politische Rundschau
Deutsches CReid)
Das Kindwarenmonopol.
Dem Reichstag ist jetzt der EntWA des Zündwaren- monopolgesetzes zugegangen. Zwischen der Reichsregie- rung und dem Reichsrat ist bekanntlich über die Vorlage keine Übereinstimmung zustande gekommen. Die Reichsregierung macht dem Reichstag daher eine Doppelvorlage. Ferner macht sie darauf aufmerksam, daß es nach dem Vertrage mit den schwedischen Anleihegebern notwendig ist. das Gesetz spätestens am 31. Januar d. I. zu verkünden. Bei der Festsetzung des Zeitpunktes für die abschließende Beratung im Reichstag werde daher in Betracht zu ziehen sein, daß gegebenenfalls noch rechtzeitig festgestellt werden müsse, ob der Reichsrat Einspruch erheben will oder nicht.
1930 keine Volkszählung.
Im Jahre 1930 hatte man auf eine allgemeine Volkszählung gerechnet, die in der Regel alle fünf Jahre statt- findet und jetzt wieder fällig gewesen wäre. Wie bekannt wird, soll die erwartete Volkszählung in diesem Jahre ausfallen und auf 1931 verschoben werden. Das Statistische Reichsamt erteilt die Auskunft, die Verlegung sei auf Anordnung der Reichsregierung erfolgt. Wahrscheinlich sind Sparmaßnahmen die Ursache.
Lüneburgs Klage in der Bombenaffäre.
Die städtischen Körperschaften Lüneburgs stimmten dem Anträge des Magistrats zu, die Schadenersatzklage gegen die inzwischen ermittelten Beteiligten an dem zweiten Lüneburger Bombenattentat auf das Regierungs- gebäude anzustrengen. Die Klage stützt sich darauf, daß durch das Attentat auch der Stadt Lüneburg ein großer Schaden erwachsen ist, da an der Rathausfront sämtliche Fenster zertrümmert und auch Beschädigungen am Mauer- Werk verursacht wurden, Über das Vermögen der Täter ist der dingliche Arrest beantragt worden.
GroßöriiKNMen.
Schwere Unruhen bei Johannesburg.
Auf den südafrikanischen Regierungsgruben in der Nähe von Johannesburg kam es zu äußerst bedenklichen Kämpfen zwischen verschiedenen Stämmen ungehörigen Eingeborenen. Vierzehn Tote und etwa 30 Schwerverletzte waren das Resultat. Die Wirren drohen sich in westlicher Richtung auf Langlaagte und östlich auf Riedfontein ans- zudehnen. Verschiedene Verhaftungen sind vorgenommen worden. Von Reef aus sind in aller Eile starke Abteilungen berittener Polizei entsandt worden.
Aus Zu- und Ausland
Berlin. Dem Reichstag ist ein Gesetzentwurf zur Verlängerung der Geltungsdauer des am 31. März d. J. ab- laufenden R e i ch s m i e 1 e n g e s e tz e s bis zum 30. Juni 1932 zugegangen.
Berlin. Der Reichspräsident empfing Montag den Staatssekretär von Schubert zum Vortrag über die Tagung des Völkerbundrats und die damit im Zusammenhang stehenden Genfer Verhandlungen.
Darmstadt. Wie der hessische Innenminister Leuschner auf Anfrage mitteilt, kann von einem Überfall auf ihn während der Einweihung des Volkshauses in Rüsselsheim keineRede fein. Dagegen sei noch nicht festgestellt, ob es sich bei der Entwendung der Mäntel und der Beschädigung des Autos um einen pgUtiiwen Racheakt oder bloß urgeinen Diebstahl handelt.
Fünfzig Jahre neue deutsche Rechtschreibung.
Die Puttkamersche Orthographie.
