politische Rundschau
Deutsches Reick
Reichshilse für die deutsch-russischen Bauern.
In einer Parteiführerbesprechung, die unter dem Vorsitz des Reichskanzlers in Berlin stattfand, wurde die Frage einer Hilfsaktion für die bei Moskau angesammelten deutschstämmigen Bauern besprochen. Man war sich darüber einig, daß den in großer Notlage befindlichen Kolonisten Hilfe gewährt werden müsse. Die dazu erforderlichen Vorarbeiten sind in Angriff genommen und neben einer privaten Hilfsaktion sollen Reichsmittel in gewissen, durch die Finanzlage des Reiches gebotenen Grenzen bereitgestellt werden. Die Regierung will eine Vorlage dem Reichstag zuleiten. — Ein Drittel der bisher in Kiel untergebrachten deutsch-russischen Bauernflüchtlinge, im ganzen 110 Personen, ist auf dem Hamburger Hauptbahnhof eingetroffen, von wo sie sofort nach dem Überseeheim der Hamburg-Amerika-Linie weitertrans- portiert wurden.
Deutsche Hilfsschule in Gens.
In Gens ist eine deutsche Schule eröffnet worden, die zunächst als Hilfsschule gedacht ist für die zahlreichen deutschen und deutsch sprechenden Kinder, die bisher aus den ausschließlichen Besuch der französischen Genfer Schulen angewiesen waren. Diese „deutsche Hilfsschule" soll an dem in Genf schulfreien Donnerstag den allgemeinen Genfer Schulunterricht auf dem Gebiete der deutschen Sprache, der deutschen Geschichte und der deutschen Geographie ergänzen. Vom nächsten Jahr an soll dann neben der Hilfsschule der Ausbau einer Vollschule in die Hand genommen werden. Die Genfer Schul- behörden haben ihre Unterstützung gewährt und für die Hilfsschule ein Schulgebäude unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Großbritannien
Heirat des Thronfolgers mit politischen Folgen?
Eine in London sich aufhaltende irische Abordnung will auf die Abschaffung des Eides hinwirken, den jeder englische König vor der Thronbesteigung abzulegen hat und der dem König verbietet, der römisch-katholischen Kirche beizutreten oder eine Angehörige dieser Kirche zu heiraten. Der Prinz von Wales soll einer jungen Dame des englischen Hochadels, Lady Mary Crichton Hyphen Stuart, Tochter des Marquis Bute, zugetan sein und Heiratsabsichten hegen. Das einzige Hindernis ist die Tatsache, daß die Familie katholisch ist und daß nach den Bestimmungen eine solche Heirat für den Prinzen von Wales unmöglich ist, es sei denn, er verzichtet auf seine Ansprüche auf den Thron.
Kleinasien.
Politisches Testament des Premierministers des Iraks.
In dem politischen Testament, das der Premierminister des Iraks bei seinen S e l b st m o r d hinterlassen hat, heißt es: Ich habe kein weiteres Interesse an einem Leben, in dem ich weder Ehre noch Freude kannte. Unser Volk erwartet, daß man etwas erreicht, aber die Engländer stimmen unseren Forderungen nicht zu. Ich bin ohne Hilfe, die Jrakleute sind schwach. Sie halten mich für einen -Herratek ^n metMM ^am>,' sür etnvTr-^teireT der Engländer usw.
Aus In- und Ausland
Rostock. Das verstärkte Konzil an der Landesuniversität Rostock hat zur Aufrechterhaltung des akademischen Friedens beschlossen, den Studierenden zu verbieten, bei akademischen Feiern und Umzügen politische Uniformen und Abzeichen öffentlich zu tragen.
Göttingen. Für Donnerstag war von der Nationalsozialistischen Deutschen Studentenschaft eine öffentliche Kundgebung vor dem Auditorium angesagt worden, die gegen die Berliner Vorgänge Verwahrung einlegen sollte. In letzter Stunde wurde diese Kundgebung von Rektor und Senat der Universität unter Androhung der strengsten Disziplinarstrafen verboten.
