„Do. X" in Villa Cisneros
Villa Cisneros, 3. Mai. Das Dornier-F! ^ Do. X. ist von Las Palmas kommend programmäßig in oiUa Cis- neros in der spanischen Kolonie Rio de Oro gelandet.
falls dort wohnende 39jährige geistesschwache Charlott« Liebig anwesend. Die Polizei stellte fest, daß die alte Frau allen Anschein nach von ihrer geistesschwachen Tochter in der Nacht erdrosselt worden ist.
Schwerer Betriebsunlast
harburg, 3. Mai. Ein schwerer Betriebsunfall, der bisher drei Todesopfer forderte, hat sich bei den Zinnw 'en Wilhelmsburg ereignet. Beim Transport von Zinn f- ständen stellten sich bei den damit beschäftigten Arbei
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plötzlich starke Kopfschmerzen und Brechreiz ein. Der He gerufene Arzt veranlaßte die sofortige Beberführung neun betroffenen Arbeiter ins Krankenhaus, hier m stellte Untersuchungen ergaben, daß es sich um eine Ar Wasserstoffvergiftung handelt, wie sie bisher im Betrieb Zinnmerke noch nicht festgestellt wurde. Zwei Personen finden sich noch in Lebensgefahr
Wieder ein Mord am Steuer
Berlin, 3. Mai. Ein schweres Verbrechen ist in
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be
der
Tetzner hingerichtet
Begensburg, 3. März Kurt Erich Tetzner wurde am Sonnabend früh 7 Uhr im Hofe des Gerichtsgefängnisses Begensburg durch das Fallbeil hingerichtet.
Der Hinrichtung Tetzners haben etwa 23 Personen beigewohnt. Von seiner Frau und seinen Verwandten hatte Tetzner brieflich Abschied genommen. Er soll, am Tage vorher sehr niedergeschlagen gewesen sein und den Eindruck eines völlig gebrochenen Menschen gemacht haben. Wiederholt brächte er gum Ausdruck, wie tief ihn seine furcht- ! : Tat reue. In der Nacht hat der Gefängnisgeistliche auf Tetzners Wunsch mit ihm in der Zelle gewacht. Den Gesichtszügen des Mörders war kurz vor der Hinrichtung keine Gemütsbewegung anzufeyen, abgesehen natürlich von großer Blässe. - Er ging, ohne ein Wort zu sprechen, zum Schafott und fügte sich widerstandslos allen Anordnungen.
Gegend von Trebbin entdeckt worden. Eine Gruppe von Wandervögeln fand am späten Abend zwischen den Ort- schafken Kerzendorf und Ludwigsfelde einen großen Personenkraftwagen. der mit den Vorderrädern im Chaussee- graben stand. Am Steuer sah ein jüngerer Mann, der eine tödliche Kopfverletzung aufwies. Die Polizei glaubte zunächst an einen Unfall infolge unvorsichtigen oder zu schnellen Fahrens. Der Führer des Autos schien mit dem Kopf gegen die Decke geschlagen zu sein, weil dort Gehirnmasse gefunden wurde. Bei näherer Besichtigung aber erkannte man, daß es sich wahrscheinlich um ein verbrechen handelt. Der Tote ist der 24 Jahre alte Sohn Walter des Fuhrunternehmers Neumann aus Kerzendorf. Nach dem vorläufigen Gutachten der Aerzte scheint die tödliche Wunde am Kopfe des jungen Mannes von einem Schuß herzurühren. Die Kugel muh von hinten in den Kopf eingedrungen sein und ist vorn an der Stirn wieder herausgetreten. 3m Wagen wurde eine Pistole gefunden.
Muttermörd durch Geistesschwache
Berlin, 4. .Mai. Die 83jährige Witwe Louise Liebig wurde in ihrer im 1. Stockwerk des zweiten Quergebäuder auf dem Grundstück Reinickendorfer Straße 69 gelegenen Wohnung durch eine verheiratete Tochter, die sie besuchen wollte, tot aufgefunden. Neben der Leiche war die gleich-
Allerlei Neuigkeiten
Der Glogauer Mörder geständig. Der Autoschlosser Edmund Thomas aus Beuchen (Oberschlesien), der in der Nähe von Glogau den Kaufmann Walther aus Oels im Auto erschossen hat, hat jetzt zugegeben, daß er bereits bei seiner Abfahrt von Beuthen die Absicht des Raubmordes gehabt habe, während er früher behauptet hatte, er sei mit dein Kaufmann Walther in politische Meinungsverschieden-
seiner Abfahrt
heiten geraten und habe ihn im Affekt getötet.
