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Aus der Heimat.

* Wie hoch ftab die Steuerstundnugen? Zu einem in zwei Kasseler Tageszeitungen enthaltenen Artikel mit der Überschrift „66 Prozent aller Steuern gefturibet", teilt der Präsident des LandeLfinonzamts mit, daß der Artikel nicht in allen Punkten den Tat­sachen entspreche. Die Stundungen betragen nicht 65,8 v. H. des Steuersolls, sondern der Rückstände, die wiederum nur 17,9 o. H. des Steuersolls ausmachen. 34,2 v. H. der Rückstände sind nicht gestundet. Die Stundungen der gesamten Finanzämter' im Bezirk des Landesfinanzamts betragen nur 13,505 Millionen Mark = 11,8 v. H. des gesamten Steuersolls in Höhe von 114,6 Mill. Mark Die Rückstände haben sich nicht um 2,5 v. H. sondern um 2,2 v. H. gegen das vor­hergehende Halbjahr vermehrt. Nicht gestundet und noch beizutreiben waren 7,03 Mill. RM, nicht 27,03 Mill. RM., das sind 34.2 v. H. der gesamten Rück­stände und nur 6,1 v. H. des gesamten Steuersolls im Landesfinanzamt^bezirk Kassel. Gezahlt wurden 82,1 v. H. des Steuersolls.

Hersfeld. Auf die heutige Bekanntmachung der städt. Kurverwaltung zu Hersfeld betr. den verbilligten Vorverkauf von Kur-, Trink - und Bade­karten wird besonders hingewiesen. Die Kurverwaltung gibt in diesem Jahre auch Moorbäder im Vorverkauf zum verbilligten Preise ab. Um den Gästen, die frühzeitig mit der Kur beginnen wollen, dazu die Möglichkeit zu geben, ist schon jetzt mit dem Vorverkauf begonnen worden. Bis einschließlich 29. 4. findet der Vorverkauf im Büro der Kurverwaltung statt, vom 30. 4. bis 4. 5, im Rathausfitzungssaal und vom 5. 5. bis 12. 5. im Büro der Kurverwaltung im Kurpark. Da der Andrang in den letzten Tagen erfahrungsgemäß recht stark ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Lösung der Karten.

Hersfeld. Das heute in den H e r 8 s e l d e r Lichtspielen beginnende neue Programm bringt den deutschen Tonfilm „Alraune", der nach dem welt­bekannten Buch von Hans Heinz Ewers entstanden ist. Brigitte Helm und Albert Wassermann als die Träger der Hauptrollen geben ganz wunderbare Leistungen. Die Handlung ist außerordentlich spannend, wie man sie sonst nur in Sensationsstücken findet. Der Zuspruch des Publikums war überall, wo dieser Tonfilm gespielt wurde, sehr stark. — Morgen vormittag 11.15 Uhr findet eine Film-Morgenfeier statt, in welcher auf viel­seitigen Wunsch nockmals „Die weiße Hölle vom Piz Palü" vorgeführt wird.

HerSfeld. (Wie wird das Wetter?) Ein flaches Teiltief, das sich unter weiterer Abschwächung über Deutschland in östlicher Richtung verlagerte, ver­ursachte auch bei uns stärkere Bewölkung und vielfach auch leichte Niederschläge. Da an seiner West- und Nordseite der Luftdruck wieder ansteigt, kommen wir wieder stärker unter den Einfluß h>hen Druckes, doch sind anfänglich noch ganz vereinzelte leichte Schauer möglich. Bei nördlichen und östlichen Winden werden die Temperaturen zunächst wieder etwas zurückgehen. — Vorhersage bis Sonntag Abend: Meist heiter und trocken, Tagestemperaturen wieder etwas höher an­steigend.

Bebra. Die Reichsbahn soll beabsichtigen, die zwischen Bebra uud Lispenhausen gelegene Umladehalle, die erst vor etlichen Jahren erbaut worden ist, zum 15. Mai stillzulegen. Hierdurch würden wieder viele Ar­beiter stellungslos und fielen den Gemeinden zur Last.

Sontra. Auf der Hühnerfarm von Gut Welda bei Sontra brach in der Nacht Feuer aus, das durch einen Brutofen, der mit Feuer geheizt wurde, entstanden ist. Dem Feuer fielen 450 Kücken, landwirtschaftliche Maschinen und Futtervorräte zum Opfer. Das Stall­gebäude brannte vollständig ab.