Mainz. Aus dem französischen Militärgefängnis wurden zehn Deutsche entlassen, die wegen Spionage zum Teil seit 1923 mit Gesängnisstrasen bis zu 15 Jahren verurteilt waren.
Koblenz. Zu einer sozialdemokratischen Wahlversammlung waren auch Nationalsozialisten erschienen und durch ihre Zwischenrufe entstanden S ch l ä g e r e i e n, so daß Panzer ein« greisen mußte. Eine große Anzahl von Personen wurde verletzt, darunter drei schwer.
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Krise Im englischen Bergbau.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Der Generalsekretär der Bergarbeitergewerkschaft, Cook, kündigte soeben vor einer Arbeiterversammlung in London an, er sei durch die Regierung ermächtigt, nntzn- teilen, daß die Schaffung einer Körperschaft für die Sicherung eines nationalen Lohnabkommens im Bergbau durch die bevorstehenden gesetzgeberischen Maßnahmen der Regierung gesichert erscheine.
° Wenn diese Mitteilung einwandfrei sein sollte, wird ein starker Konfliktstoff in der Bergbaukrise geschaffen, da die Grubenbesitzer die Einrichtung eines Nationallohnes und die Beibehaltung der gegenwärtigen Lohnhöhe un Falle einer Verminderung der Arbeitszeit von acht auf sieben Stunden entschieden ablehnen und ihren Widerstand offen bekanntgegeben haben.
Reue Veiveisaniräge im Fall Sklarek.
Die Vernehmung des Oberbürgermeisters Böß beantragt.
Da die drei Brüoe. Sklarek nach wie vor die Kenntnis der von ihrem Buchhalter Lehmann eingestandenen Fälschungen ableugnen, und da andererseits der Berliner Oberbürgermeister Böß eine nähere Bekannt- schüft mit den Sklareks abstreitet, hat Lehmann feinem Verteidiger weiteres Material zur Klarstellung der Beziehungen zwischen dem Oberbürgermeister und den Sklareks uber- geben Der Verteidiger hat daraufhin bei der Staatsanwaltschaft die Vernehmung des Oberbürgermeisters und des Berliner Stadtrats Neuendors beantragt. Sie sollen Aussagen machen über den vielerörterten Kauf der Pelziacke und den geplant gewesenen Verkauf eines Grundstückes, für das Stadtrat Neuendors als zuständiger Dezernent von den Sklareks 14 000 Mark pro Quadratmeter verlangt hatte, während Oberbürgermeister Böß ohne Zuziehung Neuendorss in der Magistratssitzung den Preis auf 10 300 Mark pro Quadratrute herabsetzte. Der Verkauf kam jedoch nicht zustande, da Neuendors wegen alter Mieldisscrcnzen den Sklareks die Auslassung versagte.
Der Verlust, den die B e r l i n e r S t a d t b a n k durch die
^ Verlust, den die B e r l i n e r S t a d t b a n l durch die Sklareks erleidet, ist einschließlich aller aus den Sklarek- Geschäften entstandenen Risiken aus 6 Millionen Mark errechnet worden. Der Verlust geht zu Lasten der Stadt, nicht etwa zu Lasten der Einleger, da die Stadt für sämtliche Verbindlichkeiten der Stadtbank haftet.
Das französische AMenbauprogramm.
Paris. Marineminister Leygues hat in der Kammer den Gesetzentwurf über das Flottenbauprogramm für 1930 einge- bracht. Das Programm sieht für die Budgetjahre 1930 bis 1934 Ausgaben in Höhe von 1 267 128 000 Frank vor. Der aus dem Jahre 1920 stammende allgemeine Entwurf des Flotten- bauprogramms sah Neubauten von insgesamt 53 400 Tonnen jährlich vor. -Für 1930 fordert der Marineminister die Genehmigung für den Bau von 48 000 Tonnen. Diese sollen sich auf die einzelnen Schiffskategorien wie folgt verteilen: ein Kreuzer (10 000 Tonnen); sechs Torpedobootszerstörer mit etwas größerer Tonnage als die früher gebauten; sechs Unterseeboote 1. Klasse: ein Unterseeboot mit Minenlegervorrichtung; ein Minenleger; zwei Avisos für die Verwendung in fernen Gewässern; einen Aviso zum Auslegen von Netzen.
Aus der Heimat.
ES; diele Rubrik Und (Tlltleilungen lokalen Unter eil es aus dem beletRrelle stets etwünM und werden auf Wunsch bezahlt.
Kommunallandtag Kassel
Bei den letzten Kommunallandtagswahlen am 2S*
November 1925 erhielten:
Stimmen Sitze
Sozialdemokraten
114 812
15
Hessische Arbeitsgemeinschaft
116 232
15
Zentrum
51 543
7
Demokratische Partei
19 361
3
Kommunistische Partei
23 228
3
Handwerk und Gewerbe
11 217
—
Wirtschaftspartei
8 882
—
Wirtschastsbund für Steuerabbau
361
—
Bürgerliche Gerechtigkeitsvereinigung
510
—
346 146
43
In diesem Jahr entfallen auf 25 000 Einwohner des Regierungsbezirks einschließlich Waldeck je ein Abgeordneter, sodaß diesmal 45 Abgeordnete zu wählen sind.
Sie letzte Sitzung des alten
Zu der gestern Abend anberaumten letzten außerordentlichen Stadtverordneten-Sitzung hatten sich außer dem Vorsteher Saal noch 11 Stadtverordnete eingefunden, außerdem waren Bürgermeister Wagner, Syndikus Schafft und Stadtrat Schandua erschienen. Stadtverordneten-Vorsteher Saal eröffnet die Sitzung und gibt den Beschieß des Magistrats, wonach einige bei der Sparkasse aufgenommene kurzfristige Kredite in langfristige Anleihen bei derselben umgewandelt werden sollen. Die aufgenommenen Geld.r wurden für verschiedene Notstandsmaßnahmen, wie Ausbau der Meisebacher Straße, Ausbau der Güldenen Kammer, der unteren Fritz-Rechbergstraße, verwandt.
Bürgermeister Wagner begründet den Antrag des Magistrats noch näher'und bemerkt dabei, daß auch die Bedingungen bei der Sparkasse für eine Anleihe günstiger seien, als bei einem anderen Institut.
Stadtv. Salm bedauert, daß die Hess. Arbeitsgemeinschaft nicht zu der heutigen Sitzung erschienen sei, da sie doch bei der Bewilligung der kurzfristigen Kredite mitgewirkt habe und bemerkt, daß seine Fraktion gegen den Beschluß des Magistrats sei, man solle die Sache zurückstellen bis das neue Stadtparlament in Tätigkeit sei.
Stadtv. Heußner bemerkt, daß seine Fraktion zu der Sache nicht Stellung genommen habe.
Bei der dann folgenden Abstimmung waren 6 Stadtverordnete für und 6 gegen den Magistratsbeschluß. Da die Stimme des Vorsitzenden ausschlaggebend ist, wurde der Antrag angenommen.
Außerdem wurde dann noch der Ankauf einer Bandsäge, die aus dem Konkurs Sexauer stammt, einstimmig beschlossen. Die Uebernahme einer Bürgschaft beidem Bau der zweiten Häuser-Serie der Gagfah wurde mit 9 bei drei Stimmenthaltungen angenommen.
Nach einigen Bemerkungen des Stadtv. Salm, daß der Magistrat dafür eintreten solle, daß mit Bezahlung der Rechnungen für geleistete Arbeiten bei der Gagfah nicht so lange gewartet würde, konnte der Vorsitzende gegen 729 Uhr die Sitzung schließen.
