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Am das 700 Mikionen-DeWt

Berlin, 7. Februar

Die angekündigte Besprechung zwischen Reichsregierung und den Führern der Regierungsparteien begann am $ r ei- lag vormittag 11 Uhr. Reichsfinanzminister Dr. 2R o l- denhauer informierte die Finanzsachverständigen der Fraktionen über die neuen Etat- und Steuerpläne der Re­gierung. Es waren von den Fraktionen erschienen: die Abg. Breitscheid. Keil und Hertz von der SPD., die Abg. Esser und B r ü n i n g vom Zentrum und S ch o l z. Zapf und L r e m er von der Deutschen Volksparkei. Die Demokraten waren vertreten durch Dr. Koch - Weser, Dr. R e i n h o l d und Meyer, die Bayerische Volkspar- tei durch den Prälaten Dr. L e i ch t.

Ueber die Besprechung erfahren wir, daß sich die Aus­sprache in der Hauptsache um die Forderung des Zentrums drehte, noch vor der Verabschiedung der Voung-Gesetze die Grundzüge des Neuen Etats k l a r zu st e l l e n. Ueber die verschiedenen Vorschläge des Reichsfinanzministers wurden dabei die mannigfaltigsten Bedenken zur Geltung gebracht, ohne daß es aber zu einer Festlegung kam

Was das zu tilgende 700 Millionen-Defizit des Reichs­etats für 1930 anbelangt, so hofft man, an Steuererhö­hungen insgesamt 370 Millionen Mark hereinbringen zu können und zwar aus der Erhöhung der B i e r st e u e r 180 Millionen und aus der Umsatzsteuererhöhung 190 Millionen Nachdem am Donnerstag die Frage der doppelten Biersteuererhöhung im Falle der Ablehnung der Umsatzsteuererhöhung bereits als erledigt galt, stand sie am Freitag wieder im Vordergründe. Sollte die doppelte Bier­steuererhöhung Gesetz werden, dann brauchte man nur durch Wiedereinführung der Weinsteuer und Erhöhung des Kaffee- und T e e z o l l e s einen Betrag von 10 Millionen Mark hereinzubringen. Was die Arbeitslosenver­sicherung anbelangt, so sollen durch die Kredite der In­validen- und Angestelltenversicherung insgesamt 230 Milli­onen abgedeckt werden Die Aussichten für eine Zustimmung der Sozialdemokraten und der Gewerkschaften aller Rich­tungen hierzu scheinen sich etwas gebessert zu haben. Die Drosselung der Ausgaben beim Wehr-, Ver­kehrs- und Arbeitsetat dürfte 100 Millionen ergeben.

Nachdem das Reichskabinett von der Stellung der Parteiführer und Fraktionen Kenntnis erlangt hatte, trat es nachmittags wieder zusammen, um die Lage zu erörtern.

In der kommenden Woche wird die Reichsregierung die einzelnen Etats beraten. Die Finanzminister der Län­der werden am kommenden Freitag in Berlin mit dem Reichsfinanzminister Zusammentreffen.

(Wmoertrog zwischen Oesterreich und Italien?

Angeblich Anschlußverzicht und Verzicht auf Südtirol

Berlin, 8. Februar. (Eig. Meldg.)

In Berliner politischen Kreisen hat am Freitag die Ver­öffentlichung eines Berliner Mittagsblattes großes Ausehen erregt. Das Blatt glaubt, von durchaus vertrauens­würdiger Seite aus Rom die konkreten und nicht zur Ver­öffentlichung bestimmten Bedingungen des zwischen Oesterreich und Italien vereinbarten sogenannten r e u ifti J il) u f THU nviugt vmttl^u^n a» tgTm; feie, wenn die Veröffentlichung zutreffen würde, allerdings ge­eignet wären, Oesterreich zu einem italienischen V a - s a l l e n st a a t e, ja zu einer italienischen Kolonie zu machen.