Herftelle bei Carlshasen. Der Gärtner von der Burg Herstelle unternahm mit seinem Freunde eine Paddelbootfahrt auf der Weser. Als die jungen Leute ein Segel aufspannen wollten, kippte das Boot um und die beiden Insassen stürzten ins Wasser. Der Gärtner versank in den Fluten und ertrank. Die Leiche

konnte noch nicht geborgen werden. Der Freund des Ertrunkenen konnte sich durch Schwimmen retten.

Harleshausen. Freiwillig aus dem Leben ge­schieden sind hier in der letzten Nacht das Ehepaar Major B. Ein im Felde zugezogenes Leiden des Ehe­mannes sowie ein unheilbares Kopfleiden der Ehefrau sind die Gründe, die das allgemein beliebte Ehepaar zu der Tat veranlaßten.

Dransfeld. Donnerstag morgen wurde das fünf­jährige Söhnchen Adolf des Kronenwirts Wiegmann von einem in rasendem Tempo die Stadt durchfahrenden Auto erfaßt und zu Boden geworfen. Das Kind zog sich durch den Sturz einen doppelten Unterschenkelbruch und erhebliche Kopfverletzungen zu. Die Autofahrer kümmerten sich nicht. um den Jungen, sondern fuhren in schnellem Tempo' weiter. Ein Dransfelder Wagen fuhr dem Wagen nach und holte ihn in Niederscheden ein. Es handelt sich bei den rücksichtslosen Fahrern um ein Auto aus Homburg v. d. H., das von einer Dame gesteuert wurde.

Meiseburg (Kr. Frankenberg.) In der Nähe unseres Ortes fuhr in einer unübersichtlichen S-Kurve ein Personenwagen auf Steinschotter und schlug mit großer Wucht gegen einen Baum. Der Führer erlitt nur eine Handverstauchung, während seine Frau eine Gehirnerschütterung und schwere Schnittwunden davon- trug. Der Tochter wurde durch die Glasscheibe die Stirn ausgeschnitten, wobei die Knochenhaut verletzt wurde. Die Wunde mußte genäht werden. Wenn man eine Warnungstafel angebracht hätte, wäre das Unglück vermieden worden.

Offenbach a. M. In Sprendlingen erwürgte die in den 20er Jahren stehende Ehefrau Helene Brandt in einem Anfall geistiger Umnachtung ihr zwei Jahre altes Kind. Sie versuchte darauf, sich mit einem Beil die Pulsader zu öffnen, was ihr aber nicht gelang. Als ihr Mann zurückkehrte, verschwand sie im Walde, wo sie von Gendarmeriebeamten erfolglos gesucht wurde. Erst heute morgen erschien sie auf der Gendarmerie- station und legte ein Geständnis ab.

Einerlei Neuigkeiten

Eine Mutter geht mit ihren Kindern in den Tod. Dir 39-jährige Kaufmannsehefrau Wilhelm und ihre beider Kinder, ein siebenjähriges Mädchen und ein zehnjähriger Knabe, wurden in Görlitz durch Leuchtgas vergiftet tot in 3er Küche aufgefunden. Aus einem hinterlassenen Briefc zeht hervor, daß die Frau mit ihren beiden Kindern frei­willig in den Tod gegangen ist. Ihr Mann befindet sich zur- ;eit auf einer Geschäftsreise. Wirtschaftliche Sorgen werder als Beweggrund angegeben.

Kanarienvögel als Lebensretter. In der Nacht murbi ein Mieter des Hauses Triftstraße 44 in Berlin dadurch aus geweckt, daß seine Kanarienvögel in ihrem Bauer ängstlicl umherflatterten und dann betäubt zu Boden fielen. Ei verspürte starken Gasgeruch und eine Benommenheit in Kopf. Er, benachrichtigte die Feuerwehr, die nach gemalt samer Oeffnung der Korridortür in die darunter liegend« Wohnung des 28jährigen Schlossers Eduard Marode Fin- drang und hier M. regungslos in seinem Bette liegend auf; fand. Wiederbelebungsversuche, welche Samariter bei Feuerwehr sofort anstellten, hatten keinen Erfolg mehr. Au einem Tisch lagen Abschiedsbriefe, in denen M. mitteilt, das seine Frau am Tage zuvor im Krankenhause gestorben se und er ohne sie nicht mehr länger leben könne. Seiner Verwandten gegenüber hatte er geäußert, daß er den Ver­lust seiner Frau nicht verwinden könne und ihr bald nach­folgen werde. Der Besitzer der Kanarienvögel wäre sicher ebenfalls ein Opfer des Gases geworden, wenn die beider Tierchen ihn nicht aus dem Schlaf geweckt hätten.

