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„fötal Zeppelin" wieder daheim

Friedrichshafen, 7. September. „Graf Zeppelin" ist von feiner Fahrt nach Südamerika wohlbehalten wieder- heimgekehrt. Das Luftschiff landete um 15.45 Uhr. Die Landung vollzog sich glatt. Die Passagiere äußern sich be­geistert über die prächtige Luftreise.

Ueber die glänzend verlaufene Südamerikafahrt werden folgende Einzelheiten gemeldet: Das Luftschiff hat für die zweimal 8000 Kilometer lange Strecke Friedrichshafen— Pernambuco und zurück insgesamt 155 Stunden benötigt, und zwar 73 Stunden für die Hinfahrt und 82 Stunden für die Rückfahrt. Die Verzögerung bei der Rückfahrt er­klärt sich vor allem daraus, daß „Graf Zeppelin^ an der Bucht von Biscaya auf starken Gegenwind stieß. Das Luft­schiff hatte bei seiner Rückfahrt nach dem Start in Pernam­buco erst nach einer ununterbrochenen Meerfahrt von drei Tagen bei der Insel Jeu nördlich von La Rochelle, also an der französischen Westküste, zum ersten Male wieder Land unter sich.

i Sturmstörle 10 bis 11

Stettin, 8. September. Die heftigen Stürme, die in'den letzten Tagen über Pommern hinwegfegten, richteten in ver­schiedenen Teilen der Provinz beträchtlichen Schaden an. Fernsprechverkehr und Stromversorgung wurden vielfach unterbrochen.

In der Kösliner Vorstadt Wilhelmshof schleuderte der Sturm einen Baum mit solcher Wucht gegen ein Wohnhaus, daß für das Gebäude Einsturzgefahr bestand; es mußte ge­räumt werden. Auf der Straße Cammin—Pribberow wurden nicht weniger als 70 umgeworfene Bäume gezählt.

An der Osiseeküste und auf Rügen erreichte der Sturm eine Stärke von zehn und elf. Seebrücken und Badeanstalten wurden beschädigt. Der Bäderdampfer „Frigga" brauchte zur Rückfahrt von Saßnitz nach Swinemünde anstatt vier Stunden 15% Stunden. Zwischen Swinemünde und Mis- droy warf der Sturm den Hamburger Schoner „Uli" auf Strand. Die Besatzung konnte sich retten. Ein mit zwei Mann besetzter Kutter wurde bei Grosz-Poberow im Kreise Lam- min an Land geworfen. 3m Stettiner Haff sind bei dem hohen Wellengänge mehrere Frachtkähne gesunken. 3n dem Dorfe Bernhagen bei Raugard wurde durch die Gewalt des Sturmes eine Mauer umgeworfen. Mehrere Arbeiter wur­den unter den Trümmern begraben, von denen einer nur als Leiche «horges werden konnte.

Bon gestern bis heute

Die Dienstentlassungen wegen des Volksentscheids.

Die Deutsche Volkspartei hat im Preußischen Landtag eine Kleine Anfrage eingebracht, die sich mit den Pressemel­dungen befaßt, wonach Leiter von Polizeischulen und Land- rate aus ihren derzeitigen Stellungen entfernt oder zur Dis­position gestellt seien, lediglich, weil sie sich am Volksentscheid beteiligt und für die Auflösung des Landtags gestimmt hatten. Das Staatsministerium wird gefragt, aus welchen Gründen die Leiter der Polizeischulen in Brandenburg und anderen Orten jetzt ihrer Stellung enthoben worden feien und aus welchen Gründen die Zurdispositionsstellung der Landräte in Liegnitz, Naugard, Schweidnitz und Bremer- vörde erfolgt sei.

Für eine neue Volksabstimmung in Hannover.

Im Rahmen einer vom Großdeutschen Orden Hannover veranstalteten Feier wurde der Plan einer neuen Volksab­stimmung für eine Abtrennung Hannovers von Preußen propagiert. Zu diesem Thema sprachen die Führer der Deutsch-Hannoverschen Partei, Langwost, von Wangenheim, Mohrbotter und Biester.

Thüringen hebt das Wirtschaftsministerium auf.

