Einzelbild herunterladen
 

Laßt die Hand nicht vom Pflug!

Von Dr. h. c. Martin Schiele,

Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft.

Der schier ungehemmte Siegeszug der Maschine durch die Welt ist längst beendet. Er hat 20 Millionen Erwerbs­tätige aus der Bahn geworfen. Heute ist die Rationalisie- rungskonjunktur verraucht. Der Goldstrom der Auslands­kredite sucht sich gewaltsam den Rückweg und droht das Land, das er befruchtet hat, zu extenfivieren. Von allen Seiten bricht es über uns herein — und der Extrakt ist: Arbeitslosigkeit, millionenhafte Ar­beitslosigkeit.

Die internationale Verflechtung im Güteraustausch und im Kapitalverkehr beginnt sich elementar zu lösen. Sie beruhte auf dem Glauben an die internationale Wirtschafts­solidarität, an die Vernunft der politischen und kommerziel­len Gläubiger. Aber es war ein Irrglaube.

Was bedeutet das für Deutschland? — Die Erschütte­rung der Voraussetzungen, auf denen unsere bisherige Wirt­schaftspolitik im wesentlichen aufgebaut war. Das Ausland versperrt uns die Exportmärkte und entzieht uns die Kre­dite. Wir sind in der Tat zurückgeworfen auf un­sere eigene Kraft. Das Ausland zwingt uns -e- radezu zum autarken Ausbau unserer Volkswirtschaft. Ob es uns paßt oder nicht, es handelt sich dabei um ein ehernes Muß, und dennoch haben wir in dieser passiven Gesamt- wirtschaftsbilanz ein einziges unschätzbares starkes natio­nales Aktivum: die Leistung unserer Landwirtschaft.

Das jahrelange Ringen um die organische Eingliede­rung der Agrarpolitik in den großen Rahmen einer allge­meinen deutschen Wirtschaftspolitik hat jetzt in jäher Ent­wicklung das entscheidende Stadium erreicht. Wir müssen uns erneut mit aller Nüchternheit die Frage vorlegen, ob die deutschen Exporte in Zukunft tatsächlich ausreichen wer­den zur Bezahlung der notwendigen Rohstoffeinfuhr für die Industrie, für den Zins und die Tilgungsraten unserer kommerziellen Auslandsschulden, gar nicht zu reden von politischen Tributen und ob wir dann noch wesent­liche Mittel für ausländische Lebensmitteleinfuhr verfügbar haben. Die Frage stellen, heißt sie nach unserer Lage ver­neinen. Zu der wirtschaftlichen kommt aber noch die poli­tische Betrachtung:

Wir fdjulben dem Auslande 27 Milliar­den Mark, die wir in absehbarer Zeit nicht bezahlen können, wir stehen deshalb in unerhört schwierigen Ver­handlungen mit unseren Gläubigern. Wagt ein einziger unter uns, es zu befürworten, daß wir diesen Gläubigern nun auch noch unser tägliches Brot in die Hand geben? Es wäre ein frevelhaftes Spiel mit dem Schicksal und der Zukunft unseres Volkes, wenn wir so zu dem Gläubiger­recht noch die Herrenmacht fügten.

Angesichts einer solchen Lage würde ein weiteres Zu- sammenbrechen der Landwirtschaft ein ebenso schweres Un­glück, vielleicht noch irreparabler in seinen Folgen sein, als ein Zusammenbruch der Geldwirtschaft. Sicherung der Volksernährung, Sicherung vor allem er st ein­mal der nächsten Bestellung und Ernte mit allen Mitteln ist deshalb das unverrückbare Ziel, dem alle Politik überhaupt zu dienen hat. Richt um eines Berufs­standes, nicht um der Landwirtschaft willen, sondern um die Ration und ihre Freiheit zu retten. Deshalb weg mit allen Theorien und Experimenten von der Landwirtschaft, weg vor allem mit selbstsüchtiger und einseitiger Organisa- tions- und Parteipolitik, wo es sich um die Erhaltung ihrer Produktionskraft handelt. Wie im Kriege die Stahlwerke, die Hochöfen und Munitionsfabriken um jeden Preis zu erhalten waren, so gilt es jetzt, im Existenzkämpfe des Vol­kes, die landwirtschaftlichen Betriebe leistungsfähig zu er­halten, zur Sicherung unserer Volksernährung, unserer Un­abhängigkeit und Handlungsfreiheit.

