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Wirtschaftsriesen

In Finanzkreisen spricht man gegenwärtig viel von einer angeblich bevorstehenden Riesenfusion im Großbankge­werbe. Die Veranlassung zu dieser Bankfusion dürfte die Absicht der Regierung sein, die Beteiligungen des Reiches an der Danat- und der Dresdner Bank abzulösen. Die Ent­wicklung ist offenbar so gedacht, daß die beiden genannten Banken unter der Führung der Commerz- und Privatbank sich zu einem neuen Großbankblock zusammenschließen. Die Struktur des neuen Bankgebildes soll die unbedingte Ge­währ für das uneingeschränkte Vertrauen aller Volksschich­ten zu dem neuen Bankenblock bieten.

Durch diese Fusionsplcine wird die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf die bereits bestehenden Riesenunterneb- mungen gelenkt, die im deutschen Wirtschaftsleben eine wich­tige Rolle spielen. Wir haben derartige Großkonzerne aus den verschiedensten Wirtschaftsgebieten, im Verkehrswesen, in der Industrie, im Versicherungsgewerbe usw. Das größte Wirtschaftsunternehmen Deutschlands ist die Deutsche Reichsbahn, eine Gründung der Nachkriegszeit, in der alle deutschen Ländereisenbahnen zu einer großen einheit­lichen Verkehrseinrichtung zusammengeschlossen mürben. Es war ein stark belastetes Erbe, das die Reichsbahn bei ihrer Gründung antreten mußte. Während der vierjährigen Kriegsdauer waren die einst so ausgezeichneten Ländereisen­bahnen durch die gewaltige Beanspruchung stark mitgenom- men. Hinzu kamen die umfangreichen Lokomotiven- und Waggonablieferungen auf Grund des Waffenstillstandes, so daß das Eisenbahnwesen von Grund auf wieder aufgebaut werden mußte. Ruhrbesetzung und Inflation erschwerten dies mühsame Werk ungemein. Auch die Verknüpfung der Reichsbahn mit den Reparationsleistungen und die ganze Wirtschafts- und Finanzkrise haben das Tempo des Wieder­aufbaus erheblich beeinträchtigt. Immerhin ist trotz aller Schwierigkeiten bereits ein großes Stück Arbeit ge­leistet worden. Die Reichsbahn hat ihre Betriebs­anlagen erneuert und erweitert, ihren Park an voll­endetem Material ausgebaut und mit der Elektrifizierung der Bahn begonnen. Vor allem war die Reichsbahn-Gesellschaft als wirtschaftlich selbständiges und kaufmännisch geleitetes Unternehmen bestrebt, ihren Betrieb zu rationalisieren, um mit wenig Kosten das Höchstmaß an Leistungsfähigkeit aus ihm herauszuholen. Die Reichsbahnanlagen samt allem Zu­behör sind und bleiben Eigentum des Reiches, sind aber zu treuen Händen der Gesellschaft für die Dauer ihres Betriebs­rechtes überlasten. Die Leitung der Gesellschaft hat einen Generaldirektor, dessen Geschäftsführung durch den Verwal- tungsrat überwacht wird. Das Kapital der Gesellschaft um­faßt 13 Milliarden Mark Stammaktien und 2 Milliarden Mark Vorzugsaktien. Der Personalbestand beläuft sich auf rund 675 000 Beamte, Angestellte und Arbeiter.

Als größtes privatwirtschaftliches Unternehmen ist der deutsche Chemiekonzern, die I. G. Farben-Industrie Ä.-G., anzusprechen, die alle führenden Betriebe der chemischen Industrie in sich vereinigt. Die Belegschaft der Konzern- werke dürfte sich auf 90 000 Köpfe belaufen. Am bekannte­sten sind die großen Ammoniakwerke Leuna bei Merseburg und Oppau bei Ludwigshafen. Neben Stickstoff sind die Haupterzeugnisse des Jndustriekonzerns Teerfarbstoffe, phar- mazeutische Produkte, Chemikalien, Sprengstoffe usw. Man kann wobl laaen. daß die deutsche Chemiemdustrie führend in der Welt ist. Sie bestreitet einen großen Teil des deut­schen Exports und gehört so zu den bedeutendsten Zweigen der deutschen Volkswirtschaft. Der Konzern wurde im Jahre 1925 gegründet durch den Zusammenschluß der sechs führenden Firmen der chemischen Industrie mit einem Ge­samtkapital von 646 Millionen Mark, das inzwischen auf 1,1 Milliarde Mark erhöht worden ist.