Selbstmordversuch auf dem Wege zum Arrestlokal. Ein alter Mann, der in Hoenningen von einem Polizeibeamten wegen eines Sittlichkeitsverbrechens festgenommen worden war, lief auf dem Wege zum Arrestlokal dem Beamten fort und stürzte sich in den Rhein. Der Beamte sprang dem Manne kurzentschlossen nach und schaffte ihn unter eigener Lebensgefahr wieder an Land.
Zwei Todesurteile in Posen. Das Bezirksgericht in Bromberg verurteilte einen 23jährigen Gärtner und einen ' 21jährigen Arbeiter, die im Januar d. J. einen Gastwirt in Bromberg, den sie berauben wollten, ermordet hatten, zum Tode durch den Strang.
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Volkswirtschaft
Berliner Effektenbörse.
Die Berliner Effektenbörse setzte am Sonnabend wieder etwas schwächer ein. Die Abschwächung machte sich besonders am Bonken- markt bemerkbar. Späterhin konnten die Kurse teilweise die tiefsten Tagesnotierungen etwas überschreiten. Die Grundtendenz blieb jedoch schwach, und das Geschäft war verhältnismäßig gering. Am Elektromarkt zeigten sich vornehmlich Abgaben in Siemens, die auf 165 zurückgingen. Chade sanken aus 281. Von den Kaliaktien waren vor allem Salzdetfurth aus 223 rückgängig Angeboten waren Kunstseideaktien. Aku gingen auf 81,25 und Beinberg aus 94 zurück. Auch Schultheiß waren stärker angeboten, so daß der Kurs auf 151,50 zurückging.
Am Devisenmarkt wurden der Dollar mit 4,1990 und das englische Pfund mit 20,421 amtlich notiert.
Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter gesucht (6 bis 8 %). Monatsgeld unverändert, als Blankogeld 5 bis 5,25 %, als Lombardgeld 5,50 bis 6,75 %. Bankgirierte Warenwechsel umsatzlos. — Privatdiskonte wieder 4,62 %.
Berliner Produktenbörse.
An der Berliner Produktenbörse blieb am Sonnabend das Angebot an promptem Brotgetreide weiter sehr klein. Infolgedessen war auch die Umsatztätigkeit nur gering. Für Weizen und Roggen lagen die Preise um etwa 1 bis 2 RM höher. Auch am Markt der Zeitgeschäfte machten sich neue Steigerungen bemerkbar. Am Mehl-
markt herrschte gute Stimmung.
Weizen ab mark. Stat.
Roggen do.
Braugerste do.
Futter- und 3nb.«
Gerste do.
Nachfrage. Für Hafer bestand freundliche
Notierungen:
283—285
199—201
230—244
Weizenkl.-Melasse —
Raps —
Leinsaat —
Viktoriaerbsen 24,00—29,00
Kl. Speiseerbsen 23,00—27,00
Der Saakenstand in Preußen Anfang Mai. Nach dem amtlichen Bericht war das Wetter im April in allen Gebieten des Freistaates Preußen durchweg kalt und naß. Im Verlauf der ersten beiden Monatsdrittel traten nicht unerhebliche Nachfröfte auf. Das Wintergetreide konnte sich nur schlecht entwickeln. Wenn die Begutachtungsziffern zwei glei gut, drei gleich Mittel, vier gleich gering bedeuten, so ergibt sich folgender Stand: (1. 5. 31, 1. 4.' 31, 1. 5. 30). Winterweizen 2,9, 3,0, 2,3; Winterroggen 3,0, 3,0, 2,4; Wintergerste 2,9, 2,9, 2,5; Raps und Rübsen 3,0, 3,1, 2,7; Klee 3,2, 3,2, 2,7; Wiesen 3,3, 3,3, 2,7; Viehweiden 3,2, 3,3, 2,7; Viehweiden 3,2, 3,3, 2,6. Die Auswinterungs- schäden sind größer als im Vorjahre.
), 2,5; Raps und Ru Wiesen 3,3, 3,3, 2,7;
Viehweiden 3,2
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