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Von
Das ^dgar Stern-Rubarth.
"^en Polit^ JÄ»« in der auswärtigen wie in der Wo Potenfraqen Wahr erster Ordnung. Abrüstungs- ^fopas tn ' ^hü^ungen um eine Neuorganisation oen !> (Senfes . '^ sogenannten Europakonferenz, stan- rah^r Ü'oMMM^L^ordnung der Januarsession; der ^EWWKjtÜ^itit^^oort in äußerst vernünftiger und ge-
. v.^ |u(i sensationell wirkender Form zum ersten Male die Verstöße aller europäischen Völker gegen dse Erkenntnisse und Beschlüsse der Weltwirtschaftskonferenz fest — und der gleiche Mann hat das gleiche Thema im Rahmen des Baseler Sachverständigenkomitees auch am Ende des Jahres unter dem gleichen Vorzeichen von neuem behandeln müssen. Das ist die außenpolitische Signatur dieses Jahres; ein mühsames Sich drehen im Kreise um das gleiche Problem ungelöster Komplikationen aus den Friedensverträgen, undurchführbarer finanzieller Bestimmungen und der Folgen eines wirtschaftlichen Irrwahns.
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Dazwischen liegt der gescheiterte deutsche Versuch, im Wege einer deutsch-österreichischen Zollunion auf neuartiger Rechtsgrundlage einen ersten beispielgeben- • den Schritt für die Vereinheitlichung der europäischen Wirtschaft und die wechselseitige Unterstützung der notleidenden Völker zu unternehmen. Er ist gescheitert vor allem an dem politischen Widerstand Frankreichs und seiner Verbündeten, die die rein wirtschaftliche Denkweise der beiden Regierungen bei diesem Unternehmen nicht gelten lassen wollten und aus der eigenen machtpolitischen Denkweise heraus hier einen Versuch sahen, den in den Friedensverträgen verhinderten Anschluß auf Umwegen zu vollziehen. Die Anrufung des Haager Gerichtshofes zur gutachtlichen Feststellung der Zuverlässigkeit dieser Union endete am 5. September mit einem moralischen Erfolg für Deutschland und Oesterreich, aber mit einer formellen Verwerfung des Planes auf Grund der Bestimmungen des österreichischen Anleiheprotokolls.
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Aber all diese Dinge sind doch stark zurückgetreten gegenüber den akuten Ereignissen, die im Gefolge der Weltkrise etwa im Juni einsetzten. Am 7. Juni entsprachen Reichskanzler und Reichsaußenminister einer Einladung des britischen Premierministers MacDonald nach C h e q u e r s, wobei es zur offenen und eingehenden Aussprache über die wirtschaftlichen und finanziellen Kalamitäten kam. Am 20. Juni erfolgte, unmittelbar ausgelöst durch ein Schreiben des Reichspräsidenten an den amerikanischen Präsidenten Hoover, dessen historischer Schritt zur Herbeiführung eines einjährigen Moratoriums für alle Kriegsschuldenzahlungen. Auch hier wieder vereitelte französische Kurzsichtigkeit und Engherzigkeit einen durchschlagenden Erfolg der großgedachten Maßnahme durch wochenlanges Ringen um Sondervorteile für Frankreich. Am 18. Juli fand' in Paris die Aussprache zwischen den deutschen und französischen Staatsmännern statt, die zu einer Klärung der Atmosphäre, aber kaum zu einer erheblichen sachlichen Annäherung des beiderseitigen Standpunktes führte. Von da ML^reisten Brüning und Curtius weiter nach L o nh o n ,
vm VC-l yi^pULUHUilö-i frage beteiligten Regierungen zur Einsetzung des Skillhalte- ausschusses der privaten Kreditgeber Deutschlands führte.