Wie zuverlässig verlautet, wird das thüringische Wirt- schaftsministerium auf Grund der dem Lande erteilten Not- oerordnungbefugnis in absehbarer Zeit aufgehoben werden. Begründet wird die Maßnahme damit, daß in der gegen­wärtigen Notzeit Zweck und Aufgabenbereich des Ministe­riums durch die fortschreitende Reichsgesetzgebung so einge­schränkt seien, daß ein selbständiges Wirtschaftsministerium für Thüringen sich kaum noch rechtfertigen lasse.

Nationalsozialistischer Bürgermeister in Mecklenburg.

In Wittenburg wurde der erste nationalsozialistische Bürgermeister in Mecklenburg gewählt. Auf den bisherigen Bürgermeister Sievers entfielen bei der Wahl 598 Stimmen, während der nationalsozialistische Kandidat Peymann 1032 Stimmen enthielt.

Ehrenmal für die gefallenen Seesoldaken.

In Kiel erfolgte unter Beteiligung der Kriegervereine, der studentischen Korporationen und der Traditionskom- pagnie des Seebataillons, die Weihe des Ehrenmals für die 6000 gefallenen Seesoldaten. An Ehrengästen sah man u. a. den früheren Großherzog von Mecklenburg, Admiral Hansen sowie den Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein und zahlreiche Admirale der alten Marine.

Deutsche und dänische Friedensreden.

Der vormalige Reichsgerichtspräsident Dr. Walter Si­mons und der dänische Bischof Dr. Amundsen sprachen in. der Gemeindekirche von Leeds für die Sache des Weltfrie­dens. Ihre Worte wurden durch Rundfunk verbreitet. Dr. Simons gedachte in besonders herzlichen Worten der Hilfs­bereitschaft, die England Deutschland gegenüber sofort nach Bekanntgabe des Hoover-Plans bekundet hätte.

200 Ukrainer-Verhaftungen wegen des Holowko-Mordes.

Die polizeiliche Untersuchung zur Aufklärung des Mor­des an dem polnischen Abgeordneten Holowko geht zwar weiter, doch sind die Täter, wie halbamtlich aus Warschau mitgeteilt wird, noch nicht ergriffen worden. Im Läufe der letzten drei Tage sind allein in Lemberg 200 Ukrainer ver­haftet worden.

Verschwörung in Argentinien aufgedeckt.

Havas meldet aus Buenos Aires: Zwei junge Leute von 16 und 18 Jahren, die einen Chauffeur ermordet hatten, bekundeten beim Verhör, sie hätten ihr Opfer nicht töten, sondern sich nur des Wagens bemächtigen wollen, um ihn Zu Geld zu machen und auf diese Weise Mittel für die Aus­führung eines Attentats auf den Präsidenten der Republik zu erhalten. Der von ihnen als Urheber der Verschwörung genannte Lamarque, ein extremistischer 23jähriger Student, wurde verhaftet. Lamarque soll ferner geplant haben, den auf der Insel Martin Harcia gefangengehaltenen ehemali­gen Präsidenten Jrigoyen zu befreien.

Aus der Heimat.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Der über die Ostsee nach Finnland gezogene Sturmwirbel füllt sich jetzt rasch auf, doch bringen seine Rückseiten» ausläufer bis nach Mittel- und Nordwestdeutschland hinein noch Bewölkung und zum Teil auch Regenfälle. Auch in unserem Bezirk macht sich ihr Einfluß noch bemerkbar, doch wird unsere Witterung überwiegend schon durch den sich von dem nordwestlichen Hochdruck­gebiet auf den Kontinent erstreckenden Ausläufer bestimmt. Da dieser seine Entstehung jedoch vorgedrungenen Kaltluftmassen verdankt und von Frankreich her bereits Druckfall eingesetzt hat, wird sich voraussichtlich nicht für längere Zeit beständiges und auch kein ausgesprochenes Hochdruckwetter einstellen. — Vorhersage bis Mittwoch Abend: Wolkig, trocken, im ganzen etwas wärmer.

