l.l■tf■ll■lt■ll■ll■il■ll■li■ll■lim■u■llml■u■ll■il■ll■ll■umi■um■ll■ll■il■li■ll■ll■ll■^■u■Il■ll■^l■n■u■ll■!l■ll■lfm■^■ll■tl■u^
Am Brunnentroge kniete ein junger Bursche, hatte ein Lämmchen im Arm und wusch ihm am Fuße eine blutende Wunde sauber,
Das Lämmchen hielt sich still und blickte mit staunenden Augen seinen Helfer an.
Der Bursche band nun ein Taschentuch um die Wunde und wollte eben zur Hütte sich begeben, als ihm Afra entgegentrat.
Er grüßte freundlich und bat sie, das Schäfchen gut zu pflegen — es war eines aus ihrer Herde.
Dann erzählte er, wie er das Tierlein gefunden hatte.
Droben auf dem schmalen Steig, wo sich zur Rechten die steile Wand emporreckte und zur Linken der Abgrund gähnte, mochte es sich wohl verirrt haben und aus dem schmalen Steig abgerutscht sein.
Auf einem kleinen Felsenvorsprung, in Latschen verfangen, hatte er es gefunden und mühsam geborgen.
Die beiden Vordersüße habe es sich blutig geschlagen, sonst war ihm nichts geschehen.
Lächelnd übergab er das Tierlein ihrer Obhut und fragte, ob er vielleicht wieder einmal vorsprechen dürfe.
Wie im Traume kam ihr alles vor, und sie bejahte.
Still, nur ein verträumtes Lächeln um den kirschroten Mund, hat sie ihre Arbeit verrichtet, und Loni war ganz erstaunt, als sie am Abend nach der Arbeit um den Tisch saßen, daß sie nun gar so still geworden war.
Es wird vielleicht das Scheiden sein, dachte sich die Loni, denn sie wußte, daß Afra die Alm und die Berge über alles liebte.
Draußen blinkten unzählige Sterne, und der Mond goß sein silbernes Licht auf die Wiesen und Wege und ließ die Spitzen der Berge erglühen wie reines Gold.
Da saß nun Afra auf der Bank vor der Hütte und träumte mit offenen Augen.
Ist es denn möglich", backte sie immer wieder, „daß ich ihn nicht mehr vergessen kann, lch sah ihn doch nur ein einziges Mal."
Die Nacht verging, der Morgen kam; er, an den sie dachte, kam wieder, kam jeden Tag und brächte ein Herz voll Liebe mit und schenkte es ihr.
Sie nahm sein Herz, und ein Tropfen roten Blutes rann aus dem ihren und vermischte sich mit dem seinen.
Dann kam die Trennung.
Sie weinte still an seiner Brust, und er strich ihr lächelnd das blonde Köpfchen.
Beide wußten es nur zu gut, daß es nur ein Traum sein durfte, es konnte ja nicht anders sein.
^- E
♦4,
.^EM
Arbeitslose bauen sich eine Stadt
An der Umgebung von Brandenburg ist eine große Siedlung erwerbsloser Arbeite, im Entstehen begriffen. Durch die eigene Mitarbeit der Arbeitslosen an dem Bau ihres künftigen Heim» war es möglich, den Preis für ein Zweifamilienhaus auf 5000 Mark herabzudrücken, so daß eine Familie die Miete und Schuldenamortisation mit 12 Mark monatlich leicht tragen kann. [Repftone]
Eine neue Heilmethode für Schielende
Auf der großen Internationalen optischen Ausstellung in London, wird dieser neuartige Apparat, Synoptophon genannt, demonstriert, der -e ermöglicht, Schielen ohn« Operation zu heilen. [Repftone]
Sie, die reiche Tochter des Sternhofbauern, er, der arme Iägerbursche, — dürfte er es jemals wagen, vor ihren Vater hinzutreten und um ihre Hand zu bitten?
So schieden sie.
Den ganzen Winter sahen sie sich nicht.
Alle Sehnsucht, die nur in eines Menschen Herzen Raum hat, trieb sie nun heute zu ihm.
Sie wußte, daß sie ihn da droben in den Bergen sehen wird, sehen muß. Wie hatte sie sich gefreut, den ganzen Sommer wieder bei ihm sein zu können — und dann plötzlich kam vom Vater der Befehl, sie dürfe heuer nicht zur Goglalm, er benötige sie in der Wirtschaft selber.
Sie sträubte sich dagegen. Doch was half's, was der Stern- Hofer gesagt hatte, war gesagt, und sie mußte sich fügen.
Heute, am Sonntag, hatte sie so lange gebeten, bis er mürrisch ja sagte.
Eigentümlich hat da der Sternhofer seiner Tochter in die Augen geschaut, und sie errötete jäh. —
Gleich nach der Kirche ist sie ausgestiegen, mit dem gleichen Herz voll Liebe, wie sie vergangenen Herbst zu Tal gestiegen war.
So in Gedanken versunken, ist sie schnell vorwärtsgekommen, und vor ihr liegt im Frühlingssonnenglanz die Goglalm.
Sie steht am Brunnentrog, in süße Gedanken versunken, als sie ein herzliches Männerlachen in die Wirklichkeit zurückruft.
Ein leises Zittern geht durch ihren Körper vor freudigem Schrecken.
„Er ist da l" jubelt es in ihr, „er ist noch der Meine!"
„Franzl!" Ein Freudenschrei, voll von Glückseligkeit.
Loni Bruckner, die Sennerin von der Goglalm, steht mit hochroten Wangen und blitzenden Augen vor dem Herd und wendet den goldgelben Kaiserschmarrn von einer Seite auf die andere.
Als sie nun die Schmalznudeln im heißen Fett drehte, geht plötzlich die Tür auf, und herein tritt ein schmucker Jäger.
Loni ist so erschrocken, daß ihr eine Schmalznudel, die sie eben mit viel Geschick aus der Pfanne hebt, aus den Herd und dann eiligst auf den Boden kollert.
„Iessas na, bin i jetzt erschrocken", sagt die Loni und hebt schnell die Schmalznudel vom Boden auf.
„Vor mir?" lacht der Jäger.
„Freili, Franzl, vor dir.' I hätt denerst net glaubt, daß du heut bei uns vorsprechen tätst."
„Warum nicht? Meinst, weil heut Sonntag ist? Eben deswegen. Weil ich weiß, daß ihr am Sonntag die wenigste Arbeit habt."
166