politische Rundschau
Deutsches Reich
Ostmarkvertrcler beim Reichspräsidenten.
Der Reichspräsident empfing Donnerstag zur Überreichung einer gemeinsamen Denkschrift über die Not der preußischen Ostprovinzen und zu näheren Darlegungen über den Inhalt dieser Denkschrift den Landeshauptmann der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen, Dr. Caspari, den Landesdirektor der Provinz Brandenburg, von Winterfeldt-Menkin, und den Landeshauptmann der Provinz Niederschlesien, Dr. von Thür.
Bayern gegen deutsch-finnischen Handelsvertrag.
In München nahm der sog. „Grüne Ausschuß" des Bayerischen Landtages Stellung gegen den deutsch-finnischen Handelsvertrag. In dem Antrag bzw. in seinem Zusatzabkommen, geltend bis 1. Oktober 1935, sieht der Grüne Ausschuß eine schwere Bedrohung der bayerischen Milchwirtschaft. Er ersucht die bayerische Staatsregierung, mit Entschiedenheit gegen die Verabschiedung dieses Handelsabkommens bei der Reichsregierung vorstellig zu werden. — Bei einer Massenkundgebung der Allgäuer Milchwirtschaft hielt der bayerische Staatsminister Dr. F e h r eine Rede, in der er den deutsch-finnischen Handelsvertrag ebenfalls scharf kritisierte.
Tumulte zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten.
In Hann. -Münden hielten Nationalsozialisten. eine Versammlung ab. Dabei kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, wobei 15 bis 20 Personen verletzt wurden, davon zwei lebensgefährlich. Eine Anzahl von Personen wurde verhaftet. Die Schuld an den Ereignissen schieben beide Parteien sich gegenseitig zu. — Zu schweren Ausschreitungen kam es auch zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten in Berlin-Moabit. Anlaß war gleichfalls eine nationalsozialistische Versammlung, zu derenBesuchern vielleicht zur Hälfte Kommunisten gehörten. Es entstand, eine grimmige Schlägerei, so daß die Polizei eingreifen müßte. Ein Polizeibeamter - erhielt einen schweren Messerstich, vierzehn Zivilisten wurden verletzt. Zwölf Beteiligte wurden verhaftet.
Jugoslawien.
Denkmal für den Mörder Franz Ferdinands.
Am 2. Februar wird in Serajewo ein unter Begünstigung durch die Regierung erbautes Denkmal für Gavrilo Princip, den bosnischen Studenten, der am 28. Juni 1914 die verhängnisvollen Schüsse gegen Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich abgegeben hat, enthüllt werden. Das Serajewoer Attentat gab seinerzeit das Signal für den Ausbruch des Weltkrieges. Das Denkmal wird an der Stelle des Attentats errichtet.
Bus In- und Busland
Berlin. Der Reichsbund der Jungdemokraten hat Friedrich Payer wegen seiner Abkehr von der demokratischen Koalitionspolitik in Württemberg zum Ehrenmitglied ernannt.
Madrid. Im Gebäude der medizinischen Fakultät der Madrider Universität kam es zu Demonstrationen gegen die Diktatur. Als die Polizei anrückte, schlössen die Studenten die Tore und hißten die rote Fahne. Der Polizei gelang es, einzndringen und das Gebäude von den Studenten zu säubern. ____________
Die Werkstatt der Dollarfalscher.
Die falschen Noten wahrscheinlich in Amerika hergestellt.
Die Polizei glaubt vermuten zu können, daß sich die Werkstatt der Dollarfälscher auf amerikanischem Boden befindet. Wie das Schatzamt der Vereinigten Staaten mitteilt, waren ihm die Fälschungen bereits im Jahre 1928 bekannt. Die Noten tauchten damals zuerst bet amerikanischen Banken auf, aber nur bei denen, die mit europäischen Ländern in Verbindung stehen. Das Hauptabsatz- gebiet der Fälscher lag in letzter Zeit offensichtlich in Deutschland. In Leipzig sind in diesen Tagen ebenfalls Fälschungen aufgetaucht und angehalten worden. Die Tätigkeit der Fälscher dürfte jedoch jetzt durch die Veröffentlichungen und Beschreibungen der gefälschten Scheine lahmgelegt sein.'
