Reichrtagseinberusung abgelehnt
Berlin, 4. September.
Der Aeltestenrat des Reichstages trat am Freitagnachmittag unter Vorsitz des Präsidenten Loebe zu einer Sitzung zusammen, um zu dem kommunistischen Antrag auf frühere Einberufung des Reichstages Stellung zu nehmen. Sämtliche Parteien waren vertreten, mit Ausnahme der Fraktion des Deutschen Landvolkes.
Bad) nur kurzer Beratung wurde der kommunistische Antrag auf sofortige Einberufung des Reichstages gegen die Stimmen der Antragsteller, der Deulschnakionalen und der Nationalsozialisten abgelehnt.
Ueber den Verlauf der Verhandlungen im Aeltestenrat des Reichstags meldet das Nachrichtenbüro des Vdz: Zunächst begründete Abg. T o r g l e r den kommunistischen Antrag auf Reichstagseinberufung. Er forderte die Aufhebung der Notverordnungen der letzten Monate und eine Aussprache über die Innen- und Außenpolitik. Abg. Berndt (Deutschnat.) erklärte, es müsse endlich Stellung genommen werden zu dem Unwesen, das mit den Notverordnungen getrieben werde. Außerdem machten die außenpolitischen Geschehnisse, namentlich der letzten Tage, eine Aussprache im Reichstag geradezu vom Ehrenstandpunkt der Nation zur Pflicht.
Hierzu gehöre besonders der Ausgang in der Erledigung der deutsch-österreichischen Zollunionsfrage, die bei geschickter und energischer Vertretung vielleicht zum Ausgangspunkt des Wiederaufstiegs hätte werden können. Für diesen Ausgang treffe in erster Linie den Reichsaußenminister Dr. Eurtius die Verantwortung. Darüber hinaus sei das ganze Kabinett verantwortlich und müsse daher zurücktreten. Angesichts der offen feindseligen Haltung Frankreichs sei es auch ganz unvorstellbar, daß der Besuch der französischen Minister verwirklicht werde. Der Redner verlangte von der Reichsregierung, daß sie Mittel und Wege finde, um diesen Besuch rückgängig zu machen.
Staatssekretär Dr. P ü n d e r gab die Erklärung ab, daß die Reichsregierung nach wie vor Wert darauf leger daß es bei dem alten Termin für die Reichstagseinberufung bleibe, und daß auch die Reichsreqierung an dem Termin des 13. Oktober festzuhalten gedenke. 1
Endergebnis der Volksentscheids
Berlin, 5. September.
Am Freitag wurde das endgültige Ergebnis des Volksentscheids „Landtagsauflösung" vom 9. August d. I. festgestellt.
Wie der Amtliche preußische Pressedienst mitteilt, haben sich danach an der Abstimmung beteiligt 10 425 635 Personen — 39,2 v. h.; davon sind gültige Stimmen 10 182 185 = 38,3 v. H.; ungültige Stimmen 243 450 --- 0,9 v. H. von den gültigen Stimmen waren Ja-Stimmen 9 793 030 - 36,8 v. H., Rein-Stimmen 389 125 = 1,5 v. H.
Den größten Prozentsatz an Ja-Stimmen stellte der Wahlkreis Merseburg mit 54,1, dicht dahinter folgt Pommern mit 53,3, Ost-hannover mit 49, dann folgen Frankfurt (Oder) mit 47,7, Ostpreußen mit 47,1, Sch!eswig-Hol- stein mit 47, Liegnitz mit 43,7, Magdeburg mit 42,1 und Erfurt mit 41,4 der ortsanwesenden Stimmberechtigten. Den kleinsten Prozentsatz an Ja-Stimmen erbrachte der Wahlkreis Köln-Aachen mit 18,1._______ —
| Mittel für den Arbeitsdienst Eine Million Mark Reichsgelder zur Verfügung gestellt.
Berlin, 5. September.
Für die Zwecke des freiwilligen Arbeitsdienstes find vom Reich insgesamt eine Million Mark zur Verfügung gestellt worden. Diese Summe ist ausschließlich als Zuschuß gedacht für diejenigen Jugendlichen, die keine Erwerbslosenunterstützung beziehen, weil sie noch unter der betreffenden Altersgrenze liegen.
Eine besondere Organisation ist von Reichs wegen nicht aufgezogen worden. Die eine Million wird vom Reich an die Landesarbeitsämter gezahlt, die ihrerseits wieder die Zuschüsse an die Jugendlichen leisten, die im Rahmen des Arbeitsdienstes beschäftigt werden.
1er fern des Oraieis
Alpen-Roman von Friedrich Lange
Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) 1930.
