^au^imrffi^aftäc^e^ u^männüfsi^e^
• Wie sollen wir reden?
Wie viele Worte werden täglich unter Menschen gewechselt im gegenseitigen Verkehr. Wie belangreich ist oft der Erfolg unserer Worte; hohe Freude, tiefe Bitternis, beglückende Handlungen, schlimme Exzesse, Glück und Unglück können die Folge sein. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit, wie wir reden sollen. Hierüber spricht sich Bischof Martensen in seiner Ethik dahin aus: „Unsere Rede ist, wie sie sein soll, wenn sie der Ausdruck der Wahrheit ist, wenn unsere Rede, ob sie vom Höchsten und Heiligsten oder den alltäglichen bürgerlichen und geselligen Lebensverhältnissen handelt, nicht allein ihrem Inhalte nach, d. h. ob- jettiv wahr ist, sondern auch eine Wahrheit in uns selbst; ferner ist unsere Rede, wie sie sein soll, wenn sie nicht nur der Ausdruck der Wahrheit ist, sondern wenn die Wahrheit auch in Liebe gesagt wird, nicht daß wir die Liebe immer im Munde
Ein guter Fang
führen, wohl aber sollen wir in solcher Weise reden, daß derjenige, mit dem wir sprechen, es fühlt, wie dennoch im innersten Grunde unseres Herzens die Liebe wohnt. Endlich ist unsere Rede, wie sie sein soll, wenn sie eine besonnene Rede ist, alles zur rechten Zeit und am rechten Ort und vom Gleichgewicht unseres Wesens durchdrungen, welches sich denen mitteilt, mit denen wir reden."
Schachaufgabe Nr. 163 von Leonhard Saab in Stuttgart
»«rgle»ch»strll«ng: Weiß: Kt5;Ta2, b5; L g 2; B o 8, e 3 (6). Schwarz: Kd 3; Bo4 (2).
"X&m^^-und, mttA^l-Ecke Ärztlicher Stoßseufzer
A. (zu einem jungen Arzt): „Es gibt so viele Bücher mit Ratschlägen, wie man das Leben rettet, bis der Arzt kommt." — B.: „Ach, hätte ich nur ein Buch, das beratet, wie man am Leben bleibt, bis ein Patient kommt."
Diese Buchstaben setze man in die einzelne waagerechten Reihen so ein, daß sie nennen: 1. Stadt in der Provinz Sachsen, 2. Nahrungsmittel, 2. Landschaft in Baden, 4. Metall, 5. Reise zur Erholung, 6. winterliche Erscheinung.
Lösung von Aufgabe Nr. 169t
1. 8 o 4—e 3 usw.
Losungen und Anfragen an L. Saab, Stuttgart- Kaltental. Zur Beantwortung ist das Rückporto in Marien beizuftigen. — Wer von unsern Lesern sich im Schachspiel ausbilden will, dem sei das neue Schachlehrbuch von A. Wiedemann und L. Saab empfohlen, Preis einschließlich Porto 2.80 Mk., zu beziehen von Schachwart Saab, Stuttgart-Kaltental.
Postscheckkonto 35 723 Stuttgart.
Wortkette
Banat, Bummel, Ehemie, Denver, Gerda, Heller. Ramat, Meran, Rahe, Newa, Sago, Tenor, Termin, Vera.
Vorstehende Wörter sind so in eine Neihe zu bringen, daß die zweite Silbe jedes Wortes mit der ersten Silbe des folgenden Wortes ein neues, zweisilbiges Hauptwort bildet.
Visitenkarte
Berta L Muse
Was ist der Bräutigam dieser Dame?
Unerwünschte Heilung
A. (zu einem Bekannten»: „Der Arzt sagte mir, er w^de mich sicher wieder auf die Beine bringen." — B.: „yar er Wort gehalten?" — A. deutend): ,,3a, ich mußte mein Auto verlausen, um seine gesalzene Rechnung zahlen zu können."--
Zur Vertilgung
Ziemlich lange Holzstäbe werden strichen und im Zimmer ausgestellt.
von Fliegen
mit flüssigem Fliegenleim be- gst der Stab voll, so übergießt man denselben mit kochendem Wasser, wodurch die Fliegen abgespült und zugleich getötet werden. Die Stäbe lassen sich zwei- bis dreimal wiederbenutzen, ehe der Anstrich zu erneuern ist.