Hersfeld. (Beitragsprüfung der Ange - st e l l t e n v e r s i cherun g). In der zweiten September­hälfte wird die Reichsversicherungsanstalt für Ange­stellte eine durchgreifende Prüfung der Beitragsent­richtung hier vornehmen, Da die nicht ordnungs: äßige ebenso wie die verspätete Markenverwendung mit Strafen bedroht ist, liegt es sehr im Interesse der Arbeitgeber, die grünen Versicherungskarten alsbald in Ordnung zu bringen. Wie uns mitgeteilt wird, mußte wegen Unterlassung der Beitragsentrichtung, trotzdem den Angestellten die Beitragshälften vom Gehalt abge­zogen wurden, in letzter Zeit von den zuständigen Ge­richten unter Auferlegung der Verfahrenskosten rechts­kräftig verurteilt werden 18 Arbeitgeber zu 2235 RM. Geldstrafe oder 208 Tagen Gefängnis, ferner 14 Arbeit­geber zu 298 Tagen Gefängnis.

Kassel. Ein noch nicht aufgeklärter, anscheinend schwerer Unglücksfall hat sich Sonnabend abend spät unweit der Knallhütte auf der Frankfurter Straße er­eignet. In der Dunkelheit fand man im Straßengraben zwei bewußtlose junge Leute, einen 21jährigen Berg­mann und einen 22jährigen Arbeiter aus Kassel. Die Aufgesundenen wiesen stark blutende Kopfverletzungen auf und hatte auch jeder eine Gehirnerschütterung da- vongetcagen. Wie einer der Verletzten bei vorüber­gehender Rückkehr des Bewußtseins erzählte, sind die beiden jungen Leute auf einem Fußmarsch von Bad Wildungen nach Kassel auf der Straße von einem Auto angefahren und in den Straßengraben geschleudert worden, ohne daß sich der Führer des Wagens um sie bekümmert hat. Die Verletzten wurden in ein Kranken­haus gebracht.

Kassel. Am Sonnabend gegen 21 Uhr wurde ein Demonstrationszug von etwa 150 Kommunisten durch die Polizei unter Anwendung des Gummiknüppels aufgelöst, da er der Polizei nicht vorher angemeldet worden war. Die Teilnehmer des aufgelösten Zuges sammelten sich später in kleineren Gruppen. Das Uebersallkommando zerstreute diese Ansammlungen. Dabei leistete ein Arbeiter heftigen Widerstand und griff den Beamten an. Er wurde ins Polizeigefängnis eingeliefert. Der Schnellrichier verurteilte ihn-zu fünf Monate Gefängnis.

Kassel. Im Diakonissenhaus hat sich ein Post­direktor, der an einer unheilbaren Krankheit litt, durch Kopsschuß das Leben genommen.

Kassel. Der Krankenwagen der Feuerwehr mußte zwei in einem hiesigen Betrieb beschäftigte Lehrlinge in das Landeskrankenhaus einliefern. Beide waren an ihrer Arbeitsstelle mit Löjchen von Kalk beschäftigt ge­wesen und hatten es an der nötigen Vorsicht fehlen lassen. Der umherspritzende heiße Kalk traf sie in die Augen, sodaß eine Gefährdung der Sehkraft eintrat, weshalb eine Krankenhausbehandlung notwendig wurde.

Homberg. In der Nacht zum Sonntag kurz nach Mitternacht entstand in Neuenhain (Kr. Homberg) auf dem Anwesen des Landwirts Stab ein Brand. Das Feuer war in der Scheune ausgekommen und verbreitete sich schnell auch über die ganzen Stallungen und sonstigen Wirtschaftsgebäude. Trotzdem die Feuer­wehren der benachbarten Orte schnell zur Stelle waren, gelang es nur, das Wohnhaus zu retten und einen Uebergriff auf benachbarte Häuser zu verhindern. Die Scheune mit den gesamten Erntevorräten und einer Dreschmaschine sind verbrannt, ebenso die Stallgebäude mit 12 Schweinen und viel Federvieh, während das Großvieh glücklicherweise gerettet werden konnte Ueber die Entstehungsursache ist noch nichts Näheres bekannt.

Marburg a. 8 In einem Hause der Oberstadt gerieten zwei Familien in Meinungsverschiedenheiten, in deren Verlauf es zu einer schweren Schlägerei kam. 1 Heißes Wasser, Beile und Hammer dienten als Waffen, und erst die Polizei konnte die Streitenden trennen. Eine Frau hatte durch heißes Wasser erhebliche Brand­wunden im Gesicht erlitten.