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Ein Glück, daß die schon neulich in das glasharte Eis gehauenen Kerben noch nicht verschneit waren. So kam Zeller mit seiner Last verhältnismäßig gut voran.
Oft fiel das Eis links und rechts jäh in die Tiefe einer Spalte. Da hieß es doppelt vorsichtig die Füße setzen. Einmal ging es nicht anders: Zeller mußte den Eispickel zu Hilfe nehmen, denn die zu passierende Barre war kaum schuhbreit. Da blieb ihm weiter nichts übrig, als feine Last quer über die Schulter zu legen, um so einen Arm frei zu bekommen.
Liselotte regte sich nicht. Der Sturz aus sechzig Meter Höhe war glücklicherweise durch die weiche Oberschicht des Firns im Aufschlag stark gemildert worden. Aber nur zwei Meter weiter seitwärts klaffte ein Spalt von unergründlicher Tiefe!
Ganz flüchtig dachte Zeller daran, daß Liselotte nicht einmal als Leiche zu finden gewesen wäre, wenn sie der Gletscher verschlungen hätte. Er spürte ein kaltes Grausen über den Rücken gehen.
Gamser Spitze — du Berg des Grauens!
Endlich lag der Geißbachferner hinter ihm. Nun waren beide, der Retter und die Gerettete, schon fast in Sicherheit. Nur der Schneesturm raste in unverminderter Heftigkeit. Zeller kannte das. Manchmal wütete der Eiskönig stundenlang in diesen Hochgebirgszonen, alles knietief in Neuschnee hüllend bis weit herab auf die Almmatten.
Für eine kleine Minute gönnte sich der Mann Ruhe, legte vorsichtig seine Last ab. Und da widerfuhr ihm die größte Freude seines Lebens: ein tiefer Atemzug hob die Brust der Besinnungslosen, stahl sich als Seufzer über die geschlossenen Lippen!
„Herrgott, laß sie am Leben!" stammelte Georg Zeller
Der Anarchiften-Aufstand in Barcelona
Madrid, 5. September.
Innenminister Maura teilte mit, daß bei einer Belagerung von Anarchisten im Gewerkschaftshaus der Bauarbeiter in Barcelona, die sich schließlich ergeben mußten, zwei Personen getötet und acht verwundet worden seien, und zwar als eine Volksmenge die Polizei angriff, die eine größere Anzahl Verhafteter abführte. Bei diesem Zusammenstoß hätten vier Gefangene wieder entkommen können. Um 19 Uhr wurde in fast allen Stadtvierteln von Barcelona geschossen. Die Polizei hat in den Straßen Waffen aller Art aufgesammelt, die von den Anarchisten weggeworfen waren.
Im übrigen hat das Streikkomitee in Barcelona die Wiederaufnahme der Arbeit für heute angeordnet. Auch in S a r a g o s s a ist der Ausstand beendet.
Die Kirchen zur Abrüstungsfrage
London, 5. September.
Der Weltbund der Kirchen für internationale Freundschaftsarbeit nahm gestern auf seiner Schlußsitzung in C a m - bridge einstimmig eine Entschließung an,. die an die christlichen Kirchen aller Länder den Ruf richtete, sie möchten den Regierungen ihrer Länder ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in der Frage der Herabminderung der Rüstungen auf den n Ledigsten Stand erklären. Die Pflicht aller Kirchen sei, ihren ganzen Einfluß auf die Weltabrüstungskonferenz auszuüben, damit die dort versammelten Vertreter der Völker wissen, daß die religiösen und sittlichen Kräfte der Welt ein internationales Uebereinkommen wünschen, durch das eine wesentliche Verminderung der R ü st u n g e n aller Art erreicht werde, ein Maßstab für die Rüstungen der Völker aufgestellt wird, der gerecht und billig ist und im Einklang mit der Tatsache steht, daß die Völker den Krieg geächtet haben und Sicherheit für alle Völker gegen einen Angriff geschaffen werde.
Zur Revision der Friedensverträge unterbreitete die österreichische Delegation einen Antrag. Er schildert die gegenwärtige Lage in Oesterreich und fordert positive Maßnahmen wirtschaftlicher und politischer Art zur Behebung dieser Zustände.
Amerikanisches Getreide für das hungernde China
Washington, 5. September.
Das Weiße Haus teilte mit, daß die chinesische Regierung die vom amerikanischen Bundesfarmeramt angebotenen 15 Millionen Bushel Weizen und größere Mengen Weizenmehl angenommen habe. Die Bezahlung soll in mehrjährigen Raten erfolgen. Weizen und Mehl dürften • nur für die Nothilfe an die hungernde chinesische Bevölkerung verwandt werden.
Wies Regierung kapituliert Die Artilleristen schießen nicht.
