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Aus der Heimat.

Trockenlegung des Säulingssees bei Kleinensee.

Unter Führung des Landrats Graf Wedel unter« nahmen Mitglieder des Kreisausschusses und des Kreis­tages eine Besichtigungsfahrt in den Kreis. Die Fahrt ging zunächst nach Kleinensee, der äußersten Gemeinde des Kreises, an der Grenze des Thüringer Landes. Hier wurde der Säulingssee besichtigt, ber' allerdings heute zum größten Teil nur noch aus Sumpfgelände besteht. Eine kleine Wasserfläche ist noch vorhanden, die an der tiefsten Stelle 1.20 Meter mißt. Das Gelände, welches fiskalisches Eigentum ist, soll nun trocken gelegt werden, wodurch ca. 150 Morgen Wiesen gewonnen werden. Bereits zu kurhessischen Zeiten, ungefähr um das Jahr 1776, wurde eine Entwässerungsanlage gebaut, die noch zum Teil vorhanden ist, die Leitung ist an mehreren Stellen jedoch eingestürzt. Man hat nun bereits vor einigen Jahren einen Randgraben gezogen, um weiteren Wasserzufluß in den Säulingssee zu verhüten. Die neue Entwässerungsanlage soll in einen in der Nähe fließenden Bach geleitet werden, der dann das Wasser der Werra zuführen wird. Die Kosten des Projektes stellen sich auf ca. 36500 Mark und werden vom Staate getragen. Der Kreis Hersfeld soll lediglich zunächst einen Vorschuß von 6500 Mark leisten, welcher innerhalb der nächsten drei Jahre zurückerstattet wird. Zahlreiche Erwerbslose werden bei der Anlage Beschäftigung finden. Mit der Trockenlegung des Sees werden auch sanitäre Schäden beseitigt, die sich besonders in großer Mücken- und Fliegenplage zeigen. Auch die in der Nähe befindlichen Gebäude haben oft Wasser in den Kellern. Die ge­wonnenen Wiesen würden sich dann evtl. auch zur Anlage einer zweiten Jungviehweide eignen. Für die Gemeinde Kleinensee würde der Entwässerungsgraben dazu dienen, die Kanalisation aufzunehmen.' Weiter könnten noch einige Wiesen mit entwässert werden, die an der Ausmündung des Grabens liegen.

Anschließend wurde dann die Schule in K l ei n en see besichtigt, welche mit ihren Hellen ge­räumigen Schulsälen eine der schönsten im Kreise Hers­feld ist. Die Schule ist in dem ehemaligen Wohnge- däude des^ früheren Gutes untergebracht, welches im Jahre 1925 von der Gemeinde angekauft wurde. Durch Um- und Neubau wurden 3 Schulsäle und zwei Lehrer­wohnungen geschaffen. Der Rest des Grundstückes wurde noch als 3 Baup ätze verkauft. Die Gesamt­kosten für das schön gelegene Schulgebäude stellten sich einschließlich der Bauarbeiten auf 56 000 Mk. Ein großer Schulhof mit einem großen Garten, der zum Teil als Lehrgarten benutzt wird, schließen das Schul­gebäude ein.

Von Kleinensee aus führte die Besichtigungsfahrt dann weiter nach Heringen. Hier ist zur Zeit der Bau der neuen JiLnuLiLkaiaM^Jafi*^^ Orte in Angriff genommen. In diese Straße werden zwei große und eine kleine Brücke eingebaut, so daß dann die Straße über 6 Brücken nach dem Orte führt. Durch diesen Bau, der bereits lange Jahre projektiert ist, wird ein großer Uebelstand beseitigt, denn mehr­mals im Jahre war die jetzige Straße infolge Ueber« schwemmung oft tagelang nicht passierbar.