Eisenach. Der Personenzug 2305 (S) Überfuhr Sonntag vormittag um 10.50 Uhr auf dem unbewachten Bahnübergang in Kilometer 10,7 bei der Einfahrt in den Bahnhof Motzlar (Rhön), den Personenkraftwagen TH 4275. Hierbei wurde der neunjährige Horst Dieckmann getötet, Theodor Dieckmann, Gudrun Dieckmann und Otto Pfeifiner, alle aus Eisenach, schwer verletzt. Sie mußten im Krankenhaus Geisa (Rhön) Ausnahme finden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Frankfurt a. M. Zwischen zwei Brüdern und anderen Gästen kam es kürzlich in einer Wirtschaft der Vilbeler Straße zu einer Messerstecherei, bei der ein auf Besuch hier weilender Farbenmischer aus Nordamerika von seinem Bruder mit einem Messer einen Stich in den Unterleib erhielt. Trotz sorgfältiger Pflege ist der Amerikaner jetzt seinen Verletzungen erlegen. Der Messerheld wurde in Hast genommen.

Göttingen. Wie erst jetzt bekannt, sind am Freitag morgen in Göttingen auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft mehrere Verhaftungen aus politischen

Gründen erfolgt. Der Führer der Göttinger Gruppe des „Bundes der Eidgenossen", Hans Deutermoser, und zwei weitere Mitglieder des Bundes sind in Haft genommen worden, da sie im Verdacht, stehen, weit» gehende Versuche zur Zersetzung der Göttinger Reichs­wehr unternommen zu haben. Der Bund der Eidge- , noffen ist rechtsradikal orientiert. Gleichzeitig wurde ein kommunistischer Student, der Führer der „Roten Studentengruppe", mit Namen Strauß, der im gleichen Hause wie Deutermoser wohnt, festgenommen. Er wurde aber wieder entlassen, da es fraglich ist, ob er an der Sache beteiligt ist. In bet' Wohnung des Strauß wurden Flugschriften aus den Kreisen des Leutnant Scheringer, der bekanntlich von den National­sozialisten zu den Kommunisten übertrat, beschlagnahmt.

Wetzlar. Die Kirmes im Stadtteil Niedergirmes nahm ein blutiges Ende. Aus einer Wirtschaft sollte ein angetrunkener Anstreicher entfernt werden, wobei er ein Messer zog und einen kaufmännischen Angestellten eine tiefe Wunde im Oberschenkel, dicht neben der Haupt­schlagader, beibrachte. Nur die sofortige Ueberführung des Verletzten in das Städt. Krankenhaus bewahrte ihn vor dem Verbluten. Der Täter wurde verhaftet.

Darmstadt. In Ober-Mombach verletzte sich ein neunjähriger Junge beim Brombeerenpflücken am Knie. Nach kurzer Zeit stellte sich Wundstarrkrampf ein. so daß der Junge starb. — In Sprendlingen (Rheinhessen) gaben Angehörige einem sieben Monate alten Kind von auf dem Juxplatz gekauften Süßigkeiten zu kosten. Das Kind erkrankte an Blutvergiftung und starb nach kurzer Zeit.

Dillenburg. Im benachbarten Hirzenhain löste sich ein einem Steinbruch, offenbar infolge des an­haltenden Regenwetters, ein Block von etwa 40 Zentnern Gewicht und begrub drei Arbeiter unter sich. Ein Glücksumstand war es, daß der Felsen, von dem der Stein abgerutscht war, etwas überragte, so daß die Arbeiter dadurch ein einen Hohlraum zu liegen kamen. Nur einer von ihnen wurde verletzt und mußte dem Dillenburger Krankenhaus zugeführt werden.

Sport

Kleinkaliber Gaumeifterschaftskampf des Gaues Fulda.