Kommunistischer Oberbürgermeister für Groß-Golingen.
?M der Solinger Stadtverordnetenversammlung wurde ommunistische Stadtverordnete Weber mit den Stimmen der Konimunisten und Sozialdemokraten zum Oberbürgermeister von Groß-Solingen gewählt. Die Sozialdemokraten erklärten, sie hätten für den kommunistischen Kandidaten gestimmt, weil es nicht sein dürfe, daß die bestehende Linksmehrheit durch die bürgerliche Minderheit majorisiert werde.
Riesenbran- in einem polnischen Büffett wert.
Wie aus Kattowitz gemeldet wird, vernichtete auf der Paulshütte ein Großfeuer die Werköfen und die technischen Bureaus vollständig. Vierzehn Wehren waren am Brandort tätig. Die Löscharbeiten gestalteten sich infolge Wassermangels sehr schwierig. Der Schaden wird auf 300 000 Zloty geschätzt.
Die Butobuskaiastrophe von Eleveland.
Furchtbare Einzelheiten.
Zu dem furchtbaren Autobusunglück von Bevea bei Cle- Veland, bet dem zehn Schulkinder den Tod fanden, wird noch weiter gemeldet, daß der Autobus mit insgesamt 23 Kindern besetzt war. Der Autobus befand sich gerade aus der Mitte des Bahndamms, als er von einem Zug erfaßt und völlig zertrümmert wurde. Die Schmerzensschreie der Verletzten und Sterbenden erhöhten den Schrecken des furchtbaren Unglücks. Das Personal des Unglückszuges beteiligte sich im Verein mit den Bewohnern der in Nähe befindlichen Farmen an dem Rettungswerk.
Auffindung des vermißten französischen Flugzeuges.
Zwei Insassen als Leichen geborgen.
Nach einer Meldung aus Paris bestes nunmehr Gewißheit über das Schicksal des Verkehrsflugzeuges, das am Sonntag abend in Amiens ausgestiegen war, um vier Zuschauer eines Fußballwettkampfes nach Le Havre zu bringen. Es wurde nördlich von Dieppe an der Küst» zerschellt aufgefunden. Neben den Trümmern des Apparates fand man zwei der Insassen t o t auf. Die Leichen der übrigen Insassen dürften wahrscheinlich von der Brandung fortgespült worden fern. Man nimmt an, daß das Flugzeug im Nebel gegen einen Felsen geflogen ist, zerschellte und ins Meer stürzte.
Aus der Heimat.
Für diele Rubrik sind Mitteilungen lokalen Sntereiies aus dem delerkreils stets erwünscht und ©erden auf Vunlck bezahlt.
Die Tage werden länger.
' Mit jedem Morgen, der jetzt wird, rücken wir dem F r ü h l i n g ein Stückchen näher. Das ist natürlich eine ganz banale Feststellung, denn wir kommen ja auch schon um November und Dezember immer näher an den Frühling heran. Aber das ist denn doch etwas anderes. Es wird niemand elnfallen, bei Beginn des Winters jubelnd auszurufen: „Nun ist bald der Lenz fällig!", aber jetzt, wo der Januar zur Neige geht, kann man solches ganz gut wagen, ohne sich vor den Mitmenschen lächerlich zu machen. Zumal in einem ^anuar, der bis dato weder Eis noch Schnee gebracht hat, wenigstens nicht in so ausreichendem Maße und so durchgängig und allenthalben, daß man darüber viele Worte zu verlieren hatte Aber selbst, wenn nunmehro eine dicke glasige Eisschicht und ein ellenhoher Schneeberg auf den Straßen und in der übrigen Natur läge — die ganz bestimmte Hoffnung auf den anrucken- den Lenz würde darum in uns auch nicht um einen Deut geringer werden. Was uns so sicher macht? Aber merkt ihr denn nicht, daß die Tage von Tag zu Tag wieder langer werden, zwar immer nur ein bißchen, aber doch schon reichlich genug, um uns auf Frühlingssonne vorzubereiten? Wieviel Minuten es täglich sind und mit welcher mathematisch oder astronomisch zu errechnenden Geschwindigkeit wir alle vierundzwanzig Stunden vorwärtskommen, das wissen