Auf dem Gebiete der Elektrizitäts-Jndustrie ist vor allem der große AEG.- Konzern zu nennen, der mehr als 80 000 Arbeiter in seinen Betrieben beschäftigt und über 300 Niederlassungen in der ganzen Welt unterhält. Die Vor- läuferin der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft war die Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität, die im Jahre 1883 von Emil Rathenau mit fünf Millionen Mark Anfangskapital ins Leben gerufen worden ist. Heute ver­fügt der Konzern über ein Gesamtkapital von 200 Millionen Mark und hat einen Jahresumsatz von über einer halben Milliarde Mark. Zwar sind die Lieferungen an die private deutsche Kundschaft entsprechend der allgemeinen Verschlech­terung der Wirtschaftslage zurückgegangen, doch ist es ge­lungen, den Absatz nach dem Ausland um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die Produktion um­faßt alle Fabrikationsbetriebe, die irgendwie mit der Elek­trizität Zusammenhängen, angefangen von der Glüh npe bis zur Kraftstation. Durch Austausch der Patente und Erfahrungen mit der General Elektric Company hat die AEG. ihre Absatzmöglichkeit wesentlich gesteigert.

Einen besonderen Typ des deutschen Großunternehmens stellt der Versicherungskonzern dar. Mit über 234 M!lio- nen Mark Aktiva steht dieAllianz und Stuttgarter Ver­ein Versicherungs-A.-G. an der Spitze aller deutschen Ver­sicherungsgesellschaften. Wenn man bedenkt, daß die Allianz in ihrem Gründungsjahr mit mem Anfangskapital von nur 4 Millionen Mark gearbeitet ' erkennt man den gewalti­gen Aufstieg vom kleinen Versicherungsunternehmen zum Riesenkonzern. Auch der Aufgabenkreis des Konzerns hat im Laufe der Jahre einen riesigen Umfang angenommen Ursprünglich befaßte sich die Allianz nur mit dem Betrieb der Unfall-, Haftpflicht-, Transport- und Garantieversiche- runa, heute umfaßt das Geschäftsgebiet des Konzerns alle denkbaren Versicherungszweige. In dem Unternehmen sind heute acht Gesellschaften zu einem einheitlich geleiteten Groß­betrieb vereinigt. Schon diese Tatsache allein beweist, wie berechtigt das Vertrauen zu der deutschen Privatversiche- rung ist.

Neuer Konflikt in Spanien?

Gendarmerie gegen die Regierung.

Madrid. Der Chef der Gendarmerie, General San I u r j o, richtete an den Innenminister Blättermeldungen zufolge die strikte Forderung, unverzüglich energische Maßnahmen zur Bekämpfung der Anarchie im Innern des Landes zu ergreifen. Im anderen Falle würde er selbstän­dig vorgehen, um gegen eine Regierung Front zu machen, die sich von radikalen Elementen Vorschriften gefallen lasse.

General San Jurjo hat sich zu diesem Schritt in Anbe­tracht der öfteren Zusammenstöße mit Anarchisten in Bada- joz und Castilblanco, bei denen fünf Gendarmen ihr Leben lassen mußten, veranlaßt gesehen.

Aus der Heimat.

Deutschland am teuersten

Die Lebenshaltungskosten wichtiger Länder vom dritten Quartal 1931 werden jetzt inWirtschaft und Statistik" ver­öffentlicht. Es ergibt sich daraus, daß Deutschland nächst den durch die Kapitalflucht verteuerten Ländern Schweiz und Holland auch in den letzten Wochen noch die kostspie­ligste Lebenshaltung in Europa hatte. Die jetzige Preissen- kungsaktion wird bekanntlich im Durchschnitt nur eine Ver- billigung um wenige Prozente bringen und daher nicht ge- ^en, das deutsche Preisniveau dem internationalen anzu- gleichen.

In der Konjunkturperiode haben die Ziffern mehrerer Länder, zum Beispiel von England, Dänemark, Skandina­vien und Japan über den deutschen gelegen. Heute sind diese Länder durch Aufgabe des Goldstandards weit billiger ge­worden. Bei Annahme der Vorkriegszahlen mit 100 ergibt sich in Goldwährung folgendes Bild, wenn man die Entwer­tung des Pfundes und der nordischen Kronen für Oktober mit 20 Prozent ansetzt (jetzt 25 bis 30 Prozent).