Der Mal», der sich »erde» ließ

Budapest, 11. April. Die Budapester Polizei verhört« die Frau des ermordeten Weingroßhändlers Rudolf Stein- herz, der feinen Mörder selbst gedungen hatte, um zu klären was sie von der Absicht ihres Mannes, einen Versicherungs­betrug zu begehen, gewußt habe. Frau Steinherz sagte aus sie wisse von alledem nur, was die Zeitungen darüber schrei­ben. Nach ihrer Vernehmung meldeten sich vier Zeugen, du angaben, sie hätten gehört, daß Steinherz und seine Frar von der Versicherung gesprochen haben.

Einer der Zeugen will sich erinnern, daß die Frau ge­sagt habe, sie werde dem Plane ihres Mannes niemals

zusammen, woraus Steinherz geantwortet habe, daran sei nichts mehr zu ändern, es müsse geschehen.

Frau Steinherz wurde nach dieser Zeugenaussage nochmals vorgeladen. Diesmal erklärte sie, sich schwach eines ähnlicher Gejprachs zu entsinnen, gab ihm jedoch eine andere Deutung Die genauen Weisungen ihres Mannes, die den Sinbrud testamentarischer Verfügungen machen, erklärte sie mit besser ausfallender Ordnungsliebe. Sie habe auch von einer Füh­lungnahme zwischen ihrem Mann und Fischl, den ihr Manr ;u seiner eigenen Ermordung gedungen habe, nichts gewußt

Deutsche Heeres-Daldlauf Meisterschaft 1931

;n Wünsdorf bei Berlin. — Unser Bild zeigt oben: Der Ihef der Heeresleitung, General von Hammerstein, beglück» wünscht ^en Sieger Schönfelder nach seinem Siege. — Unten: Schönfelder vom 17 Reiterregiment geht als beut» scher Heeres-Waldlauf-Meister durchs Ziel.

Volkswirtschaft

Berliner Effektenbörse.

Die Berliner Effettenbörse eröffnete am Freitag zu wenig ver­änderten Kursen. Im weiteren Verlauf zeigten sich nur vereinzelt stärkere Kursbefestigungen. Das Geschäft wurde späterhin überall wesentlich ruhiger. Die stärksten Ausschläge hatten Rütgers und Dt. Erdöl aufzuweisen. Rütgers erreichten einen Höchstkurs von 61,25 und konnten diesen fast voll behaupten. Von stärkeren Ver­änderungen find am Montanmarkt nur Ilse zu erwähnen, die nach rechü festem Beginn, mit 213 auf 206 nachgaben. Am Kalimarkt war die Haltung uneinheitlich. Salzdetfunh schwankten zwischen 272,50 und 269. Unverändert blieben Westeregeln. Recht lebhaft« Umsätze hatte der Farbenmarkt. Von Elektrowerten setzten Siemens mit 188,75 um 254 Punkte niedriger ein, waren im Verlauf bis 190,50 erholt um schließlich wieder auf 188,50 zurückzugehen. Sehr still lag der Kunstseidenmarkt, an dem Aku auf 95 und Bemberg auf 106 erholt waren.

Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter leicht und mit 4,5% stärker angeboten. Monatsgeld unverändert 5,5% als Blankogeld und 6—7% als Lombardgeld. Bankgirierte Warenwechsel etwa 5%.

Am Prioatdiskontmarkt zeigte sich weitere Nachfrage, di« Notierungen blieben unverändert 4,62%.

Am Devisenmarkt wurden der Dollar mit 4,197 und das eng­lische Pfund mit 20,393 amtlich notiert.

. Berliner Produktenbörse.

An der Berliner Produktenbörse vom Freitag lauteten die Er- I öffnungsnotierungen am Markt der Zeitgeschäfte um 2 Mark niedriger. Roggen, der um 1 Mark niedriger eröffnete, glich diesen Verlust später wieder aus. Das Angebot in Weizen und Roggen blieb weiter gering. Mehl hatte stillen Markt. Die Tendenz für Hafer war stetig.

Zagdverpslhtmg.