Die Sechzigjährigen von heute, die damals als zehn- fährige Buben und Mädel die Schulbank drückten, werden sich sicher mit Schrecken an die Tage erinnern, wo ihren kleinen Gehirnen, die knapp die alte Orthographie erfaßt hatten, ganz plötzlich eine neue Orthographie aufgemutzt wurde. Es war ein furchtbarer Kampf entbrannt gegen das H und gegen Doppelvokale, und was mit großen Buchstaben geschrieben worden war, wurde auf einmal klein geschrieben und umgekehrt, so daß einem der Kopf schwirrte und man weder ein noch aus wußte. Am ri. Januar 1 8 8 0 war durch einen Erlaß des Ministers von Puttkamer diese neuartige Orthographie für Preußen dekretiert worden, nachdem sie in Österreich und in Bayern schon ein halbes Jahr früher begonnen hatte, während die anderen deutschen oder deutschsprechen- 1 den (die deutsche Schweiz) Staaten ein bißchen nachhink- ! ten, manche — z. B. Sachsen — um ein ganzes Jahrzehnt, i
Wer nun aber glaubt, daß nur die Schulkinder gegen die neue Rechtschreibung rebelliert hatten, und daß die vernünftigen Erwachsenen mit ihr durchaus zufrieden gewesen seien, der irrt sich gewaltig. In allen Lagern gab es Revolutionäre, die ihre eigene Orthographie schrieben und von der neuen absolut nichts wissen wollten, und auch heute noch gibt es sehr gelehrte Eigenbrötler mit ganz persönlicher Rechtschreibung. Fürst Bismarck, der in politischen Dingen mit seinem Minister Puttkamer überein- stimmte, war in puncto Orthographie sein schärfster Gegner: er hat sich nie zu dieser neumodischen Rechtschreibung bekehrt und setzte es durch, daß sie im amtlichen Verkehre der Behörden zunächst nicht in Anwendung kam, so daß sie anfangs in der Hauptsache auf die Schulen beschränkt blieb. Im übrigen tut man dem Minister Puttkamer durchaus unrecht, wenn man meint, daß er die neue Orthographie erfunden habe. Bestrebungen zur Änderung, Vereinfachung und Verbesserung — manche sagen allerdings: Verschlimmbefsenmq — der Rechtschreibung waren schon seit Jahrhunderten im Gange, und Männer von Bedeutung, wie Adelung („Schreib, wie du sprichst^, Jakob Grimm und andere haben sich um die Vereinheitlichung der deutschen Orthographie große Verdienste erworben und bahnbrechend gewirkt. Robert von Puttkamer hat dann — ohne selbst ein gelehrtes Haus gewesen zu sein — eine neue Vereinfachung der Rechtschreibung, die seit dem Jahre 1876 angestrebt wurde, mit seinem Namen gedeckt. Damals, im Jahre 1876, trat in Berlin eine Konferenz von Sprachforschern und Schulmännern zur Festsetzung einer einheitlichen Rechtschreibung zusammen. Die Grundlage der Verhandlungen bildete ein von dem Prosessor Rudolf von Räumer ausgearbeiteter Entwurf, der dann im großen und ganzen gutgeheißen wurde.
Wie dann die neue Rechtschreibung sich weiterent- wickelt und was besonders Konrad Duden, der vielen noch bis zum heutigen Tage ein Rührmichnichtan ist, für sie getan hat, das braucht heute, wo nur der fünfzigste Geburtstag der Puttkamerschen Orthographie zu feiern ist, nicht näher daraeleat zu werden.
Aus der Heimat.
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Die Kunst des Händewaschens.
Eines der häufigsten Hautleiden sind aufgesprungene Hände. Sie machen sich im Winter ganz besonders unangenehm bemerkbar, kommen aber auch zu anderen Zeiten des Jahres nicht selten vor, besonders bei Personen, die im Haushalt oder im Beruf viel mit Wasser und Seife in Berührung kommen.
Manche Menschen haben sich schon so daran gewöhnt, daß sie die aufgesprungenen Hände gleichsam als etwas Unabänderliches hinnehmen. Das ist indessen durchaus falsch. Man muß es nur verstehen, mit seiner Haut richtig umzugehen. Wie bei unserem Körper überhaupt, ist richtige Abhärtung dabei von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung.
Es ist im allgemeinen nicht richtig, zum Waschen der Hände warmes Wasser zu benutzen. Man gewöhne sich vielmehr daran, ein Wasser von Zimmertemperatur, bei Kindern etwas mehr, dazu zu verwenden. Das gilt auch für die Winterszeit. Die zum Waschen benutzte Seife sei möglichst mild und fetthaltig. Ganz besonderes Gewicht ist auf richtiges Ab - trocknen zu legen. Das Abtrocknen muß gründlich geschehen. Dafür sind grobe, am besten Frottierhandtücher oder grobes Leinen zu verwenden, damit die Feuchtigkeit genügend aufgesaugt werden kann. Es ist selbstverständlich, daß eine solche Leistung nur von einem absolut trockenen Handtuch vollbracht werden kann. Man vermeide es nach Möglichkeit, sofort nach dem Waschen ins Freie zu gehen. Läßt sich das aus beruflichen oder sonstigen Gründen nicht verhindern, so beuge man durch Bestreuen der Haut mit etwas Puder, Kartoffelmehl u. dgl. vor und benutze beim Ausgehen warme, bequem sitzende Handschuhe.
