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^auönrir^aßäc^e^ u^mannüfsi^e^

Ist der Regenwurm ein Schädling? Der gemeine Regen­wurm (Lumbricus terrestris) gehört zur Klasse der Ringelwürmer. Er unterscheidet sich von mehreren ähnlichen Arten durch den nach vorn verdünnten, nach hinten abgeflachten Leib und die deutliche Querfalte an jedem Ring. Sehr häu­fig ist auch L. communis, nach vorn wenig verdünnt und hinten nicht abgeflacht sowie ohne Querfalten in den Ringen. Die auf der Unterseite des Körpers vor­handenen vier Paar kür­zeren, gebogenen Borsten dienen als Bewegungs- organe. Die schlängelnde Bewegung über der Erde wird nur durch die kräf­tige Hautmuskulätur be­wirkt. Die Fortpflanzung geschieht durch Eier, die einzeln oder zu mehreren von einer aus erhärtetem Schleim gebildeten Kapsel eingeschlossen sind. Die Meinung, der Regenwurm sei schädlich, ist irrig. Die Nahrung der Tiere besteht hauptsächlich aus verwe­senden Pflanzenteilen; sie halten sich daher zumeist da aus, wo ihnen solche zur Verfügung stehen. Fn Böden mit reichlichem Humusgehalt finden wir die Regenwürmer deshalb

Ein Igel lOpletzl

am häufigsten. In solchen Böden wird es kau- vorkommen, daß sie sich an jungen Pflanzen vergreifen. Keine Gemüsepflanze wird von den Regenwürmern angefressen. Die Übeltäter dürften vielmehr die Nackt- schnecken sein, die zu bekämpfen sind. Die Regenwürmer zu vernichten, weil sie ab und zu einmal ein Pflänzchen in die Erde ziehen, ist verkehrt. Diese Beobachtung ist vielmehr ein Fingerzeig, daß dem Boden Humus zugeführt werden muß. Je reichlicher das geschieht, um so ertragreicher

Silbenrätsel

a — bach — bus —■ cö — der — des — di — e — ei — ei — fall — gans — in — ka — kaul — ko — laus — le — li — li — lo — log —■ lum — ma — mi — na — ne — ne — nen — ni ■— o — o — os — pe —- pe — rapp —- ser -— ta — ve — vi — was

Die vorstehenden 41 Silben sind zu 13 Wörtern zu vereinigen, welche bezeichnen: 1. sprichwörtliche Redensart, 2. nordamerilan. Freistaat, 3. genialer Maler, 4. Nord. Seevogel, 5. Musikinstrument, 6. Morgenland. Nation, 7. männlicher Vorname, 8. General des I. franz. Kaisetreichs, g. wohlriechen­des Harz, 10. altgriech. Helddngattin, I I. Verzeich­nis, 12. Ölfrucht, 13. Naturschauspiel.

Sind alle Wörter richtig gefunden, so ergeben von oben nach unten die Endbuchstaben ein deutsch- mittelalterliches Rechtsbuch, die Anfangsbuchstaben seinen Verfasser.

Buchstabenversteck

aaaaaalll

Richtig verteilt ergeben obige Buchstaben 3 Worte, die wag- und senkrecht gelesen gleich­lauten und auch verkehrt ge­lesen werden können: deren Bedeutung: 1. Wiener Vor­

ort, 2. italienische Stadt, 3. Fischart.

Verfehlte Spekulation

Ein junger Arzt bat, um seine Praxis vorteilhaft zu eröffnen, seine Verwandten, einige Male sein Sprechzimmer auszu- füllen. Als erster wirklicher Patient taucht ein Landmann auf. Als der aber die An­wesenden sieht, sagt er kopfschüttelnd: „Nein, hier ist's mir zu voll" — und ver­schwindet.

^Am^tf-ünd tldi&eHEcke

Durchgeschlüpft

Du scheinst dich gebessert zu haben," sagte der Pfarrer zu einem Neger. „Hast du diese Woche kein Huhn ge­stohlen?" — „Nein". — „Auch keine Gans?" — „Nein." — Zufrieden entfernte sich der Pfarrer, während der Neger, erleichtert aufatmend, murmelte: „Gott sei Dank, daß er nicht nach den Enten gefragt hat." — —

wird das Land. Zu einer guten Durchlüftung und Zersetzung der in den Boden gebrachten Nährstoffe, Stalldünger u. a., ist der Regen­wurm ein getreuer Helfer. Die Tiere durchziehen nach allen Richtungen den Boden mit ihren Gängen und ermöglichen durch den reicheren Zutritt des Sauerstoffes der Luft eine schnellere Zersetzung der organischen Stoffe im Boden und eine vollkommene Lockerung und Lüftung.

Tritt der Regenwurm in Töpfen auf, so ist das nicht nur unangenehm, sondern auch schädlich für die Pflan­zen, deren Wurzeln er lockert; auch stört er das Feuchtigkeitsverhältnis des Erdreichs. Zur Beseitigung der Würmer aus den Töpfen hat sich das Gießen mit einer Abkochung von Nußblättern bewährt. Senkt man Töpfe in den Boden, so bediene man sich eines Locheisens. Der unter dem Topf entstehene Hohlraum verhindert das Einkriechen von Regen- und anderen Würmern. Aus dem gleichen Grunde stelle man mit Pflanzen besetzte Töpfe im Freien niemals auf den bloßen Boden, sondern immer auf Brett-, Schiefer-oder Zie­

gelstücke. Treten Regenwürmer im Freien in größerer Anzahl auf, so lese man sie fleißig auf (vorzügliches Hühnerfutter). Damit ver­anlaßt man häufig zugleich auch den Abzug des Maulwurfs, dessen hauptsächlichste Nahrung der Regenwurm bildet. Wird Erde zu Tops­kulturen durch das Skeb oder einen Durchwurf geworfen, so mache man es sich und anderen zur Pflicht, alle Regenwürmer zu sammeln, damit sie nicht erst in die Töpfe kommen können. K.

Ausfüllrätsel

b

Die Wörter Bevölkerung, Chinasilber, Chormeister, Gra­natapfel, Hirschkäfer, Mineralogie, Schäferhund, Segelschiff, Sparsamkeit, Trommelfell, Wappenkunde sind buchstaben­weise so in die leeren Felder des Quadrates einzustellen, batz die Buchstaben der Diagonale a bis b einen Dämon nennen, dem leider viele verfallen sind. Hans v. d. Mutz.

Auflösungen:

Pyramidenrätsel:

1. Sahara, 2. Wal, 3. Rahat, 4. Abraham, 5. Samar- kand, 6. Maharadscha.

Verantwortlicher Schriftleiter: Ernst Pfeiffer Offsetrotationsdruck und Verlag: G rein er L Pfe is sei in Stuttgart.

illustriertes

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Beilage zum »MMeMt Tageblatt (MMM)

1^0

> (8. Fortsetzung)

ndlich bewegte ihn die Frage: ob er nicht aus irgend­eine Weise mit Bauermann sich aussöhnen könne? Seit Jahren hatte er nicht bei ihm mahlen lassen, weil er den alten Piek auf ihn hatte. Er sann nach, wie das zu machen sei, ohne daß es Aufsehen errege.

Zuletzt kam er darauf hinaus, wenn Ammi zurückkehre und er ihrem Umgänge mit Stoffel nichts in den Weg lege, werde das sich unter der Hand geben. Und so ver­härtet war Bender auch nicht, daß er nicht längst sein rauhes Wesen gegen Ammi bereut hätte. Als er darum mit seinen Überlegungen so weit war, tat es ihm im Herzen wohl, dem Gedanken Raum geben zu können, sein einziges Kind wieder um sich zu haben. War's doch schier dreiviertel Fahre, daß er Ammi nicht mehr gesehen hatte l Und wie oft hatte er das Be­dürfnis gefühlt! — Aber — ein Gedanke, der mit diesem Aber durch seine Seele fuhr, erschreckte ihn. Er kannte Ammi und ihre Festigkeit. Würde sie kommen, wenn er es ihr sagen ließe? — Lange saß er in tiefem Sinnen; dann stand er auf, er hatte den Ausweg gefunden. Zu der alten Goth wollte er morgen gehen; die mußte in die Stadt und alles ausgleichen. Dann wollte er den Wagen anspannen und Ammi selber holen. Hatte sich ja doch, seit Hannjost in seinen Briefen sich wieder an Lenen gewendet, auch sein Verhältnis zu Ammi geändert, und ohne Furcht, daß man ihn hänsle, konnte er die Hand zum Frieden reichen.

Glücklicher als seit langer Zeit kehrte Bender heim. Sanfter und ruhiger hatte er seit jenem Hochzeitstage nicht geschla­fen. Als er am andern Mor­gen aufstand, war es ihm so wohl, so leicht imHerzen,daß er hätte singen und pfeifen können. Alles Bittere, was erbeimMaire gehört, war verschwunden,

Frühlingsboten im

und leichten Herzens ging er beizeiten zu Ammis Goth hinüber nach dem nächsten Dorf.

Unfern desselben begegnete ihm der alte Pfarrer, der viele Jahre lang sein Seelsorger gewesen war und auf den die Gemeinde noch ungemein viel hielt. Dem alten Geistlichen konnte nichts erwünschter kommen, als daß er Bender einmal traf. Er hatte ihm so vieles zu sagen, daß er kaum wußte, wo er beginnen sollte. Dem Bender war's nicht recht geheuer, denn er wußte, der alte Pfarrer war, wenn er auch den Napoleon und die Franzosen nicht leiden konnte, doch des Maires Freund und verkehrte viel mit ihm. Hätte er ahnen können, daß vieles von dem, was der Maire so ganz arglos hin- geworfen in der gestrigen Unterredung, mit dem Pfarrer ver­abredet war, er würde jetzt aus den Eisen geschlagen haben; aber darüber lag der Schleier des Geheimnisses, und nie hob ihn eine Hand.

Nach dem herzlichen gegenseitigen Gruße fragte der Pfarrer, wohin er wolle, und Bender sagte es offen. — Mit großer Freude nahm der Pfarrer dies freimütige Geständnis auf. Er sagte ihm, wie oft schon die gute Ammi ihm weinend geklagt, daß ihr Vater so unversöhnlich sei, nicht nach ihr frage und ihr kein Vaterherz zeige.

„Bedenkt", sagte er ernst, „daß der ungerechte Fluch auf Euer Haupt zurückfällt! Ammi hat Euch vor einem schweren Unrecht be­wahrt; sie war in ihrem Rech­te, nicht Ihr. Und nun ver­stoßt Ihr das gute Kind, das mit so treuer Liebe an Euch hängt und sich in Gram und Heimweh ver­zehrt. Ihr kommt in die Stadt und be­sucht sie nicht. Bender, Ben­der! gedenkt Ihr nicht an des Herrn Gleichnis vom verlorenen

Sohn? Und Ammi ist kein verlorenes

Kind, und Ihr wolltdochnicht vergeben? — Ihr betet alle

irge

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