5----— _.—Ban ^ork, 5. September.
"!>-"' -"* »JUfl-Mi^ äw SutyatüZfS; Ms die meuternden Kriegsschiffe die Marinestation Talcahuano verliehen, befahl der Kommandeur der Küstenbatterien, die Schiffe zu beschießen; die Artilleristen weigerten sich jedoch, dem Befehl nachzukommen. Runmehr hat die chilenische Regierung die Forderungen der meuternden Matrosen, die ihr in einem Ultimatum übermittelt worden waren, ln vollem Umfange angenommen.
Die Regierung hat als Antwort auf den Transport- arbeiterstreik in Santiago de Chile den Belagerungszustand verhängt.
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Hochwasserlatastrophe in Porto Rico
San Juan (Porto Rico), 5. September. Infolge des plötzlichen Hochwassers des Flusses Ponce auf der Insel Porto Rico (Mittelamerika) sollen 200 Personen den Tod in den Wellen gefunden haben. Zahlreiche Hütten der Eingeborenen wurden von den Fluten weggespült.
schier fassungslos. Er hatte diese Hoffnung während der ganzen Gletscherüberquerung nicht aufgegeben, aber nun, da ihm die Gewißheit wurde, war er überwältigt.
Nun aber schnell in die Hütte!
Auch er war am Ende seiner Kräfte und bedurfte der Erholung. Ein Frösteln griffen an. Das war eine Warnung. Man trotzt nicht ungestraft den Wettern des Hochgebirges.
Und dann war das schützende Dach erreicht. Zeller bettete die Bewußtlose auf sein Lager. Für eine Sekunde stand er erschüttert da.
Liselotte Neudeck lag da, verfallen und blaß; ihre Haut fühlte sich kühl an. Die Atmung war unregelmäßig und oberflächlich, der Puls stark herabgesetzt.
„Arme Liselotte — nun liegst du an einer Gehirnerschütterung danieder. Und ich kann nur hoffen, daß sie nicht so schlimm ausfiel, wie es den Anschein hatte."
Zeller kannte die Symptome aus eigener Erfahrung. Vor Jahren hatte er durch einen Autounfall ebenfalls eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen. Damals lief alles glimpflich ab. Schon nach wenigen Tagen konnte er das Bett verlassen.
Gewissenhaft, alle Sinne nur in den Dienst des Mitleids gespannt, untersuchte er die Glieder der Abgestürzten, so gut er es mit seiner Sanitätsausbildung als Alpenjäger vermochte. Er war zufrieden. Größere Schäden ließen sich nicht feststellen.
Die Behandlung kannte er: Ruhige Lagerung mit tief liegendem Kopf und Belebung der Herztätigkeit.
„Liselotte, wie freue ich mich, dein Retter geworden zu sein!" sagte er leise, die Kranke in Decken hüllend.
Bald brannte ein lustiges Feuer im eisernen Ofen, behagliche Wärme in der Hütte verbreitend.
Zeller selbst riß sich die nassen Sachen vom Leibe, warf sich in trockene Kleider. Vorläufig spürte er keinerlei Ermüdung. Nach einem Glas Rotwein und einem herzhaften Imbiß, bestehend aus Rauchfleisch und Schwarzbrot, würde er wieder auf der Höhe sein. Vorläufig war keine Zeit dazu.
Abschluß des Gewerkschaftskongresses
Leipart und Graßmann wiedergewählt.
Frankfurt a. M>, 4. September. In der Schlußsitzung des Kongresses der Freien Gewerkschaften" wandte sich Bundessekretär Nörkel gegen den Abbau der Sozialversicherung und die Verminderung der Renten und stellte darauf zielenden Bestrebungen die Forderung nach einem Ausbau des Unfallschutzes sowie einen weiteren Aufbau der Renten entgegen.
In der Abstimmung wurde einstimmig eine Entschlie- ßung zum Arbeitsrecht angenommen, die die Forderungen und Anregungen des Referenten zufammenfaßt. Weiter wurde eine Meihe von Anträgen der einzelnen Gewerkschaften zum Arbeitsrecht angenommen, ferner ist eine große Anzahl von Anregungen dem Vorstand als Material über- wiesen worden.
„Die Wahlen zum Bundesvorstand ergaben nur geringe Veränderungen. Leipart wurde wiederum zum Bundesvorsitzenden gewählt und Graßmann zum stellvertretenden Vorsitzenden. An Stelle von Müller-Lichteuberg, der infolge seines Alters aus dem Vorstand ausscheidet, wurde der bisherige Sekretär Essert-Berlin zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt.
Masseneutlassungen von Lehrer« Umwälzung an den höheren Schulen Berlins.