Wer an besonders trockener Haut leidet, wird guttun, diese nach jedesmaligem Waschen mit einer guten Hautcreme, Vaseline oder dergleichen, einzufetten. Die Verwendung von Glyzerin ist unzweckmäßig, weil dieses die Haut oft reizt und damit ihre Sprödigkeit nur noch erhöht.
Wer mit diesen einfachen Mitteln nicht zum Ziele kommt, der muß ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dem Arzt wird es meist gelingen, durch entsprechende Verordnungen das Übel zu beseitigen. '
Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) An der Rückseite des großen über Südosteuropa liegenden Hochdruckgebiets herrscht in Deutschland trockenes und vorwiegend, heiteres Wetter bei stetig fallendem Barometer. Die bei klarem Himmel kräftiger wirkende Ausstrahlung bedingt stellenweise leichten Nachtfrost und Nebelbildung in den Niederungen, während in höheren Lagen relativ hohe Temperaturen beobachtet werden. An der'Rückseite einer hoch im Norden liegenden Zyklone ist etwas kältere Luft nach Westeuropa vorgedrungen, die den stetigen Barometerfall zunächst aufhält und unter vorübergehender Bewölkungszunahme das Hochdruckgebiet vorerst nocheinmal wieder verstärkt. Im Ganzen ist eine Aenderung des ziemlich beständigen und meist trockenen Wetters noch nicht zu ersehen. — Vorhersage bis Mittwoch Abend: Zunächst noch Fortdauer des meist trockenen Wetters, wenn auch zeitweise stärker bewölkt, bei schwachen Winden meist mild.
Kassel. Als Vorsitzender für die am 27. Januar beginnende erste diesjährige Schwurgerichtsperiode Hst Landgerichtsdirektor Dr. Hübn r bestellt worden. Zur Verhandlung sind angesetzt.- am 27. Januar gegen den Gastwirt Karl Möhle in Sontra wegen Meineids, am 28. Januar gegen die Fabrikarbeiterin Lisa Blümer in Reifungen wegen Meineids und am 29. Januar gegen den Gutsverwatter Bernhard Ganzer aus Emnierihal wegen Beihilfe zum Kindesmord.
Geluhausen. In einem nahe dem hiesigen Bahnhof belegenen Sägewerk wollte ein Arbeiter aus Altenhaßlau einen Waggon Stammholz entladen und machte sich an dem Knebel des Wagenverschlusses zu schaffen. Ein etwas höher liegender Stamm ließ den schweren Eisenknebel in die Höhe schnellen, sodaß er mit voller Wucht das Gesicht des Arbeiters traf. Ihm wurde das Nasenbein zerschmettert, außerdem erlitt der Bedauernswerte einen schweren Bluterguß und mußte sofort ins städt. Krankenhaus zu Gelnhausen überführt werden.
Frankfurt a. M. Das Große Schöffengericht verurteilte die Kaufleute Buchbesch und Hupseld sowie den Kupferschmied Brückner, die seit 1926 in Frankfurt eine Schwarzbrennerei betrieben hatten, wegen Steuerhinterziehung zu G fangnisstrafen von 3—8 Monaten und Geldstrafen von zusammen über 4 Millionen RM. Die von den Verurteilten in Gemeinschaft mit einem nach dem Ausland geflüchteten Komplizen betriebene Geheimbrennerei war die größte in Deutschland bisher aufgedeckte; es konnten in ihr bis zu 600 Liter Weingeist und Liköre täglich hergestellt werden. Das Ge- schästslokal war von der Bande mehrfach gewechselt worden, um der Entdeckung durch die Polizei zu entgehen.
Soden Salmüsier. Ein vor Jahrzehnten aus seiner Heimatgemeinde ausgewandeAer Schlosser Wilhelm Harnischfeger hat es in Nordamerika ßum Wohlstand und Ansehen gebracht. Nachdem er wiederholt feiner Heimat in anerkennender Weise gedacht hat, überwies er jetzt der Bürgermeisterei für den Bau eines neuen Schulgebäudes die stattliche Summe von 50 000 Dollar.