Der Neubau für die Zweigstelle Heringen der Kreis-Sparkasse geht nun seiner Vollendung entgegen, so daß die Eröffnung vor­aussichtlich anfang Dezember erfolgen kann. Das schmucke einfach und gediegen gehaltene Gebäude ent­hält im Parterre die Kassen- und Geschäftsräume nebst dem Tresor, sowie im ersten und zweiten StockWohnungen. Der Neubau bildet eine Zierde für den aufstrebenden Ort Hermgen.

In Widdershausen wurde die Schule, das neue Spritzenhaus und einige beabsichtigte Ver­besserungen und Verbreiterungen an der Hauptstraße in Augenschein genommen. Auch hier ist die Schule vor einigen Jahren durch einen Neubau vergrößert worden und in weiser Voraussicht für die zukünftige Weiterent­wicklung der Gemeinde gesorgt worden.

In Philippsthal mußten die Vertreter der Kreiskörperschaften verschiedene Lehrerwohnungen be­sichtigen, um sich davon zu überzeugen, daß diese den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Für einen Lehrer ist überhaupt keine Wohnung vorhanden, so daß derselbe in Heimboldshausen wohnen muß. Eine Aenderung dieses Zustandes ist dringend erwünscht.

Die Rückfahrt führte dann nochmals über Heringen und von da nach Hersfeld. Ueberall auf einer solchen ' Kreisbesichtigungsfahrt kann man feststellen, in wie hohem Maße die heutigen Anforderungen des Verkehrs Kreis und Gemeinden belasten. Hier müssen Straßen verbreitert, dort Kurven geändert werden, oft sogar werden Gebäude, die in die Straße hineinragen und die Sicht versperren, abgebrochen und zurückversetzt.

Hersfeld. In der evangelischen Kirche werden von morgen rb die Gottesdienste wieder vormittags und nachmittags abgehalten. Der Vor- mittags-Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr, der Nach- mittags-Gottesdienst um 5.30 (17.30) Uhr.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Trotz der lebhaften Wirbeltätigkeit über Nordeuropa behält das festländische Hochdruckgebiet seinen überwiegenden Einfluß auf unsere Witterung, sodaß nennenswerte Störungen des heiteren Wetters vorläufig nicht zu er­warten sind. Vorhersage bis Sonntag Abend: Fort­dauer der meist heiteren und trockenen Witterung.

Barchfeld. Bei einem heftigen Gewitter im Werratal wurde der Landwirt Wolf auf dem Felde vom Blitz erschlagen. Seine über sein Ausbleiben beunruhigten Angehörigen fanden ihn tot aus dem Ackerwagen liegend.