Deshalb dienen auch die beiden letzten Notverordnun- aen vom 17. November und 8. Dezember in ihrem wirt- schaftspolitischen Teil dem einen großen Ziel: Sicherung der nächsten Ernte, d. h. Sicherung der Volksernahrung^ Durch diese Notverordnungen ist der Landwirtschaft eine Position gegeben, die der wachsenden Verzweiflung Einhalt gebieten, neue Tatkraft schaffen und eine Stärkung des Selbstbehaup- tungswillens bringen soll. Mit dem V o l l st r e ck u n g s - schütz soll eine Atempause geschaffen werden, um ihr die Arme freizumachen für den Aufbau der. neuen Ernte. Mit der Verbilligung der landwirtschaftlichen Probuktion smittel um 10 bis 15 Prozent ist von der Ausgabenseite her Bresche in die Unrentabilital der landwirtschaftlichen Erzeugung gelegt. Außerordent­liche Maßnahmen sind erforderlich und wer­den erforderlich sein, um die nächste Ernte zu sicherm Denn aus verarmten und verödetem Acker wachst für das deutsche Volk nur eine Frucht: die Brotkarte, die bittere Not.

In klarer Erkenntnis dieser Sachlage und in vollem Bewußtsein ihrer Verantwortung gegenüber dem ganzen deutschen Volke ist deshalb die Reichsregierung gewillt, der Landwirtschaft die Bedingungen zu verschaffen, die es ihr ermöglichen, ihre volkswirtschaftliche Aufgabe der Enmh- runq unseres deutschen Volkes zu erfüllen Auch in Zukunft wird die Reichsregierung alle Maßnahmen treffem und dort, wo erforderlich, diese erweitern, um die für die Ration unschätzbare Produktionskraft der Landwirtschaft zu er- halten. Aus der tiefen Not des Landvolks ist eine Miß­stimmung, die sich teilweise bis zur Verzweiflung stei­gert und die seine entschlossene Tatkraft hemmt und lühmt, durchaus verständlich. Aber die Saat des Landmanns ge­deiht nur in der Hoffnung, Arbeit und Ordnung, nicht in der Verzweiflung. Nur im Schutze der Staatsgewalt, nicht in der Auflehnung gegen diese. Aus tiefster Verbundenheit mit meinem eigenen Berufsstande schöpfe ich die feste Ueber­zeugung, daß der alte, verantwortungsfreudige Geist, der Geist der positiven, sachlichen und nüchternen Arbeit über alle Not der Zeit und über alle Verneinung der Zeit quer hinweg, sich durchsetzen wird. Darum Hirn und Herz an­gespannt. Laßt die Hand nicht vom Pflug! Liebe Berufsfreunde, ich rufe Euch mit Paul Steinmüller in seinem „Schicksal und Glaube deutscher Erde" zu:

„Wie es auch sein möge, wir müssen pflügen und vertrauen!"

Die Einkommenrschrumvkung

Es mehren sich die Berechnungen über die Auswirkung der Lohnsenkungsbestimmungen der 4. Notverordnung In feinem Wochenbericht stellt das Institut für Konjunktur- sorschung fest, daß sich diese Lohnsenkung bei den einzelnen Gewerben in den Grenzen zwischen 8,4 und 15 v. N halten

wird. Zu dieser Feststellung kommt das Institut auf Grund seiner Tariflohnstatistik, die zwar etwas sehr will­kürlich für die Berechnungen benutzt worden ist. Mit einer Senkung um 8,4 v. H. soll der Tariflohn des Facharbeiters im Baugewerbe wieder die Höhe von 1927 erreichen, um 15 v. H. müßte der Tariflohn in der chemischen Industrie, im Braugewerbe und in der Süß-, Back- und Teigwaren­industrie gesenkt werden, weil dort seit dem 1. Juli dieses Jahres sich die Tariflöhne nicht geändert haben. In den meisten Industriezweigen halten sich die Lohnsenkungen, die die Notverordnung erfordert., zwischen 10 und 14 v. H Eine Zusammenfassung der bisher erfolgten Senkungen der Tariflöhne, die seit dem Höhepunkt der Löhne im Jahre 1930 durchgeführt worden ist, ergibt für den Durchschnitt der einzelnen Gewerbezweige nach dem Stand am 1. Januar 1932 eine Senkung um 16 bzw. 21 o. H.

Roch nie in der Geschichte der Krisen der letzten fünfzig Jahre ist das Einkommen so stark wie gegenwärtig zurück­gegangen. Roch nie hat in der Krisis der Einkommens- rückgang so umfassend eingesetzt wie gegenwärtig. Kein Einkommen ist von diesem Rückgang verschont geblieben. Die Senkung der Tariflöhne, die Verminderung der tat­sächlichen Stundenverdienste, die Kürzung der Akkorde, der Fortfall der Leistungszulagen und der Einkommensausfall durch die Verkürzung der Arbeitszeit haben das Einkommen der Arbeiter, Angestellten und Beamten im dritten Viertel­jahr 1931 um etwa 1% Milliarden RM. geringer werden lassen als im dritten Vierteljahr 1930. Für das ganze Jahr 1931 wird eine Arbeilseinkommensverringerung von reichlich 6 Milliarden RM. angenommen. Damit wäre das Arbeitseinkommen seit seinem Höhepunkt im Jahre 1929 um etwa 9 bis 10 Milliarden RM., nämlich von 43 Milliarden Reichsmark auf rund 33 bis 34 Milliarden RM., zurück­gegangen. Am schärfsten ist das Einkommen der Industrie­arbeiter, die am stärksten der Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ausgesetzt sind, zurückgegangen. Es wird gegenwärtig nur noch etwa 60 v. h. seines Umfanges im Jahre 1929 be­fragen.

Das Volkseinkommen, das noch im Jahre 1929 auf rund 76 Milliarden RM. geschätzt wurde, wird für das Jahr 1930 mit 68 bis 70 Milliarden RM. berechnet. Das Institut für Konjunkturforschung veranschlagt nun das Volksein­kommen des Jahres 1931 nur noch mit einem Betrag, der zwischen 50 und 60 Milliarden RM. liegt.

Eine kurze Untersuchung, inwieweit der Einkommens­rückgang durch einen Rückgang der Lebenshaltungskosten wiederausgeglichen wird, kommt zu der Feststellung, daß zwar der amtliche Index der Lebenshaltungskosten seit 1929 um etwa 12 o. H. gesunken ist, demgegenüber aber ist nach einer ganz rohen Rechnung das Arbeitseinkommen um min­destens 25 v. H. in der gleichen Zeit zurückgegangen. Es zeigt sich also, daß die Preissenkung den Einkommensver­lust bei lveitem nicht ausgeglichen hat, daß also dem Kon­sumgütermarkt von dieser Seite her außerordentlich empfind­liche Kaufkraftausfälle entstanden sind. Gerade diese Zah­len zeigen, wo die Ansatzpunkte für die Arbeit des Reichs­kommissars für Preisüberwachung liegen.

Aus der Heimat.