Ernährung

Lebenshaltung

Juli 1930

Okt. 1931

Juli 1930

Okt. 1931

Deutschland . . .

146

123

149

133

Frankreich . . .

123

116

121)

115 ')

Großbritannien . .

144

97

157

120

Italien.....

141

116)

136

117)

Oesterreich . . .

119

111

112

108

Tschechoslowakei . .

117

103

106

97

Norwegen . . . . y Quartalsziffern.

151 102

) September.

175

125 *)

Im November sind die deutschen Ziffern noch um 1,1 bis 1,2, der französische Ernährungsindex um 3 Prozent zu­rückgegangen. Bei Frankreich, Oesterreich und der Tschecho­slowakei sind die Wohnungsmieten infolge der Zwangsbe­wirtschaftung, die sie niedria hält, in den letzten Monaten nicht mehr gesunken. Mit Ausnahme von Oesterreich hat sich hingegen die Bekleidung allenthalben stark verbilligt.

Um die deutsche Lebenshaltung endlichkonkurrenz­fähig" zu machen, oleibt, wie man aus den vorstehenden Ziffern ersieht, noch allerlei zu tun.

Lehrling hat Entschädigungsanspruch beim Konkurs. Die gegenwärtige unsichere Wirtschaftslage, die so viele Entlassungen und Betriebsschließungen zur Folge hat, mußte auch zu einer prinzipiellen Klärung der modernen Auf­fassung über die Rechte aus dem Lehrvertrage führen. Das Reichsarbeitsgericht hat daher in der letzten Zeit verschie­dentlich sich mit der Auslegung von Lehrverträgen beschäf­tigt und auch in einer neuerlichen Entscheidung (RAG. 685- 30) ein letztinstanzliches Erkenntnis über die Rechtswirkung des Lehrvertrages ausgesprochen. Das Gericht sagt, daß der Lehrlingsvertrag zwar auch heute noch den Charakter des Lehrvertages habe, daß er aber zugleich die Elemente eines Arbeitsvertrages enthalte, und auch als ein solcher anzu- sehen sei. Mithin müsse, wenn der Lehrherr in Konkurs fällt, das Rechtsverhältnis zwischen den Lehrvertragspar- teien als ein in dem Erwerbsgeschäft des Gemeinschuldners angetretenes Dienstverhältnis angesehen werden, das unter den Satz 1 des Paragraphen 22 der Konkursordnung fällt. Es bedürfe keiner grundsätzlichen Entscheidung darüber, ob im MkWi^Wze Lejllmmung auf den Lehrvertrag ange­wandt werden kann, weil sie an sich ein gesetzliches Kündi- gungsrecht oorausfetzt, was dem Lehrvertrag fremd ist, ob also der Konkursverwalter das Recht hat, den Lehrling fristlos zu entlassen. Wenn der Konkursverwalter dieses Recht für sich in Anspruch nimmt und der Lehrling hier grundsätzlich nichts einwendet, dann steht dem Lehrling ein Schadensersatzanspruch wegen der ausgesprochenen fristlosen Kündigung zu.

Hersfeld. Wer am Sonnabend Morgen beim Anblick der schönen Winterlandschaft aus W i n t e r sport am gestrigen Sonntag hoffte, sah sich leider im Laufe des Sonnabend enttäuscht. Bereits am Nachmittag setzte einEisregen" ein, der bald die Straßen in eine spiegelglatte Fläche verwandelte. Das Wetter wurde milder und der Regen nahm an Stärke zu, so daß bald von der schönen Winterlandschaft nichts mehr zu sehen war. Am gestrigen Sonntag herrschte dann bei + 9 Grad fast ununterbrochen Regenwetter. Dies führte am Nachmittag auch zu zweimaliger Störung der Lichtversorgung, da die Isolatoren der Ueberlandleitungen vereisten und Kurzschluß herbriführten. Die Störungen konnten aber jedesmal nach kurzer Zeit wieder behoben werden.