ErntedmW

Wenn der Wind über die Haferstoppeln streicht, ist der Winter nicht mehr fern. Das ist ein altes Bauernsprichwort. Die Haferstoppeln sind zum größten Teil längst gepflügt, der Wind geht über neubestellte Aecker; die Ernte ist ein­gebracht. Der Landmann ist jetzt in der Lage, zu über­setzen, ob sich Mühe, Arbeit und Sorge gelohnt haben. Es war wieder ein Jahr schwerer Not und großer wirt­schaftlicher Unsicherheit. Als die Ernte am höchsten stand, schien der Himmel sich verschworen zu haben, denn das, was des Landmanns Lohn und Preis sein sollte, drohte unter der Ungunst der Witterung zu verderben. Und dennoch wird der Mensch angesichts des sich in bunter Far­benpracht färbenden Laubes daran erinnert, wie schließlich sich doch alles wieder zum Besten wendet. Gewiß, manches hätten wir uns besser gewünscht. Müssen wir uns nicht aber fragen, ob wir immer so gehandelt und so gewirtschaftet haben, daß uns hundertprozentiger Lohn hätte werden müssen? In vielen Gegenden des deutschen Vaterlandes sind die Altäre der Kirchen am Erntedankfest mit den Früchten des Landes geschmückt. Eine sinnige Gewohnheit, eine gute Ueberlieferung, die daran festhält, für alle Früchte der Erde dem Herrn der Welt zu danken, ihm gleichsam zu opfern, was durch seinen Segen aus dem Mutterboden hervorgewachsen ist. Auch dann wird der Mensch dankbar sein, wenn die Ernte des Jahres unter schweren Sorgen eingesammelt werden mußte, weil eben ohne den Segen von oben, kein Gräslein gedeiht, keine Frucht reift. Die menschliche Wissenschaft hat es zwar dahin gebracht, daß sie die Bestandteile, die chemische Zusammensetzung des Sa­menkorns, der Natur so nachgestaltete, daß beide nicht zu unterscheiden sind. Nur die Lebenskräfte, die aus diesem Korn hervorgehen, hat der Mensch bisher nicht nachzu- machen vermocht. Darin liegt das große Weltenwunder, das Geheimnis vom Leben und Sterben, darin liegt der Glaube an eine höhere Kraft begründet. Daraus erwächst für den Menschen auch die Dankespflicht, das Er­kennen, daßmit unserer Macht nichts getan ist". So ernst die Zeiten und so groß die Not auch sein mögen, aus dem Erntedankfest-Gedanken sollten wir trotz allem Kraft und neue Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Der Land­mann hat der Erde den Samen anvertraut, der durch den Winter hindurch sich entwickeln und im Frühjahr zu neuem Leben emporwachsen wird. Es ist der im Herzen des Menschen tief verwurzelte Glaube, daß das eben er- storbene Leben der Natur bereits den Keim zu neuem Leben in sich trägt. Nur müssen wir nicht ernten wollen, wo wir nicht gesät haben. Diese Mahnung soll das Ernte­dankfest gerade den Städtern geben. Wir hören und lesen jetzt viel darüber, daß die deutsche Landwirtschaft einen Existenzkampf von nie gekanntem Ausmaß ausficht, daß der Bauer um seine Scholle ringt, weil ihm nicht der Lohn wird, der ihm angesichts der Verteuerung der Industrie- erzeugnisse gebührt. Leider gibt es so viele gedankenlose Deutsche, die da glauben, nur die Auslandsware sei die bessere und billigere. Würde jeder Deutsche sich ernstlich überlegen, welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen sich ergeben müßten, wenn alles, was der deutsche Heimat­boden hervorbringt, in erster Linie von uns berücksichtigt würde: wir würden alle ein fröhlicheres, ein besseres Erntedankfest halten können!

-M«berze«dr. Fulda). "Uer^

Hüttner Andreas Hahn, dessen Fuhrwerk am Montag vormittag von einem Essener Auto in einer Kurve des gefährlichen Maberzeller Berges umgerannt wurde, ist seinen schweren Verletzungen Donnerstag morgen im Landeskrankenhaus erlegen.

Bad Orb. Eine schwere Bluttat, die in ihren Einzelheiten noch nicht ganz aufgeklärt ist, wurde am Donnerstag auf der Straße von Villbach nach Bad Orb verübt. Der Chauffeur der Firma Johann Reiß war ge­gen 3 Uhr von einer Fahrt heimgekehrt, wurde aber kurz darauf von noch nicht ermittelten Personen noch zu einer Fahrt in die Umgebung veranlaßt, man nimmt an, zur Hirschbrunst. Gegen 5 Uhr wurde dann von Landbe­wohnern das Auto auf der Straße leer vorgefunden, unmittelbar vor dem Wagen lag quer über dem Pflaster ein dicker Baumstamm. Man alarmierte den Besitzer, der mit mehreren Personen sich in den Wald begab, und hier in der Nähe der Straße den Chauffeur nach langem Suchen im Gebüsch mit zwei Schüssen in Kopf und Hand tot auffand. Man nimmt an, daß die Täter den Mann hinausgelockt haben, einen Baumstamm auf die Straße, die sehr wenig befahren, ist und durch eine einsame Gegend führt, legten und dadurch den Führer zum Halten des Wagens veranlaßten. Dann hat man den Mann erschossen. Der Täter hat sein Opfer beraubt und dann die Böschung der Straße hinabgeworfen. Die Brieftasche und das Portemonnaie des Toten lagen durchsucht am Straßenrand. Geraubt wurden außerdem eine goldene Herrenuhr ohne Sprung­deckel mit einer Haarkette. Im Rückdeckel der Uhr be­findet sich das Monogramm M. K. Dem Täter sind ! vermutlich auch einige hundert Mark in die Hände gefallen.