wir momentan nicht, weil wir den Kalender verlegt haben, aber es ist doch so, daß man, wenn man jetzt morgens plötzlich auswacht, sich zu sagen pflegt: „Sieh mal an, es ist ja schon Tag und es muß wohl reichlich spät sein!" Und dann ist es gar nicht so reichlich spät, sondern noch ziemlich früh, aber der Tag hat eben, was man in der Schlaftrunkenheit vergessen hat, schon merklich früher angefangen, ein bißchen grau noch und verschwommen, aber immerhin schon als richtige Tageshelle, die durch die rotesten und gelbsten Vorhänge des Schlafzimmers dringt. Und wie am Morgen, so ist das auch in der Abendzeit: auch da ist ein Zipfelchen Tag angehängt, und immer länger wird das Zipfelchen, was man daran erkennt, daß die Straßenlaternen später angezündet werden und man sich „Guten Tag! faqt zu einer Stunde, in der man vor acht Tagen noch sich „Guten Abend!" zu sagen pflegte. Also rund heraus gesagt: der Frühling ist in Sicht, und selbst wenn Wir in den kommenden Wochen noch ganz scharf den Kachelofen sollten Heizen müssen — an der Sache würde das nichts ändern, Weil bte Tage dann noch rapider länger werden werden!
* Kurheffischer Feuerwehrverband. Der Kur- hessische Feuerwehrverband umfaßte am 1. Januar 1930: 1 Berufsfeuerwehr mit 112 Mitglieder, 1192 Pflichlfeuerwehren mit 73949 Mitgliedern, 393 Freiwillige Wehren mit 23114 Mitgliedern und 9 Fabrikwehren mit 289 Mitgliedern.
Hersfeld. Als Rektor d e r S ü d s ch u l e für den seit 1. Oktober v. Js. pensionierten Rektor Ziegler wurde Oberschullehrer Sauer, der schon seit Jahren hier am Lyzeum tätig ist, gewählt.
Hersfeld. (Li lip ut in H ers fe ld). Wir wollen es nicht unterlassen, auch an dieser Stelle nochmals ganz besonders auf das Gastspiel der Liliputaner, welches, wie bereits bekannt, morgen Sonnabend, den 25. Januar d. J. in der Turnhalle stattfindet, hinzuweisen. Abends 8 30 Uhr geht das dreiaktige Lustspiel „Heiratsfieber" und nachmittags, 5 Uhr das Märchen „Der,Mine Ä MMfM. ^-ÄMMr^MM- nur ab morgen, Sonnabend 1 Uhr nachmittags in der Turnhalle statt.
Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) In Deutschland hält unter dem Einfluß des Hochdruckgebiets die trockene, aber vorwiegend trübe oder neblige Witterung unverändert an, so daß das Wetter einen unfreundlichen Charakter bekommt. Aus den Gebirgen befindet man sich über dem Nebel und beispielsweise herrscht auf dem Hochtaunus heute klarer Himmel und Sonnenftein. Ueber England macht sich der Einfluß des ozeanischen Tiefs bei lebhaften Druckänderungen und zeitweise Niederschlägen stärker bemerkbar, doch wird die fast stilliegende Druckverteilung aus dem Kontinent davon vorerst wenig, berührt, und die naßkalte, aber vorläufig trockene Witterung wird im Wesentlichen noch anhalten. — Vorhersage bis Samstag Abend: Im Ganzen Fortdauer der augenblicklichen Wetterlage, nur vorübergehend leichte Niederschlagsneigung.
Kassel. ' Der nationalsozialistische Stadtverordnete und Abgeordnete des Provinziallandtages der Provinz Sachsen Walter Gunst aus Mühlhausen in Thüringen hatte hier im April 1929 bei einem nationalsozialistischen Sprechabend eine Rede gehalten und dabei abfällige und beschimpfende Aeußerungen über die Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold gemacht. Das Große Schöffengericht verurteilte ihn jetzt zu zwei Monaten Gefängnis mit der Begründung, daß eine besondere grobe und verletzende Form der Beschimpfung vorliege und deshalb eine Ablösung der Gefängnisstrafe durch Geldstrafe nicht in Betracht komme.