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Neben den wirtschaftlichen Fragen standen diejenigen der A b r ü st u n g, die ja überhaupt den Gegenpol der schwebenden internationalen Probleme bilden,' das ganze Jahr hindurch im Vordergrund. Die Verhandlungen über ein englisch-französisches Flottenabkommen, die im April in London stattfanden, wurden ebenso vertagt wie die vorangegangenen dreiseitigen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich, England und Italien; die Ratstagung im Mai bestimmte Genf als den Ort, die Septembertagung unter Annahme einer von Italien angeregten, aber sehr abgeschwächten Resolution über eine Rüstungspause, den Februar 1932 als den Zeitpunkt der künftigen großen Abrüstungskonferenz. Aber die Campagne zur Einschränkung der Wirksamkeit dieser Konferenz, hat keinen Augenblick nachgelassen, und die Bemühungen um eine Formulierung, die bei den Abrüstungsmaßnahmen von budgetären Festlegungen ausgeht, find von Frankreich und seinen Verbündeten unausgesetzt weiterbetrieben worden. Dabei ist immer klarer das dringende Verlangen Amerikas nach einer tatsächlichen und wirksamen Abrüstung als Voraussetzung einer finanziellen Einigung in der Kriegsschuldenfrage in Erscheinung getreten.
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Neben diesen die Mehrzahl aller Völker berührenden Problemen finanziell-wirtschaftlicher und weltpolitischer Natur hat das Jahr 1931 zwei große politische Ereignisse erbracht; den S t u r z d e r M o n a r ch i e i n S p a n i e n und den mandschurischen Konflikt zwischen Japan und China. In Spanien beherrscht je^^ine Koalition aus Republikanern und Sozialisten vollste ^'q' die Lage. Ungelöst ist dagegen der Mandschurei-Konflil der im September d. I. nach vorangegangenen Unruhen " diesem Gebiet auf- flammte, als die Japaner Mukden besetzten. Das geschah mit der Begründung von Zerstörungen an der südmandschu- rischen, Japan gehörenden Bahnlinie durch chinesische Truppen am 18. September. Japan hat wiederholt und auch neuerdings erklärt, daß es keine Eroberungsabsichten habe. Eine vom Völkerbund eingeleitete Aktion zur friedlichen Beilegung des Konflikts hatte im wesentlichen ein negatives Ergebnis.
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Die Umwälzung in Peru Anfang März und die Meuterei der chilenischen Flotte in den ersten Septembertagen zeigen, wie ungeklärt die seit mehr als Jahresfrist in Gärung befindlichen politischen Verhältnisse selbst in den bestfundierten südamerikanischen Staaten noch sind, wie schwer auch sie unter der Weltwirtschaftskrise leiden. Es wird die große Aufgabe der kommenden Konferenzen, der neuen Reparationskonferenz und der Abrüstungskonferenz, sein, aus die Gleichschaltung dieser im Grunde gemeinsamen Interessen hinreichend stark einzuwirken, um dem Wirt- schaftsoerfall Einhalt zu tun, der jetzt neben England mit einer Reihe seiner Dominien auch die skandinavischen Länder und Japan ergriffen hat.
Aus der Heimat.
Hersfeld. Mit strenger Kälte, die sich im Laufe der Sylvesternacht bis zu 15 Grad steigerte, nahm das alte Jahr Abschied von uns. Um 8 Uhr vereinigte ein Sylvestergottesdienst in der Evangelischen Kirche die Andächtigen in großer Zahl. Um 11.30 Uhr erklangen feierliche Choräle des Posaunenchors vom Turm der Stadtkirche, denen um 12 Uhr Glockengeläute folgte. War es bis kurz vor Mitternacht auf den Straßen außergewöhnlich ruhig gewesen, so wurde es mit dem Glockenschlage „Zwölf" lebhafter. Feuerwerkskörper knallten, und die Menschen riefen sich mehr oder minder laut ein „Prosit Neujahr" zu. Doch war das Leben und Treiben auf den Straßen nicht so lebhaft wie in früher n Jahren. Die strenge Kälte wird ja auch wohl dazu beigetragen haben, mehr im warmen Zimmer zu bleiben. Am Neujahrstage waren die Gottesdienste recht zahlreich besucht. — Mögen nun alle Wünsche in Erfüllung gehen, die zum neuen Jahre zum Ausdruck gekommen sind, und deren Hauptwunsch darin gipfelte, daß uns das Jahr 1932 wieder bessere wirtschaftliche Verhältnisse bringen möge, damit die große Zahl der Arbeitslosen sich wieder vermindert.
Hersfeld. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Wandkalender für 1 9 3 2 bei. Mögen unsere Leser auf ihm recht viele frohe Tage verzeichnen können.
Hersfeld. In den Hersfelder Lichtspielen bringt das heutige neue Programm das Tonfilm-Lustspiel „Die Firma heiratet", sowie den Film „Die drei Frauen des Urban Hell". — Alles nähere heutige Anzeige.
Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Durch die zusammensinkende Kaltluft hat sich von Spanien über Deutschland hinweg ein Hochdruckrücken ausgebildet, in dem es bei Aufheiterung in der Neujahrsnacht zu sehr starken Strahlungsfrösten bis unter — 15 Grad C kam. Inzwischen^ ist aber über Westeuropa bereits wieder starke Wirbeltätigkeit im Gange, die bereits Regenfälle bis an die englische Kanalküste bei Temperaturen bis zu + 10 Grad C hervorruft. Auch bei uns wird sich die Westströmung durchsetzen und Milderung des Frostwetters hervorrufen. Wahrscheinlich kommt es noch zu°Niederschlägen, die aber vorwiegend als Schnee niedergehen werden. Die Weiterentwicklung der Wetterlage ist noch nicht abzusehen. — Vorhersage bis Sonntag Abend: Milderes und unbeständiges Wetter wahrscheinlich, doch ist die Entwicklung einer Tauwetter- lage"noch nicht sicher vorauszusehen.
M-llrichstadt (Rhön). Einen tragischen Tod fand die 38jahrige Schwester des Landwirts Peter Breunig in Oesfeid. Sie war mit Ausgraben eingebetteter Rüben beschäftigt, als plötzlich die Erde nach- gab, und die Frau unter den nachrutschenden Erdschollen begraben wurde. Wie sich das Unglück im einzelnen zugetragen hat, ist Nicht bekannt, da nur ein kleines Kind^ ^^^^■^k£^'^>^^~^^^^^ beigeholt hatte, war die Frau schon Lt.
Mettrichstadt (Rhön). Der Sohn des Bäckermeisters Schmidt von Elsendorf fuhr mit seinem Motorrad, auf dem sich noch der Dienstknecht König befand, bei Schlüstelfeld gegen einen Randstein. Fahrer und Beifahrer wurden vom Rade geschleudert. König hatte einen Schädelbruch davongetragen und war sofort tot. Schmidt starb nach kurzer Zeit an inneren Verletzungen.
Bad Brückenau (Rhön), Auf dem schrankenlosen Uebergang zwischen Bad Brückenau und Warnarz wurde ein Auto von einem Zuge erfaßt und 100 Meter mitgeschleift. Der Insasse konnte noch abspringen, während der Fahrer schwer verletzt wurde und ins Krankenhaus gebracht werden mußte.
Lendorf. Der Landwirt Adam Wiegand und der bei ihm beschäftigte Hans Stemmler begaben sich in das nahe bei Lendorf gelegene Wäldchen, legten dort die Wurzeln einer Buche frei, um diese wegen des an- brechenden Abends am nächsten Tage zu fällen. W. begab sich nach Hause, während S. zurückblieb, um das angefangeen Werk noch zu vollenden. Das Stürzen des-Baumes muß St. nicht gleich bemerkt haben. Von den noch im Boden sitzenden Wurzeln wurden ihm beide Beine eingeklemmt. Durch lautes Schreien des Verunglückten wurden Dorfbewohner darauf aufmerksam und befreiten ihn unter großen Schwierigkeiten aus der gefährlichen Lage. Die Verletzungen des St. sind leider so schwer, daß eine Ueberführung nach Hephata erfolgen mußte.
Gi ßen. In dem Dorfe Waldgirmes feierte ein 26 Jahre altes Mädchen seine Verlobung. Am Tage darauf entfernte es sich von zu Hause und wurde seitdem vermißt. Jetzt wurde das Mädchen tot in der Lahn aufgefunden. Offensichtlich liegt Selbstmord vor; das Mädchen hatte bereits seit einiger Zeit über große Nervosität geklagt.
Darmstadt Der 14jährige Schlosserlehrling Wilhelm Riedel aus Darmstadt, der einem anderen Lehrling in der Fabrik der Bahnbedarfs-A.-G. beim Auflegen eines Treibriemens behilflich sein wollte, wurde von der Transmission erfaßt und augenblicklich getötet. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.