Die österreichische Regierung soll angeblich für immer nud endgültig auf alle ehemaligen österreichischen und nach dem Kriege an Italien abgetretenen Gebietsteile verzichtet haben, d. h also auf Südtirol Ferner soll Oesterreich einen Anschlußverzicht ausgesprochen haben und die Verpflichtung eingegangen sein. Die italienische Außenpolitik in allen Fragen und bei jeder Gelegenheit den Wünschen Italiens entsprechend zu sekundieren. Der Vertrag soll auch eine geheime Militärkonvention enthalten, derzu- folge Oesterreich seine gesamte gegenwärtige und zu­künftige W e h r m a cht Italien zur Verfügung stellt '

Die Gegenleistungen Italiens sollen in erheb­lichen Geld- und W a s f e n j u b v e n 1 i o n e n bestehen

und in der Unterstützung der österreichischen Interessen in der internationalen Politik U. a will Italien der öster­reichischen Regierung auch seine gu'm Dienste für die Be­gleichung der österreichisch-ungarischen Divergenzen bezüg­lich des Burgenlandes zur Verfügung stellen und schließ­lich noch die Vermittlung eines österreichisch-un­garischen Militärbündnisses übernehmen.

Das Blatt betont ausdrücklich, auch auf die Gefahr eines Dementis hin, die Behauptungen über den Inhalt der öfter- reichifch-italienifchen Geheimvertrages aufrechterhalten zu müssen.

Auf unsere Erkundigungen bei der Berliner öster­reichischen Gejandfchast hin wurde uns versichert, daß die lganze Veröffentlichung von A bis Z erfunden sei und daß die Einzelheiten des angeblichen Geheimabkommens so lächerlich feien, daß man darüber zur Tagesordnung über­gehen könnte, wenn sie nicht dazu beitragen müßten, das Ansehen Oesterreichs und seiner Regierung im Auslande zu schädigen. 3n Wien seien nur Verhandlungen über einen Schieds- und Freundfchaflsverirag eführl worden. Dieser Vertrag würde, wie bereits bekannt, am nächsten Mittwoch gleichzeitig in den beiden Hauptstädten veröffentlicht werden. Niemals sei bei dem römischen Aufenthalt Schobers der Ge­danke auch nur erwogen worden, in einem Annex zu dem Schieds- und Freundschaftsverlrage irgendwelche Geheim- abreden zu treffen.

Sie SentMenoerfolgnngen in Solen

Warschau, 7. Februar.

Das deutsche Mitglied der Sejmfraktion, Dr. Spitzer, sprach bei der Beratung des Budgets des Justizministeri­ums über die Verfolgungen, denen das Deutschtum in Po­len seitens der polnischen Justiz ausgesetzt ist. Das ganze verflossene Jahrzehnt über habe die Regierung versucht, die von deutscher Seite geleistete kulturelle Arbeit durch An­klage der Vertreter der deutschen Minderheit wegen staats­feindlicher Tätigkeit herabzusetzen. Dieser Kampf gegen die deutsche Minderheit werde niemals den erhofften Erfolg haben.

Der deutsche Abg. von Sänger sprach zum Budget des Agrareformministeriums und wies darauf hin, daß die Agrarreform in Posen und Pommerellen den deutschen Grundbesitz weit stärker treffe als den polnischen In den letzten vier Jahren waren in diesem Gebiet 75 Prozent des enteigneten Besitzes deutscher Besitz, obwohl der deutsche Großgrundbesitz in Posen-Pommerellen nur 30 Prozent des Landes innehabe. Und das trotz Verfassung und Minder- heitenschutzvertrag!

