioIäo