Einzelbild herunterladen
 

Neuer deutscher Höhenrekord.

Einen deutschen Höhenrekord für einsitzige Leichtflugzeuge stellte der bekannte Flieger Nehring mit 8030 Metern auf. Den vorigen Rekord hatte Bäumer mit 7682 Metern auf­gestellt.

PrertMchSN Landtag

Berlin, 3. April.

Der Preußische Landtag setzte am Donnerstag die Aus­sprache über das Volksschul- und Kirchenwesen bei der zwei­ten Beratung des Kultushaushalts fort.

Abg. Beuermann (D. Vp.) meinte, noch immer ge­höre fast die Hälfte der preußischen Schulen zu den Not- schulformen. Eine gründliche Besserung würde 240 Mil­lionen Mark erfordern. Unter Betonung besonders berc Schulnot in den Grenzgebieten forderte er sofortige Ent­lastung der Gemeinden im Schullastenausgleich und Hebung des Landesschulwesens.

Abg. Hoff (Dem.) wandte sich gegen die Auswüchse des Berechtigungswesens und warnte vor weiterer Ueber- füllung der höheren Schulen und Universitäten.

Abg. Müller-Jsernhagen (Christl.-Nat. Bauern- und Ldo.-Pt.) bemängelte die in ihrer Auswirkung unter­schiedliche Behandlung der ländlichen Volksschulen gegen­über den städtischen.

Ueber die Ausschußberatungen zu dem Anträge wegen des Goslarer Schulzwischenfalles, berichtete Dr. Schuster (D. Vp.). Der Ausschuß habe zwar alle Anträge abgelehnt einschl. des volksparteilichen, aber er, der Berichterstatter, meine, daß die von der Schule verhängten Strafen völlig ausgereicht hätten.

Nach längerer Aussprache über das ThemaHöhere Schulen", wurde die Weiterberatung auf Freitag früh 11 Uhr vertagt.

Beginn der Zevvrliniabrte»

Friedrichshasen, 4. April.

DerGraf Zeppelin" hat unter Führung von Kapitän L e h m a n n seine erste Werkstättenfahrt in diesem Jahre unternommen. Die Fahrt erstreckte sich über das Bodenseegebiet. Der Beginn der Fahrt hatte sich wegen Regenwetters etwas verzögert. Nachher ging der Abflug glatt vonstatten.

Die Befichtigungsreife Dr. Eckeners in den Ver­einigten Staaten ist beendet. Eckener hat die Flugplätze in Newport News, Langleyfield, Petersburg, Hopewell.und Hyola besichtigt und ist nach Washington zurückgekehrt. Be­kanntlich diente die Reise Eckeners dem Zweck, einen ge­eigneten Landungsplatz für die im transatlantischen Dienst künftig zu verwendenden Luftschiffe ausfindig zu machen. Ueber seine Eindrücke hat sich Dr. Eckener noch nicht ge­äußert.

Der gprengManWttg in SnmSnrg

Hamburg, 3. April.

Der Sprengstoffanschlag im Warenhaus Netz am Jung- fernstieg dürfte nach Annahme der Polizei von denselben Tätern verübt worden sein, die vor einigen Tagen den Sprengstoffanschlag gegen den Juwelier Wempe in Szene setzten. In beiden Fällen wurde als Sprengmasse Schwarz­pulver verwendet. Auch die Tatsache, daß beide Anschläge offensichtlich darauf angelegt waren, größeren Sachschaden anzurichten, sowie bestimmte andere Anhaltspunkte, lassen darauf schließen, daß es sich um den oder die gleichen Ver­brecher handelt.

6o|imn Wagners letzte Fahrt

Bayreukh, 3 April.

Aus Nah und Fern waren die Freunde des Hauses Wagner herbeigekommen, um Cosima Wagner das letzte Geleit zu geben. Die Mitglieder der Familie Wagner, die nächsten Freunde des Hauses und die geladenen Gäste versammelten sich in der Musikhalle der Villa Wahn­fried, wo die Leichenfeier stattfand. Der Chor der Gesellschaft der Musikfreunde trug zunächst Johann Seba­stian BachsAch Herr, laß' mein lieb' Englein" vor. Daraus hielt Dekan Dr. Wolfart die Trauerrede, die sich nach dem Wunsch der Verstorbenen hauptsächlich auf die Verlesung von Bibelstellen beschränkte. Nach einem Gebet und der Aussegnung der Leiche sang der Chor das LiedErscheine mir zum Bilde" von Johann Sebastian Bach. Sodann leerte sich langsam die Halle und der Sarg wurde von Po­lizeibeamten nach dem bereitstehenden Leichenwagen ge­tragen. ,,. ,

An der Spitze des Trauerzuges marschierten Schutzleute und Gendarmerie, die Bezirksobmannschaft des bayerischen Kriegerbundes, sowie viele Vereinigungen mit ihren Fahnen. Dann folgte der Trauerwagen, der völlig mit Blumen bedeckt war. Zu beiden Seiten des Sarges schritten Mitglieder des Liederkranzes und der Schutzmann­schaft, die Angehörigen befanden sich nicht im Zuge. Dem Sarge folgten die nächsten Freunde des Hauses, von Groß, der Regierungspräsident sowie der gesamte Stadtrat.

I Die Straßen, die der Zug passierte, waren von Tau - fe n d e n von Menschen u m s ä u m t. Vor der Ordens- Ikirche machte der Zug halt. Hier wurde der Sarg von einem 'Automobil des Coburger Krematoriums übernommen Die Menschenmenge entblößte ihr Haupt und nahm so stummen Abschied, von der Ehrenbürgerin der Stadt. Nach einigen Kirchenliedern, die von Schülern des Städtischen Lyzeums und dem evangelischen Kirchenchor vorgetragen wurden, trat das Automobil mit dem Sarg die Fahrt nach Coburg an.

Aus der Heimat.

Für diele Rubrik sind Mitteilungen lokalen 3ntere[|es aus dem heierkreile stets erwünscht und werden auf Wunfdi bezahlt.

Um den Etat des Bezirksverbandes Kassel

Ungedeckter Fehlbetrag von 600 000 Mark. Der Kamp um die Bezirkssteuer.

Kassel. Der 61. Kommunallandtag begann die erste Le­sung des Hauptvoranschlags des Bezirksverbandes für das Rechsnungsjahr 1930. Für die Bezirksverwaltung gab Landesrat S t ö h r einen außerordentlich gründlichen Ueber blick über die gesamten Etatverhältnisse des Bezirksverban des und über die Wirtschaftslage. Nur mit äußerster Spar famkeit könne ein Abschluß herbeigeführt werden, der immer noch einen nicht gedeckten Betrag von 507 938 Mark ergibt. Dieser ungedeckte Betrag erfordere eine Erhöhung des Pro­zentsatzes der Umlage der Bezirkssteuer von 18,07 Prozent auf 19,36 Prozent. Wesentlich für diese Erhöhung sei die Notwendigkeit der Erhöhung der Renten, die vom Bezirks verbände an die einzelnen Landkreise für abgetretene Land straßenstrecken gezahlt werden müßten.

Der Vertreter der Hessischen Arbeitsgemeinschaft, Abg Dr. v. Hülsen, Marburg, hatte mit Rücksicht auf die un­günstigen wirtschaftlichen Verhältnisse die Meinung, daß noch weitere Ersparnisse gemacht werden könnten und die Erhöhung der Bezirkssteuer abgelehnt werden dürfte.

Abg. Landrat Dr. Wichens, Gersfeld (Zentrum), legte namens der Zentrumspartei dar, daß sie rückhaltlos für die Anforderung der Bezirksverwaltung und damit auch für die Steuererhöhung eintreten wollten, weil die Ablehnung der Bezirkssteuer nach feinem Dafürhalten eine falsche Spar samkeit sei, weil dann dringliche Aufgaben der Bezirksoer waltung aus Mangel an Mitteln nicht erfüllt werden könn ten.

Auch der Sprecher der S.P.D., Abg. Präsident T h ö n e Kassel, trat für die Bewilligung der Steuern ein. Hinwei­send darauf, daß der Anleihedienst des Bezirksverbandes allein in diesem Jahre schon 3,5 Millionen Mark erforderte weil in dem Jahre vorher viel zu große Ersparnisse getrie ben wurden und Aufgaben unterlassen wurden, die jetzt nach­geholt werden müßten.

Nach längeren Ausführungen der Nationalsozialisten und Kommunisten wurde dann die erste Lesung des Etats und eine Anzahl kleinerer Vorlagen, die in der Hauptsache Voranschläge und Rechnungen betrafen, erledigt.

Haupkausschuß des Kommunallandlages. Satzungsänderung der Sterbekasse für. Kommunalbeamte Voranschläge.

Kassel. In der Dienstag-Sitzung des Hauptausschusses des Kommunallandtages wurde dem Anträge des Landes­ausschusses auf Abänderung der Satzung der Sterbe- kasse für Kommunalbeamie des Regierungsbe­zirks Kassel zugestimmt. Dieser Sterbekasse können außer den Beamten des Bezirksverbandes auch Beamte der Lan­desversicherungsanstalt, der Kreise, Stadt- und Landgemein­den des Bezirks sowie die Lehrpersonen angehören, soweit eine entsprechende Vereinbarung mit den Anstellungskörper- schaften getroffen ist.

Der Voranschlag des Viehseuchenfonds fand Zu­stimmung. Auch die Vorlage des Landesausschusses hinsicht­lich eines Nachtrags zur Biehseuchenentschädigungssatzung wurde genehmigt.

Der Voranschlag des Meliorationsfonds erfor dert einen Zuschuß von 395 900 Mark gegenüber 388 500 M im Vorjahre.

.Besonders eingehend wurden die Voranschläge der drei Landes heilan st alten (Haina, Marburg und Merx- hausen) behandelt. Diese schließen ab in Einnahme und Ausgabe mit annähernd vier Millionen Reichsmark. Die Anstalten tragen sich selbst, abgesehen von dem allgemeinen Zuschuß des Bezirksverbandes als Landesfürsorgeverband von 597 050 Mark. Zur Zeit befinden sich in den drei An­stalten des Bezirksverbandes 2100 Geisteskranke gegen 1995 am 1. April 1929. Mit einer unbedeutenden Aenderung wurden die Voranschläge der sieben Landeskranken­häuser nach der Vorlage des Landrsausschusses angenom­men. Die Voranschläge schließen in Einnahme und Ausgabe mit 3 450 780 Mark ab und erfordern einen Unterhaltungs- zuschuß von 537 880 Mark, V; sich auf die vier Kranken­häuser Eschwege, Fulda, Hanau und Kassel verteilt. Dazu treten noch 48000 Mark "uWutz an die UniDerfitäts:1 klintken (Landeskra- ^m-s Marburg).