Zum Budget des Unterrichtsministeriums erklärte der deutsche Sejmabgeordnete U 1 t a , seit Errichtung des pol­nischen Staates seien in Kongreßpolen allein über vierhun­dert deutsche Volksschulen geschlossen worden. Der Zustand im deutschen Minderheitsschulwesen sei unerträglich gewor­den. Die Schulbehörde widersetze sich den Vorschriften der Verfassung, und die deutsche Bevölkerung suche vergebens bei der Regierung Berücksichtigung ihrer berechtigten For­derungen. Die Lage verschlechtere sich von Tag zu Tag. ^

Von gestern bis heute

Lehrstätten für Erwerbslose

Erwerbslosen wollen in Halle gemeinsam die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung, der Hallesche Arbeitgeber-Verband und der Magistrat machen. Sie wollen Lehrstätten einrich­ten, in denen Erwerbslose für bestimmte technische Berufe, für die die Industrie nur schwer geschulte Arbeiter be­kommt, ausgebüdet werden. Die Mittel dazu geben die Reichsanstalt- Arbeitsvermittlung und der Arbeitgeber-' Verband. Der Magistrat fuür die Unterrichtsräume.

Das Zugunglück uef der Strecke passauWien

Der bei dem Exptosionsunglück auf der Lokomotive des D-Zuges PassauWien schwerverletzte Lokomotiv­führer Janowfky ist gestorben. Wie gemeldet, war es Ianowsky trotz seiner Verletzungen gelungen, den Schnellzug zum Stehen zu bringen und dadurch eine Kata­strophe zu verhindern.

Berlin nicht überschuldet

Berlin öffnet feine Bücher vor dem Slarek-Ausschuß

Berlin, 7. Februar.

Im Sklarek-Untersuchungsausschuß des preußischen Landtags gab der stellvertretende Stadtkämmerer, Syndikus Lange, am Freitag eine bis ins Einzelne gehende Auskunft über die Finanzlage Der Stadt Berlin Er er­innerte daran, daß Berlin nicht etwa erst jetzt in Schulden geraten fei, sondern schon 1913 eine Anleiheschuld von 1,23 Milliarden hatte. Daraus entstand nach der Inflation eine Aufwertungsschuld von 126,9 Millionen. N e u e feste Schulden seit der Inflation habe Berlin in Höhe von 809 Millionen. 544,18 Millionen hiervon entfielen auf zwangsläufige Ausgaben für die Elektrizitäts- werke, den Wohnungsbau und die Untergrundbahnbauten. Die Verkehrsbetriebe, vor allem die Untergrundbahn, be­deuten eine enorme Belastung für die Stadt. Berlin habe auch die Schnellbahnen von der AEG. in der Inflationszeit erst übernommen, als die frühere Eigentümerin mit der Liquidierung drohte. Wie man Berlin die Aufnahme von Ausländsanleihen erschwert habe, ergebe sich aus einem Falle, in dem für eine 60-Millionen-Anleihe Berlin an München, Breslau und Köln zusammen 25 Millionen Mark Darlehen geben mußte, damit diese Städte ihre Anleihe­wünsche zurückstellten Breslau habe die damals gegebenen 7,9 Millionen bisher noch nicht zurückgezahlt. Wenn man noch die kurzfristigen Kredite hinzuzähle, könne man Ber­lins Verschuldung nach dem Stande vom 1. Januar 1930 mit 1,24 Milliarden bemessen. An Vermögenswerten aus Grundstücken, Beteiligungen usw. seien 2,64 Milliarden vor­handen. Zwar seien wesentliche Teile dieses Vermögens kommunal gebunden und nicht realisierbar. Aber als ge­waltiges Aktivum bleibe die Steuer! aft der Bevölkerung. Wenn die Verkehrsgesellschaften ihre Verpflichtungen ge­genüber der Stadt Hütten erfüllen können, wäre Berlin trotz des Defizits von 70 Millionen im Nachtragsetat 1929 nicht in Schwierigkeiten gekommen.

Mnsfaü der patla Abende

Berlin, 7. Februar.

Der Reichspräsident hat sich im Hinblick auf die un­günstige wirtschaftliche Lage entschlossen, die üblichen parla­mentarischen Abende in diesem Jahre ausfallen zu lassen und den hierdurch ersparten Betrag der Hindenburg-Spende zur Linuderung der Not unter den Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten zu überweisen.

Auch die Reichsregierung hat einen entsprechenden Be­schluß gefaßt und den ersparten Betrag der Stadt Berlin zur Speisung bedürftiger Schulkinder zur Verfügung ge­stellt. Desgleichen hat der Reichspräsident unter Verzicht auf die parlamentarischen Bierabende die sich ergebenden Er­sparnisse einer Wohlfahrtseinrichtung zur Linderung der Notlage der langfristigen Arbeitslosen im Osten des Reichs überwiesen.

Die Selbstbezichtigungen im Fall Meutzbörfer

Was bezweckten Schuberth und Popp?

Nürnberg, 8. Februar. Zum Fall M e u ß d ö r f e r wird noch bekannt: Als die Schwester Schuberths ihren Bruder im Gefängnis besuchte und ihm mitteilte, daß seine -Frau keinen Pfennig bekommen habe)« brach er in Tränen aus. Auf weiteres Zureden sagte Schuberth.

er wolle die Wahrheit sagen.

»Alles, was ich Schiffner sagte, war erlogen. Ich war nicht in der Villa, ich war an jenem Abend überhaupt nicht aus dem Hause."

P o p p hat ohne Kenntnis von Schuberths Widerrruf fein Geständnis, daß er in der Nacht vom 4. zum 5. Dezem­ber mit Schuberth in die Villa Meußdörfers eingedrunqen fei, widerrufen.

Es besteht auch die Möglichkeit, daß Schuberth sich des­halb selbst beschuldigte, um Geld für eine Erfindung im Flugwesen in die Hand zu bekommen. Oberkommissar Schiffner erklärte hierzu, wenn seine Vorgesetzte Behörde auf dem Schweigegebot bestehe, werde er dieser Vorschrift pflichtgemäß nachkommen. Würde er aber wieder offen reden, so werde er die Sache so darlegen, wie sie sich in Wirk­lichkeit verhalten habe.

1 Das vertauschte Ich

Roman von Hermann Hilgendorff^

Copyright by Greiner&Co., Berlin NW6 i

. Nachdruck verboten |

S. Fortsetzung. ;

'Er hatte die Augen eines . .. Mörders!" stöhnte der Verkäufer. Dann ging er mit eingeknickten Knien an einen Schränk und holte eine Flasche hervor. Black u. White, Whisky stand auf der Flasche.

Er trank ein halbes Wasserglas unvermischt und fühlte sich dann erst wohler.

Zwölf Schläge der Uhr fielen hallend in das Dunkel einer sternenlosen Nacht. Kaum ein dunkler Schatten in der Dunkelheit war der Mann, der sich bei diesen Schlägen von einer einsamen Bank im Park erhob.

Er ging durch den Park und bog in eine breite Villenstraße ein.

Zögernd stand er einige Sekunden vor der Garten­tür einer großen, pompösen Villa.

Starr sah er auf ein einziges erleuchtetes Fenster, das ihn höhnisch und lauernd zu beobachten schien.

Fast wie damals . . . Nur damals war sie bei ihm . . sie, fiel

Zum ersten Male kam ein Stöhnen zwischen den harten und festen Leppen hervor.Sie ist tot!" sagte er leise und strich mit der Hand über seine Stirn, als müsse er ein quälendes und beunruhigendes Bild vor seinen Augen hinwegwischen.

Er öffnete die Tür und ohne das geringste Gefühl einer Angst ließ er die Gartentür laut hinter sich zu- fallen.

Er schritt über Fliesen, ohne den hallenden Schritt zu dämpfen. ! - v

Es war auch gleichgültig. ' i '

Heute würde er sein Ziel erreichen...! Heute! Heute! , ;

Danach kam das Nichts! Auch für ihn . . .

! Was sollte er auch in einer Welt, die leer für ihn war.

Leer . . . ohne Liebe. . .

Sogar leer . . . von Haß!

Aber er hatte noch nicht die Haustür erreicht, als sie aufgerissen wurde. Ein Mann stürzte heraus. Er rannte Paul Lestmann über den Haufen. Als er sah, daß er jemand angerannt hatte, stieß er einen fast tier- haften Schrei aus. Er taumelte .. . schlug sich an die Stirn. . .