Hersfcid. (Nach den Feiertagen). Die Hoffnung auf ein echt winterliches Wrihnachtswetter hatte sich leider nicht erfüllt, so daß zahlreiche Pläne für den Wintersport, zu dessen Ausübung die drei Feiertage die beste Gelegenheit geboten hätten, nicht zur Ausführung kommen konnten. --Als am Donnerstag Nachmittag die Glocken zur Christseier riefen, trat unerwartet ein Witterungsumschlag ein, der in kurzer Zeit die Straßen mit Glatteis überzog. Nur unter größter Vorsicht war es möglich, die Straßen zu passieren, und wo noch nicht gestreut war, mußte mancher unfrei­willig Bekanntschaft mit der Erde machen. Glücklicher­weise ist dabei von ernsteren Unfällen nichts bekannt geworden. — An den Festtagen waren die Gottesdienste sehr stark besucht, was besonders am ersten Feiertag zu bem Lithurgischen Gottesdienst und am zreiten Feiertag zur Weihnachtsfeier des Kindergottesdienstes der Fall war. — Da das Glatteis auch am ersten Weihnachtstag noch anhielt, blieben die Menschen meistens zu Hause, denn an einen längeren Spaziergang war nicht zu denken. Man konnte höchstens aus den gestreuten Bürgersteigen gehen. Der zweite und dritte Weihnachtstau brächte dann Tauwetter, so daß der Verkehr auf den Straßen der Stadt und in der näheren Umgebung lebhafter wurde. — Die Weihnachtsoeran staltungen und die Gaststätten hatten guten Besuch aufzuweisen.

Hersfeld. (Wie wirddas Wetter?) Durch die Südwärtsverlagerung des kontinentalen Hochdruck­gebietes bei gleichzeitigein Anhalten lebhafter Wirbel- tätiakeit über Nordeuropa war es der milden West­strömung an der Südseite der Wirbel überraschend schnell gelungen ihren Einfluß über ganz Deutschland südwärts auszudehnen. Dabei setzten naturgemäß die sehr kalten Luftmassen über Süddeutschland sehr heftigen Widerstand entgegnen und es sind diese bis jetzt noch nicht vollkommen fortgeräumt, wenn auch Fröste z. Zt. nur noch innerhalb des Alpengebietes auftreten. Die milde Westströmung wird sich zunächst noch weiter durch­setzen doch besteht für späterhinaus (etwa nach Mitte der Woche) die Gefahr eines neuen Kaltlusleinbruches. — Vorhersage bis Dienstag Abend : Fortdauer der milden und zeitweise zu Niederschlägen neigenden Westwind- wetterlage.

Hünhan. Hier geriet ein Einwohner mit seiner Schwiegermutter des öfteren in Streit. In der Der* gangenen Woche, als es zwischen Schwiegersohn und Schwiegermutter wieder zu Streitigkeiten kam, versetzte der Schwiegersohn der Schwiegermutter einen Schlag mit einem Werkzeug über den Kopf, sodaß die Frau eine blutende Wunde davontrug. Am Samstag ist nun die 75 Jahre alte Frau an., einer Blutvergiftung

gestorben. Die Hanauer Staatsanwaltschaft hat die Leiche beschlagnahmt und gegen den Schwiegersohn ein Verfahren wegen Körperverletzung mit tödlichem Aus­gang eingeleitet.

Alsfeld. Bei dem Nachbarorte Ruhlkirchen wurde der von dort stammende 21 Jahre alte Schneider Karl Tippel, als er in Gemeinschaft mit anderen jungen Leuten mit der Herrichtung eines Sportplatzes in der Nähe des Dorfes beschäftigt war, von einem von einer 3 m hohen Anhöhe herabstürzenden Baumstamm ge­troffen und zur Seite geschleudert, wobei er mit dem Kopfe gegen einen eisernen Feldbahnwagen schlug. Die Verletzungen durch den Baumstamm und den überaus schweren Anprall gegen die Feldbahn waren so schwer, daß der bedauernswerte junge Mann auf der Stelle den Tod fand.

Heiligenstadt. Vor zehn Jahren marschierte der ^conteur A. von hier mit seinen Turnerkameraden den ^zberg hinab. Plötzlich wurde er von einem Stein ins linke Auge getroffen. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe ero lndete das Auge aber infolge einer inneren Blutung ein^en Wochen machten sich bei A.