Marburg. In Hohenwepel wurde nachts in eine Geflügelfarm eingebrochen: 130 Hühner wurden mit einem Auto weggeschafft. Der Hund des Bahnpolizisten Schmielewfki nahm die Spur auf zwei Kilometer auf, verlor sie dann aber, da die Täter dort in das Auto gestiegen waren.

Metzlar. In dem nahegelegenen Ruttenhofen hatte ein Landwirt sein dreijähriges Enkelchen mit auf das Feld genommen. Der Kleine kletterte in einem unbewachten Augenblick auf den Wagen, warf die Kartoffelhacke herunter und stürzte schließlich vom Wagen in die Hacke hinein, sodaß er sich schwere Wunden am Kopf zuzog, denen er trotz sofortiger Operation erlag.

Racheakt einer Frau

Berlin, 4. Oktober

Auf den Vizepräsidenten Kühne der Preußischen Bau- und Finanzdirektion wurde am Donnertag in seinem Amts­zimmer ein Mordanschlag verübt. Die Täterin, eine Frau Bache, konnte noch im letzten Augenblick an der Ausfüh­rung ihres Vorhabens gehindert werden. Frau Bache ist die Gattin eines Baumeisters, der früher Aufträge für die Preußische Bau- und Finanzdirektion ausgeführt hat. Aus bestimmten Gründen wurden Bache vor einiger Zeit die Aufträge entzogen. Es knüpften sich daran eine Reihe von Beleidigungsprozessen, die von Seiten der Preußischen Bau- und Finanzdirektion gegen Frau Bache angestrengt werden mußten. Nach einem Vergleich war jedoch damit zu rechnen, daß Bache wieder Aufträge erhalten würde. Aus noch nicht geklärten Gründen hatte Frau Bache sich aber vorgenom­men, den Vizepräsidenten Kühne zu erschießen. In -inem unbeobachteten Augenblick gelang es ihr, Einlaß in das Ge­bäude und in das Amtszimmer des Vizepräsidenten zu fin­den. Sie zog eine Pistole und legte auf Kühne an. Ein im Zimmer anwesender Verwandter des Präsidenten konnte noch im letzten Augenblick der Frau die Waffe aus der Hand schlagen. Frau Bache wurde dem herbeigerufenen Ueber« fallkommando übergeben und zum Polizeipräsidium gebracht.

Wieder moderner Seldj-mord

Ein Passagier aus dem Flugzeug gesprungen.

Hannover, 4. Oktober.

Nach der Landung des Flugzeuges der Strecke Ham­burgHannover auf dem Flughafen Hannover berichtete der Passagier Raedle, daß gegen 12,10 Uhr ein zweiter Passagier Pipler in offenbar selbstmörderischer Absicht aus dem Flugzeug gesprungen sei.

Beide Passagiere hätten nebeneinander gesessen, und Raedle habe interessiert aus dem Fenster die Landschaft betrachtet, bis er einer, scharfen Luftzug verspürt habe. In diesem Augenblick habe er gesehen, wie sich Pipler hinaus- stürzte, ohne daß er ihn daran hindern konnte. Die Kri­minalpolizei ist mit der Untersuchung des Vorfalles be­schäftigt. Die Gendarmerie sucht die Leiche in der Gegend von Nenndorf südlich Hamburgs.

Bombenattentat in Kemteg

Warschau, 4. Oktober.

3n Lemberg wurde nachts ein Bombenattentat aus das Gebäude der ukrainischen KonsumgenossenschaftEentro- sojus" verübt. Mehrere Bomben, die eine bedeutende Sprengkraft entfalteten, kamen kurz hintereinander zur Explosion. Das Innere des Gebäudes, das Warenlager und die gesamten Dokumente und Bücher sind vernichtet. In den umliegenden Häusern wurden etwa 300 Fensterscheiben zertrümmert.

