Illustriertes
Benage zum „ßtrsftMer Cagtblatt (Kreisblatt)
1932
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(Nachdruck verboten)
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< 1. Kapitel.
U^Äjjeftü^t von seiner eben angetrauten Jungen Frau und % H den durch einen Hupenton herbeigerufenen Diener Wendelin, verließ Kommerzienrat Siegbert Brockmann das Auto. Erstieg mühsam die wenigen Stufen, die zum Portal seiner Villa führten. Der Villa, die beinahe ein kleines Schloß war. Die wenigen Stufen, die an weißvergoldetem Stuck der Spiegeleinrahmungen vorbei führten, waren von blendendem Marmor, die Läufer daraus eine kostbare Plüschweberei.
. Der Kamin von geschlagenen Kupferplatten beherbergte diskret die unschönen Heizungsröhren, die Vorraum und Treppenhaus mit wohliger Wärme versahen.
Rechts die zweite Parterretüre nahm die Heimkehrenden auf. Sie führte in ein dunkelgehaltenes Empfangszimmer, dessen Wände eichengetäfelt waren, dessen Decke von schweren Eichenbohlen gehalten schien. Einer der tiefen braunen Sammetsesselstand
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bereit.Und die Junge Frau halfbehutsam, mit dem Griff, der Schulung verriet, dem Leidenden, sich niederzu- lassen-Wende- lin assistierte geschickt.
„Ah!" Ein leises Stöhnen, das der Kommerzien- rat nicht ganz unterdrücken konnte. „Ich danke, — ich danke!" Und einenBlick,der dem Diener bedeutete: Du kannst gehen!
„Gestatten derHerrKom- merzienrat und die gnä- dige Frau, daß ich meine untertänigsten Glückwünsche darbringe."
Der Mann
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sagte es ehrerbietig, dennoch mit einem Unterton aufrichtigen Gefühls.
„Ich danke, — danke, mein Alter!" Kommerzienrat Brockmann reichte dem Diener die Hand. Seine klugen, ernsten Augen konnten ein inneres Glücksgefühl nicht verbergen.
„Ich danke Ihnen, Wendelin!" Auch Frau Gisela dankte dem Diener mit einem Händedruck. Der Druck war warm, herzlich, von einem lächelnden Blick begleitet.
Der Alte war beglückt. Er verbeugte sich wiederholt und verließ geräuschlos das Zimmer.
„Liebstes I“ Der Mann flüsterte es innig. In seinen Augen stand ein feuchter Schimmer. „Geliebtes, —nun bist du mein! Nun bin ich allein mit meiner — Gattin t"
Das warme Leuchten im Auge der jungen Frau vertiefte sich: „Ja, du Guter, Bester! Wie soll ich dir danken l" Sie beugte sich nieder zu dem Sitzenden und preßte sanft sein Haupt an ihre Brust.
„Du mir? Ach, du süßer Narr! Ich danke dir. Tausendmal und immer wieder! Daß du bei mir ge- I blieben bist,— | mich nichtver- l lassen hast!" „Wäre es l wirklich so er- j schütternd ge- | wesen, wenn ich gegangen ! märe?“ Frau j Gisela sagte es in leisem Neck- ton. „Erschütternd? Mein sicherer Tod wäre es gewesen ! Aber nun ist die unnahbare Schwester Gisela meine Frau. Bleibt ganz bei mir und immer bei mir! Und geht nichtmehrfort |
von mir.
Schwöre es mir, Geliebte, daß du immer bei mir bleiben willst!"
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