Kopfschmerzen bemerkbar. In der Nacht hörten die Kopischmeizen auf und am anderen Morgen stand Blu in dem blinden Auge. Als A. das Blut ent- fernte, stellte er zu (einer großen Freude fest, daß er wieder sehen konnte. Er freut sich jetzt doppelt, daß er Zt. nicht in die operative Entfernung des Auges elngewllligt hat. H

Nordhausen. Das Hotel „Weißes Roß» in . o^erg (Ludharz) wurde nachts durch ein Großfeuer in Asche gelegt. V^ur die Nebengebäude sind erhalten geblieben. Das Feuer brach gegen 4.30 Uhr morgens roagijdjeinlidj infolge eines Scholnsteinbrandes, aus. D.e flammen drohten auf die Nebengebäude überzu- greisen, daher wurde die Nordhäuser Feuerwehr alar- niiert, mit deren Hilfe es gelang, die Gefahr eines werteren Umsichgreifens des Feuers zu verhüten. Der Schaden wird auf 50 000 Mark geschätzt. 30 000 Mar. davon sollen durch Versicherung'gedeckt sein.

Eisf- ld. Wie die Reichsbahndirektion Erfurt mitteilt, entgleisten am ersten Feiertag, früh 6.40 Uhr kurz vor Eisseid im Zuge <42 die Lokomotive und zwei Personen­wagen. Hierbei wurden zwei Reisende schwer verletzt, die kiirz nach dem Unfall im Krankenhause in Eisfeld Ausnahme fanden. Lebensgefahr besteht nicht. Leichter *^ .^ mürben zwei weitere Reisende sowie der Loko­motivführer und der Heizer. Sie konnten nach An- legiing eines Notverbandes sofort entlassen werden. Der Verkehr wuroe durch Postkraftwagen zwischen Unter* neubrunn und Eisfeld fahrplanmäßig durchgeführt. Die Ursache des Unfalles ist noch nicht geklärt. Wie hierzu aus privater Quelle gemeldet wird, soll die Lokomotive wegen des Glatteises aus den Schienen gesprungen sein. - , Magerr streizterr^tü^ Lokomotive. Ein

Hrlsszug aus Meiningen nahm die Aufräumungsar-

Ehinas neuer Außenminister.

Der frühere chinesische Gesandte in Washington, Dr. Wu, ist zum Außenminister ernannt worden.

Unverschämtes sranröstsches Manöver

Paris fordert Prüfung der deutschen „Rüffunjen“.

Paris, 25. Dezember

Das angeblich englische Manöver, eine Verschiebung der für den 2. Februar festgesetzten Abrüstungskonferenz herbeizuführen, wird von der französischen Presse ohne Un­terschied der Parteirichtung stark bekämpft. Das „Journal des Debats" erklärt dabei, daß der Zeitpunkt der Konfe- renz weniger wichtig sei, als die Grundlage, auf der sie sich auf baue.

Frankreich müsse auf alle Fälle eine genaue Rachprü- fung des deutschen Rüstungsstandes fordern, wozu es nach dem Versailler vertrag ein Recht habe. (?) Diese Unter­suchung werde den Beweis erbringen, daß Deutschland in keiner weise (!) die Verpflichtungen erfüllt habe, die es übernommen habe, und die als eine Vorbedingung einer allgemeinen Abrüstung angesehen werden müßten.

Nicht eine kurze Verschiebung der Konferenz sei wün- schenswert, sondern eine gründliche Prüfung der wirklichen Lage in Europa. Ein Land, das im geheimen rüste und seine militärische Lage verschleiere, habe nicht das Recht, die Ab­rüstung des Nachbarn zu fordern und sich baber auf einen Artikel eines Verlages zu stützen, den es täglich verletze und den es zerstören wolle. Es sei nicht schwer zu beweisen, daß dies der Fall bei Deutschland sei. (Kommentar überflüssig!)