Gebratener Karpfen
Den geschuppten und ausgenommenen Karpfen schneidet man in Stücke, wäscht ihn und bestreut ihn mit Salz. Nach längerem Stehen- lassen wird er sauber abgetrocknet, — die einzelnen Stücke in Ei getaucht und in feingeriebener Semmel gewalzt. In reichlich Fett bäckt man sie hellbraun.
Milchkaltschale
Man zuckere abgewaschene und von Blättchen und Stielen befreite Erdbeeren oder Blaubeeren ein, lasse sie durchziehen und gieße kalte Milch darauf.
Farbenerhaltung beim Gemüse
Um die schöne Farbe der einzelnen Gemüsesorten zu erhalten, bringe man das Gemüse mit kochendem Wasser aufs Feuer und lasse es, ohne den Tops mit einem Deckel zu schließen, gar kochen.
Lösungen»
Magisches Zahlen-Quadratk
Kreuz-Rätsel
I—2 Dose, 1—3 Doge, 1—4 Dora, 3—4 Sera, 4—3 Rage, 5—3 Loge, 5—6 Lodi, 5—7 Lola, 6—1 Dido, 7—3 Lage, 7—S Lama, 8—4 Mara.
Verantwortlicher Schriftleiter: Ernst Pfeiffer Offsetrotationsbruck und Verlag: GreinerälPseiffer in Stuttgart.
Illustriertes
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(8. Fortsetzung)
K Z J r strich ihr ganz leise, väterlich fast, über das Haar. „Kommen Sie, wir gehen noch ein wenig wei- ter, damit Ihre Lebensgeister sich wieder be- ruhigen", sagte er. „Wir sprechen gar nichts — vom schönen Wetter, wenn Sie wollen. Geben Sie Ihr Buch her, Kind."
Sie willfahrte ihm gehorsam, und er steckte Bücher und Kasten in seinen
Rucksack. Dann nahm er ihr die zusammengeballte Skizze aus der Hand und warf sie auch in den Ruck- sack. Sie lieh alles willenlos geschehen. Sie schmiegte sich ganz leicht an mich. WirgingendenWeg, der über den Rosen- gartenhof Hinaus- führte, den Dolomiten zu. Zuerst noch am Wirtshaus, dann an einer zweiten Hütte vorbei, die kahl dastanden zwischen kurzem, spärlichem Grase. Dann tat sich das Tor zwischen den hohen Gebirgswän- den vor uns auf. Kahle, rötlichgraue Felsen rückten zu beiden Seiten nur wenig auseinander; die Sonne verschwand hinter ihnen, es wurde dämmerig und herb kalt. Wir gingen noch eine Strecke so zwischen den unwirtlichen, kahlen, kalten Felsen; mich schauerte; Lori schien nichts von der Umgebung zu merken; sie ging an meinem Arm mit niedergeschlagenen Augen still dahin. Auch Radwizek zog fröstelnd die Schul-
[F. Globig]
i Genie
tern hoch. Wir schwiegen. Endlich, vielleicht von meinem Frösteln geweckt, hob Loci die Augen und sah sich um. Sie zuckte zusammen.
„Um Gottes willen", sagte sie ganz verstört. „Warum gehen wir denn hier? Hier tffe ja unheimlich."
Sie schaute sich wieder um in der kalten Wildnis.
„So wird jetzt mein Leben sein," murmelte sie, „ohne die einzige Hoffnung, die ich hatte."
Da stand Radwi- zek still und zog ihren andern Arm in den seinen. Zugleich kehrten wir alle um.
„Nun reden Sie aber, Kind!" sagte Radwizek. „Also klar heraus, was verstimmt Sie so sehr?"
„Daß ich jetzt weiß, ich kann nichts und werde nie was können!" rief Lori.
„Daß Sie nichts können, glaube ich Ihnen. Wie sollten Sie mit siebzehn Jahren, wahrscheinlich ohne sehr sach- gemäßen Unterricht, wohl malen können? Daß Sie das aber gleich gesehen haben und so tief fühlen, beweist zweierlei: erstens, daß Sie ein gutes Auge, und zweitens, daß Sie eine Künstlerseele
Weiter
haben.
braucht es nichts als Unterricht, um Sie zur Künstlerin zu machen. Sie werden mir also jetzt zeigen, was Sie können. Jawohl, Sie werden I Seien Sie doch nicht so eitel! Wie kann sich eine kleine Schülerin vor einem alten Meister schämen? Mit dem vergleicht sie sich doch
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