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der Korrespondent, ist alles in OkSMng, wDm nicht, dann sind die Aussichten der Londoner Konferenz nahezu hoff­nungslos. Allerdings schien am Donnerstagabend etwas mehr Hoffnung auf eine Vereinbarung zu bestehen. Die Franzosen zeigen Neigung, nicht bis zum Aeuherslen zu gehen. Sie haben sich einverstanden damit erklärt, keine Forderungen zu stellen, sondern nur die Hoffnung auszu- drücken, daß die Deutschen „aus eigenem Antrieb etwas Befriedigendes vorschlagen würden.

Die Mehrzahl der beteiligten Mächte hat bereits die Einladung zur Londoner Konferenz angenommen. Die Ver­einigten Staaten werden außer Stimson auch den Schah- sekretär Mellon entsenden. Von Belgien sind Ministerprä­sident Renkin, Außenminister Hymans, Francqui und Ge- neralsekretär van Langenhove angemeldet.

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Amerika bleibt fest

Washington, 18. Juli.

Das unverrückbare Ziel der amerikanischen Regierung, sofortige und möglichst langfristige Hilfe für Deutschland unter Beiseitestellung aller nicht notwendigen Einzelheiten, wurde gestern von Unterstaatssekretär C a st l e nach erneuter telefonischer Besprechung mit Stimson und einem langen Vortrag bei H o o v e r mit vollster Deutlichkeit erneut be­

Den Besuch des Reichskanzlers Dr. Brüning bei Lava! betrachtet man lediglich als einen Auftakt zu der eigentlich entscheidenden Londoner Konferenz und man be- trachtet ferner

die bisher bekauulgewordenen französischen Voraus­setzungen für eine Anleihe an Deutschland als „undisku- tierbaren Versuchsballon".

Die französische Regierung habe nämlich tatsächlich gestern früh als Gegenleistung Deutschlands für eins in zehn Jahren rückzahlbare, von Amerika, Frankreich und anderen zu ge­währende Anleihe in Höhe von 500 Millionen Dollar, etwa verlangt, daß dieZolleinahmenDeutschlands ge­pfändet würden, daß ein Gläubigerausschuh die Verwen­dung dieser Einnahmen kontrolliere, und ein Bestim- mungsrecht bezüglich etwaiger weiterer deutscher Aus­ländsanleihen habe, daß Deutschland seinen W e h r e t a t während dieser zehn Jahre nichterhöhe und daß Deutsch­land während dieses Zeitraumes keinerlei politische Forderungen stelle, sondern den politischen und geo­graphischen statuts quo respektiere (!). Castle bemerkte hierzu, H o o v e r habe, als Stimson ihm diese Forderun­gen mitteilte, erklärt, daß Amerika sie u n m ö g l i ch dis­kutieren könne, und daß die französischen Staatsmänner nach einer Unterhaltung mit Dr. Brüning selbst einsehen würden, daß sie undurchführbar seien. _

Die Reichsregierung habe in den letzten Tagen einige sehr energische und gute Maßnahmen ergriffen, die dem Reich über die nächste Zukunft hinweghelfen würden. Nun­mehr könne Deutschland erwarten, daß schleunigst ein auf möglichstIange Sicht berechneter Hilfsplan gefaßt werde, und daß sei die Aüfgabe der Londoner Konferenz. Welcher Plan schließlich in London angenommen Lierde, lasse sich nicht vor­aussagen. Aber der Besuch Dr. Brünings und Dr. Curtius in Paris werde den Weg zur Einigung ebnen.

Sachverständigen-Ausschutz vertagt

London, 18. Juli.

Die Erörterunaen dp« (!pstp"n nnr-rniltcm NSN den, Jn- ternationaleü Sachverständigenausschuß eingesetzten Unter­ausschusses zur Behandlung der Frage der Sachlieferungen, die nachmittags begannen, sind kurz vor 18 Uhr beendet wor­den. Wie vorauszusehen war, kam es angesichts der bevor­stehenden Ministerkonferenz nicht zu eigentlichen Verhandlungen.

Der Unterausschuß begnügte sich, wie verlautet, damit, das Terrain zu sondieren, die Tatsachen und Ziffern in bezug auf die bestehenden Verträge, ihre Laufzeit usw. festzustellen, und trat nicht in eigentliche Verhandlungen ein. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Es besteht die Absicht, die festgestellten Tatsachen in einem Memorandum zusammenzufassen, das dann dem Hauptausschuh unterbreitet werden soll. Der Unterausschuß hat sich aus unbestimmte Zeit vertagt.

ReichstagreinbeMag abgelehnt

Nächsten Donnerstag Aeltestenrat.

Berlin, 17. Juli.