Volpriehausen. In dem Salzschuppen des hiesigen Bergwerkes wurde der Salinenarbeiter Otto Knöpfler tot aufgefunden. Wahrscheinlich ist der Tod durch Erstickung eingetreten.
Göttingen. Die Annahme, daß angesichts der großen Anstrengungen der Staatsanwaltschaft Göttingen die wiederholten Brandstiftungen in Südhannover nach- lasfen würden, hat sich als irrig erwiesen. Freitag morgen wurde die Staatsanwaltschaft abermals benachrichtigt, daß in Esebeck, Kreis Göttingen, Scheune, Stallung und ein Teil des Wohnhauses der Heiseschen Erben in Flammen aufgegangen sind. ■ Auch in diesem Falle dürfte Brandstiftung vorliegen. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft hat sich an die Brandstelle begeben.
Göttingen. Die Ermittelungen in der Göttinger Unterschlagungsaffäre haben jetzt ergeben, daß Reichs
bahnoberinspektor Kruse sogar eine Reihe von Wechseln, die er zur vorübergehenden Deckung seiner unterschlagenen Gelder benutzte, gefälscht hat, und zwar drei Wechsel in Höhe von je 1000 Mark, die er von befreundeter Seite hatte akzeptieren lassen, auf eine Höhe von 10 000 Mark.
Fürstenberg. Ein tragischer Fall ereignete sich in den letzten Tagen in dir Nähe des ehemalig kleinsten Städtchens Waldecks Fürstenbergs. In der alleinstehenden Mühle, die in kurzer Zeit von Fürstenberg aus zu erreichen ist, fand man die achtzehnjährige Tochter des Besitzers blutüberströmt bewußtlos in her Stube liegend auf. Der aus Sachsenberg herbeigerufene Arzt stellte eine Kopfschußwunde fest und ordnete Ueber- sührung in das Corbacher Krankenhaus an. Die vorläufige Untersuchung ergab keine Anhaltspunkte, anscheinend handelt es sich hier um ein Verbrechen, das gerichtlicher Aufklärung bedarf.
Turnen, Sport u. Spiel.
Handball
Turnv. Hersfeld I — Turnv. Heringen I 0:1 (0:1),
Die Nordgruppe des Oberfulda Werra-Rhön-Gaues eröffnete mit den gestrigen Spielen die Handball-Rückspielserie ver Winterspiele. Die beiden Mannschaften der genannten Vereine standen sich in Hersfeld aus dem an der Fulda gelegenen Platze gegenüber. Dieser, sehr naß und scheinbar sehr beansprucht, war dermaßen aufgeweicht, daß sich ein flottes Spiel nicht entwickeln konnte. Kurz nach Beginn glückte es dem Heringer Linksaußen einen scharfen Schuß auf das Tor abzugeben. Der Torwart stand günstig, wehrte ab, doch der Ball glitt von den Händen ab und bi achte Heringen das entscheidende Tor. Mehrmals wurde von beiden Seiten gefährlich aufs Tor gesandt, die Torhüter paßten aber gut auf und verhinderten eine Veränderung des Standes. Das Spiel nahm auf beiden Seiten an Härte zu. Hersfeld versuchte, unter allen Umständen einen Ausgleich herbeizuführen. Der Schiedsrichter sah sich sogar genötigt, wegen fortgesetzter Zwischenrufe von Spielern, die sich benachteiligt glaubten, 2 Hersfelder Herauszu- stellen. Gegen seine Entscheidung wurde von Hersfeld Protest eingelegt. Die Heringer Elf spielte mit viel Eifer, und trotzdem das Publikum, wie bei solchen Spielen immer zu erwarten ist, für die heimische Mannschaft Partei nahm, muß der objektive Beobachter zugeben, daß Heringen, ohne große Spielerfahrung, vor allen Dingen die unbedingt erforderliche Selbstdisziplin bewahrte und somit das Spiel verdient gewonnen hat.
es.
Fußball.
