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ZudienWellung eines neuenKreuzers

Die drei KreuzerKöln".

Bei schönem, klarem Winterwetter fand in Wilhelms- Haven die feierliche Indienststellung des KreuzersKöln" und die damit verbundene Autzerdienststellung des alten KreuzersAmazone" statt. In einer Ansprache an die aus dem Achterdell derKöln" angetretene Besatzung schilderte der Kommandant, Fregattenkapitän von Schröder, das ruhmreiche Schicksal der erstenKöln", die am 28. August 1914 im Kampfe gegen englische Übermacht in der Nordsee unterging und von deren Mannschaft nur ein Mann, der zur Feier anwesende Oberheizer Neumann, der damals drei Tage lang herumgetrieben war, gerettet wurde. Ferner gedachte der Kommandant der Versenkung der zweitenKöln" bei Scapa Flow. Mit einem drei­fachen Hoch auf das Vaterland und den Reichspräsidenten von Hindenburg schloß er seine Rede.

Dann hißte dieKöln" Flagge und Wimpel, gleich­zeitig holte dieAmazone" Flagge und Wimpel nieder. Es war eine große Anzahl von Glückwünschen eingelaufen, von denen die des Reichspräsidenten, des Reichswehr- ministers Grüner und des Chefs der Marineleitung, Admiral Räder, verlesen wurden. Darauf nahm im Namen der Stadt Köln für den verhinderten Oberbürger­meister Dr. Adenauer Stadtverordneter Dr. Löhle das Wort und wies auf den bedeutungsvollen Tag für die Stadt Köln hin.Wir wünschen," so schloß er,daß der Köln" ein glücklicheres Los als ihren Vorgängerinnen beschieden sein möge. Wir sind davon überzeugt, daß die Köln" mit ihrer Flagge im Auslande das deutsche An­sehen ehren und vermehren wird." Nach der Feierlichkeit führte die Bordkapelle ein Promenadenkonzert aus.

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Der NameKöln" weckt Erinnerungen an die beiden Kreuzer, die früher diesen Namen trugen. Die erste Köln" wurde von ihrem Kommandanten am 28. August 1914 versenkt. Die Engländer waren in die deutsche Bucht vorgestoßen und zu ihrer Abwehr wurden die Kreuzer Köln",Stettin",Ariadne",Frauenlob",Straßburg", Mainz" u. a. kommandiert. Nebel und ungünstiges Wetter hatten verhindert, die Stärke des Gegners erken­nen zu lassen. Erst als die Kreuzer schon am Feind waren, erkannten sie, daß sie fünf englische Großkampfschiffe vor sich hatten, von der-en großen Granaten sie überschüttet wurden. Nachdem dieAriadne" gesunken war, konzen­trierte sich das englische Feuer auf dieKöln", die Flagg­schiff des Konteradmirals Maaß war. Maaß fiel, der Kommandant, Fregattenkapitän Meidinger, wurde schwer verwundet. Ein englischer Zerstörerverband umlauerte dieKöln", ob sie nicht bald die weiße Flagge zeigen würde. Die Lage war aussichtslos. Da gab Meidinger das Kommando, den Kreuzer zu versenken, damit er nicht in die Hände der Feinde falle. Wer von den 23 Offizieren und der 485 Mann starken Besatzung noch am Leben war, ertrank in den Fluten, ohne von den Engländern gerettet zu werden.

Auch die zweite, stärkereKöln" ging mit wehender Kriegsflagge unter. Sie war am 9. November, als sich in Kiel und Wilhelmshaven das Geschick der Marine voll­zogen hatte, ausgelaufen, um ein Eindringen der ge- meldeten englischen Seestreitkräfte in die deutsche Bucht zu verhindern. Am 19. November wurde sie im langen Zug der deutschen Kriegsschiffe nach Scapa Flow ge­schleppt, wo sie von der Besatzung am 21. Juni 1919 nach den schmachvollen Monaten der Gefangenschaft versenkt wurde.