Kassel Einen trüben Empfang hat ein 58jähriger Fuhrmann gehabt, der nach einem längeren Aufenthalt im Landeskrankenhaus in seine Wohnung zurückke rte. Seine Frau war stark betrunken, und bei der nun folgende Auseinandersetzung schlug sie ihm mit einem Hammer derart über den Kopf, daß er bewußtlos zu- sammenbrach und lebensgefährlich verletzt ins Karlshospital gebracht werden mußte. Die Frau wurde verhaftet.
Frankfurt o. M. Wie uns von der Magistrats- pressestelle mitgeteilt wird, beträgt der Fehlbetrag für das laufende Etatsjahr nicht 4,6 sondern 4,8 Millionen RM. Zu den Vorschlägen der Finanzverwaltung wird der Magistrat in seiner nächsten Sitzung, die am kommenden Montag stattfindet, Stellung nehmen und in dieser Sitzung den Nachtragsetat verabschieden.
Dermbach. Ein gräßlicher Unglücksfall ereignete sich gestern Nachmittag auf dem Zimmerplatz des Herrn Bönewitz. Das etwa öjährige Söhnchen des in der Nähe wohnenden Korkarbeiters August, Rommel vergnügte sich mit einigen Gespielen auf dem dort aufgestapelten Holz, dabei kam ein Stamm ins Rollen und traf das Kind so unglücklich, daß der Tod auf der Stelle eintrat.
Bernterode. Jm'Schacht „Preußen" wurde der 31jährige, verheiratete Bergmann Aloys Seeboth aus Kirchworbis durch einen nachträglich gezündeten Spreng- schuß so schwer getroffen, daß er im Knappschafts- krankenhause zu Bleicherode starb.
Meschede. Der Fuhrunternehmer Pl. von hier, der in den Waldungen mit Holzabfuhr beschäftigt war, wurde auf einem abschüssigen Waldwege vom Pferde getreten, fiel und kam unter den Wagen. Das Vorderrad ging ihm über ein Bein, das zweimal gebrochen wurde, während ihm das Hinterrad ihm über den Rücken fuhr. Schwer verletzt wurde er der Bigger Klinik zugeführt, wo er tags darauf an inneren Verletzungen gestorben ist.
Göttingen.^Bereits kurz nach dem Brande von Esebeck lenkte sich der Verdacht der Täterschaft auf Mitglieder der Familie Quentin in Esebeck, besonders auf den ledigen Arbeiter Hermann Quentin, der alsbald in der Prinzenstraße in Göttingen festgenommen werden konnte. Nach stundenlangem Verhör gestand der Verhaftete ein, den Brand aus Rache angelegt zu haben, weil er sich bei einer früheren Erbteilung benachteiligt glaubte.
Gotha. Ein aus dem benachbarten Bufleben stammender junger Mann, der, um einen Wechsel zu bezahlen, mit einem Betrag von 500 Mark mit seinem Motorrad nach Eisenach unterwegs war, setzte, vermutlich wegen finanzieller Schwierigkeiten, seinem Leben ein Ende. Er hob von einem neugegrabenen Brunnen in Vasa die zur Sicherung der Passanten über die Oeffnung gelegten Bretter ab und stürzte sich in den Brunnenschacht. Er brach das Genick; der Tod trat aus der Stelle ein. Das Motorrad fand man am Morgen neben dem Brunnen auf. Im Besitze des jungen Mannes befanden sich noch die Gelder, die er für seine geschäftlichen Zwecke mitgenommen hatte.
Erfurt. Im Kaufhaus Römischer Kaiser in Erfurt ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. An einem Fahrstuhl des Warenhauses war eine Ausbesserung erforderlich. Nach Ausführung der Reparatur stürzte der Fahrstuhl bei der Probefahrt mit dem Fahrstuhlführer und dein Monteur ab. Der Fahrstuhlführer war sofort tot, der Monteur wurde schwer verletzt.
Er-Heven Lm Lahngebiei.