Der Aeltestenrat des Reichstages hielt unter dem Vor­sitz des Präsidenten Löbe eine Sitzung ab, die sich M't den Anträgen auf Einberufung des Reichstages zum 21. Juli be­schäftigte. Die Abgg Stöhr (Rat.-Soz.) und Torgler (Komm.) begründeten den Antrag auf Einberufung des Reichstages.

Präsident Löbe brächte darauf einen Brief des Reichs- kanzlers Dr. Brüning zur Kenntnis, in dem es heißt: „Im Hinblick auf den großen Ernst der gegenwärtigen Lage, die ich nicht mehr erst darzulegen brauche, muß ich aus vaterlän­dischem Interesse die dringende Bitte an das Hohe Haus aussprechen,-die Anträge auf Einberufung des Reichstages abzulehnen. Der Zusammentritt des Reichstages kann in der gegenwärtigen Lage unseres Volkes nur schweren Scha­den anrichten."

An die Verlesung des Briefes schloß sich .eine kurze Aussprache, die damit abgeschlossen wurde, daß für die Ein­berufung auf den 21. Juli nur die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen und die Kommunisten stimmten. Da auch die drei Dissidenten des Landvolks für die Einberufung sind, würden, wie präfibenf Lobe feststellte, im ganzen 228 2wge- ordnete für die Einberufung sein, also eine Minderheit. Da­mit war die Einberufung abgelehnt.

Von den drei Oppositionsparteien wurde dann bean­tragt, den Aeltestenrat zum nächsten Donnerstag einzub^ rufen, damit er dann nach Rückkehr des Reichskanzlers noch einmal über die Einberufung des Reichstages zu einem spa- teren Beginn beraten könne. Diesem Antrag schlössen sich auch das Landvolk und die Wirtschaftspartei an Es wurde beschlossen, am nächsten Donnerstag eine neue Aeltestenrats- sitzung abzuhalten.

Notendeiluiig 35,8 Prozent Deckungsverluste der Reichsbank 302,3 Millionen.

Berlin, 18. Juli.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Juli 1931 hat sich in der zweiten Juliwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effek­ten um 356,6 Millionen auf 3241,7 Millionen Rm. erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 121,8 Millionen auf 2676,8 Millionen Rm., die - Lombardbestände um 161,5 Millionen auf 386,0 Millionen Reichsmark und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 73,2 Millionen auf 76,6 Millionen Rm. zugenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 56,9 Millionen Rm. in den Verkehr ab geflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 51,4 Mil­lionen auf 4161,8 Millionen Rm., derjenige an Renten- bankscheinen um 5,5 Millionen auf 414,5 Millionen Rm. erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichs- bank an Rentenbankscheinen auf 13,2 Millionen Rm. ver­mindert. Die fremden Gelder zeigen mit 307,1 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 35,6 Millionen Rm.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 302,3 Millionen auf 1490,5 Millionen Rm. vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 55,7 Millionen auf 1366,1 Millionen Rm. und die Bestärke _ nn decknngs-fahlgen DevMU^mn-S4SK Millionen- auf 1-4,4" Millionen Rm. abgenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähi­gen Devisen beträgt 35,8 Prozent gegen 4X6 Prozent in der Vorwoche. Die Deckungsgrenze ist auf Grund des § 29 des Bankgesetzes durch Beschluß des Generalrats herabgesetzt worden.

Die Ernährung des Voltes gesichert

Die Mobilisierung der Ernte muß gesichert werden.

Berlin, 18. Juli.

Der stellvertretende Vorsitzende der Landvolk-Partei, Reichstagsabgeordneter Dr. G e re k e, veröffentlicht ange­sichts der gegenwärtigen Krise einen Appell, worin er be­tont, es zeige sich jetzt wieder, welch ausschlaggebende Be­deutung einer leistunasfähiaen Landwirtschaft automme. die

in der 'Lage ist, das deutsche Volk aus eigenen Kräften zu ernähren. Diese Erkenntnis rechtfertige die Maßnahmen zum Schutze der deutschen Landwirtschaft.

Die deutsche Landwirtschaft sei trotz ihrer Notlage im­stande, auch heute noch die Ernährung des Volkes, auf die es jetzt in erster Linie ankomme, sicherzustellen.

Es wird dann auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Landwirtschaft verwiesen und gesagt, die Landwirtschaft müsse von sich aus ungerechtfertigte Preissteigerungen ver­meiden. Für den Verbraucher aber sei es eine Ehrenpflicht, stets nur auf einheimische Erzeugnisse zurückzugreifen. Solle die bevorstehende Ernte schnell und reibungslos geborgen und dem Verbraucher zugeführt werden, so sei es eine der vornehmsten Aufgaben der Reichsregierung, die Finanzie­rung der Einbringung der Ernte trotz aller bestehenden Schwierigkeiten unter allen Umstünden sicherzustellen. Eine solche Maßnahme müßten auch die Verbraucherkreise billi­gen, weil die Mobilisierung der Ernte die Abgabe von De­visen für ausländische Nahrungsmittel überflüssig mache und daher zur Stützung des Vertrauens in die deutsche Mark beitrage.