Die dritteKöln" ist das vierte Schiff der Neubau­serie, ein Schwesterschiff derKönigsberg" und der Karlsruhe". Sie ist 189 Meter lang und hat dadurch einen erhöhten Gefechtswert, daß die neun Geschütze von einem Kaliber von 15 Zentimeter, die in drei Panzer- türmen untergebracht sind, je drei in einem Turm, eines auf der Back, die beiden anderen hinter- und überein­ander auf dem Hinteren Deck eingebaut sind. Der Fahr­bereich beträgt 5500 Seemeilen. Mit einer Maschinen- leistung von 65 000 Pferdestärken kann eine Geschwindig­keit von 32 Seemeilen erreicht werden. Die Besatzung von 516 Mann kommandiert Fregattenkapitän von Schröder, der Sohn des bekannten Admirals.

Heue Pläne Hsuptmann Köhls.

Berlin. Wie aus den dem Ozeanflieger Hermann Köhl nahestehenden Fliegerkreisen verlautet, trägt sich Köhl mit neuen größeren Plänen. Köhl, der Anfang Dezember nach Amerika gefahren ist, um auf hoher See neue für den Ge­brauch im Flugzeug bestimmte optische und nautische Instru­mente deutscher Firmen auszuprobieren, wird voraussichtlich in dieser Woche mit derDeutschland" in Hamburg wieder ein­treffen. Die Versuche mit den neuen Instrumenten sollen vor­zügliche Erfolge gezeitigt haben. Köhl, der tu Beglei­tung eines ihm befreundeten Amerikaners zurückkehrt, wird voraussichtlich die Vorbereitung zu einem neuen T r a n s o z e a n f l u g in Angriff nehmen. Infolge des Um­fanges der Vorarbeiten wird voraussichtlich erst in einigen Monaten der Start zu dem neuen Flug erfolgen können.

Heuschreckenplage in M-rkafrika.

Die Hauptstadt M a r o k k o bedroht.

Die Heuschreckenplage, unter der Nordafrika, knZ- , besondere Algier und Marokko, alljährlich zu leiden haben, hat in diesem Jahre einen außerordentlich ernsten Cha­rakter angenommen. Nachdem diese Schädlinge der Land­wirtschaft kürzlich in der Gegend von Rabat einen ganzen Wald sowie den größten Teil der landwirtschaftlichen 1 Kulturen vernichtet haben, sind sie nunmehr bis zur Haupt- J stadt Marokko vorgedrungen. Die Zugangsstraßen sind mit einer dichten Heuschreckenschicht bedeckt, so daß die Be­wohner der äußeren Stadtteile Stroh- und Teerfeuer an­zünden, um den Vernichtungskampf gegen die Schädlinge zu führen. Auch im Norden von Rabat sind Heuschrecken- schwürme von Millionen von Tieren eingefallen und haben großen Schaden angerichtet.

Schwere Zusammenstöße mitArbeitslosen inLhemnih C h e m n i tz. In dem benachbarten Hartmannsdorf kam es vor dem Gebäude der Wirkwarenfabrik Recenia zwischen einer etwa tansendköpfigen Arbeitermenge und einem Polizei­aufgebot von zwanzig Mann zu blutigen Zusammenstößen. Nach den bisherigen Feststellungen wurden vier Arbeiter ge­tötet und fünfzehn verletzt, darunter fünf schwer. Drei Poli­zisten wurden durch Steinwürfe verwundet. Die Arbeiter waren aus Chemnitz und Umgegend nach Hartmannsdorf ge­kommen, um gegen eine Arbeitsgerichtsverhandlung, die dort stattfinden sollte, aber abgesagt worden war, zu protestieren. Das Arbeitsgericht sollte gegen 180 Arbeiter der Firma Recenia wegen angeblichen Tarifbruches verhandeln. Bei dem Versuch der Demonstranten, das Fabrikgebäude zu demolieren, kam es zu den erwähnten Zusammenstößen mit der Polizei.

Aus der Heimat.

Für diese Rubrik find Mitteilungen lokalen Sntereifes aus dem belerkreile liess erwünscht und werden auf WunlÄ bezahlt.

Das Kaasbaltangsschaljahr.