Das Jagdrecht an dem ge­meinschaftlichen Jagdbezirk, der Gemeinde Kleba soll: vom 15. Mai 1931 ab auf 6 Jahre anderweit verpachtet werden.

Termin hierzu ist auf

Somlend, 18. AM

nachmittags 14 Uhr

in der hiesigen Gastwirtschaft anberaumt worden, wozu Pachtliebhaber freundl. ein­geladen werden.

Die Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben und liegen vom 4. April bis 17. April 1931 zu Jeder­manns Einsicht bei dem Unterzeichneten offen.

Der Jagdbezirk ist ca. 250 ha groß und zum größten Teil von Wald umgeben.

Kleba, ben 2. April 1931.

Der Iagdvorsteher:

Eigentored,

Bürgermeister.

PoiM-M I

im Verkaufsgebiet des

Norddeutschen Cement-Verbandes

an

im Verkaufsgebiet des

Westdeutschen Cement-Verbandes

in einem Teil des

Süddeutschen Cement-Verbandes

Händler, Unternehmer und Selbstverbraucher

Wilh. Heil, Hersfeld

Cement-Großhandlung

Verkaufskurse der Goldpfandbriefe und Gold-Kommunal-Schuldverschreibungen der Landeskreditkasse zu Kassel.

T %ige Goldpfandbriefe Reihe 4 (freibleib.) p/oige Goldpfandbriefe Reihe 6 (sreibleib) 6%ige Goldpfandbriefe Reihe 3 (freibleib.) 6°/oige Goldpsandbriefe Reihe 5 (freibleib.) S o/oige Goldkomm.-Schuldvschr. Reihe 1 „ 8°/oige Goldkomm.-Schuldvschr. Reihe 3 „ 7 o/oige Goldkomm.-Schuldvschr. Reihe 5 „ unkündbar bis 1. 3. 35

7 %ige Gold-Schuldv. d. Bez.-Verb. Kassel

LanbesRenlerel HerSfeld.

94% %

95%

85%

85V2 %

95%

96°/o

93 Wo

93°/o

Lebensfreude brächte Unzähligen ein Preußenlos. Für

5 RM.

1OOOOO RM.

Vorkriegslospreise: Vs 5, ^ 10, Va 20 RM. Vorkriegsgewinnplan : 114 Millionen RM. Kein Staatsbürger ohne Preuß.-Klassen- Lotterie-Los.

Staatl. Lott.-Einnahme SßhandUb, Hersfeld

Kirchliche Nachrichten.

Sonntag, den 12. April.

8 Uhr: Pfarrer Lotz. — ValO Uhr : Pfarrer Freudenstein. 11 Uhr: Kindergottesdienst.

Montag 20.30 Uhr: Gemeindebibelstunde Pfr. Drüner.

Mittwoch 20 Uhr Wochengottetzdienst im HoSpital, Pfarrer Drüner.

Unterbaun. VslO Uhr: Pfarrer Schmidt.

Petersberg. 10 Uhr: Pfarrer Lotz.

Wlppershaln. 10 Uhr: Pfarrer Drüner.

Eilra. 13.30 Uhr: Pfarrer Drüner.

Katholischer Gottesdienst.

7V< Uhr hl Messe, hl. Kommunion der Jungfrauen. — 7<10 Uhr Hochamt und Predigt, Pfarrer Hilden. — 14.30 Uhr Andacht. — Werktags 7 Uhr hl. Messe, Montag 8 Uhr, Donnerstag s/<7 Uhr, Mittwoch VrS Uhr. — SamStag 17 Uhr und nach jeder hl. Messe Beichtgelegenheit.

Kyffiiäuser-Technikum

Bad Frankenhausen

Hypothek, auchUmschuldung Bau- oder Betriebskapital. Ernste Zuschrift, mit genauer Angabe des gewünschten Be­trages und der zu stellenden Sicherheit unter J. F. 2)638 an die Geschäftsstelle dieses Blattes.

Maschinenbau, Elektrotechnik,Lant schinenbau, Flugzeugbau, Flugbei Automobil bau« Eisenbau m.mocLE

Wasserbau.

Anträgen:

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Edel-Buschrosen

20 Stck. 3.50, 100 Stck. 12.50 Mk. Kletterrosen, 1 Stck. 50 Pf. liefert Erich Vollbracht, Rosenkulturen, Treptow a.d. Rega

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Wilhelm Heil.