Kennzeichnung des Brotgewichls

Durch die Notverordnung vom 5. Juli 1931 haben die Bestimmungen des Brotgesetzes über die Herstellung von Roggenbrot nach festem Gewicht und über die Angabe des Brotgewichts eine neue Fassung erhalten. In Verfolg hier­von hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirt­schaft mit Zustimmung des Reichsrats die erforderliche Ausführungsverordnung erlassen:

Diese „Verordnung über die Angabe des Brotgewichts", die mit dem 15. August 1931 in Kraft tritt, schreibt im we­sentlichen vor, daß das Brotgewicht auf dem ungeteilten Brote in Gramm oder Kilogramm leicht erkennbar auf der Kruste (Rinde) durch Eindrücken eines Stempels in die Oberfläche des Teiges oder durch feste Anbringung einer Papiermarke oder auf einer Banderole anzugeben ist.

Ist das Brot in einer Umhüllung verpackt, so ist es erforderlich, aber auch genügend, wenn die Gewichtsangabe leicht erkennbar auf der Umhüllung angebracht ist. Um den Uebergang zu erleichtern, ist ferner noch vorgesehen, daß bei dem in einer Umhüllung verpackten Brot bis zum 1. Oktober 1931 die Angabe des Gewichts auf der Kruste (Rinde) ausreichend ist.

Entscheidende Sümpfe in Wna Nanking oder Moskau.

London, 18. Juli.

Der Pekinger Times-Korrespondent meldet, daß in Nordchina der Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen Gene- rvl Schihyusan und dem Gouverneur der Mandschurei, General Tschangsuschiang, bevorstehe.

General Schihyusan, der während der letzten Tage Materialtransporte auf der Eisenbahnlinie Peking—Hankau mit Beschlag belegte, soll über 60 000 Mann verfügen, gegen die der Marschall 100 000 Mann mit Panzerzügen und Flug­zeugen ins Feld zu schicken gedenke. Bei Neikin, 110 Kilo­meter südlich von Schihkiatschwang, sei es bereits zu Zu­sammenstößen zwischen der Mandschurischen Vorhut und Truppen des Generals gekommen. Da noch drei Divisionen- der Nanking-Regierung ovn Süden her in Bewegung ge­setzt würden, um mit den mandschurischen Streitkräften zu- sammenzuarbeiten, wer^e mit einer schnellen Unterdrückung der Bewegung des Generals Schihyusan gerechnet.

Gegenwärtig kämpfen in Kiangni 30 Divisionen des Generals Tschiangkaifchek gegen die Kommunisten. In einer offiziellen Erklärung heißt es, das Ergebnis des Feld- zuges werde darüber entscheiden, ob Ehina sein soziales und wirtschaftliches System behalten oder ob ihm der Bolsche­wismus aufgezwungen werden solle.

Die Bank von Danzig hat ihren Diskontsatz von 6 aus L?/03™ .unb. ^ren Lombardsatz von 7 auf 10' Prozent er, hoht. Gleichzeitig hat sie die von ihr vorübergehend ange­ordnete Einschränkung des Diskont- und Lombardkredits wiederaufgehoben.

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Der Weißdorn blühte und der Rotdorn, gelb leuchtend hingen die Dolden des Goldregens herunter und streiften die Stirn des Vorübergehenden.

Fliederbüsche entsandten ihren betäubenden Duft — strotzend und voll duschten sich die lila und die weißen Blüten.

Die Singvögel sangen ihr Morgenlied; sorglos hüpften sie über die Wege, verschwanden in dichtem Gebüsch.

Prinzessin Sidonie hatte ganz früh ihre Zimmer ver­lassen. Langsam, mit sehenden Augen, ging sie den alten, verwitterten Burgweg hinab. Oft blieb sie stehen und breitete die Arme aus, tief Atem holend, mit einer Ge­bärde, als wollte sie die blühende Pracht umarmen.

Eifrig sah sie den kleinen Vögeln zu, wie sie nach Würmern suchten, sie den Jungen in die Nester brachten und wieder ausflogen, neue Nahrung zu suchen. Wie fröh­lich es jubilierte, überall in den Zweigen! Ein Rot­kehlchen sang sein Liebeslied, immer und immer wieder; die Amsel stand nicht hinter ihm zurück.

Das Prinzeßchen ging weiter. Ihre Stirn zog sich zu­sammen, in grübelnden Gedanken.

Gleich nach dem Erwachen war Sidonie aufgestanden, hatte sich angekleidet und das Frühstück kommen lassen.