Eltern und Erzieher stehen sehr bald wieder vor der ernsten Frage: Was soll unsere Tochter nach der Schulentlassung beginnen? Alle Möglichkeiten werden erwogen, und manche Mütter schwanken bis zur letzten Stunde. Sie suchen in berechtigter Sorge um das fernere Wohl ihres Kindes, das oftmals schwach und unentwickelt die Schulbank verläßt, die bange Stunde der Entscheidung hinauszuschieben. Die Klagen über die Berufsnot unserer weiblichen Jugend sind berechtigt. Das Angelot der weiblichen Beruss'kräfte ist groß, und die Anforderungen für manche Berufe werden von Jahr zu Jahr höher gestellt. Das Ueberangebot gestattet Aus­wahl nach erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen und versperrt mancher jungen tüchtigen Kraft den Zutritt zu einem erwählten Frauenberuf. Die bedrängte Wirt­schaftslage im Reiche löst auch im Erwerbsleben der Frau ihre hemmende Rückwirkung aus.

Die Sorgen unserer Eltern um das Fortkommen ihrer Töchter sind somit begreiflich. Kein Wunder, wenn in der Brust der Mutter der stille Wunsch auf- steigt, der Tochter nach der Schulentlassung noch eine Zeit der inneren Sammlung zu geben. Sie wünscht ihrem Kinde noch ein Jahr der Schonung und Be­sinnung ; vielleicht kann es dazu dienen, besondere Ver­anlagungen und Neigungen zu entfalten. So entscheiden sich denn die Eltern oft in letzter Stunde für den Be­such der städtischen Haushaltungsschule. Mit diesem Entschluß, der zwar den Eltern neue Opfer auferlegt, wird der Tochter ein dankbares Arbeitsgebiet eröffnet. Sie schließt sich einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft von gleichgesinnten, bildungsfreudigen jungen Mädchen an und betritt einen Weg der inneren Bereicherung und äußeren Formung, der mitbestimmend wird für das ganze spätere Leben.

In die Haushaltungsschule können die jungen Mädchen aller Schulgattungen ausgenommen werden. Die normale Ausbildungszeit ist 1 Jahr. Als vornehmstes Lehrziel, das übrigens alle Haushaltungs­schulen gemeinsam haben, gilt die theoretische und praktische Einführung in die Hauswirtschaft. Die Notwendigkeit dieser hauswirtschaftlichen Schulung und Erziehung zu denkenden Hausfrauen und Müttern im Zeitalter der wachsenden Frauenerwerbsarbeit bedarf keines besonderen Beweises. Eine weitere Bildungs­arbeit der Haushaltungsschule besteht darin, durch allgemeinbildenden Unterricht den Sinn für staats­bürgerliche und volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu wecken und Einsicht in die sozialen Verhältnisse und das Berufsleben der Frau zu gewähren. Während die erste Aufgabe der Schule vorwiegend die mehr praktische Seite der Ausbildung betont, legt die zweite Wert aus ein Hinführen zur geistigen Reise und UrieiiLfähigleir unserer jungen Mädchen.

Der erfolgreiche Besuch der staatlich anerkannten Haushaltungsschule erleichtert unseren Töchtern den Uebergang zum Berufsleben und zu anderen Bildungs­anstalten für Frauen. Auf diesen gilt es dann, weiter aufzubauen und ein besonderes Berufsziel anzustreben. Oft wird das gesteckte Ziel nicht erreicht, weil die Ent­scheidung über die Berufswahl zu schnell getroffen wurde und weil Neigung und Eignung für den Beruf nicht übereinstimmten. Eltern und Erzieher haben des­halb die Pflicht, in liebevoller Weife den besonderen Veranlagungen und Neigungen der Tochter nachzuspüren und die Lebensfrage ihres Kindes erst nach reiflicher Ueberlegung zu entscheiden. Das Haushaltungsschuljahr bietet bei der Vielseitigkeit des Unterrichts dazu reiflich Gelegenheit und gestattet jeder Tochter eine gründliche Schulung in der Hauswirtschaft, dem ältesten und dank­barsten Gebiet hausfraulichen Schaffens.

O. C h r i st i a n s e n.

Hersfeld. Auf die morgen Nachmittag 2 Uhr im Saale des Hotel Stern stattfindende Kreishand­werkertagung sei nochmals hingewiesen. Bei der Wichtigkeit der zur Beratung stehenden Angelegenheiten sollte kein Handwerksmeister aus Stadt und Kreis Hersfeld versäumen, die Tagung zu besuchen.

Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Unter der Herrschaft der ausgedehnten Südwestströmung sind die Temperaturen in Deutschland noch weiter gestiegen und erreichen Werte, wie sie für Ende April normal sind. Allerdings gleicht sich der Druckgrad in Südnord mehr und mehr aus, sodaß die Zufuhr der Südluft schwächer wird und schließlich die über England lagernde kältere Luft zu uns gelangen wird. Bei ihreD Ankunft werden die zurzeit nur schwachen Niederschläge voraus­sichtlich wieder zunehmen. Im ganzen bleibt der feuchte und für die Jahreszeit sehr milde Charakter der Witterung noch unverändert. Vorhersage für Freitag: Vorüber­gehend Abkühlung und Verstärkung der Neigung zu Niederschlägen, aber im ganzen noch Fortdauer der un­beständigen und relativ milden Witterung bei südlichen bis westlichen Winden.

Hersfeld. Die Vertreter und Freunde der B a s l e r M i s s i o n aus Hessen trafen sich hier in großer Zahl, um sich von den berufenen Mitarbeitern über den Stand der Mission unterrichten zu lassen. Mit einer Morgenandacht leitete Pfarrer Döll (Seligenthal) die Veranstaltung ein. Er wies in seiner Ansprache auf die leider bestehende Unmöglichkeit hin, in allen freigegebenen Missionsgebieten Mission zu treiben, weil die Mittel nicht aufzubringen sind. Pfarrer Raith (Kasfel) betonte, daß das Hessenland schon immer großes Verständnis für die Missionsarbeit gezeigt habe, und daß die Ver­bundenheit Hessens mit Basel eng sei. Pfarrer Reuter

(Dagobertshausen) berichtete über die nachhaltigen Eindrücke auf der Basler Missionswoche, zu der sich auch über 80 Vertreter des Hessenlandes eingefunden hatten. Ungeheuer groß sei das Arbeitsfeld und stelle die mannigfaltigsten Anforderungen an die Missionare. Bei der Aufbringung der Mittel rechne man auf die Unterstützung durch die Heimat. Missionsinspektor Hupenbauer (Basel) stellte die besonderen Schwierig­keiten der Missionsarbeit in den verschiedenen Ländern heraus, wie sie sich aus der politischen Lage ergeben. In China sind Eigentum und das Leben der Missionare in ständiger Gefahr. Zieht England seine Hand von Indien, so könne die alte Feindschaft der Hindus und Mohammedaner einen Bürgerkrieg entfesseln, bei dem auch wieder die Mission zu den Leidtragenden gehören dürfte. In längerer Aussprache wurden dann ver­schiedene Einzelfragen der Mission von den anwesenden Missionaren geklärt. Missionsinspektor Hubenbauer faßte schließlich das Ergebnis der Tagung dahin zu­sammen, daß die Vorträge gezeigt haben, daß die Nöte der Mission ungeheuer sind.

Oberlengsfeld. Nach langjährigem Streit in der Gemeindeverwaltung ist Friede eingetreten. Es wurde der seitherige Bürgermeister Licht einstimmig wiedergewählt Als Schöffen wurden die Herren Gutsbesitzer Rexeroth und Schornsteinfegermeister Adam Grau gewählt und als dessen Stellvertreter der Kauf­mann Hans Brenzel.

Ziegenhain In Michelsberg konnte der dort wohnhafte Simon Gerlach seinen 100. Geburtstag bei guter Gesundheit begehen. Während das Gehör etwas gelitten hat, sind seine Augen noch so gut, daß er ohne Brille lesen kann. Seine Schwester zählt 93 Jahre, während ein Bruder mit 98 Jahren gestorben ist. Zähes Hessenblut lebt in dieser alten Schwälmer Familie.

Fulda. Um Fulda tobte ein äußerst starker West­sturm, der an Dächern und an Bäumen viel Schaden anrichtete. Durch die Gewalt des Sturmes wurde auch eine der großen Schaufensterscheiben eines Kaufhauses in der Mittelstraße auf die Straße geschleudert. Ferner wurde eine Schaufensterscheibe einer Kolonialwaren- Handlung in der Löserstraße durch den Sturm zerstört.