Hersfeld. In der gewerblichen Berufs­schule fand unter dem Vorsitz des Herrn Bürgermeisters die Einführung der neuberufenen hauptamtlichen Ge­werbeoberlehrer Gebhardt und Depenbrock statt. Beide Herren haben vor kurzem ihr allgemein und fach- wissenschastliches Studium am Staatlichen Berufs- pädagogischen Institut in Berlin mit gutem Erfolg be­endet. Direktor Christi ansen hieß die Herren im Namen des Lehrkörpers der Berufsschule willkommen und betonte, daß der Lehrberuf in der Berufsschule eine starke Persönlichkeit mit großer Opferbereitschaft und hervorragendem Wisfen und Können erfordere. Den scheidenden Mitgliedern des Lehrkörpers: Stadt­baumeister Frank, MöbeUechniker Bolz Jng. Grebe und Gewerbelehrer Hagedorn sprach er herzlichen Dank aus für die langjährige und verdienstvolle nebenamtliche Tätigkeit. Bürgermeister Wagner begrüßte mit freundlichen Worten die neuen Herren^und sprach den Scheidenden den wärmsten Dank der Stadt aus. Als Vertreter des Hersfelder Handwerks sprach Schneider­meister P o st. Sein Dank galt auch der treuen, pflicht­bewußten Arbeit der nebenamtlichen Herren. Mit seinem Gruß an die neuen Lehrer empfahl er frucht­bringende Zusammenarbeit mit dem Handwerk und den Berufs- uud Wirtjchaftsständen unserer Stadt.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Am Mittwoch kam es nochmals zu Aufheiterung, wobei die Temperaturen in Westdeutschland vielfach 20 Grad ü er- schritten, doch schon am Abend führte dann der Einbruch kühlerer Luft zu etwas gewitterartigem Niederschlag. Weiterer über Mitteleuropa anhaltender Barometerfall drängt das im Nordosten liegende Hoch noch weiter zurück, so daß bei uns vielfach wolkiges und voraus­sichtlich auch mehr zu Niederschlägen geneigtes Wetter wahrscheinlich wird. . Ein am Kanalausgang liegender

sich noch verstärkender Wirbel hat ein Regengebiet bereits bis Ostfrankreich vorgestoßen, es wird auch uns vor­aussichtlich bald erreichen. Dabei bleibt am Boden eine ziemlich kalte Ostströmung bestehen und die Negenfälle sind von nur mäßigem, aber anhaltendem Charakter. Vorhersage bis Samstag Abend: Nach Niederschlägen meist bedeckt, ziemlich kühl, östliche Winde.

Hersfeld. Der Haushaltsplan der Stadt Hersfeld, welcher vom 3. April ab im Rathaus zur Einsicht offen liegt, steht keine Steuererhöhungen vor. Gegenüber dem Vorjahre sind in dem Etat keine wesentlichen Aenderungen vorgenommen worden. Die nächste Stadtverordnetenversammlung wird sich mit der Be atung des Voranschlages näher beschäftigen.

Hersf ld. Die Arbeiten am Kurhaus schreiten rüstig vorwärts. Vor drei Wochen sind die Putzarbeiten an die Firmen Wölbing und Bolender vergeben worden. Augenblicklich wird von der Firma Heinrich Diebel die Heizungsanlage gelegt. Auch die Jnstallations- und Schreinerarbeiten wurden bereits vergeben. Die Licht- und Klingelleitung werden wohl auch in allernächster Zeit vergeben werden. Wenn daS Kurhaus zu dem vorgesehenen Termin fertig werden i soll, dann müssen die Arbeiten sehr beschleunigt werden. Bekanntlich soll mit der Einweihung das Reit- und Fahrturnier verbunden werden.

Hersfeld. Bei der am gestrigen Tage in Fulda stattgefundenen Gehilfinnenprüfung für das Putzmacherhandwerk hat Elisabeth Sauer, bei Firma A. Wassermann, die Prüfung mit dem Prädikat gut" abgelegt.

Marburg. In unmittelbarer Nähe der Gegend, wo vor etwa Jahresfrist ein größerer Brand wütete, entstand durch eine irrgegangene Leuchtkugel einer militärischen Uebung ein Brand. Ehe die Feuerwehr eintraf, hatten Soldaten und Bewohner des neuen Stadtteils Elsaßhausen die Gefahr beseitigt. Etwa ein Hektar Wald ist beschädigt worden.

Frankfurt a. M. Die Stadtverordnetenver­sammlung verabschiedete gestern nachmittag den Haus­haltsplan für 1930. Zur Deckung des Fehlbetrages für 1929 in Höhe von 4,8 Millionen RM. und zum Aus­gleich des neuen Haushalts wurden neben einigen Tarif­erhöhungen die Gewerbeertragssteuer um 50 auf 450 Millionen und die Grundvermögenssteuer um 25 auf 225 Millionen erhöht. Die Annahme dieser Steuersätze erfolgte gegen die Stimmen der Kommunisten und Nationalsozialisten. Alle übrigen Parteien stimmten dafür.

Wetzlar. Auf dem Motorrad vom Tode ereilt wurde auf der Landstraße zwischen Wetzlar und Ulm der Gastwirt Knetsch aus Holzhausen. Er erlitt plötzlich einen Herzschlag und stürzte tot von der in Fahrt be­findlichen Maschine.

Schötmar (Lippe). Ein tödlicher Motorradunfall ereignete sich hier dadurch, daß eine Dame einem Motor­radfahrer beim Passieren einer Kurve in die Fahrbahn tief. Um die Dame nicht zu überfahren, wollte der Fahrer ausweichen, stürzte dabei zu Boden und zog sich einen schweren Schädelbruch zu. Sein Mitfahrer erlitt so schwere Verletzungen, daß er auf der Stelle verstarb.

Nordhanseu. Der Obersekundaner Kurt Schütze setzte seinem Leben ein Ende, weil man ihm die Nicht- versetzung zu Ostern angekündigt hatte. Er öffnete in der Küche den Gashahn. Im Krankenhaus, wohin der Bewußtlose geschafft wurde, wurde sein Tod festgestellt.

Schwere Streifausldjreitnngen

Danziser Landarbeiter

Danzig, 3. April.

In Stutthof (Kr. Großwerder) kam es bei einer Ver- sammlung kommunistischer Landarbeiter, die sich seit dem 1. April im Streik befinden, zu schweren Ausschreitungen gegenüber Polizeibeamten. Ein Trupp von etw,. 60 Kom­munisten versuchte gewaltsam, auf einem benachbarten Gute arbeitswillige Landarbeiter von der Arbeit fernzuhalten. Als ihnen hierauf zwei berittene Schutzpolizisten entgegen- traten, riß die Menge einen der Beamten vom Pferde her­unter und verletzte ihn durch Stockhiebe schwer. Bon einer inzwischen herangekommenen Verstärkung der Schutzpolizei wurden dann die Teilnehmer des Umzuges auseinanderge­sprengt und 13 Mann sestgenommen. Bei der Verfolgung der Kommunisten durch die Schutzpolizei versuchten zwei Leute zu flüchten, und nahmen hierbei ihren Weg durch die Königsberger Weichsel. Während es dem einen gelang, schwimmend das andere Ufer zu erreichen, ertrank der andere in den Fluten.

Furchtbare Familieatrasd'die

Fünffacher Mord und Selbstmord eines Familienvaters Merkstein (Rheinland"), 3. April.

Hier wurde der erwerbslose 41jährige Knappschafts- invalide Franz Schimansky in seiner Wohnung tot aufge­sunden. Er hatte seinen 5 Kindern den Hals durchschnitten, seiner Frau schwere Kopfverletzungen beigebracht und ein weiteres Kind lebensgefährlich verletzt. Sich selbst hatte der Mann die Pulsadern geöffnet.

Schimansky war seit Jahren krank und erwerbslos. Dazu kam, daß er sich häufig betrank. Es kam in feiner Ehe zu schweren Zerwürfnissen, da die Unterstützungsbe- träge nicht zum Unterhalt der großen Familie ausreichten. Die grausige Tat beging Schimansky in angetrunkenem Zustand.

Gefängnis für ungetreuen Polar.

Glatz, 4. April. Das Erweiterte Schöffengericht verur­teilte den früheren Rechtsanwalt und Notar Dr. Walter T f ch a u n e r aus H a b e l s ch w e r d t, der sich in seiner Eigenschaft als Konkursverwalter der dortigen Flachsgarn­spinnerei Veruntreuungen in Höhe von 44 000 Mark sowie Unterschlagungen von Mandantengeldern in Höhe von 4000 bis 5000 Mark, hatte zuschulden kommen lassen, wegen Un­treue zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. _______