Schimmelchen schlief noch. Sie hatte die gute Gräfin ruhig schlafen lassen; es war ihr am liebsten, wenn sie den wundervollen Morgen allein genießen konnte.

Niemand hatte Sidonie gesehen, wie sie aus der kleinen Schloßpforte geschlüpft war, auf den alten, heimlichen Burgweg. Hier war sie allein; ungehindert konnte sie dahinschlendern aus diesem Pfad, der der Oeffentlichkeit nicht zugänglich war.

Es gab auch wenige, die an diesem Pfad Gefallen fanden. Der fast nie ganz trocken wurde, der immer ein wenig vermodert und feucht war, mit seinen vielen ver­faulten Blättern, die nur selten vom Wind auf die Seite getrieben wurden.

Hier war Sidonies Reich! Sie liebte diesen Weg gerade wegen seiner Wildheit und seiner Ungepflegtheit.

Sie war schon ein ganzes Stück des Weges dahin- gegangen, als sie plötzlich einen Mann vor sich sah, auf der morschen Steinbank mitten in einem Fliedergebüsch sitzend.

Ein leichter Schrei entschlüpfte den Lippen der Prin­zessin. Sie wollte schnell zurückweichen, rutschte indes mit dem Absatz ihres Schuhes auf den feuchten Blättern aus und stürzte nieder auf den felsigen Boden, dessen spitzen Steine ihre Knie verwundeten.

Der Mann hatte aufgesehen, war aufgesprungen, kam aber zu spät, um die Stürzende aufhalten zu können.

Behutsam hob er das Mädchen auf und trug es zur Bank.

Dann sah er in die Augen, die ihn verfolgten, im Wachen und im Träumen, seit vielen, vielen Wochen.

Sorgfältig entfernte er das zerrissene Seidengewebe des Strumpfes von dem verwundeten Knie, nahm sein Taschentuch und hielt es unter die Blätter des Flieder­baums. Er fing den Tau aus mit dem Tuch, um die Wunde des Mädchens zu reinigen.

Ein Schmerzenslaut entfuhr den Lippen Sidonies.

Immer noch wortlos zerriß der Mann das Tuch in schmale Streifen, umwickelte das verwundete Knie, die Enden des Tuches zum Schluß verknotend. Er machte das alles so geschickt, so selbstverständlich, daß Sidonie ihren Schmerz vergaß und ihm bewundernd zusehen mußte.

Der Mann hatte sich jetzt neben das Mädchen gesetzt. Er zog es an sich. Innig sah er in das süße Gesicht, das, nahe dem seinen, an seiner Schulter lehnte. Dann küßte er die Tränen ab, die über die Wangey rollten — die Augen — den Mund...

Lange — sehr lange...

Er lehnte seine Wange an die ihre, und sie verharrter in dieser Stellung, die wundervolle Süße dieses Zusammen seins genießend, während einer den anderen spürte.

Endlich sprach der Mann.

„Lieb — du! Lieb — endlich habe ich dich nun wieder- gefunden. Endlich halte ich dich in meinen Armen. Oh, du, wie ich dich liebe!"

Weich und innig flüsterte er diese Worte in das Ohr des Mädchens.

„Gesehnt habe ich mich nach dir, fast krank geworden bin ich vor Sehnsucht. Immer wieder bist du mir ent­glitten; aber jetzt laß ich dich nicht mehr von mir — nie wieder!"

Wie eine himmlische Musik klang es an Sidonies Ohr. Enger schmiegte sie sich an den geliebten Mann; willig bot sie ihm die Lippen zum Kuß dar.

„Sag' es mir doch, mein blondes Mädel! Sag' es mir doch, daß du mich liebst! Einmal nur sag' es mir!"

„Ich liebe dich!"

„Oh, du, ist es wahr? Ist es wirklich wahr? Ich kann es kaum glauben."

„Ich habe mich auch nach dir gesehnt, ganz schrecklich, die ganze Zeit über. Verzehrt habe ich mich nach dir — immer habe ich dich in Gedanken gerufen..."

„Ich habe es gefühlt, Kind! Aber warum hast du mir nicht geschrieben?"

„Geschrieben?"

Mit großen Augen sah Sidonie zu dem Manne aus. Dann sagte sie schnell:

„Ja, so — du — du weißt ja nicht — du mußt doch be- denken, wer ich bin!"

„Das ist mir ganz gleich, wer du bist. Mein bist imJ mein süßes, blondes Mädel, das ich über alles liebe! AlleM andere ist mir gleich." !

Sidonie saß wie gelähmt da. Er verstand nicht, was fie meinte, konnte es ja nicht verstehen. Er wußte ja nicht... O Gott! Und er? Wer war er denn eigentlich? Hieß er wirklich Peter Mariens?