Kasfel. Ein gräßlicher Unglücksfall, der leider den Tod eines Menschen zur Folge hatte, hug sich Dienstag abend in dem Hause Tunuenstraße 15 zu. Die dort im dritten Stockwerk wohnende Witwe Elise Curt, im 75. Lebensjahr stehend, begab sich aus Fenster, um etwas frische Luft zu schöpfen, da sie an Atemnot litt. Hierbei muß wohl die hochbetagte Frau von einem Schwächeanfall befallen sein. Sie verlor das Ueberge- wicht und stürzte in die Tiefe.

Marburg. Wie berichtet wird, kam es anläßlich der Uebergabe der neuen Universttäts-Satzung durch den Kultusminister Becker zu einem Zwischenfall. Ungefähr 50 nationalsozialistische Studenten, vor allem Angehörige der Hochschulgilde Saxnot hatten vor der Universität Spalier gebildet und empfingen den Kultusminister mit Scharren und Pfui-Rufen. Rektor und Senat gaben hierzu folgende öffentliche Erklärung ab:Am ver­gangenen Dienstag hat eine kleine Gruppe von Studenten den Herrn Minister für Wiffenschaft, Kunst und Volks­bildung bei seinem Eintritt in die Universität durch ungehörige Zurufe beschimpft. Durch dieses eines Studenten unwürdige Benehmen ist das Ansehen unserer Hochschule, der Ruf der gesamten Marburger Studentenschaft schwer geschädigt. In der Gewißheit, daß alle unse e Kollegen und die überwältigende Mehr- Heit unserer Studenten diese Vorkommnisse auss ent­schiedenste mißbilligen, geben wir hiermit dem Gefühl unserer tiefsten Empörung öffentli l) Ausdruck." Ein Ermittlungsverfahren zwecks Feststellung der Namen zur Bestrafung der Beteiligten ist im Gange.

Marburg. Ein aus Kassel stammender älterer Mann, der die Reichsbahnverwaltung dadurch geschädigt hatte, daß er Fahrkarten fälschte und sie zu Fahrten be­nutzte, wurde vom Schöffengericht Marburg wegen Urkundenfälschung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Duderstadt. In der nächsten Nähe von Duder- stadt, und zwar in Mingervde, Tiftlingerode, Werxhausen, Nesselröden, Seulingen und Gieboldehausen sind in den letzten acht Tagen größere Brände ausgebrochen die Wohnhäuser, Scheunen und Stallungen vernichteten. Den Abgebrannten, meist kleinere Landwirte, ist überall gewaltiger Schaden entstanden, die in allen Fällen wenig oder gar nicht versichert waren. Es handelt sich wahrscheinlich um einen fremden Brandstifter, der leider noch nicht überführt werden konnte.

Wachftedt (Kr. Mühlhausen). Dienstag nachmittag brach im Gehöft des Landwirts Gunkel aus unbekannter Ursache ein Feuer aus, das in ganz kurzer Zeit die Nachbargehöfte von Lintz und Günther ergriff. Durch die Explosion zweier Benzolfässer fand das Feuer neue Nahrung. Die Wirtschaftsgebäude der beiden vom Feuer betroffenen Gehöfte (Scheunen und Stallungen) wurden ein Raub der Flammen; sämtliche Futtervor­räte, landwirtschaftliche Maschinen, unausgedroschenes Getreide, Kleinvieh und zwei wertvolle Pferde sind mitverbrannt.

Spiel mid Sport

Sp. Zwischen Turnerschaft und Schwimmverband finden Ende Januar oder Anfang Februar weitere Verhandlungen, diesmal der Techniker, statt, um das Programm für das Zu­sammenwirken im einzelnen auszuarbeiten. Es handelt sich dabei u. a. um die Ungleichung der Wetrkampfbestimmungcn beider Verbände. Das Programm wird dann dem Schwimm- verbandstag Ostern in Braunschweig zur Genehmigung vor­gelegt.

Sp. Das internationale Programm der deutschen Schwimmer für 1930 besteht aus zwei Länderkämpfen gegen Frankreich am 6 Juni in Zeitz und gegen Ungarn am 19. und 20. Juli in Berlin, ferner einem Wasserballspiel gegen Belgien am 13. Juli in Antwerven sowie Der Beteiligung an den Eurova- meisterschaften vom 26--31. August * Wien.