Hersfeld. (Wie w i.r d das Wetter?) An der Südseite der über dem nördlichen Europa befindlichen Tiefdruckgebiete hat warme Luft ganz Deutschland über­flutet, wobei es überall zu sehr ergiebigen Regenfällen und starkem Tauwetter kam. Diese warme Westströmung ist im Norden begrenzt durch eine Linie, die von Schottland über Hamburg nach Südpolen geht. Nördlich dieser Linie lagern Kaltluftmassrn mit meist östlicher Strömung. Auch im nordöstlichen Deutschland herrschen vielfach niedrige Temperaturen. In unserem Gebiet wird aber die milde Westströmung vorläufig anhalten, wobei noch weiterhin vielfach Regenfälle auftreten. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, daß späterhin die Entwicklung eines neuen Tiefdruckwirbels die im Norden lagernden Kaltluftmaffen südwärts in Bewegung setzen und bei uns einen Temperaturrückgang hervorrufen wird, für diese Entwicklung aber z. Zt. die Vorzeichen noch nicht zu erkennen. Vorhersage bis Dienstag Abend: Vorerst Fortdauer des milden und trüben Wcstwindwetters.

Kassel Herbes Leid kam in der Sylvesternacht über eine in der Wolfhagerstraße wohnende Familie. Der Bräutigam einer 18jährigen Büroangestellten hantierte mit einer Selbstladepistole, die er zum Schießen beim Jahreswechsel verwenden wollte. Hierbei löste sich ein Schuß, der unglücklicherweise das junge Mädchen traf. Mit einer lebensgefährlichen Bauchver­

letzung wurde die Bedauernswerte von der Sanitäts­hauptwache in das Marienkrankenhaus eingeliefert, wo sie sofort operiert werden mußte. Ihr Zustand ist be­denklich.

Kassel. In der Zentgrafenstraße verschluckte ein ohne Aufsicht spielendes 3jähriges Mädchen einen Aluminiumlöffel. Die Kleine wurde durch die Sanitäts­hauptwache sofort in das Marienkrankenhaus geschafft, doch wird ein operativer Eingriff notwendig sein. In der . Waisenhausstraße setzte sich ein ' öjährigeS Mädchen in einen im Rohrgeflecht des Stuhles auf. rechtstehenden Federhalter und erlitt schwere innere Verletzungen, sodaß die Unfallwache Holzmarkt sofort für einen Arzt sorgen mußte.

Guntershauseu. Nachts wurde bei dem Landwirt Johs. Schmidt der Hühnerstall erbrochen und 42 Hühner an Ort und Stelle abgeschlachtet. Als Täter kommen vermutlich drei Arbeitslose in Frage, die am Tage vorher durch ihr Benehmen die Aufmerksamkeit aus sich lenkten. Jedoch fehlt jede Spur von ihnen.

Neuwied. Der am Neuwieder Gymnasium tätige Studienrat Dr. Adolf Müller ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet worden, nachdem er Schuld­verpflichtungen auf sich genommen hatte deren Gesamt- hohe von zuständiger Seite mit mindestens 200 000 Mark augegeben wird. Unter den Gläubigern befinden sich zahlreiche Eltern von Schülern des Dr. Müller. Der Verhaftete will das Geld für einen Bruder ver­wandt haben, der eine Erfindung gemacht haben soll.

Raubmord im Saargebiek. i

In Diefflen (Kreis Saarlouis) wurde die 68 Jahre alte Witwe Scherer in ihrem Bette liegend tot aufgefunden. Die Leiche wies Wunden am Kopf und Würgemerkmale auf. Der Kleiderschrank der Witwe stand offen und war durch­wühlt. Offenbar handelt es sich um einen Raubmord. Die Tote hat vermutlich vier oder fünf Tage in ihrem Zimmer gelegen.

Wiederausha« der Alten Schlöffe;

Ein Aufruf des württembergischen Slaatsministeriums.

Das württembergische Staatsministerium hat zum Wie­deraufbau des Alten Schlosses einen Aufruf erlassen, in dem es heißt:

-Der älteste und ehrwürdigste Teil des Alten Schlosses in Stuttgart ist kurz vor Weihnachten ein Raub der Flam­men geworden. Von der östlichen, turmbewehrten Burg des Herzogs Christoph von Württemberg find nur kahle Mauern und öde Fensterhöhlen übriggeblieben. Jedem Stuttgarter und jedem Württemberger ist dieses ehrfurcht- gebietende Denkmal der württembergischen Geschichte, dieses Wahrzeichen der Landeshauptstadt vertraut und teuer, und mit großem Schmerz ist die Kunde von dem Brandunglück in allen Teilen des Landes und weit darüber hinaus auf' genommen worden.