Die dem Gau Fulda angeschlossenen Schießkreise: Gersfeld, Fulda, Hünfeld, Lauterbach, Ziegenhain-Ost, Hersseld Ost und West und Rotenburg hatten ihre Kreis­meisterschaften und Einzelmeister nach Bebra entsandt um die Gaumeisterschaft auszutragen. Die Wettkämpfe hatten sehr unter der Witterung zn leiden, besonders beeinträchtigte die schlechte Belichtung das ganze Schießen. Auf 6 Ständen wurde geschossen 12er Ring­scheibe, 9 Schuß in drei Stellungen ohne Anzeigen. Für den knieenden Anschlag waren die Holzpritschen nicht geeignet, sie bedürfen einer Umänderung für spätere Wettkämpfe. Im übrigen wickelte sich der Schießbetrieb unter der Leitung des Kreisschießleiters Forstsekretär Nogatz Rotenburg glatt ab. Die Ergebnisse waren folgende:

. Wettkampfklasse I Jungschützen: Gaumeisterschaft Hersfeld mit 358 Ringen (Steinhoff 79, Rechberg 78, Hager 75, Schlößler Karl 69, Tröster 57.) Es folgten: Bebra, Neuer Kriegerverein 343, Langenhain 334, Lehnerz 308, Ellingshausen 307, Oberaula 307, Bebra „Treff" 290, Sandberg 289, Habe! 281, Hünfeld 245. Einzelmeister wurde Siebert Bebra mit 89 Ringen. Die 10 besten Jungschützen erhielten Eichenkränze mit grün weißen Schleifen: Siebert-Bebra 89, Hedrich-Hopfmannsselde 86, Jöckel-Langenhain 85, List^Laut'erbach 82, Steinhoff-Hersfeld 79, Rechberg- Hersfeld 78, Oppenheim-Bebra 78, Dämmer-Habel 77, Blau-Ellingshausen 77, Vockenberg-Bebra 75.

Wettkampfklasse 11 Altschützen.

Gaumeister Bebra „Treff" 424 Ringe, Blitzenrod 416 Ringe, Schletzenhausen 391 Ringe, Landenhausen 386 Ringe, Wahlshausen 372 Ringe, Traisbach 367 Ringe, Michelsberg 365 Ringe, Rudolphshan 356 Ringe, Rabsldshausen 350 Ringe, Gersseld 344 Ringe, Nieder- aula 314 Ringe.

Sonderklasse.

Hofbieber 395 Ringe, Hersseld 376 Ringe.

Kranzsieger: List, Gg., Blitzenrod, Einzelmeister, 91 Ringe, Salzmann-Bebra 89, Hohmann-Hofbieber 89, Werner-Hundsbach 89, Horn-Bebra 88, Michel-Rudolphs» Han 87, Neeb-Blitzenrod 86, Grob-Schletzenhausen 86, Blau Neuenstein 86, Winkelhardt-Lengers 85 Ringe. — Die Veranstaltung fand ihren Abschluß durch eine An­sprache des Verbandsvorsitzenden General Keller, welcher den siegenden Mannschaften Mauserbüchsen, den übrigen Siegern Ehrennadeln und Kränze mit ehrenden Worten überreichte. Die Gaumeister treffen sich am 27. Sep­tember in Corbach zum Endkampf.

Beim Wiener internationalen Sportfest gab es zahlreiche Siege deutscher Sportlerinnen. Frl. Lorenz gewann die 100 Meter und die 200 Meter, Frl. Fleischer das Diskuswerfen und das Speerwerfen, Frl. Haux das 80-Meter-Hürdenlau- fen. Außerdem holte sich die Frankfurter Eintracht die 4 mal 100 Meter Staffel und eine Olympische Damenstaffel.

Gehermeister von Brandenburg über 50 Kilometer wurde Sievert vom Eisenbahn SV. in 5:05:10 vor Schnitt-SEC. Ein von Turnern und Sportlern bestrittenes 25-Kilometer-Laufen (Jahn-Gedächtnis-Lauf) gewann Brä- secke (Vewag) in 1 :27 :25 vor Cikorski-SC. Marathon.

„Quer durch Stettin", ein Straßenlauf über rund 7 Km., der im Mittelpunk der „Stettiner Kampfspiele" stand, wurde vom SC. Preußen in 18 :41 vor dem SSC. und dem Stet­tiner Turnverein gewonnen. Auch in den Spielen waren die Sportler den Turnern üverlegen.

Bayerns Amateurboxer gingen auf ihrer Italienreise noch einmal in Mailand an den Start und siegten dort gegen eine lombardische Auswahl-Mannschaft 9 :7.