Dann raste er weiter... auf die Straße . . . Lest­mann hörte die laufenden Schritte. Schritte waren für Lestmann eine Sprache, die er im Gefängnis erlebt hatte.

Diese Schritte sprachen von einem namenlosen Ent­setzen.

Oben klirrte ein Fenster. Es wurde aufgerissen. . .

Es war das erleuchtete Fenster, und es war Lest­mann, als öffne sich ein häßliches, geiferndes Maul eines Tieres.

Am geöffneten Fenster stand . .. Adolf Tornheim, der Millionär.

Er. . . Der Mann, den Paul Lestmann zum Tode verurteilt hatte. Er sah Paul Lestmann im Garten stehen. Er erschrak, Lestmann sah im Licht der vielflammigen Krone, daß sein Gesicht sich verzerrte. ; ^

In Angst! In wahnsinniger Angst...-Q

Dieser Mann sah seinem Schicksal ins Auge...

Aber würde er nicht wieder diesmal seinem Schick­sal entgehen?

Me Erde drehte sich in wilden Speisen um Lestmann. Blutige Schleier liefen über Lestmanns Augen. Sein Herz hämmerte wild. Alles schwankte . . . Aber dann fühlte er die Kälte des Revolverschastes in der Hand.

Diese Kälte glitt auf ihn über. Erfüllte ihn . . .

Machte ihn kalt, hart... gab ihm den tödlichen Gleichmut des wandelnden Todes. Lestmann sah noch, wie Tornheim das Fenster zuwars. Klirrend. . . Rück­sichtslos.

Ein breiter Lichtstreif fiel aus der Haustür in den Garten. Der Mann mit dem tierhaften Schrei hatte sie offen gelassen.

Mit einigen Sätzen war Lestmann an der Tür. 1

Gott sei Dank! Tornheim sollte mir nicht ent­gehen . . .! Gott muß es selbst wollen!" keuchte Lest­mann und raste die Treppen der Villa zur ersten Etage hinauf.

Niemand trat ihm entgegen. : Z .

Wo war Jean, Tornheims Diener?

Gleichgültig! Wenn schon. . .! Lestmann kannte die Kraft seiner Faust. Sie würde für Jean genügen.

Aber nirgends war eine Spur von Jean.

Einen Augenblick stockte Lestmanns Fuß. Es war ihm, als höre er aus einem Raum ein wimmerndes Stöhnen herauskommen. Das Stöhnen einer Frau . . .

Aber ein furchtbares Fluchen erstickte das Stöhnen. Dann ein Schmerzensschrei? Oder war es ein Schrei der Angst?

Sicher ein Schrei des Entsetzens! - 1 "

Tornheim hörte den Tod heranrasen . . . Lestmann sah hinter der Glastür, die in Tornheims Arbeitszimmer führte, Tornheims Schatten drohend aufwachsen. Er sah seine mächtigen Schultern. Er sah auf dem kurzen stier­nackigen Hals den viereckigen Schädel des Millionärs sitzen . . .

Aber er sah auch in Tornheims Hand. . . drohend den Revolver!

Tornheim stand lauernd hinter der Tür.

Er erwartete den Feind. . .

- Narr! Er wußte nichts von dem verräterischen Schat­ten, den er gegen das Glas warf.

Narr! Er wußte nicht, daß Gott selbst gegen ihn war.

Ruhig hob Lestmann die Hand . . .

Sie zitterte nicht . . . Lautlos war die Stille! Nur Lestmanns Herzschlag hämmerte hinein. Wie Schläge aus Metall!

Hatten diese Herzschläge Lestmann verraten?

Ehe Lestmann den Stecher der Waffe berühren konnte, war der Schatten an der Tür verschwunden.

Lestmann erstarrte. Er stand einen Augenblick wie eine Bildsäule.

War das Schicksal. gegen ihn? Wollte es sich zum zweitenmal gegen ihn wenden . . . ?

l (Fortsetzung folgt.)