Slavia Prag schlug Minerva-Berlin (in Berlin) in einem 'sogenannten Lehrspiel 5:0 (2:0). Von den Berliner Meisterschastspunktspielen sind der 9:1-Sieg von Hertha B. S. C. gegen Halley Concordia und der 11:4- Sieg des B. S. B. 92 über den 1. F. C. Reukolln zu erwähnen. '
Norddeutschlands Fußballspiele hatten in dem Zusammentreffen Hamburger S. V. gegen Altona 93 ihr größtes Ereignis. Der H. S. V. gewann 3:1. In Nordhannover behauptete Wilhelmsburg 09 die Führung, in Hannover-Braun- schweig bleibt Arminia-Hannover an der Spitze. S. S. Delmenhorst verlor überraschend 1:6 gegen Werder-Bremen. Ein Städtespiel Lüneburg—Hamburg (zweite Garnitur) anläßlich des Verbandstages gewannen die'Hamburger 7:3. In Kiel wurde Holstein von den Berliner Tennis-Borussen 1:2 geschlagen.
Radfahren.
Das Stuttgarter „Kriterium der Asse", mit dem die Arena die diesjährige Radsportsaison eröffnete, gewann vor 5000 Zuschauern Charlier, der für die 100 Kilometer 2:23 brauchte. Zwei Runden zurück wurde der Berliner Ehmer Zweiter vor Frankenstein, Martini, Oszmella u. a.
Sportallerlei.
Trotz der ungünstigen Schneeverhältnisse wurde anläßlich der Dritten Deutschen Winterkampsspiele in Krummhübel-Brückenberg der Sprunglaus auf der Koppenschanze vor etwa 3000 Zuschauern durchgeführt. Sieger und damit auch Kampfspielsieger wurde Walter Glaß- Klingenthal mit Note 18,708 vor Erich Reckuagel-Oberschönau 18,083 und dem vorjährigen deutschen Skimeister Gustav Muller-Bayer. Zell 17 708. Walter Glaß sprang 33,5 Meter und mit 38,5 Meter die überhaupt höchst erreichte Weite. Ebenfalls kam zur Ausführung das. Junioren-Kunstlaufen. Hier belegten bei den Herren der Münchener Maier-Labergho, bei den Damen die Wienerin Frl. Holovski, bei den Paaren die Wiener Zwack—Papetz den jeweils ersten Platz.
Einen neuen deutschen 200-Meter-Rückenrekord schwamm Kuppers-Viersen im Bremer Hansabad mit 2:39,7 und verbesserte damit seine eigene Höchstleistung um 8/io Sekunden. IM Wasserballspiel Norddeutschland—Westdeutschland siegten die Norddeutschen mit 4 :3 Toren.
„ Dr. Peltzer siegte in Sidney (Australien) in einem 880- Vards-Rennen auf einer Grasbahn über den Amerikaner Lermond in 1 :56,8.
Hannover siegte im Schwimmstädtekampf über Hildes- herm mit 3:1 Punkten. Lotte Mühe gewann ein 200-Meter- Brustschwimmen gegen eine Staffel in 3:23,5.
Der Kunstturnkamps Lüdenscheid—Köln—Frankfurt in Lüdenscheid endete mit dem Siege des T. V. Eintracht-Frank- ^rt^7M ^.^or^^B. Grünewald-Lüdenscheid 659 P. und
Sp. Deutschland—Polen stehen sich im Rückkampf der Amateurboxer am 4. April in Magdeburg gegenüber. Den ersten Kampf am 6. Januar in Kattowitz hatte Deutschland 10 :6 gewonnen.
8p. Ein Zehnstädtekampf im Kunstturnen soll im Rahmen der diesjährigen Zoppoter Sportwoche veranstaltet werden. Beteiligt sind Danzig, Königsberg, Marienburg, Breslau, Berlin Dresden, Leipzig, Hamburg, München und eine Westfalenrieg«
Aus dsm GenchiSsaas
§ Beginn des Prozesses Hatry. In London begann w Prozeß gegen den bekannten englischen Finanzmann Hatry ui« drei Direktoren Ver von ihm gegründeten Gesellschaften. Der Zusammenbruch von ßatrtrS Unterrielnnu^ wie erinnerlich, das Wirtschaftsleben vorübergehend erheblich erschüttert. Hatry ist angeklagt, einen Betrag von zwei Millionen Pfund sich betrügerischerweise ungeeignet 311 haben die drei Mitangeklagten sollen Bei.!'!!'-- aeÄtstei laben Jm ganzen umfaßt die Anklage 39 Punkte rc Angeklagten erklärten, daß sie sich nicht als schuldig betrachtn. ,