Der Wächter und seine Familie, die einzigen Leute, die in dem Hause wohnten, wurden durch den Luftdruck aus ihren Betten geworfen und truaen !l Aeü>j>we" hnn,w_ Einige Waste öer aeqeltü&efne^ G wirtschaft wurden durch Glassplitter verwundet. Von den Tätern fehlt vor­läufig jede Spur. Der Wächter behauptet, daß das Gebäude um 6.30 Uhr abends geschloffen worden sei und daß später niemand mehr Zutritt erhalten habe. Augenzeugen wollen dagegen zwei verdächtige Gestalten gesehen haben, die kurz nach dem Attentat das Haus verließen.

Turnen und Sport

Zum Bostoner Reitturnier hat Ungarn Oberleutnant Malanotti und die Oberleutnants Schaurik und Endrödi zu­sammen mit sechs Pferden genannt. Auch deutsche Offiziere nehmen an dem Turnier teil.

Unter Leitung des deutschen Bobfachmannes Jenhitzky ist die Olympia-Bobbahn in Lake Placid fertiggestellt wor­den. Sobald der erste Schnee gefallen ist, können die ersten Uebungsläufe stattfinden.

In der Geschichte des Berliner Turniersports werden zum ersten Male Damen als Richterinnen beim Berliner Reitturnier am Wochenende im Hippodrom -m Tiergarten tätig sein. ~

Wissen Sie das?

Der Kraftfahrzeugpark der Reichspost umfaßte Ende 1929 10 920 Kraftfahrzeuge, die den Güter- und Personen­verkehr auf 2266 Linien mit einer Streckenlänge von 43 815 Kilometer durchführten; im Jahre 1929 wurden 85,6 Millio­nen Personen auf den Kraftposten befördert.

Eingesandt.

(Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Zuschriften au» dem Leserkreise, die ein öffentliches Interesse haben. Für die in den- selben ausgesprochenen Ansichten übernehmen wir außer der prrß- gesetzlichen keinerlei Verantwortung. Die Schriftleitung).

Daß Frau Rechtsanwalt Suntheim, Vorsitzende des hiesigen Hausfrauenvereins, eine zustimmende Erklärung für Errichtung eines weiteren Kindergartens abzugeben für nötig befunden hat, darf den steuerzahlenden Familienvater nicht wundernehmen. Frau Rechtsan­walt S. vertritt wahrscheinlich den Standpunkt: Keine Volksgemeinschaft mit den Proletariern und erst recht nicht im Kindergarten. Wir zahlen ja aus der eigenen Tasche, und was fehlt, muß eben die Stadt drauf legen. Wir tun ja so viel für die Proletarierkinder. Warum sollen wir nicht auch mal für unsere eigenen Kinder etwas tun? Aus dieser Einstellung heraus kann ihr kein Vorwurf gemacht werden, gilt doch die Volksge­meinschaft nur zur Wahlzeit.

Da es sich aber weiter um große Ausgaben für den Kindergarten zu Lasten der Allgemeinheit handeln wird, so wäre dem Antragsteller doch zu raten, sich" mehr um das Zunächstliegende Sorge zu machen, Der Kinder­garten wird sich nicht selbst tragen, man verschweigt den Kardinalpunkt, die anzuschaffenden Räumlichkeiten. Das alte Museumsgebäude (früher Bezirkskommando) soll hier Verwendung finden, ursprünglich sollten es ja Wohnungen geben, aber die Wünsche der^Haushaltungs- schule gehen vor. Hoffentlich gibt es im Stadtparlament einsichtsvolle Männer genug, die in der gegenwärtigen Notzeit zu sparen verstehen und nicht gesonnen sind, nun wieder Gelder zu bewilligen, die besser einer späteren Zeit vorbehalten bleiben.

Ein Steuerzahler.