Die Ursache: Erdrutsche im Gebirge.
Im Lahngebiet ist ein Erdbeben verspürt worden, das von einem donnerähnlichen Rollen begleitet war. Aus verschiedenen Lahnorten wird gemeldet, daß in den Wohnungen der Fußboden und die Wände zu beben an- fingen und daß die Bewohner durch einen Lärm, ähnlich dem beim Vorüberfahren schwerer Lastautomobile auf der Straße, aus dem ersten Schlafe geweckt, aus den Häusern liefen. Die Ursache des Bebens, das in nordöstlicher Richtung verlief, soll in Erdrutschen im Gebirge zu suchen sein.
Auf dem Taunusobservatorium hat der Erdbebenmesser das Erdbeben so minimal verzeichnet, daß der Aus- schlag auf dem Papierstreifen kaum sichtbar war. Dagegen verzeichnete der Seismograph auf dem Königsstuhl hoi &£j& elfter q einen von emem MM
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Erwerbslosenkrawatte in München.
Im Anschluß an eine Münchener Erwerbsloseuversamin- lung, in der ein kommunistischer Reichstagsabgeordneter und ein kommunistischer Stadtrat über Erwerbslosenfragen gesprochen hatten, bildeten etwa 1000 Versammlungsteilnehmer einen Demonstrationszug. Die Polizei wurde mit Pfui-Rusen ■ und mit dem Gesang der Internationale begrüßt. ES gelang, den Zug aufzulösen.
Papageien-Einfuhrverboi für ganz Deutschland. '
Erlaß des L a n d w i r t s ch a s 1 s m i n i st c r s.
Der Berliner Polizeipräsident veröffentlicht eine vieh- seuchenpolizeiliche Anordnung des Ministers für Landwirl- schaft, Domänen und Forsten, durch die die Einfuhr von Papageien und Sittichen in Preußen verboten wird. Dieses Einfuhrverbot wird auch von allen anderen deutschen Ländern erlassen werden.
Die deutsche Einwanderungsquote in 11. S. A.
Washington. Auf die deutsche Einwanderungsquote wurden im ersten Halbjahr 15 462 Sichtvermerke erteilt, das sind rund drei Fünftel der Gesamtquote. England und Nord- Irland erreichten ihre Quoten nicht.
Spiel und Sport
Sp. Die Deutschen Minterkampfspiele haben die Gemeinde Krummhübel einen Zuschuß von rund 15000 Mark gekostet, ein in Anbetracht der außerordentlich ungünstigen Wetter- Verhältnisse, andererseits aber großen Werbewirkung für den deutschen Osten, das Riesengebirge und den verunstaltenden Surort immerhin erträgliches Defizit.
Sp. Ein Segelslugkongreß findet vom 8. bis 10. März in Varnlstadt statt. Namhafte Sachverständige werden in Vor- krögen die aktuellen wissenschaftlichen Probleme des Segel- flageS und insbesondre auch die Beziehungen zwischen Segel- flus and Motorflug behandeln.
Vom Büchermarkt.
Wie lerne ich reden? Wo esse ich am besten in Berlin? Wie schützt sich die G sellschaft vor dem Verbrecher? — Das sind einige der interessanten, amüsanten und wichtigen Fragen, welche im Februarheft von Velhagen und Klasings Monatsheften behandelt. Paul Oskar Höckers Roman „Die sieben Stufen" wird beendet. Otto Flake erzählt „Die Geschichte Mariettas", und drei heitere Novellen unterstreichen den fröhlichen Grungzug dieses auch an gutgelaunten Bildern verschwenderischen Faschingsheftes. Prachtvoll ausgestattet ist Heinroths Aussatz „Bunte Papageien" mit vollendeten farbenglänzenden Bildern von W. Schmidt-Hild. Die Kunst vertritt Kurt Glasers großer Aufsatz über Karl Hofer. Wenn wir noch die fesselnden Beiträge „Die Amerikaner beim Wintersport" und „Schöne Frauen in Meisterwerken der Lichtbildkunst" erwähnen, so ist damit die Mannigfaltigkeit des vorliegenden Heftes kaum angedeutet, geschweige denn erschöpft.