Hier fängfs an.«, beuge vor — gurgle trocken jetzt 90!^. ÄÄUik^
Warftein (Kreis Paderborn). In Westendorf gab der 22 Jahre alte Arbeiter Joseph Schmitz auf die einzige 17 Jahre alte Tochter des Fabrikarbeiters Burg aus einem Jagdgewehr ein Schuß ab, der den Kopf traf und das Mädchen auf der Stelle tötete. Nach her Tat flüchtete Schmitz zunächst, stellte sich dann aber freiwillig der Polizei und legte ein volles Geständnis
ab. Er hatte früher mit dem Mädchen ein Verhältnis, das von dem Mädchen abgebrochen wurde, da die Eltern dagegen waren. Das Motiv zu der Tat ist zweifellos in verschmähter Liebe zu suchen.
Schloßvippach (Landkreis Weimar). Auf den in den 60er Jahren stehenden Landwirt Heinze, der seit etwa 25 Jahren im Nebenamt das Inkasso für das Kraftwerk Gispersleben in verschiedenen Orten des Amtsgerichtsbezirk Großrudestedt betreibt, ist ein Raubüberfall verübt worden. Heize, der mit seinem Fahrrad auf dem Wege nach Großrudestedt war, wurde aus der Landstraße von zwei Männern angehalten, die Geld von ihm forderten. Als er sich weigerte, seine Aktentasche herauszugeben, schlugen sie ihn nieder, entrissen ihm die Tasche und suchten mit seinem Fahrrad das Weite. Heinze hat erhebliche Verletzungen am Kops davongetragen.
Das Handwerk im Dezember
Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns u. a. geschrieben: Für die Gestaltung der wirtschaftlichen Lage im Monat Dezember sind zwei Momente ausschlaggebend gewesen: die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Weihnachtsfest. Das Weihnachtsgeschäft wurde für das Handwerk durch die Bestimmungen der Notverordnung über die Preissenkung erheblich beeinträchtigt. Darüber darf auch die Tatfache nicht hinwegtäuschen, daß Kaufhäuser und verkehrsgünstig gelegene Einzelhandelsgeschäfte in den Wochen vor Weihnachten eine zum Teil beachtliche Steigerung ihrer Umsätze zu verzeichnen hatten. Ueberwiegend beschränkte sich die Nachfrage im Handwerk auf kleinere Gebrauchsgegenstände und geringwertige Artikel. Weder das Schneiderhandwerk noch die Sattler-, Tapezier-, Möbeltischler-, Buchbinder-, Buchdrucker-, Elektroinstallateur- etc. Betriebe sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Auch die Nahrungsmittelhandwerke hatten zwar eine Steigerung ihrer Umsätze aufzuweisen, ohne daß jedoch der Umfang des Geschäfts früherer Jahre auch nur annähernd erreicht wurde. Im Baugewerbe herrschte völlige Geschäftsstille. Sowohl die Außen- als auch die Innenarbeiten haben vollständig aufgehört. Da das ganze Baujahr 1931 schlecht war, sind bereits seit längerer Zeit zahlreiche Handwerksbetriebe -gezwungen, von der Substanz zu leben.
Infolge dieser schwierigen Verhältnisse hat die Zahl der Betriebsabmeldungen zugenommen. Wie groß zum Teil bereits die Not im Handwerk ist, beweist z. B. die Meldung der Handwerkskammer Dortmund, wonach ein großer Teil der selbständigen Handwerker sich in der öffentlichen Wohlfahrtsfürsorge befindet. Das Maß an Aufträgen, das vorliegt, ist trotz starker Preisrückgänge nicht groß genug, um eine einigermaßen laufende Beschäftigung zu gewährleisten. Die Arbeitslosigkeit der Handwerksgesellen ist ungewöhnlich groß.