Hersfeld. (Wie wird das Wetter?) Die Zyklonentätigkeit über Europa hat sich wieder lebhaft verstärkt. Bei England ist ein äußerst kräftiges Luftdruckfallgebiet erschienen, so daß anzunehmen ist, daß sehr bald bei uns wieder eine mildere Südströmung einsetzt und es zu verbreiteten Niederschlägen kommt. Da die Zugstraße der Wirbel jedoch verhältnismäßig weit südlich liegt, kann wohl im Allgemeinen mit der Fortdauer sehr unbeständiger Witterung gerechnet werden, doch sind zwischendurch Kältevorstöße aus Norden nicht wahrscheinlich. — Vorhersage bis Sonntag Abend: Wolkig bis bedeckt, zeitweise noch Niederschläge, Temperaturen wieder zurückgehend, meist westliche Winde.
HerBfesS. Der Russische Kuban-Köfaken Chor berührt auf seiner neuen Deutschen Konzert tournee am Dienstag den 19. November auch Hersfeld In der Turnhalle wird dieser ausgezeichnete Chor trefflicher russischer Sänger eines seiner Konzerte geben, die überall Begeisterung und Jubel des Publikums hervorrufen. Seine Sommir-Konzerte, die vor kurzem fi ren Abschluß fanden, brachten dem Chor sensationelle Erfolge und Rekordbesuche, ein Zeichen, daß ler Chor, der immer im Schatten des länger eingeführten Don- Kosaken-Chors stand, nunmehr auch an äußeren Erfolgen dieser genannten Vereinigung gleichgekommen ist. Künstlerisch wird der Chor längst mit dem Kameraden von Don von der gesamten Presse auf eine gleiche Stufe gestellt. Neuerdings gibt man ihm sogar häufig den Vorzug. Niemand sollte versäumen, das Konzert zu besuchen.
Hersfeld. Bei den in der Nähe von Friedigerode am Eisenberg zur Zeit stattfindenden Ausgrabungen wurde ein Hünengrab sreigelegt, Ferner wurde neben der Grabstätte noch ein Bronzebeil gesunden.
RINGE,
die zur Kette werden
Kriminalroman von Marie-Elisabeth Gebhardt
Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale)
P [42
1 .Das habe ich meinem Verwandten auch gesagt, als er nach Berlin kam, ganz traurig über alles. Was grämst du dich um das Mädchen, sagte ich ihm. Sie ist nur wie die Tänzerinnen in unseren Tempeln, ein Nautsch girl, wie unsere Feinde, die Engländer sie nennen. Sie ist es nicht wert, darum zu trauern.'
Da haben Sie recht, pflichtete ich ihm bei. Studieren Sie jetzt in Berlin?
,Ja, ich wohne in Halensee bei Gauta Mahina.'
1 Haben Sie Ihren Bekannten, den Franzosen Lebrun, oder wie er auch hieß, Grenier, inzwischen wiedergefehen?
.Nein, ich will auch nicht. Er ist gewesen der Mörder, sagte Gauta. So ich ihn sehe, sage ich es der Polizei. Ist er denn hier?'
s Das weiß ich nicht.
t .und ist der Verlobte von Rita Mazetti in Berlin?' ! Ja, aber ich sehe ihn selten, nur auf dem Gericht.
' Wir fuhren gerade in eine Station ein. Ein Herr im Nebenabteil erhob sich, um auszusteigen. Dabei beugte er sich einen Augenblick um die Zwischenwand, als ob ihn die Reisenden in unserem Abteil interessierten. Ich sah in ein Paar schwarze, funkelnde Augen. Mein Blick fiel auf die Hand, die den Drücker umfaßt hielt. Sie trug genau einen solchen Ring, wie der, der von Fräulein Hildegard vermißt wird.
Ehe ich das alles erfaßt hatte und der Gedanke mich durchschoß: das ist Grenier!, war er ausgestiegen. Ich
folgte ihm sofort, konnte ihn aber im Gedränge nicht mehr sehen. Möglicherweise fuhr er auch mit dem gerade drüben haltenden Zuge zurück.