Berlin, 5. September.
Wie von maßgebender Seite mitgeteilt wird, werden am 1. Oktober an den Berliner höheren Schulen sämtliche Studienassessoren entlassen.
Ostern 1930 waren noch 245 Studienassessoren beschäftigt. Aus Kreisen der beteiligten Lehrerschaft wird darauf hingewiesen, daß durch die Sparmaßnahmen der gesamte Nachwuchs der Philologenschaft aus dem Beruf gedrängt wird, und daß die gesamte Schulreform, deren Durchführung Millionen gekostet hat, damit erledigt ist.
Sämtliche jüngeren Lehrer scheiden aus dem höheren Schulwesen aus, dessen Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen wird. Aehnllch wie in Berlin liegen die Dinge auch in ganz Preußen.
Handwerk und Arbeitsloke«vroblem Maßnahmen gegen Preis- und Lohnbindung gefordert.
Hannover, 5. September.
Der Sozialpolitische Ausschuß beim Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag und beim Reichsverband des deutschen Handwerks hielt hier eine Tagung ab. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der
von der Reichsregierung schleunigst einschneidende Maßnahmen „gegen die starren preis- und Lohnbindungem' gefordert
werden, darunter die Beseitigung der Hauszins- [teuer und der Wohnungszwangswirtfchaft, durch deren Aufhebung der Althausbesitz in die Lage versetzt wird, großen Teilen des Handwerks und feinen Gesellen Arbeit zu geben und dadurch den Arbeitsmarkt ganz wesen tlick au entlaß -----——■--—
Als bedenklich wurde bezeichnet der Plan einer vollständigen oder lellweifen Rakuralversorgung der Arbeitslosen.
Die Versammlung beschloß weiter, eine Rahmenordnung zur Regelung der Lehrlingsverhältnisse zu schaffen. Mit den weiteren Einzelheiten wurde ein besonderer Arbeitsausschuß, bestehend aus Kammern und Fachverbänden, beauftragt.
„Nautilus" funkt:
„an Bord alles wohl!"
Tromsö, 5. September. Wie der Wetterdienst für Norwegen mitteilt, gelang es gestern abend 11 Uhr, mit dem Unterseeboot „Nautilus" in Verbindung zu kommen. Das U-Boot funkte, daß an Bord alles wohl sei.
Er saß am Bett neben seiner bleichen Patientin. Aus dem Wandschrank hatte er ein Fläschchen Dyhankan-Essenz genommen. Nun zögerte er einige Sekunden mit der Anwendung. Seine Augen brannten auf dem lieblichen Gesicht der Ohnmächtigen.
Es lag ein herber Zug auf ihrem Antlitz. Das braune Haar war ihr tief in die Stirn gefallen. Mit zitternder Hand strich es ihr Retter zurück.
„Liselott — Liselott...", sagte er immer wieder, diesen Namen in unendliche Zärtlichkeit hüllend.
Aber die Schläferin blieb stumm. Kein Glied regte sich.
Plötzlich kam es wie ein furchtbares Besinnen über den Mann: Sie wird doch nicht sterben? In schweren Fällen riß der Lebensfaden während der Bewußtlosigkeit ab.
Nun zögerte der Geängstigte nicht länger. Behutsam löste er das dünne Kleid von der Brust Liselottes, streifte etwas ungeschickt mit unsicheren Fingern Mieder und Hemd von der Herzgegend. Dann goß er einige Tropfen der duftenden Essenz in seine rechte Hand und rieb damit zirka fünf Minuten lang die kühle, weiße Brust Liselottes ein, dort, wo das Herz matt und träge schlug.
Rein sachlich, wie ein erprobter Arzt, erfüllte er seine Pflicht. Der Duft des Rosenöls, das in der Essenz mit- enthalten war, erfüllte den kleinen Raum.
„Liselotte — komm ins Leben zurück — du bist so jung und schön — du mußt leben!" flüsterte Zeller, die Bewußtlose wieder in die Decken hüllend.
Schon nach einer Stunde wiederholte er die Behandlung. Er kannte die wunderbare Tiefenwirkung dieses Präparates, das er seit Jahren bei Erschöpfungszuständen anwendete. Bei tagelangen Hochgebirgswanderungen, die ein Uebermaß von Anstrengung in sich bargen, hatte ihm dieses Mittel schon unschätzbare Dienste geleistet.
Und wirklich übten die balsamischen Essenzöle eine verblüffende Heilkraft aus. Ganz allmählich begann sich die Herztätigkeit der Abgestürzten zu beleben. Zeller, der nicht vom Bett seiner Patientin wich, atmete glücklich auf.
„Gott sei Dank — es geht voran!"
* * * lÄorll. tolall