Allerlei Neuigkeiten
Sabotageakt in einem Stahlwerk. Der Schlosser Gor- bing und der Berufslose Schoppe, beide aus Maßen, wurden verhaftet, weil beide in der Nacht einen Sabotageakt bei den Stahlwerken Westig in Unna ausgeführt hatten. Gor- bing, der vor einiger Zeit wegen Diebstahls aus den Stahl-,^-»»- werken entlasten worden war, hat gestanden, die TabFus' Rache ausgeführt zu haben. Sie waren in den Betrieb ein-^ gedrungen, und hatten an den Glühöfen die WasterhähAW ,___- geöffnet, um die Defen unter Master zu fetzen. -Si»»^ - .^jlUWlM ^ .....J- - ^ ' ' ''—— wu.^. p.«,vwj wiv vuraui »mur ven muu/iwuupei eiuveau. >M
Großfeuer in den Kodersdorfer Werken. In den Ko- dersdorfer Werken A.G. in Kodersdorf (Oberlausitz) brach in der letzten Nacht ein Großfeuer aus, dem ein stilliegender Dachziegelofen nebst Maschinenanlagen zum Opfer fielen. Der Schaden soll mehrere hunderttausend Mark betragen, aber durch Versicherung gedeckt sein. Der Betrieb erleidet durch den Brand keine Unterbrechung.
Verbrecher bei der Festnahme erschossen. Der mehrfach vorbestrafte Walter Augustin aus Köln^wurde, als er sich seiner Verhaftung widersetzte, in Dortmund von Kriminalbeamten erschossen. Er war im Gefängnis, röv er wegen zahlreicher Straftaten mehrere Jahre zu verbüßen hatte, durch einen Hungerstreik so heruntergekommen, daß er ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Von hier aus flüchtete er und konnte erst jetzt ermittelt werden.
Ein tödlicher Jagdunfall ereignete sich in der Nähe des Forsthauses Deutsch-Wartenberg. An einer kleineren Jagd nahm auch ein Herr von Rieben als Jagdgast teil. Als die Herren zur Jagd aufbrachen, entlud sich plötzlich das Gewehr von Riebens, das er über die Schulter, mit der Mündung nach oben, trug. Das Geschoß durchschlug Nak- ken und Schädelwand und drang in das Gehirn ein, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Das Unglück dürfte auf eine Unvorsichtigkeit zurückzuführen fein, zumal von Rieben am rechten Arm eine Prothese trug. H
Bankraub in Herne. Drei Personen drangen Sylvester i mit vorgehaltenen Pistolen in die Commerz- und Privatbank^ * in Herne ein. Sie raubten aus der Bankkasse über 1500 A Mark, flüchteten und konnten inmitten der Straßenpassanten - entkommen.
Ein Bahnpostwagen beraubt.
Botkrop. Zwei massierte Räuber drangen in der Sylvesternacht in einen Bahnpostwagen ein, der auf dem hiesigen Bahnhof zur Abfahrt nach Essen bereitstand. Während einer von ihnen, in jeder Hand einen Revolver, der Postbeamten in Schach hielt, raubte der zweite einen 40 Kilogramm schweren Geldkasten mit 56 600 Mark. Die Täter flüchteten mit ihrem Raube in einem bereitstehenden Auto.
Schreibfederfabrikant Boeder erhängt sich.
Berlin. Der Schreibfederfabrikant Hans Roeder hat sich in seinem Fabrikgebäude, wahrscheinlich wegen wirtschaft- licher Schwierigkeiten, erhängt.
Der Sport am Neujahrstag
Am Neujahrstage dominierten Fußball- und Wintersport. In Berlin standen sich die Städtemannschasten von München und Berlin zum 13. Fußballstädtekampf gegenüber. Die Bayern siegten 4:2. In Mannheim trafen sich die Auswahlmannschaften von Süd- und Nordwestdeutschland. Auch hier zeigten sich die Süddeuffchen als die Besseren. Sie gewannen mit 5:2. — Eine Budapester Städtemannschaft gastierte in Köln gegen eine dortige Auswahlelf und siegte 3:2.
In den Kämpfen um den Spengler-Pokal im Eishockey konnte sich der EHE. Davos den dritten Platz sichern. — Auf der Kochelbergschanze in Garmisch-Partenkirchen fanden Neu- jahrs-Springen statt, bei denen der Jungmann Kemser, Par- tenkirchen mit 58 Metern den weitesten Sprung erzielte.