Ich hatte nun diesen Zug versäumt und mußte mit dem nächsten weiterfahren. Von Halensee aus rief ich sofort mein Amt an, und meldete das Vorkommnis. Man ist jetzt schon dabei, die Spielhöllen, die ja auch in unserer gesegneten Metropole, heimlich wie die Pilze, bald da, bald dort aufschießen, zu beobachten. Schade, daß ich nicht die Inder danach gefragt habe. Die Ausländer wissen meist besser damit Bescheid als wir Einheimischen."
„Nun werden die Zeitungen die Sache wieder aufwärmen. Ich kann mir übrigens nicht denken, lieber Freund, daß der Verbrecher so dumm sein sollte, den Ring zu tragen, der ihn verraten kann."
„Er weiß ja nicht, daß dieser Ring vermißt wird und daß wir ihn kennen. Eine Dummheit macht eben jeder Verbrecher. Viel dümmer war es doch damals von ihm, mich anzureden und um Rat zu fragen. Daher kenne ich ihn doch erst."
„Da wußte er aber nicht, daß er gerade einem berühmten Kriminalisten in die Arme lief", neckte der Geheimrat. „Ich wünschte freilich, der Kerl würde nun bald gefangen und um einen Kopf kürzer gemacht, damit die Sache aus der Welt kommt, und mein Hildekind nicht wieder aufs neue sich aufregt."
„Gerade deswegen müssen wir der neuen Spur nachgehen, Herr Geheimrat, dann redet in vier Wochen niemand mehr davon."
* * *
Zwei Tage später wurde die Oeffentlichkeit durch eine neue Sensation überrascht.
Man hatte in der Nähe des Bahnhofs Halensee einen Mann aus den Schienen gefunden, der anscheinend aus
einem Nachtzug» herousgefallen oder herausgeworfen worden war. Ein Güterzug hatte das Nebengleis passiert, und der Lokomotivführer sah auf der Strecke einen dunklen Gegenstand liegen. Er brächte den Zug sofort zum Stehen, konnte es aber nicht verhindern, daß der Mensch, denn um einen solchen handelte es sich nach näherer Feststellung, vom Schienenräumer erfaßt und ein Stück mitgescheift wurde, ehe der Zug hielt. Ob der Aufgefundene erst dadurch getötet worden oder bereits tot war, ehe der Zug ihn ergriff, mußte die ärztliche Untersuchung ergeben. Es handle sich um einen Ausländer von asiatischem Typ. Wertsachen und Ausweispapiere waren nicht oder doch nicht mehr vorhanden.
In Ergänzung dieses kurzen Berichts teilten die Abendblätter mit, der Tote sei ein Inder oder besser Ceylonese, der auf der Berliner Universität studiert habe. Ein Verwandter hätte ihn rekognosziert. Es läge anscheinend Mord vor, da der Tote immer nicht nur seinen Paß, sondern auch Geld und einen wertvollen Ring bei sich gehabt hätte. Es sei derselbe Inder, der im Sommer in den Schweizer Mordprozeß verwickelt gewesen, damals aber als unschuldig entlassen worden sei. Ein Grund zu Selbstmord hätte, lautAussage seines Verwandten, nicht vorgelegen. Die Polizei sei bemüht, den Täter ausfindig zu machen.
Unter denen, die sich um die Aufklärung dieses neuen Verbrechens bemühten, war natürlich der Kriminalassessor Hans Werkenthin der eifrigste. Das heißt, für ihn war es keine Frage mehr, wer der Mörder war. Es konnte kein anderer die Tat begangen haben, als Viktor Grenier.
Demgemäß wurden auch die nächsten Nachforschungen gehandhabt. Es unterlag keinem Zweifel, daß der Franzose nun aus Berlin zu entkommen versuchen werde. Die Wachsamkeit der Bahnpolizei wurde aufs äußerste gesteigert. (Fortsetzung folgt.)