Die württembergische Staatsregierung ist entschlossen, die Trümmer nicht dem Bsrso.11 Md innrer ganz preiszuüe- den, jonoern den kraftvollen Kern im Stadtbild zu erhalten und, soweit es mit der künftigen Verwendung des Baues im Einklang steht, wiederherzustellen. Zunächst sollen die Umfassungsmauern gesichert, ergänzt und durch Dächer ge­schützt werden. Schon dazu sind große Mittel erforderlich, die durch den hierzu verwendbaren Teil der Brandversiche­rungssumme bei weitem nicht gedeckt sind.

Wir wenden uns darum an alle Württemberger und Freunde unseres Landes, die in dieser schweren Notzeit noch in der Lage und gewillt sind, einen Beitrag für das vater­ländische Werk zu geben, und rufen sie auf: Gebt baldi Ueber die Verwendung der Mittel wird seinerzeit öffentlich Rechenschaft abgelegt werden. ,

Wichtigster Sonntagssport

Der plötzliche Wärmeeinbruch, verbunden mit Dauer­regen, hatte im ganzen Reiche eine Fülle von Ausfällen in den sportlichen Veranstaltungen zur Folge, wovon in der Hauptsache Fußball und Schneesport betroffen wurden. In Berlin konnte nur ein Punktkampf abgewickelt werden. Von den vier Meisterschafts-Endspielen im Süden konnten nur zwei zum Austrag kommen, und zwar spielten Spvgg. Fürth gegen V.f.B. Stuttgart (Südost) 3:0 und F.V. 04 Rastatt gegen 1. F.C. Nürnberg 0:5. Die Wiener Profis sind noch immer auf Reisen. Während Austria Wien den Freiburger F.C. nur knapp mit 3:2 abfertigen konnte, schlug der W.A.C. mit Hiden den F.C. Pforzheim mit 6:3. In Halle a. S. kam die mitteldeutsche Auswahlmannschaft gegen Hungana Budapest zu einem beachtenswerten 4:1-Siege. Das wich­tigste Meisterschaftsspiel in Norddeutschland zwiscl-en dem H.S.V. und Altona 93 wurde wegen chlechter Platzverhalt. Nisse ohne Punktwertung ausgetragen und endete mit einem hohen 8:1-Sieg des H.S.V. In Dortmund revanchierte sich Deutschlands Boxstaffel im 7. Länderkampf gegen Däne­mark mit 12:4 Punkten für die letzte Niederlage. Matthias Engel, Köln, vertrat in Paris beim Wettbewerb der auslan- dischen Flieger die deutschen Farben mit Erfolg und gewann den entscheidenden Lauf um den dritten Platz vor Honemann, Martinetti und Piani. In Klingenthal siegte Leonhardt Mühlleiten im Langlauf über 17 Kilometer in 1:30:49 vor W. Maß I, Klingenthal, (1:31:05). Der Sprunglauf mußte wegen der Unbill der Witterung ausfallen. Bei den deut­schen Kunstlaufmeisterschaften auf dem Riessersee verteidigte m?ni#r=Pnh(>rnn München. feinen Titel erfolgreich. Die

Maier-Labergo, München, seinen Titel erfolgreich. Damenmeisterschaft holte sich Frl. Michaelis- Berlin, und das Paarlaufen fiel an die Berliner Hempel-Weiß.

~ ' rt: Der Thüringer Wintersportoerbaird

ecke Großer JnfelbergOberhof (33 Kilo-

Wintersport: Der Thüringer Wintersportve brächte auf der Strecke Großer JnfelbergOberhof (33 Meter) den Rennsteiglauf zur Durchführung, der von Marx, Friedrichroda, in 2:25:07 Std. gewonnen wurde. Vier Mi­nuten später ging O. Wahl, Zella-Mehlis, als Zweiter durchs Ziel. Auf der Jlmenauer Rodelbahn wurden bei den Eröffnungsrennen im Herren-Einsitzer und im Lenkrodel- rennen die Bahnrekorde gebrochen.

Vom Büchermarkt.

Ein Jugeudtagebuch Kaiser Wilhelms II. Die neueGartenlaube" bringt Text und Abbildungen aus interessanten Aufzeichnungen des achtjährigen Prinzen Wilhelm von einer Reise im Jahre 1867.